Der Weg des Jack Donovan. Teil 1: »Androphilia«

Im Folgenden beginne ich eine dreiteilige Artikelreihe, die sich mit dem maskulistischen Denken von Jack Donovan befasst, einem amerikanischen Autor der »alternativen Rechten« und bekennenden Homosexuellen. Dass ich einem dezidiert »rechten« Autor hier Raum und Gehör einräume, hat verschiedene Gründe. Der wichtigste Grund ist eine persönliche Irritation: auf der einen Seite (a, zeitlich früher liegend) ist Donovan ein Autor, dessen Kritik der (amerikanischen) Schwulenszene ich sehr plausibel finde und die über weite Strecken der Kritik parallelisiert werden kann, die Männerrechtler an der feministischen Ideologie üben. Diesen Teil werden wir zuerst kennenlernen. Auf der anderen Seite (b, zeitlich später liegend) ist Donovan ein Autor, der sich Plattformen wie »American Renaissance« als Redner zur Verfügung stellt, auf denen kaum verhohlen das Gedankengut eines weißen Suprematismus sowie rassenbiologische Theorien propagiert werden. Diesen Teil werden wir später kennenlernen. Mein Anliegen ist es, herauszufinden, wie man von (a) nach (b) gelangt, welche Weichenstellungen der Autor auf diesem Weg vorgenommen hat und welche Alternativen an den Punkten dieser Weichenstellungen möglich gewesen wären.

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