Fundstück: Maddox zum Mythos Gender Pay Gap

Der Mythos Gender Pay Gap, also der Fehlschluss, unterschiedliche durchschnittliche Einkommen aller Frauen im Vergleich zu allen Männern bedeute, dass eine Frau für exakt dieselbe Arbeit weniger bekomme als ein Mann, scheint unausrottbar. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mischt selbst fleißig daran mit, diesen Irrtum weiter zu verbreiten, worauf unlängst sowohl in den Kommentaren als auch in den Kurznachrichten hingewiesen wurde. Umso wichtiger ist es, Gegenbeiträge zu bringen.

Klar, verbohrte Ideologen wird man damit nicht überzeugen können. Aber es gibt immer genügend Leute mit gesundem Restzweifel, denen man damit vielleicht eine Initialzündung geben kann. In diesem Sinne:

Maddox: How every company in America can save 23% on wages

Schon die Überschrift nennt das wichtigste Gegenargument: Warum stellen Unternehmen nicht ausschließlich Frauen ein, wenn sie ihnen tatsächlich 23% weniger Gehalt zahlen können?

Es wäre doch völlig absurd, bei – wie ja stets angenommen – völlig gleichwertigen Bewerbern einen Mann zu nehmen, wenn sich die Lohnkosten um 23% nach unten drücken ließen! Welche Motivation gäbe es in einem Unternehmen, gegen das Gesetz des Marktes zu handeln? Da müsste schon eine gewaltige Verschwörung aller Unternehmen her, um den Druck des Kapitalismus außer Kraft zu setzen. Hier wird es dann endgültig absurd.

Beachtlich, dass selbst Barack Obama die richtigen Zahlen falsch benutzt. Aufklärung tut also dringend Not!

Es ergibt sich aber auch die Gelegenheit für einen Kalauer: Wenn wie behauptet Frauen für jeden Dollar, den ein Mann verdient, 77 Cent bekommen, sollen sie doch gut zufrieden sein! Wieviel bekommt schließlich ein Mann ab von dem Geld, das seine Frau verdient?

Maddox bricht das allgemeine Gebot von Unternehmen, möglichst geringe Kosten zu haben (natürlich mit dem Ziel der Gewinnmaximierung), auf seine persönliche Situation herunter: Er hätte gerne den Illustratorinnen seines Buches 23% weniger gezahlt und das Geld in die eigene Tasche gesteckt. Das finde ich sehr nachvollziehbar!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Die richtigen Zahlen zu haben reicht nicht, damit die Wahrheit dahinter zu den Leuten durchdringt. In diesem Lied haben die Leute zwar die richtige Nummer, kommen aber trotzdem nicht durch…

De la Soul: Ring ring ring (Sax mix)

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