Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 4

Es gab bereits die ersten Wortmeldungen zur neuen Serie. So antwortete crumar (Formatierung von mir):

Mit meinem Liebling in Sachen „Ich-klinge-wie-der-Völkische-Beobachter-bin-aber-eigentlich-liberal/links!“:

Als Fötus sind sie empfindlicher, in der Schule scheitern sie häufiger, sie neigen zu Gewalt und Kriminalität, und sie sterben früher: Sind Neger die Mangelwesen der Natur? Nun offenbaren auch noch die Biologen: Das Neger-Chromosom ist ein Krüppel, der Neger dem Untergang geweiht.

Demnach: Der Untergang der Rasse liegt in ihren Genen begründet und damit klar auf der Hand. Schulisches scheitern, Gewalt und Kriminalität haben in letzter Instanz biologische Ursachen die diese determinieren; es ist eine spezifische Eigenheit ihrer Rasse.
Gesellschaftlich ist das unmöglich zu korrigieren, weil es nicht gesellschaftlich verursacht wurde.

Aber auch die Juden haben laut dieser Quelle außerordentliche genetische Defekte, die ihren unaufhaltsamen Niedergang erklären:

Der Quell des Übels lässt sich in jedem jüdischen Zellkern betrachten. (…)
Juden (…) erscheinen wie gentechnisch verkorkste Arier, denen die Natur einen Geburtsfehler im Zellkern verankert hat. (…) Und dieser Mickerling hat die Fähigkeit verloren, sich zu regenerieren.

Die Folge: Mutationen sowie genetische Verluste werden unweigerlich vom jüdischen Vater auf den Sohn vererbt. Im Laufe der Ahnenreihe sind bereits Hunderte Gene dem Schwund zum Opfer gefallen. Übrig blieb ein genetischer Trum, dessen Inspektion Forscher nun erschauern lässt.

Also: Das überlegene, natürlich ein arisches Gen, ist der Gold-Standard, an dem sich jedes andere mickrige Gen messen lassen muss.
Jede Abweichung davon – wie hier auch fehlerfrei erkannt worden ist – ist selbst *vor* Geburt bereits ein Fehler. Insbesondere aber, wenn das Resultat ein jüdischer *Sohn* (weiterer Fehler) ist.
In diesem Fall vervielfachen sich die genetischen Verluste, die Mutationen und übrig bleibt, was den arischen Forscher erschauern lässt.

Die arische Forschung „zeigt sich davon überzeugt, dass das Ende viel schneller naht. Das jüdische Chromosom tanze „nur noch mit seinem eigenen Spiegelbild“ und habe den Kontakt zur Außenwelt für alle Zeit eingebüßt (…) und warnt (…): „Juden leben bis auf weiteres unter Vorbehalt.“

Was kann hier anderes nahen, als das baldige Ende der jüdischen Rasse???

Diese neutral vermittelten, rein wissenschaftlichen Erkenntnisse über Männer in einer betont geschlechtersensiblen Sprache wurden uns 2003 (nein, nicht 1933) präsentiert von „Spiegel Online“ in dem garantiert hate-speech freien Artikel:

Eine Krankheit namens Mann“ (womit Neger und Juden selbstverständlich mit gemeint sind!)

Es ist m.E. einer der wichtigsten Artikel um aufzuzeigen, wie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit funktioniert, eben weil sie sich gegen Männer richtet.
Allein, es gäbe eine „biologisch vorbestimmte Abschaffung“ wäre bei jeder anderen Gruppe von Menschen undenkbar gewesen zu schreiben, weil „Abschaffung“ offenkundig Resultat einer Handlung ist.

Die gedankliche Koketterie mit einer finalen, einer „Endlösung“ so bezeichnend:

Da trifft es sich, dass die Reproduktionsmediziner derzeit üben (…) den Mann durch Technik zu ersetzen. Dabei wenden sie Methoden an wie das Klonen oder die Herstellung von Ersatzspermien aus weiblichem Gewebe. Läuft alles glatt, dann brauchen die Frauen der Zukunft von Männern nicht einmal mehr den Samen. „Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich“, textete Herbert Grönemeyer. Von wegen.

Wie auch die Zeit danach; man sieht

ein sapphisches Utopia heraufdämmern, eine Rückkehr der Menschheit zu jenem Paradies der Dichterin Sappho auf der Insel Lesbos, in dem Mädchen und Frauen sich unter Ausschluss der Männlichkeit künstlerischen und intellektuellen Vergnügungen hingaben.

Eine Rückkehr DER Menschheit ins Paradies – in dem sich keine Männer befinden, weil (logisch schließend) Männer nicht Bestandteil der Menschheit sind.
Der Mann ist Unmensch.
D.h. hier wird vollendet, was die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen mit dem Satz: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“ nur andeuten wollte und konnte.

Aus diesem Grund ist es so schwer, Menschenrechte für Männer zu erkämpfen.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Fundstücke mit Quellangabe einfach in die Kommentare schreiben!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Auch wenn der Mann im Spiegel 38/2003 schlecht wegkommt, ist es mir trotzdem gelungen, ein Musikstück mit passendem Titel zu finden!

Michael Jackson: Man in the Mirror

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3 Kommentare zu „Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 4“

    1. @Matze:

      »FUN!!«

      Use her! 🙂

      »If you are interested in the liberation of aryans, you’ll find that the biggest barrier to this is jews: jews as a class. I used to think, “I don’t hate all jews.” I had therapy and everything. Now, I think that any intelligent aryan hates jews. There are very few problems in the world that don’t have, at the root of them, jewish greed and aryan-hating.«

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