Das neue Sexualstrafrecht hat auch gute Seiten für Männer

Eigentlich war dieser Text als Kommentar unter diesem m.E. hervorragenden Artikel von RA Alexander Stevens gedacht. Aber da er immer länger wurde, habe ich mich entschlossen, ihn hier zu veröffentlichen:

Gesellschaftspolitisch wird sich das neue Strafrecht so auswirken, dass es genau die falschen trifft. Die Idioten, Machos, die sich für die Supermänner halten, sprich, die, die sich schon bisher eher wenig für den Willen der Frau interessiert haben, werden sich nicht abhalten lassen. Die netten Männer dagegen wird das noch mehr verunsichern, sie werden noch mehr darauf warten, bis die Frau endlich mit dem Zaunpfahl winkt. Und dann werden sich die Frauen noch mehr beschweren, dass sie immer nur an die Arschlöcher geraten, denn die sind die einzigen, von denen sie noch offensiv angebaggert werden.

Außerdem wird es wahrscheinlich eine deutliche Zunahme an Anzeigen geben. Weil Frauenberatungsstellen den Frauen jetzt mehr zuraten, das zu tun, weil es ja inzwischen leichter ist. Was für die Feministinnen dann wiederum der Beweis für ihre These der Rape Culture sein wird. Und der Ruf nach noch schärferen Regeln auf dem Fuße folgt, bis Sex endgültig wie Körperverletzung gehandhabt wird, sprich strafbar ohne vorherige schriftliche Zustimmung.

Die Frage ist allerdings, ob es bei dem Anstieg von Anzeigen auch zum Anstieg von Verurteilungen kommt. Schließlich gibt es in den meisten Fällen immer noch keine Zeugen und es steht Aussage gegen Aussage. Wenn die Richter kühlen Kopf bewahren, bedeutet das ein Stagnieren der Verurteilungen bzw. weiteres Sinken der Verurteilungsquote, was natürlich ein weiterer „Beweis“ für die „Rape Culture“ sein wird. Wenn die Richter mehr verurteilen, wird auch die Anzahl der Kollateralschäden steigen, sprich der Falschbeschuldigungen, die zu einer Verurteilung geführt haben. In beiden Fällen depremierende Aussichten. Vermutlich wird sogar beides passieren, ein Anstieg von Justizirrtümern und der weiter anschwellende Bockgesang in Sachen Rape Culture.

Ein besseres Konjunkturprogramm für das horizontale Gewerbe hätte man sich kaum einfallen lassen können. Da ist Mann wenigstens einigermaßen sicher, dass ihn die Frau hinterher nicht vor den Kadi zerrt.

Für die normalen Frauen wird es aber dünn. In ein, zwei Jahren werden wir dann von noch mehr Artikeln der Sorte „Wo sind die echten Männer geblieben? Die trauen sich ja gar nichts mehr!“ überschwemmt. Aber man kann ja mit den Freundinnen nach Italien fahren, wo es noch echte Papagallos gibt.

Ab jetzt ist Tacheles angesagt!

Tja Mädels, das habt ihr Euch selber eingebrockt. Spielchen mit Rumzieren und so tun, als sei man das anständige Mädel, ist nicht mehr. Jetzt könnt ihr Euch nicht mehr selbst belügen und so tun, als wärt Ihr ja nur verführt worden. Jetzt müsst Ihr selbst klar und deutlich sagen, was ihr wollt, und zwar von Euch aus. Damit ist dann zwar die Romantik hinüber, wenn man alles vorher verbal aushandeln muss, aber was solls, ihr wolltet es ja so.

Ach, und hat man eigentlich geklärt, wie lange ein Nein gilt, bis man es wieder versuchen darf? Eine Stunde? Für den Rest des Tages? Für den Rest des Lebens, bis die Frau von sich aus widerruft? Ich für meinen Teil würde beim ersten Nein sowieso die Finger von ihr lassen, selbst wenn ich vermute, es ist gespielt. Nur so ist man auf der sicheren Seite. Und dann konsequent warten, bis sie von sich aus kund tut, es jetzt doch zu wollen. Daran müssen sich Frauen erst noch gewöhnen, aber es bleibt Euch nichts anderes übrig, sonst wird bei dem netten Typen, den Ihr ja eigentlich wollt, eben nichts laufen, wenn Ihr ihn einmal abgewehrt habt. Von sich aus wird er es jedenfalls nicht mehr probieren.

Das heißt, vor allem eines wird eine Folge des Gesetzes sein, die Frauen gar nicht schmecken wird:  Ab jetzt sind klare Ansagen vonnöten! Männer werden von Frauen deutliche Willensbekundungen verlangen (müssen). Keine Zweideutigkeiten mehr, kein Durch-die-Blume-Gesäusel mehr, kein Lesen zwischen den Zeilen. Die weibliche Art der Kommunikation ist out, jetzt ist direkte männliche Kommunikation angesagt. Wenn sie zukünftig sagt: „Schahaatz, wir haben schon lange nicht mehr miteinander gekuschelt…“ wird er schon alleine aus rechtlichen Gründen fragen müssen: „Meinst Du jetzt Kuscheln oder Ficken?“

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47 Kommentare zu „Das neue Sexualstrafrecht hat auch gute Seiten für Männer“

  1. Sehr treffsicher:

    „Die Idioten, Machos, die sich für die Supermänner halten, sprich, die, die sich schon bisher eher wenig für den Willen der Frau interessiert haben, werden sich nicht abhalten lassen. Die netten Männer dagegen wird das noch mehr verunsichern, sie werden noch mehr darauf warten, bis die Frau endlich mit dem Zaunpfahl winkt. Und dann werden sich die Frauen noch mehr beschweren, dass sie immer nur an die Arschlöcher geraten, denn die sind die einzigen, von denen sie noch offensiv angebaggert werden.“

    Volle Zustimmung:

    „Ein besseres Konjunkturprogramm für das horizontale Gewerbe hätte man sich kaum einfallen lassen können.“

    Und noch ein Volltreffer:

    „Spielchen mit Rumzieren und so tun, als sei man das anständige Mädel, ist nicht mehr. Jetzt könnt ihr Euch nicht mehr selbst belügen und so tun, als wärt Ihr ja nur verführt worden. Jetzt müsst Ihr selbst klar und deutlich sagen, was ihr wollt, und zwar von Euch aus. Damit ist dann zwar die Romantik hinüber, wenn man alles vorher verbal aushandeln muss, aber was solls, ihr wolltet es ja so.“

    1. „Ein besseres Konjunkturprogramm für das horizontale Gewerbe hätte man sich kaum einfallen lassen können.“
      Eben das wird ja auch zunehmend unter Feuer genommen. Das von FeministInnen präferierte Schwedische Modell kriminalisiert die Freier und legalisiert das Anbieten von käuflichem Sex.

      1. Ich fürchte, das wird das nächste Ding sein, das Feministinnen versuchen werden durchzusetzen. Auf welche Weise auch immer wird man feststellen, dass die Umsatzzahlen im Rotlichtgewerbe deutlich nach oben geschnellt sind. Was ein weiterer Beweis für die Ekelhaftigkeit von Männern ist, weshalb man das natürlich unbedingt unterbinden muss.

    2. „Ein besseres Konjunkturprogramm für das horizontale Gewerbe hätte man sich kaum einfallen lassen können.“

      Das wird aber durch das neue Prostituiertenschutzgesetz ganz schnell wieder zunichte gemacht…
      Das ist bereits der erste Weg Richtung schwedisches Modell.

      1. Ich kann nur hoffen, das dieses Modell kommt, Und hoffentlich werden dann auch die Frauen bestraft, die die Sex und Pornosucht der Männer ausnutzen, um sich an ihnen zu bereichern.

      2. Ich glaube nicht, dass das schwedische Modell (Prostitution verboten; nur Freier werden bestraft) in Deutschland anwenbar ist. Immerhin wäre auf den Strich gehen dann ja Anstiftung bzw. Beteiligung an einer Straftat/Ordnungswidrigkeit, was auch wieder eine Straftat/Ordungswidrigkeit ist…

  2. Obwohl ich den Artikl sehr hellsichtig finde, ist er evntuell unvollständig. Denn es könnte ganz verschiedene Reaktionen von Frauen geben.

    Nehmen wir an, daß den Männern die Intiative zu überlassen und sich selbst als Verführungsopfer zu inszenieren, wäre den Frauen extrem wichtig. Dann könnten sie auf das Gesetz auch so reagieren, daß sie – im Extremfall – überhaupt keine Anzeigen mehr erstatten und zwar auch bei echter Vergewaltigung nicht, um die Männer nicht davon abzuschrecken, ein Strafbarkeitsrisiko einzugehen: Lieber halten einige Frauen den Arsch hin, Augen zu und durch, anstatt ihre Rechte zu wahren und die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Bei Vergewaltigungen durch Flüchtlinge haben wir diese Phänomen schon gesehen.

    Letztlich will das alles natürlich keiner – was beweist, daß das neue Sexualtstrafrecht sich völlig auf die traditionelle Initiative ALLER Männer verläßt und auf diese Weise traditionelle Geschlechterrollen perpetuiert.

    Vermutlich werden wir daher eine Entwicklung wiederholen, die ich sxhon 2010 in den Clubs von San Francisco beobachtet habe: Es wird Orte geben, so sexuelle Anarchie herrscht. Wer als Frau in einem Club in SF geht, weiß, daß die Männer dort – um überhaupt von Frauen bemerkt zu werden – sich einfach eine Frau greifen, küssen und befummeln müssen, ohne zu fragen oder zu wissen, was die Frau will. Mann weiß vorher auch nicht, was eine Frau wie lange mitmacht. Für Frauen wird das in vielen Fällen sehr unangenehm sein. Im Gegenzug würde aber keine der Frauen in solchen unangenehmen Fällen dort Anzeige wegen Belästigung stellen. Außerhalb der Club ist die sexualfeindliche Moral dafür umso regider.

    Im Ergebnis gibt es in Calofornien eine echte hookup-Kultur: Ficken, vergessen und niemals wiedersehen. Richtige Beziehungen sind unter den sub-35 selten geworden.

    1. So unvollständig scheint mit der Artikel gar nicht zu sein. Die Männer in den Clubs in SF sind doch vermutlich die genannten Idioten, „die sich schon bisher eher wenig für den Willen der Frau interessiert haben“.

      1. Eigentlich nicht, denn es gibt dort nur zwei Sorten von Männern: Die, die nur dumm rumstehen und die, die mit Frauen solange machen, was sie wollen, bis sie eine Abfuhr bekommen. Es geht daher eher darum, daß man versteht, wie das Spiel funktioniert, als darum, wem was egal ist.

    2. „Letztlich will das alles natürlich keiner – was beweist, daß das neue Sexualtstrafrecht sich völlig auf die traditionelle Initiative ALLER Männer verläßt und auf diese Weise traditionelle Geschlechterrollen perpetuiert.“

      Ja, das sehe ich auch so. Das weibliche Flirtverhalten läßt sich übertrieben so darstellen:

      Der Mann soll den aktiven Part übernehmen, Grenzen überschreiten, usw. während Frau sich unterhalten läßt und falls es langweilig wird, dem Mann einen Korb geben kann. Da der Mann dabei immer auf die Frau zugehen muss, kann man nur schlecht behaupten das die Frau den Mann belästigt. Deswegen haben Frauen auch weniger Probleme mit diesen Sexualstrafrecht, da es hauptsächlich ein Problem für Männer haben wird.

      1. So ein Müll. Dieses Gesetz ist so wichtig! Das schockiert einen, wenn man hier die Meinungen über das neue Gesetz liest. Es ist sehr sehr traurig, dass sich durch das Gesetz so viele tolle Männer, die niemals einer Frau etwas antun würden, angegriffen und benachteiligt fühlen. Das verletzt alle Frauen, die froh über mehr Schutz sind, sehr. Und genau dieses Gefühl der Ungerechtigkeit, die bei vielen Männern ausgelöst wird, bestätigt nur noch mehr die Notwendigkeit einer Verwerfung von klassischen Geschlechterrollen: Frauen sind so/müssen so sein und Männer sind so/müssen so sein. Das Gesetz soll niemanden ungerecht behandeln oder „schüchterner“ machen. Es soll schützen. Und zwar vor sexueller Gewalt. Jeder Mensch sollte vor sexueller Gewalt bestmöglich geschützt werden. Natürlich müssen auch Männer das Recht haben, eine sexuelle Nötigung anzuzeigen und natürlich gibt es auch Notwendigkeiten Männer dabei mehr zu ermutigen, dies auch anzuzeigen, wenn sie belästigt werden oder sich belästigt fühlen (z.B. psychische häusliche Gewalt gegen Männer). Leider tauchen die Fälle, in der Frauen sexuell belästigt werden, sehr viel häufiger auf, was natürlich nicht rechtfertigt, Belästigungen von Männern zu benachteiligen. Dennoch kann das Problem der sexuellen Belästigung gegen Frauen niemals durch ein „das ist ungerecht, jetzt werden wir ja von vornherein als Mann als gewalttätig angesehen“ relativiert werden.

      2. Weil, und nur weil es ein Problem nur für Männer sein soll, ist es doch gemacht worden.

    1. Vielen Dank! Ich bin allerdings kein Jurist, wie die kollegialen Grüße darauf hindeuten.

      Ich habe da auch einen interessanten Link für Sie, den sie ja mal im Licht des neuen Gesetzes betrachten könnten:
      http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/feiernde-frauen-verwechseln-polizisten-mit-strippern-a-1103558.html

      Mein Kommentar auf Facebook dazu ist:
      „Das musste das Stripper-Kommando sein, so die einhellige Meinung. Nein, nein, beteuerten die Beamten, ein Anwohner habe sich wegen der lauten Musik beschwert. Doch die Damen waren von ihrer Überzeugung nicht abzubringen. „Mehrere Versuche, ihnen zu erklären, dass es sich um einen richtigen polizeilichen Einsatz handelt, waren völlig erfolglos“, so die perplexen Polizisten.“
      Deutlicher kann man sein Nein (heißt Nein) wohl kaum zum Ausdruck bringen, ohne handgreiflich zu werden.
      „Stattdessen wurden die Männer – der eine Mitte 20, der andere um die 50 – stürmisch umarmt und fotografiert.“
      Stürmisch umarmt, da könnten man durchaus eine sexuelle Konnotation hinein interpretieren.
      Man könnte zugunsten der Damen nun ihren Irrtum nach Treu und Glauben unterstellen. Aber auch das zählt jetzt nicht mehr, denn der entgegenstehende Wille muss jetzt nicht mehr erkannt worden sein, er muss nur noch erkennbar sein, und das war er zweifellos.
      Insofern haben sich die Damen nach neuem Recht wohl der fahrlässigen sexuellen Nötigung strafbar gemacht.

      Klingt ziemlich humorlos, gell? Aber warum sollten Frauen ein Recht auf ein „Hab Dich mal nicht so, war doch nur Spaß!“ haben, wenn es Männer nicht mehr haben?

      1. Natürlich gilt das neue Gesetz noch nicht, schon klar. Es ist ja m.W. noch nicht mal durch den Bundesrat. Das wird also noch ein Weilchen dauern. Trotzdem könnte man diese Situation schon einmal unter Maßgabe der neuen Regeln durch diskutieren.

  3. A: Du, hohl mir ein Bier.
    B: Nein
    A: Ok, und Tschüss

    Nein Heißt Nein.

    Konsirative Vereinbarung: Ab jetzt beim kennenlernen: Schluss nach dem ersten Nein?

  4. „Ein besseres Konjunkturprogramm für das horizontale Gewerbe hätte man sich kaum einfallen lassen können“
    Was anderes wollen Frauen auch nicht. Männer sind für Frauen nichts anderes als laufende Geldbeutel, die ihnen ihr leben zu bezahlen haben. Das war und ist das ziel, Frauen machen es sich gemütlich und Männer müssen dafür arbeiten.

    Wie wird die Zukunft aussehen: Es wird einige Männer geben, die viel Geld verdienen, diese werden für Sex und Partnschaft viel Geld zahlen an die Frauen, die ansonsten in gemütlichen Bürojobs sitzen, die sie dank Frauenförderung erhalten haben. Wenn Frauen entscheiden, ein kind zu bekommen, werden sie dies über eine Samenbank tun, oder von einem Kunden und dieses Kind dann allein aufziehen, was kein Problem ist, dank Frauenförderung im Bereich Familie und Job vereinbaren.

    Die Männer, die es nicht geschafft haben, werden als Sklaven bei Zeit und Leiharbeitsfirmen angestellt sein, natürlich unter der Leitung von Frauen. Diese können sich nur ab und zu eine Nutte leisten.

    und dann gibt es noch die, die beides nicht haben, diese wird man in Hartz IV oder auf der Strasse verrecken lassen.

    Und das schlimme ist, es passiert schon so genau heute. Die sugababes und Hobbyhuren schiesen wie Pilze aus dem Boden, während die Frauenförderung immer mehr und mehr Geld verschlingt. Gleichzeitig werden die Männer aussortiert, in wertes und unwertes leben.

    Deshalb ein grosses dank an Frauen. Erstens sieht man heutzutage sehr deutlich was Frauen sind, Schmarotzer die sich auf Kosten der Männer ein schönes Leben machen. Zweitens haben Frauen geschafft, was noch keinem Mann gelungen ist: Eine Stabile, Menschverachtende, inhumanistische und faschistische Diktatur zu erschaffen.

    1. Ich habe jetzt lange mit mir gerungen, ob ich diesen Kommentar freischalte. Ich halte das für ziemlich grenzwertig, aber am Ende doch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Du beleidigst auch niemanden konkret.
      Allerdings sind das auch extrem pauschale Aussagen, die ich so absolut nicht teilen kann. Ich kenne viele Frauen, die genau das Gegenteil leben, die sich den Hintern aufreißen, um nur ja nicht von irgendeinem Mann abhängig zu sein. Die auch ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie zu oft von einem Mann eingeladen werden. Also im besten Sinne emanzipiert.
      Ich will Dir jedoch Deine üblen Erfahrungen, die Du wohl gemacht haben musst, auch nicht absprechen. Und in dem Punkt, dass Männer gerade am unteren Rand der Gesellschaft im Vergleich zu Frauen immer mehr zu Menschen zweiter Klasse werden, kann ich Dir teilweise zustimmen. Für Frauen gibt es in dem Bereich immer noch eine Menge Hilfen, Männern bleibt meistens nur noch das Obdachlosenwohnheim und die Bahnhofsmission.
      Letztendlich liegt es auch an uns, ob wir das mit uns machen lassen. Ich jedenfalls werde mich nicht auf eine Frau einlassen, der anzumerken ist, dass sie auf meine Kosten leben will. Und in Sachen Politik wird sich vermutlich auch in einigen Jahren etwas ändern.

      1. @aranxo
        Mal in Zahlen gesprochen: auf den beiden grössten Sugarbabes seiten sind jeweils mindestens 150000 Frauen angemeldet, dann kommen noch die kleineren dazu, sind locker 500000 Frauen. Dann kommen noch die Prostituierten: 1981 waren es schon 400000 Frauen, durch die Hobbyprostitution ist das enorm gestiegen, so das man hier von locker 600000 Frauen ausgehen kann, wenn es langt, sind also schon 1,1 Millionen Frauen. Dazu kommen dann noch die Frauen, die es sich in der Versorgerehe gemütlich machen, die die ständig bei Ladies nights sind, die sich Getränke und Dates bezahlen lassen und die, die per Feminismus den Hintern vergoldet bekommen.

        Es ist also der alleralleraller kleinste teil der Frauen, die wie Männer etwas in dieser Gesellschaft leisten. Hat nichts mit meinen Persönlichen Erfahrungen zu tun, sondern gesammelten wissen und zahlen.

        Der Rest der Frauen sieht in Männern nur einen laufenden Geldbeutel. Hat ein Mann nichts, ist er auch nichts wert. So erziehen im übrigen Frauen auch die Jungs und so verhält es sich bis ins kleinste unserer Frauengesellschaft. Kleines Beispiel: Frauen werden auf jeder Party herzlichen willkommen geheissen, haben kein Problem, gesprächspartner zu finden. Als Mann must du dir das erst erarbeiten. Ist aber nur hier so. In Ländern, in denen die Jungs nicht allein von Frauen erzogen werden, sei es durch den Vater oder andere Männer, werden auch fremde Männer herzlich willkommen geheißen.

  5. Ich bin kein Jurist,

    Deswegen mal die Frage,
    Wenn ich den Willen aus Unachtsamkeit nicht erkannt habe, habe ich ja nicht Vorsätzlich gehandelt sondern einfach nicht richtig Aufgepasst.
    Aber wie kann ich eine schwere Straftat begehen wenn ich keinen Vorsatz hatte?
    Normalerweise müsste dies doch dann Fahrlässigkeit sein.
    Oder nicht?

    1. BGH-Richter Thomas Fischer hat in einer seiner Zeit-Kolumnen darauf hingewiesen, dass der Wechsel vom erkannten entgegenstehenden Willen hin zum erkennbaren entgegenstehenden Willen den Tatbestand der fahrlässigen Vergewaltigung durch die Hintertür einführt.

      1. Fahrlässige Vergewaltigung…. Herr Richter i h weiß auch nicht wie das passieren konnte ich hab kurz nicht aufgepasst, bin ausgerutscht und steckte Plötzlich da drinn.

        Naja nach dem ich mich jetzt weiter informiert habe, nmusste ich feststellen, dass in jeder meiner Beziehungen ich und meine Partnerin uns abwechselnd und manchmal sogar gleichzeitig gegenseitig vergewaltigt haben…

        Und das Gesetz wurde ohne Gegenstimme angenommen.
        Und im Grunde wurde alles ausser Blümchen Sex unter Strafe gestellt.

    2. Was Aranxo schreibt hatte ich auch gelesen.
      Und kürzlich auch christian in einer Einlassung über das „erkannt“ geantwortet.
      Offenbar war da aber der Herr Fischer auch mal etwas „unsauber“, denn tatsächlich gilt im Strafrecht, dass eine Straftat nur dann als Fahrlässigkeit geahndet werden kann, wenn das explizit im Gesetz vorgesehen ist.
      Echte Fahrlässigkeitsdelikte enthalten dann explizit eine Formulierung im STGB-Paragrafen wie: „Fahrlässig handelt, wer….“
      Ein einfaches implizites „erkenbar“ reich da definitv nicht.

      Aaaaber…
      es gibt halt noch den eventaulvorsatz.
      Und der ist so dicht an Fahrlässigkiet, dass man sich schon zur (trotzdem unsauberen) Formulierung einer „Fahrlässigkeit durch die hintertür“ hinreißen lassen kann. Wenn man das tut, müsste man es aber eigentlich exakter begrümden.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Vorsatz_(Deutschland)#Eventualvorsatz_.28dolus_eventualis.29_und_bewusste_Fahrl.C3.A4ssigkeit_.28luxuria.29

      „Problematisch ist die Abgrenzung des Eventualvorsatzes von der bewussten Fahrlässigkeit.
      […]
      Eine bloß vage Vermutung des Täters getreu dem Motto „Na, wenn schon …“ reicht für eine Bejahung lediglich fahrlässigen Verhaltens nicht aus. Vielmehr wird in jenen Fällen ein Erfolgseintritt als möglich, nicht ganz fernliegend erachtet und zumindest billigend in Kauf genommen (Billigungstheorie zum Eventualvorsatz).
      Aus Sicht des Bundesgerichtshofs ist Eventualvorsatz selbst dann anzunehmen, wenn dem Täter ein Erfolgseintritt an sich zwar unerwünscht sein mag, die Kriterien der Billigungstheorie jedoch erfüllt sind.“

      und

      https://de.wikipedia.org/wiki/Eventualvorsatz

      „Andere Auffassungen sehen den bedingten Vorsatz für gegeben,
      wenn der Täter den Taterfolg für rein möglich erachtet (Möglichkeitstheorie),
      wenn der Täter den Taterfolg nicht nur für möglich, sondern auch für wahrscheinlich erachtet (Wahrscheinlichkeitstheorie),
      wenn der Täter sich über das erlaubte Risiko hinaus zur Handlung entschließt (Risikotheorie) oder eine unabgeschirmte Gefahr für ein Rechtsgut schafft (Lehre von der unabgeschirmten Gefahr),
      wenn der Täter den Erfolg gleichgültig hinnimmt (Gleichgültigkeitstheorie),
      wenn der Täter den Taterfolg für möglich hält und nicht vermeiden will (Vermeidungstheorie),
      wenn der Täter den Taterfolg ernst nimmt und sich damit abfindet (Ernstnahmetheorie (h. L.); vertreten u. a. von Kühl),
      wenn der Täter den Taterfolg ernstlich für möglich hält und sich damit abfindet (Österreich; Legaldefinition; vgl. § 5 Abs. 1 öStGB: „Vorsätzlich handelt, wer einen Sachverhalt verwirklichen will, der einem gesetzlichen Tatbild entspricht; dazu genügt es, dass der Täter diese Verwirklichung ernstlich für möglich hält und sich mit ihr abfindet“).“

      Alles klar?

      Also, damit würd ich schon sagen, dass ein „erkannt“ zu „erkennbar“ eine „Fahrlässigkeit durch die Hintertür“ darstellt.

    3. Es ist ein Vorsatzdelikt, ja, aber m.E. handwerklich (bewusst?) schlecht gemacht. Wie schon verschiedentlich erörtert wurde, haben Begriffe wie „erkennbar“ in einem Vorsatztatbestand nichts zu suchen.
      Meine Befürchtung ist, dass die Formulierung bewusst so gewählt wurde mit dem Ziel einer Art Beweislastumkehr. Eigentlich müssen ja dem Angeklagten sämtliche Tatbestandsvoraussetzungen über jeden vernünftigen Zweifel hinaus nachgewiesen werden. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass in diesem Fall eine Rechtsanwendung dahingehend gewünscht wird, bei objektiver Erkennbarkeit des entgegenstehenden Willens das Erkennen und dementsprechend den Vorsatz des Angeklagten zu unterstellen, sofern dieser das nicht widerlegen kann.
      Es bleibt abzuwarten, wie die Rechtsprechung damit umgehen wird, aber ich würde nicht darauf wetten, dass alle Strafrichter den Mut (oder den Willen) haben, einen Angeklagten trotz festgestellter Erkennbarkeit des entgegenstehenden Willens ggf. nach dem Grundsatz „in dubio pro reo“ freizusprechen. Vor allem dann, wenn erwartungsgemäß derartige Verfahren von den einschlägigen Interessengruppen mit besonderer Aufmerksamkeit und Öffentlichkeitsarbeit verfolgt werden.

  6. Wenn eine Frau einen Muslim nötigt (ggf. unter Ausnutzung einer administrativen Machtposition), ihr die Hand zu geben, was für ihn ein unerwünschter sexueller Kontakt bzw. eine sexuelle Handlung der Frau an ihm ist, ist das auch schon ein sexueller Übergriff mit 6 Monaten Mindeststrafe? Müßte mal einer ausprobieren.

    Und dann meine alten Bekannten aus Frankreich, qui font toujours la bise à tout le monde, das gibt Ärger. Eine Reisewarnung an alle Franzosen vor Reisen nach Deutschland erscheint das mindeste …

  7. Zum Thema „Männerstreik“: in der Vergangenheit kam immer wieder die These hoch, man(n) müsse zwar eigentlich dahingehend streiken, sich nicht mehr die komplette Beziehungsanbahnung als Mann aufhalsen zu lassen, nur würde dieser Streik nie und nimmer durchzuhalten sein, weil die Männer nun mal süchtig nach der Gunst von Frauen sind (und die Frauen das auch genau wissen). Das könnte sich jetzt ändern, denn das Risiko ist durch die lex Schwesig für Männer dermaßen gesteigert und wirklich existenziell geworden, daß nur noch Kamikazepiloten nicht mehr über die unkalkulierbaren Risiken einer Beziehungsanbahnung nachdenken.

    Ich glaube, die meisten Männern ist noch nicht mal ansatzweise klar, welche Risiken sie dank der lex Schwesig eingehen und wie erpressbar sie sich machen. Eine solide Rechtsberatung ist das Gebot der Stunde. Der Text von Stevens ist nur ein Anfang, weil er nach meinem Eindruck vor allem Extremfälle skizziert. Genaugenommen braucht man(n) eine umfassendere Risikoanalyse. Schoppe hat ja sehr gut dargestellt, daß die aktuelle Rechtsunsicherheit als bewußte Disziplinierungsmaßnahme wirkt bzw, wirken soll. D.h. das Risiko ist zur Zeit, bevor erste Gerichtsurteile etwas mehr Klarheit schaffen, völlig unkalkulierbar.

  8. „Die Idioten, Machos, die sich für die Supermänner halten, sprich, die, die sich schon bisher eher wenig für den Willen der Frau interessiert haben, werden sich nicht abhalten lassen. Die netten Männer dagegen wird das noch mehr verunsichern“

    Genau das ist m.E. der Zweck dieses Gesetzes, wobei das aber auch den Initiatoren auf der bewussten Ebene nicht klar ist.

    Ich vertrete die Theorie, dass der Trend zur immer weiteren Verschärfung des Sexualstrafrechts evolutionsbiologische Gründe hat.

    Was wir beobachten, ist eine Entwicklung, die darauf abzielt, die Hürden für Männer, sexuelles Interesse zu bekunden und sexuelle Beziehungen anzubahnen, immer höher gelegt werden. Es handelt sich um eine Verschärfung der Auslese der Männer nach maskulinen Qualitäten wie Selbstbewusstsein und Risikobereitschaft.

    Deshalb werden Frauen den Teufel tun, künftig mehr die Initiative zu ergreifen – das würden sie nicht einmal dann tun, wenn Flirten für Männer künftig komplett verboten werden würde.

    Denn die Initiative des Mannes ist ja ein Test seitens der Frau, ob der Mann auch selbstbewusst genug ist, den ersten Schritt zu machen. Künftig muss er nicht nur zeigen, dass er mutig genug ist, die eigene Schüchternheit zu überwinden, sondern, dass er bereit ist, notfalls im Knast zu landen – wenn das kein Beweis für Mut ist!

    Es ist nicht zu übersehen, dass die Macht auf dem Partnermarkt fest in den Händen der Frauen ist. Männer sind heutzutage bereit, Unsummen für Pickup-Kurse auszugeben. Scheidungen gehen überwiegend von Frauen aus. Auf Einsamkeit spezialisierte Betrugsmaschen, genannt „Partnerbörsen“, haben Hochkonjunktur und ihre Opfer sind ausschließlich Männer. Manche Männer klinken sich aus der Sache komplett aus, weil sie dem Druck nicht mehr standhalten (MGTOW-Bewegung).
    Frauen, auf der anderen Seite, stellen immer höhere Anforderungen an Männer, und dazu gehört eben auch, dass sie die Hürden fürs Flirten mit Hilfe des Gesetzgebers stark erhöhen. Sie machen das, weil sie es sich aufgrund ihrer Machtposition leisten können.

    Die Frage ist natürlich: Warum kam es zu dieser Machtverschiebung auf dem Partnermarkt?

    Die Antwort ist meiner Meinung nach ziemlich einfach: Angebot und Nachfrage.

    Vor 150 Jahren wurden Männer an der Front verheizt oder starben bei gefährlichen Arbeiten, Jungen erreichten wegen schlechter medizinischer Versorgung seltener das Erwachsenenalter. Männer waren somit Mangelware und Frauen konnten es sich nicht leisten, schlechte Hausfrauen zu sein, eine eigene Karriere zu wollen oder überhaupt irgendwelche Ansprüche zu stellen, weil sie dann Gefahr liefen, keinen abzubekommen.

    Heute ist das alles nicht mehr so; heute gibt es in jeder Altersgruppe unter 70 mehr Männer als Frauen (darüber kehrt es sich um, weil Männer früher sterben). Ein Gut, das im Überfluss vorhanden ist, verliert an Wert.

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das Gejammere über die angeblich überhand nehmende sexuelle Belästigung einen realen Hintergrund hat und Frauen tatsächlich heute mehr unerwünschte Annäherungsversuche erleben als früher – einfach, weil es auch mehr Männer gibt.

    1. @ronin
      Dabei vergisst du, die Sterblichkeit der Frau im Kindbett. Letzten endes gab es immer mehr Männer als Frauen. Das einzige was sich verändert hat, ist die Pille. Durch sie ist die libido der Frau nicht mehr aktiv, kann Frau ihr sexuelles Interesse kontrollieren. Ohne die Pille ist das nicht möglich.

      Von Natur ist es so: Die Frau produziert bis zum zeitpunkt es Eisprungs mehr und mehr Östrogen, was dazu führt, das sie errekter und errekter wird. Dies signalisiert sie dem Mann, woraufhin dieser Erregt wird. Diese absolute übersexualisierung der Gesellschaft durch Frauen, damit diese sich ein schönes Leben auf kosten der Männer machen können, ist nicht natürlich. Normalerweise geht die Sexuelle anbahnung von den Frauen aus. Durch die Pille aber nicht mehr.

      1. „Dabei vergisst du, die Sterblichkeit der Frau im Kindbett. Letzten endes gab es immer mehr Männer als Frauen.“

        Ich habe leider keine Zahlen dazu, aber ich bin nicht sicher, ob das wirklich plausibel ist. Die Sterblichkeit von Männern im Krieg ist, denke ich, doch noch etwas höher als im Kindbett.

        Außerdem klingt es m.E. nicht plausibel, dass eine Übersexualisierung der Gesellschaft, falls man die Existenz von so etwas überhaupt anerkennen will, von Frauen ausgeht, und noch weniger, dass die sexuelle Anbahnung von Frauen ausgegangen wäre, bevor es die Pille gab (die ja auch nicht vom Himmel viel, sondern sie wurde erfunden, um eine Nachfrage zu bedienen, die schon vorher da war).
        Frauen signalisieren allenfalls Bereitschaft, das Aktivwerden war schon immer die Sache des Mannes, aus den oben genannten evolutionspsychologischen Gründen.

        Und es ist völlig natürlich, dass die Frauen versuchen, gegen das Aktivwerden der Männer gewisse Hürden zu errichten, weil das ihre natürliche Art ist, die Attraktivität des Mannes, seinen Wert als potenziellen Partner zu messen. Und diese Hürden sind in gewisser Weise wie ein Marktpreis, der von Angebot und Nachfrage abhängt.

    2. Sie übersehen bei ihrer Kalkulation, dass immer mehr Frauen Sex und Beziehung lieber mit Frauen haben (~10% und steigend), das sollte etwas nivellierend wirken.

      1. Davon, dass der Anteil der lesbischen Frauen immer weiter steigt, habe ich noch nichts gehört. Gibt es dafür irgendwelche Belege?
        Abgesehen davon ist man noch nicht lesbisch, weil man als Frau mal Sex mit einer Frau hatte oder dies möchte. Nur wenn man das ausschließlich haben wollte.

        Viel drastischer wirkt sich m.E. das Ende der lebenslangen Monogamie aus; sie wurde durch eine sequenzielle Monogamie ersetzt. Ich hege die Vermutung, dass das de facto eine Polygynie ist. In Statistiken zur durchschnittlichen Anzahl der Partner, die Männer und Frauen im Leben haben, liest man leider immer nur den Mittelwert, von der Varianz steht da meistens nichts.
        Geht man von den Fortpflanzungsstrategien von Männern (möglichst viele Partnerinnen) und von Frauen aus (möglichst hochwertige Partner), wäre zu erwarten, dass die Anzahl der Partner bei Frauen gleicher verteilt ist als bei Männern, d.h. im Extremfall teilen sich viele Frauen (zeitlich versetzt natürlich – sequenzielle Monogamie) einige wenige, besonders begehrenswerte Männer, während der Großteil der Männer über die Lebenszeit nur wenige bzw. manche gar keine Partnerinnen hat.

        Das bedeutet aber, dass es nicht nur deshalb zuviele Männer gibt, weil es mehr gibt als Frauen, sondern schon allein deshalb, weil es viel mehr gibt, als gebraucht werden. Anders ausgedrückt: Die Gesamtzahl der Männer pro Altersgruppe muss gar nicht mal größer sein als die der Frauen, damit es zu überzähligen Männern kommt, sie muss nur größer sein als eine bestimmte optimale Menge an Männern, die notwendig ist, um die Macht auf dem Partnermarkt im Gleichgewicht zu halten.

    3. Naja, Frauen investieren viel, teils sehr viel in ihre Optik und beschäftigen sich imo mehr mit Beziehhungen als Männer, die mehr Zeit mit mehr oder Weniger verrückten ideen und Hobbys verbringen.
      Wenn ein unerfahrener Mann dann Interesse an einer Beziehung oder nur unverbindlichem Sex hat, und letzterer wird von Männern sicher stärker nachgefragt, ist er oft erstmal hilfloser als die meisten Frauen, auch weil er meist den risikobehafteren Part der Beziehungsanbahnung hat.

      Trotzdem sehe ich bei Männern den Vorteil daß sie sich eher als Frauen von anderer Leute Urteil freimachen können, und bin in dem Punkt bei weitem nicht so pessimistisch wie manche hier.

  9. Das klingt zwar lustig, stimmt aber nicht. Frauen suchen bei Männern entweder Abenteuer, Sex und Status – oder Sicherheit und Versorgung. Meist in dieser Reihenfolge.

    Wenn ich als Kandidat für Abenteuer, Sex und Status in Frage komme, dann weil ich ein natürliches Selbstbewusstsein habe. Ich mache mir wegen dieses Gesetzes nicht in die Hose und habe auch nicht das Bedürfnis, den Frauen dafür „ätsch“ zu sagen. Schon weil die Frauen gar nicht dran denken, ihre „bad boys“ in die Pfanne zu hauen, von denen es ihnen im Bauch kribbelt.

    Die Mehrheit der Anzeigen wird wohl gegen die Buchhaltertypen erfolgen – von Frauen, die Abenteuer und Status gesucht haben, aber bei einem Schaumschläger gelandet sind. Dann kommt die weibliche Reue, sich unter Wert verkauft und ihre Zeit an einen Langeweiler vergeudet zu haben. Diese Männer in die Pfanne zu hauen – dafür ist das Gesetz wie geschaffen.

    Frauen, sich bewusst einen Langeweiler geangelt haben, weil sie Sicherheit und Versorgung wollten, werden ihn durch das Scheidungsrecht wieder los. Das ist viel lukrativer als eine strafrechtliche Verurteilung.

  10. Die Prognosen erscheinen mir tendenziell zwar richtig, werden sich jedoch wohl nur über einen längeren Zeitraum hinweg spürbar entwickeln (vielleicht 10 – 20 Jahre). Anerzogene bzw. erlernte Verhaltensweisen sind normalerweise bemerkenswert langlebig. Entscheidend ist insbesondere, wie die Richter die verschärften Gesetze auslegen werden.

    Auch die Richterschaft kann nämlich recht hartnäckig an einer bestehenden Rechtspraxis festhalten. Da die Bewertung einer bestimmten Tat stark vom Ermessen des Richters abhängt, werden zumindest die älteren Richter wahrscheinlich nicht grundlegend anders richten als bisher. Die Beweislage bei Vergewaltigungen – ob tatsächlich geschehen oder nur behauptet – ist in der Regel sehr dünn. Es steht Aussage gegen Aussage. Mit dem Zustrom einer neuen Generation von Richtern kann das dann durchaus irgendwann spürbar ändern. Interessant ist auch, wie die Staatsanwälte die neue Rechtslage handhaben werden. Sie sind es, welche entscheiden, ob¨überhaupt Klage erhoben wird oder nicht.

    Meine Prognose lautet: dass sich in den nächsten 10 Jahren nicht grundlegend viel ändern wird. Am wahrscheinlichsten erscheint mir, dass in diesem Zeitraum noch mehr (Falsch-)Beschuldigungen erhoben werden, während gleichzeitig Zahl der Anklagen oder gar Verurteilungen nur unwesentlich ansteigen wird. Auch werden Kameras wohl innerhalb kurzer Zeit zur Standardausrüstung im Schlafzimmer eines männlichen Vielvöglers werden.

    Freilich auf lange Sicht (10 – 30 Jahre) werden solche Verschiebungen schon Auswirkungen haben. Es wird sicher eine Ausweichbewegung geben: sei es die vermehrte Inanspruchnahme von Prostituierten, sei es die weitere Zunahme von Cybersex oder die Entwicklung von immer besseren und realistischeren Masturbationsgeräten (insbesondere Liebespuppen, die sich mehr und mehr zu realistisch aussehenden Sexrobotern entwickeln). Im Bereich der virtual reality stehen wir erst am Anfang der Entwicklung. Eine virtuell erschaffene Illusion massgeschneidert für nach dem Geschmack des männlichen Individuums wird irgendwann wesentlich besser sein als das reale Original einer Frau, die ja immer den einen oder anderen Makel aufweist. Männer sind da sehr erfinderisch.

    1. Tja, Sex nur noch mit Robotern oder auf Basis eines per Anwalt ausgehandelten Vertrags wird vielleicht kommen. Die Vision gab es schon in einem Dark-Future-Streifen namens Cherry 2000 . Interessanterweise wird, so weit ich mich erinnere, in der Szene, wo mit den Anwälten ein Sex-Vertrag ausgehandelt wird, nicht klar, ob es sich um Prostituierte oder um „Aufrisse“ handelt.

  11. „Tja Mädels […] Jetzt müsst Ihr selbst klar und deutlich sagen, was ihr wollt, und zwar von Euch aus.“

    Ich kann mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass dies passiert. Jedenfalls nicht, solange noch ausreichend „Bad Boys“ das Gesetz ignorieren und solange der Staat als Ersatzversorger zur Verfügung steht.
    Ich vermute, dass die Frauen sich jetzt noch mehr auf die „Alphas“ konzentrieren werden, mit den erwartbaren Folgen – noch weniger Chancen für den immer mehr verunsicherten „Durchschnitts-Beta“ (zumindest bis zu einer gewissen Altersgrenze), dafür noch mehr Auswahl für die „Alphas“, für diese somit noch weniger Anreiz für Bindungen und dementsprechend immer mehr alleinerziehende Frauen, die ständig „an die Falschen geraten“ und erforderlichenfalls vom Staat alimentiert werden.
    Es wird dabei bleiben, dass Frauen vorsichtige, verunsicherte Männer instinktiv als unattraktiv empfinden. Und warum sollten Frauen auf Ihnen unattraktiv erscheinende Männer zugehen, solange noch „tolle“ Männer da sind (wenn auch zuwenige) und keine wirtschaftliche Notwendigkeit besteht, sich rechtzeitig einen Versorger zu sichern?

  12. wenn eine frau künftig „nein!“ sagt, heisst das auch „nein!“
    auch wenn die frau geistig unterentwickelt scheint, sie oft halb nackt durch die strassen schlendert, du sie aus pornofilmen kennst, ihre schönheit nicht mehr erkennbar ist, sie dich an eine schlampe, nutte oder hure erinnert, sie auf dich wie eine alte geile schabracke wirkt, du ihren sexuellen notstand spürst, oder du die frau nur total besoffen kennst. ebenso gilt dies alles auch für deine ehefrau oder lebensgefährtin, auch wenn diese nach dem „nein!“ eingeschlafen ist. nein heisst immer nein!

  13. Ich würde immer noch gern wissen wieso es immer nachdem so ein Gesetz das auf der feministischen Agenda steht, durchgesetzt wurde, ein großes Geschrei anhebt, aber während der Phase des Entwurfes, der Begutachtung sich man sich mit allem anderen beschäftigt nur nicht mit der geschlossenen Aktion aller Blogger/innen die die eine Stimme haben.
    Jetzt steht das nächste Gesetz auf der Agenda. Es geht um die Verschärfung von Stalking:
    http://www.focus.de/politik/deutschland/stalking-gesetz-bundesregierung-will-schutz-fuer-stalking-opfer-verbessern_id_5725247.html

    Ein ganz klein wenig Zeit ist hier noch klarzumachen, dass damit z:B entsorgte Väter endgültig gezwungen werden können, nicht mehr ihre Kinder sehen zu dürfen ohne das man ihnen direkt den Kontakt zu den Kindern verbietet. Stalkerinnen kommen in dieser Diskussion gar nicht vor. Frauen machen so etwas nicht, dass sind nur die besitzgierigen Männer. Für diese Sicht wird das „feministische“ Netzwerk schon sorgen vor der Abstimmung.
    Aber ist ja auch egal. Weil danach wenn es beschlossen ist, ist sich beklagen über neuerliche Drehung der Daumenschraube gegenüber Männern, viel cooler.

    1. „Ich würde immer noch gern wissen wieso es immer nachdem so ein Gesetz das auf der feministischen Agenda steht, durchgesetzt wurde, ein großes Geschrei anhebt, aber während der Phase des Entwurfes, der Begutachtung sich man sich mit allem anderen beschäftigt nur nicht mit der geschlossenen Aktion aller Blogger/innen die die eine Stimme haben.“

      Das sehe ich anders. Hier in der Blogblase wurde seit Jahren genau darauf hingewiesen, mit den bekannten Argumenten – nur interessiert es eben keinen. Mit „denkt denn niemand an die armen Frauen“ kann man gefährliche Gesetze eben durchsetzen. Kritiker werden einfach gebrandmarkt als „Vergewaltigungsbefürworter“ oder „Täterschützer“.

      Der neue Entwurf ist allerdings tatsächlich einen eigenen Eintrag wert. Danke für den Hinweis!

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