Kurznachrichten vom 08.06.2016

1: Bei Facebook wird gerade heftig über dieses Video diskutiert:

Ich enthalte mich vorläufig eines Kommentars, vielleicht später in der Diskussion.

2: Ein Polizist mit 23 Dienstjahren Erfahrung schreibt Fefe, dass er die Quote der Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungsanzeigen auf 60-70% schätzt.

3: Noch ein Video: Thunderf00t berichtet (nicht zum ersten Mal), wie Feministinnen und SJWs die säkulare bzw. atheistische Bewegung spalten. Das schaffen sie, indem sie ihre eigene Unterbewegung „Atheism+“ gegründet haben und jeden mobben, der nicht akzeptieren will, dass Atheismus automatisch auch das Eintreten für Feminismus, LGBTQOMGWTF-Rechte und selbstverständlich Gender bedeuten muss. Aber seht selbst:

Das lustige oder vielmehr traurige daran ist, dass sich Atheisten ja eigentlich auf die Fahne geschrieben haben, nichts ohne nachvollziehbare Evidenz zu glauben. Und dann soll man aber plötzlich ohne jegliche Beweise obskure Gender-Theorien und selbstverständlich jegliche „Harassment“-Anschuldigungen glauben. Und natürlich auch, dass die atheistische Community genauso wie die übrige Gesellschaft vor Sexismus und Rassismus nur so strotzt. Das ist so, weil die Femis das so sagen. Wer das anzweifelt, ist ein Frauenhasser. So wird das nix mit einer angeblich skeptischen Bewegung.

4: Wo wir gerade bei Würgegriffen sind: Feministinnen haben sich ja über das Plakat für den neuen X-Men Film beklagt, weil da ja einer Frau (der Superheldin Mystique) Gewalt angetan wird. Und die 20th Century Fox hat sich tatsächlich auch noch dafür entschuldigt. Ich finde allerdings, das hier ist der passendere Kommentar dazu:

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20 Kommentare zu „Kurznachrichten vom 08.06.2016“

  1. Ach, die Atheisten!

    Die stehen, ähnlich wie die Skeptiker, leider immer schon mit einem Fuß in der Ideologie. Viele von denen unterscheiden zwischen einer »richtigen Seite«, auf der man nichts falsch machen kann, und einer »falschen Seite«, auf der man nichts richtig machen kann. Und damit sind sie für SJWs inhärent anfällig.

    1. Eigentlich gibt das die Definition von Atheismus überhaupt nicht her. Atheismus bedeutet schlicht, nicht an irgendwelche übernatürlichen Entitäten zu glauben, die auf wundersame Weise in unser Leben eingreifen. Es ist also eher ein negatives Bekenntnis, ein Bekenntnis der Ablehnung. Wie man darauf eine Ideologie aufbauen will, ist mir eigentlich schleierhaft.

  2. Eine Frau so umzuhauen das sie auf den Asphalt landet, geht gar nicht!
    Spielt auch keine Rolle das hier die Frau (zumindest im Video) als erste gewalttätig wurde.
    Die Tritte und Schläge der Frau waren in kalkulierbarer Heftigkeit. Seine Reaktion waren hingegen außer Kontrolle, die Frau hätte ungünstig mit dem Kopf aufschlagen können…

    In solchen Fällen, wenn eine Frau anfängt zu schlagen, lässt man die Frau einfach stehen und entfernt sich vom Ort des Geschehens, keinesfalls schlägt man zurück.

    1. „Eine Frau so umzuhauen das sie auf den Asphalt landet, geht gar nicht!“
      Irgendjemanden zu schlagen geht überhaupt nicht.

      „Die Tritte und Schläge der Frau waren in kalkulierbarer Heftigkeit.“
      Die Tritte waren mit voller Kraft und waren, noch dazu mit diesen Schuhen, kein Stück kalkuliert, und dürften mit Sicherheit schmerzhaft gewesen sein. Trotzdem rechtfertigt das nicht die extrem heftigen Schläge von ihm. Und Notwehr ist das 10 Sekunden später auch nicht mehr, und selbst dann müsste sie verhältnismässig sein.
      Aber die vorherigen Attacken mindern aus meiner Sicht definitiv seine Schuld (irgendwann reißt halt der Geduldsfaden mal) an diesem Vorfall, zumal ja auch zu erwarten ist, dass sie genauso weitermacht. Schließlich sit ihr nicht einmal kurz die Hand ausgerutscht, was sie sofort bereut hat, sondern sie hat zig mal auf ihn eingeschlagen. Insofern müssten sie mMn beide angezeigt und in etwa gleich bestraft werden.

    2. Die Videoaufnahme zeigt augenscheinlich einen Beziehungskonflikt. Die Tante schlägt und tritt. Der Typ reagiert zuerst ersichtlich gar nicht; später reagiert er (möglicherweise) auf einen Verbalangriff mit einer körperlichen Klatsche, die sich gelohnt hat.

      Nicht fein, sagt Herrschende Meinung (HM), aber begreiflich. Dazu diese Anekdote:

      Ein mal im Leben – EINMAL – ist mir eine Dame körperlich zu nahe getreten. Ich habe sie abgeblockt und ihr in aller Höflichkeit gesagt (sinngemäß): gehe nur ein mal an mich. Ein einziges Mal. Danach weißt du, ob ich eine Frau schlagen kann.

      Es kam nie wieder vor. Ende der Geschichte.

  3. Das video ist meiner Ansicht nach recht eindeutig: Ein Beziehungskonflikt eskaliert, es kommt zu Gewalt auf beiden Seiten.

    Notwehr ist da überhaupt nicht das Problem. Nach der Körpersprache der beiden zu urteilen haben beide offenbar haben ein gewisses Verständnis für die Gewaltausbrüche des Anderen. Und dieses ist viel wichtiger, als der oberflächliche Versuch, den anderen mit Hilfe des Gesetzes zu disziplinieren.

    Enttäuschte Liebe und Aggression liegen nahe beieinander. Solche Dinge kommen werden immer da sein – auch wenn man sich in einem abstrakten Sinne wünscht, sie würden verschwinden. Aber sie sind eben die dunkle Seite echter emotionaler Bindung. Wer die nicht akzeptiert, der kann keine Bindung erwarten: Wer liebt, der sieht nicht beherrscht oder entspannt zu, wenn ihm das weggenommen wird.

    Zwar ist auf den ersten Blick einleuchtend, daß Ralf und Irenicus die Gewaltausbrüche verurteilen und Gewalt ist sicher immer falsch, aber in einem subtilen Sinne scheint mir ihre Äußerungen unziviliiert zu sein. Denn das Problem ist nicht die Gewalt selbst, sondern das Vorkommen der Serie von Aussagen und Handlungen, die ganz offenbar beide zum Äußersten getrieben haben: Versagt hat nicht die Selbstbescherrschung, sondern das Konfliktmanagement zuvor.

    Ich würde sogar soweit gehen, nicht der Frau die Schuld zu geben, obwohl sie mit der Gewalt begonnen hat. Denn solange wir die Entstehungsgeschichte dieser Auseinandersetzung nicht kennen, ist jedes gerechte Urteil ausgeschlossen.

    Unabhängig von dieser Geschichte möchte ich anmerken, daß ich jede Frau, die sich nicht in einer solchen psycchischen Ausnahmesituation befindet, sofort und ohne Zögern zusammenschlagen würde, falls sie die Hand gegen mich erhebt. Denn das schockiert die Frau am meisten – zu erleben, daß ein Mann sich nicht ehrerbietig und duldsam gegenübere Frauen verhält.

    Eine Person – Mann oder Frau – die sich hingegen in gerade so einer psychischen Ausnahmesituation mir gegenüber befindet, würde ich (vermutlich) nicht schlagen. Ich würde Gegengewalt sogar als ungerecht ansehen.

    1. „Zwar ist auf den ersten Blick einleuchtend, daß Ralf und Irenicus die Gewaltausbrüche verurteilen und Gewalt ist sicher immer falsch, aber in einem subtilen Sinne scheint mir ihre Äußerungen unziviliiert zu sein.“

      Das mag ich so nicht stehen lassen. Ich bin ja nun kein unerfahrenes 16 jähriges Kind, sondern hatte selbst schon langjährige Beziehungen, Und in denen gab es auch Konflikte und lautstarke Streitigkeiten. Aber weder wurde ich geschlagen, noch habe ich geschlagen. Und es ist ganz sicher nicht unzivilisiert, wenn ich genau dieses Verhalten von (m)einem Partner erwarte.

      „Denn solange wir die Entstehungsgeschichte dieser Auseinandersetzung nicht kennen, ist jedes gerechte Urteil ausgeschlossen.“
      Dem würde ich zustimmen. Und ich masse mir auch überhaupt nicht an, hier ohne Kenntnisse ein (gerechtes) Urteil zu fällen. Ich habe das auch nicht getan, sondern lediglich gesagt, dass ich eine gleichschwere Bestrafung erwarten würde. Das könnte auch beide straflos, heißen.
      Aber eigentlich ist es ganz egal was vorher passiert ist, es gibt ihr nicht das Recht mehrfach (ohne Notwehrsituation) zuzuschlagen. Genausowenig wie ihre Attacken irgendwie die heftigen Attacken des Mannes berechtigen. Und insofern wäre eine Anzeige auch genau das Mittel meiner Wahl (und nicht ein Lynchmob). Und das heißt auch, dass am Ende beide kapiert haben sollten, dass Gewalt eben nicht die Lösung für solche Konflikte sein kann, sein DARF!

      „Unabhängig von dieser Geschichte möchte ich anmerken, daß ich jede Frau, die sich nicht in einer solchen psychischen Ausnahmesituation befindet, sofort und ohne Zögern zusammenschlagen würde, falls sie die Hand gegen mich erhebt.“
      Und würdest du vielleicht völlig gerechtfertigt, wegen schwerer Körperverletzung verurteilt werden. Denn ein „zusammenschlagen“ ist eben eine heftige Überreaktion und keine Notwehr. Und es vorher „anzukündigen“ schon gar nicht.
      Und ich würde vielleicht auch sofort zurückschlagen, falls ich nicht viel zu perplex angesichts einer ungerechtfertigten körperlichen Attacke auf mich wäre, aber eben nicht „krankenhaus reif“.

      „Eine Person – Mann oder Frau – die sich hingegen in gerade so einer psychischen Ausnahmesituation mir gegenüber befindet, würde ich (vermutlich) nicht schlagen. Ich würde Gegengewalt sogar als ungerecht ansehen.“
      Ungerecht? Vielleicht. Aber das ist irrelevant. In Notwehr bzw. als Verteidigungshandlung zu agieren ist auf jeden Fall erlaubt und sicher auch nachvollziehbar. Ob ich dabei gerecht bin, spielt keine Rolle.
      Wie ich handeln würde, kann ich übrigens überhaupt nicht vorhersagen. Ich habe schlichtweg einen körperlichen Angriff in einer beziehung noch nie erlebt.

      1. @Frau Irenicus

        „Und es ist ganz sicher nicht unzivilisiert, wenn ich genau dieses Verhalten von (m)einem Partner erwarte.“

        Es ist unzivilisiert, nicht zu begreifen, wohin Gefühle Menschen führen können. Und es ist besonders ungebildet, weil die Kriminalstatistiken seit Jahrhunderten konstant darüber Auskunft geben, daß Konflite DIE Hauptquelle von Kriminalität sind – Konflikte, die vor allem durch Frauen geschührt werden. Jeder, der Frauen im Alltag beobachtet, weiß das.

        „Aber eigentlich ist es ganz egal was vorher passiert ist, es gibt ihr nicht das Recht mehrfach (ohne Notwehrsituation) zuzuschlagen.“

        In Konflikten geht es nicht um Notwehr. Gewalt ist in solchen Umständen ein Ausdruck von Gefühlen. Das verändert die Folgen der Gewalt natürlich nicht, aber die Bedeutung des Verhaltens. Das weiß jedess Kind.

        „Und würdest du vielleicht völlig gerechtfertigt, wegen schwerer Körperverletzung verurteilt werden.“

        Ich würde alles daran setzen, den Prozeß zu gewinnen – auch unfaire Mitteln sind in solchen Fällen gerechtfertigt. Und danach alles tun, die Frau gesellschaftlich zu vernichten.

        „Denn ein „zusammenschlagen“ ist eben eine heftige Überreaktion und keine Notwehr. Und es vorher „anzukündigen“ schon gar nicht.“

        Im Gegenteil, Frauen fühlen sich im unserer Gesellschaft so sicher, daß sie glauben, konsequenzenfrei jede Grenze überschreiten zu können. Daß dem Einhalt geboten wird, ist ein normaler Fall von Notwehr.

        „Und ich würde vielleicht auch sofort zurückschlagen“

        Bitte sehr – die Konsequenzen dessen sind ja nicht mein Problem.

      2. „@Frau Irenicus“
        Herr Irenicus, bitte 😉

        „Es ist unzivilisiert, nicht zu begreifen, wohin Gefühle Menschen führen können.“
        Ich verstehe ganz genau wozu Gefühle von Menschen führen können. Und deswegen halte ich es für zivilisiert, Menschen dafür zu bestrafen, wenn sie sich nur anhand von Gefühlen leiten lassen und Straftaten begehen, statt ihren Kopf einzuschalten. Genaugenommen ist das, für mich, ein wichtiges Kriterium für Zivilisation.

        “ Konflite [sind] DIE Hauptquelle von Kriminalität “
        Äh nein! Die Hauptursache für Kriminalität ist Not, Leid und Neid. Konflikte sind vielleicht die Hauptursache für Gewalt. (Meinst du wirklcih Konflikte? Oder meinst du eigentlich Beziehungsstreitigkeiten? Ich will da ncihts reininterpretieren was nciht gesagt wurde)

        „Konflikte, die vor allem durch Frauen geschührt werden. Jeder, der Frauen im Alltag beobachtet, weiß das.“
        Ich habe beobachtet, dass Streitigkeiten, Anstiftung zur Gewalt und Gewalt von Frauen und von Männern ausgeht, von Gruppen und Einzelpersonen, von Homos und Heten. Oder anders ausgedrückt, von allen möglichen Menschen. Und natürlich kann und will ich Frauen da gar nicht als Täter bzw. Anstifter ausnehmen. Aber sie machen es ganz sicher nicht als einzige „Gesellschaftsgruppe“ und sicher tun das auch nicht alle Frauen. Insofern ist das „Geschlecht“ einfach irrelevant

        „Gewalt ist in solchen Umständen ein Ausdruck von Gefühlen. Das verändert die Folgen der Gewalt natürlich nicht, aber die Bedeutung des Verhaltens. Das weiß jedess Kind.“
        Und es macht die Sache weder legal noch gerecht. Wenn jemand sein Kind verprügelt, weil er gerade wütend ist, ist das immer noch falsch. Und es gehört immer noch bestraft. Das heißt aber nicht, dass man das nicht ggf. strafmildernd berücksichtigen kann.

        „Im Gegenteil, Frauen fühlen sich im unserer Gesellschaft so sicher, daß sie glauben, konsequenzenfrei jede Grenze überschreiten zu können. Daß dem Einhalt geboten wird, ist ein normaler Fall von Notwehr.“
        dazu sage ich nur:
        „Das Patriarchat unterdrückt alle Frauen. Um dem Einhalt zu gebieten ist es okay Männer zu kastrieren. Schließlich ist das nur Notwehr “
        Gleiche Argumentation. Ein Individuum wird für das Verhalten einer Gesellschaftsgruppe verantwortlich gemacht und entsprechend behandelt, Notwehr ist was anderes.

  4. Die Schläge der Frau waren nicht kalkuliert, gemeint war sicherlich „kalkulierbar“. Frauen schlägt man nicht, ebenso wie Kinder. Jeder 12-jährige übertrifft sie an Robustheit, Kraft und Gewicht. Das hat auch nichts mit Notwehr zu tun. Ein Schubs von ihm während ihrer Attacken hätte gereicht.

    Andererseits wäre die Betrachtung frauenfeindlich. Natürlich ist eine Frau kein Kind, insofern als daß ihr zugemutet werden darf, die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen. Dass ihr klar ist, welche Folgen ihr eigenes Tun hat.

    Sie hat ihn nicht einfach geschlagen, nicht gestraft. Sie hat wie besinnungslos auf ihn mit aller Kraft draufgeschlagen und getreten. Und sie kennt ihn. Zur Raserei hat sie gebracht, daß er keine Reaktion zeigte und sie hat nicht aufgehört bis er reagierte. Sie wollte es. Ich steck ja auch nicht meine Hand in den Rasenmäher und wundere mich wenn ich einen blutigen Stumpf wieder rausziehe.

    Insofern plädiere ich in ihrem Falle für eine angemessene Strafe für ihre Gewalt, mit Berücksichtigung dafür, daß sie ihn kaum ernstlich verletzen kann. Er hingegen bekommt eine kleine Geldstrafe und das Fallenlassen der Anklage.

    Das Video ist ein Lehrstück darüber, wie häusliche Gewalt selten einseitig ist und häufig von der Frau ausgeht. Wenngleich die psychische Gewaltkomponente fehlt, bei der ich Frauen ganz vorne vermute.

    1. „Frauen schlägt man nicht“ – bei Abwehr doch, je nach Situation. Bei Kindern ist das etwas anderes, aber Frauen sind nun mal erwachsen und voll verantwortlich; und „Robustheit, Kraft und Gewicht“ sind Elemente von planerischem Kalkül. Scheidet aus bei Abwehr.

      „plädiere ich (…) für eine angemessene Strafe“ -die beiden sind quitt!

  5. @wolf-dieter
    „die beiden sind quitt“

    1. Wenn einer von beiden bleibende Schäden davon trägt, sind sie wohl eher nicht quitt.
    2. Selbst wenn es so wäre? Na und? Wenn beide hinterher dafür bestraft werden, sind sie immer noch quitt 😉 Und auch quitt mit dem Staat :p Aber wo kein Kläger, da kein Richter.

    @Gerhardt
    „Insofern plädiere ich in ihrem Falle für eine angemessene Strafe für ihre Gewalt, mit Berücksichtigung dafür, daß sie ihn kaum ernstlich verletzen kann. Er hingegen bekommt eine kleine Geldstrafe und das Fallenlassen der Anklage.“
    Wie elmar schon geschrieben hat, ohne weitere Kenntnisse über die Entstehungsgeschichte, sollte sich niemand anmaßen hier ein gerechtes Urteil fällen zu können.Vielleicht haben sie ja nur nett geplaudert, während sie gemeinsames Sparring gemacht haben? Vielleicht hat er schon vorher ein paar mal „locker“ zugeschlagen.

    „Frauen schlägt man nicht, ebenso wie Kinder. Jeder 12-jährige übertrifft sie an Robustheit, Kraft und Gewicht. “
    1. man sollte niemanden schlagen
    2. Nein! Ein durchschnittlicher 12jähriger übertrifft eine durchschnittliche Frau weder an Kraft noch an Robustheit.

    „Das hat auch nichts mit Notwehr zu tun. Ein Schubs von ihm während ihrer Attacken hätte gereicht.“
    Richtig ist: Seine Reaktion war keine Notwehr. Ein Schubser hätte vielleicht gereicht. Ich finde die Reaktion sie an sich zu pressen eigentlich am besten. Aber auch ein Fuastschlag wäre nach deutschem Recht Notwehr gewesen. Dazu muss man sich nämlich nicht in Lebensgefahr wähnen, bzw. in Lebensgefahr sein. Auch kleinere bedrohungen reichen. Und angemessen wäre es auf Grund ihres unkontrollierten Ausbruchs auch.

    „Natürlich ist eine Frau kein Kind, insofern als daß ihr zugemutet werden darf, die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen.“
    Richtig. Punkt. Keine weiteren Erläuterungen notwendig.

    „Sie hat ihn nicht einfach geschlagen, nicht gestraft.“
    Es stünde ihr auch überhaupt nicht zu, ihn körperlich zu bestrafen-
    „Sie hat wie besinnungslos auf ihn mit aller Kraft draufgeschlagen und getreten.“
    Richtig

    „Zur Raserei hat sie gebracht, daß er keine Reaktion zeigte und sie hat nicht aufgehört bis er reagierte.“
    Auch richtig!

    „Sie wollte es.“
    Sie wollte, dass er reagiert oder besser gesagt anders reagiert. Ich bezweifel aber, dass sie gerne zu Boden geschlagen werden wollte. Und in sofern finde ich den Satz: „Sie wollte es“ problematisch. Mal abgesehen davon welche Implikation bei diesem Satz immer mitschwebt.

  6. Keine Ahnung, ob er fremdgegangen war – so etwa sah es für mich aus.
    Er war viel zu heftig, der Rest ist aber geschenkt. Ich meine, die Frage ist ja immer, ob Gegner in etwa gleiche Waffen haben. Deshalb für mich die Regel, dass man als Mann Frauen nicht schlägt.
    Ein Unterschied wäre es sicher, wenn sie ihm voll in die Hoden getreten hätte oder Ähnliches.

    Vielleicht ist das Problem auch, dass er sich zu lange hat hochkochen lassen und deshalb überreagiert hat. Ich meine, er hat ihr ja auch hinterher wieder geholfen.
    Es mag verrückt klingen, aber die größere Gewalttäterin bleibt für mich trotzdem die Frau: Viele Schläge und dann auch Tritte. Und sie hat angefangen und gar nicht aufgehört. Bei ihm: Man muss wie ein Autofahrer stets bedenken, dass eine dicke Karre eben auch viel Gefahr für andere bedeutet. Und darf weniger Mist bauen als Radfahrter. Eben wegen der Folgen, nicht wegen der Gerechtigkeit.

    (Alles eher laut nachgedacht als zu Ende gedacht)

    1. „Keine Ahnung, ob er fremdgegangen war – so etwa sah es für mich aus.“
      Gehen wir davon aus, dass sie ihn geade betrogen hat, und er ihr verzeihen will, was sie aufregt, weil sie eine Psychopatin ist.
      Vielleicht trägt er auch einfach nur das falsche Hemd!
      Man weiß es nicht. Also was soll diese Spekulation. Aber hey, Frauen sind ja die besseren Menschen. Die schlagen andere ja nur, wenn sie einen Grund haben! Und dann dürfen die das auch! Schließlich sind sie schwächer!

      „Ich meine, die Frage ist ja immer, ob Gegner in etwa gleiche Waffen haben. Deshalb für mich die Regel, dass man als Mann Frauen nicht schlägt.“
      Aha. Wenn sie Profiboxerin ist, dann darf er sie verprügeln? Wie ist es wenn sie gerade einen Baseballschläger in der Hand hält? Oder eine Schere?
      Hey, solange sie keine Waffe hat, darf sie ihn dann zusammenschlagen, wenn er sich nicht wehrt. Schließlich ist sie ja schwächer. Und zur Not kann er sich ja wehren… Oh Moment… Frauen schlägt man ja nicht.

      Wie wäre es mit: „Man schlägt niemanden!“ Ohne jeden Zusatz. Einfach so. Ich weiß klingt völlig verrückt…. Wo kämen wir denn da hin?

  7. Ich finde seine Körpersprache interessant.
    Er steht ohne jegliche Körperspannung da und lässt ihre Schläge einfach so auf sich einprasseln, eventuell in der Hoffnung, dass sie irgendwann wieder aufhört. Auch sieht es nicht so aus, als würde er versuchen ihr verbal was entgegen zu setzen, oder versuchen sie irgendwie runterzuholen. Er engagiert sich also überhaupt nicht in dem Konflikt, als sei es ihm egal.

    Nach dem Schnitt sehen wir, wie er sie, quasi aus dem Nichts, sehr rüde umklammert und das in eine Art „Hey, wir beiden, ist doch alles wieder gut“ Paarumarmung umwandeln will. Gehen wir davon aus, dass er sie betrogen hat oder so, ist dieser Versuch sie einzuwickeln natürlich ein eher unbefriedigender Lösungsansatz, aber sie wird ruhig, hält ihn aber weiterhin auf Abstand. Verständlicherweise.
    Er macht eine Geste, die wie „Was soll ich denn NOCH machen?!“ aussieht, sie stößt ihn erneut weg und auf einmal, wieder wie aus dem Nichts, schlägt er mit voller Kraft zu. Mehrmals.
    Sie fällt auf den Boden (Schnitt) und eine dabeistehende Frau versucht ihr wohl zu helfen. Er zieht seine Freundin rüde hoch und schubst die Dabeisteherin weg.

    Männer die so heftig zwischen „Ich reagier gar nicht“ und „Ich hau dich kaputt“ schwanken sind gruselig, ganz abgesehen von ihrem definitiv nicht okayen Verhalten.

    1. Ich greife mal die Theorie von Irenicus auf: Sie hat ihn betrogen, gibt ihm aber die Schuld dafür, weil er so ein Waschlappen ist, sie alles machen lässt, was sie will, und ihr nie irgendwelche Grenzen aufzeigt. Deswegen kotzt er sie so an und deswegen prügelt sie auf ihn ein, um ihm genau das zu beweisen, dass sie ihn nämlich nicht mehr respektiert, weil er eine Lusche ist. Er dagegen will es ihr doch einfach nur recht machen und will die Harmonie durch die Umarmung zwanghaft wiederherstellen. Das funktioniert aber nicht, sie stößt ihn wieder weg und schmeißt ihm dann noch Worte wie „Schlappschwanz“ oder „Weichei“ um die Ohren, bis ihm endlich der Kragen platzt und er ihr unfreiwillig gibt, wonach sie verlangt hat. Einfach nur ne andere Interpretation…

      Im übrigen muss ich Elmar recht geben. Es gehört zum Erwachsensein dazu, dass man die einfache Regel „Wie Du mir, so ich Dir“ oder auch „Wie man in den Wald hineinruft…“ begreift. Nur scheinen manche Frauen zu glauben, das gelte für sie nicht, weil sie etwas besonderes sind, so auch die Protagonistin hier.

      Meine Theorie ist: Dass das ganze so eskaliert ist, liegt genau an dieser vermaledeiten Regel „Frauen schlägt man nicht!“. Weil das so tief verankert ist in unserer Zivilisation, vertraut sie wohl darauf, dass er trotz ihrer Schläge und Tritte nicht zurückschlägt. Und tatsächlich versucht er, sich so lange wie möglich an das Dogma zu halten, das ihm eingetrichtert wurde. Bis ihm schlussendlich doch der Geduldsfaden reißt, wahrscheinlich nach der letzten Beleidigung von ihr.

      Wenn er ihr spätestens nach dem dritten Schlag eine gehörige Schelle zurück gegeben hätte, wäre das ganze wahrscheinlich gar nicht so weit eskaliert. Dann hätte sie vielleicht gemerkt, dass mit ihm nicht zu spaßen ist, und die Tätlichkeiten eingestellt. Ich plädiere also dafür, die Regel wie folgt zu modifizieren: „Eine Frau schlägt man nicht, außer sie hat Dich unmittelbar zuvor auch geschlagen. Wehren darf man sich immer, auch gegen Frauen!“ Wenn ich einen Sohn hätte, würde ich ihm genau das beibringen.

      Wenn Frauen darauf vertrauen könnten, dass Männer nicht zuerst schlagen, aber sie nicht darauf vertrauen könnten, dass er schon nicht zurückschlagen wird, hätten wir wahrscheinlich viel weniger Probleme mit häuslicher Gewalt.

      1. @Aranxo:

        Wenn Frauen darauf vertrauen könnten, dass Männer nicht zuerst schlagen, aber sie nicht darauf vertrauen könnten, dass er schon nicht zurückschlagen wird

        Das wäre dann die berühmte »Tit for Tat«-Regel: Beginne kooperativ und spiegle in jedem weiteren Zug den letzten Zug Deines Mitspielers. Hier also: haue nie zuerst, aber wenn Du schon gehauen wirst, dann haust Du auch zurück.

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