Fundstücke: Patriarchatssitzung, radikalfeministische Weltsicht und der leider doch misslungene Comic

Via Kommentar von gerks bei Erzählmirnix bin ich auf folgenden Comic gestoßen:

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(Quelle)

Da musste ich doch gleich an die Patriarchatssitzung denken, auf der ich folgenden kritische Frage stellte:

Wenn wir jede einzelne Frau (bzw. jeden einzelnen Menschen, der nicht weiß/heterosexuell/männlich ist) unterdrücken können und das bis in den Alltag von jedem durchdrücken können, wenn wir durch Rollenbilder in Werbung und Popkultur und abwertende Sprüche jede Frau auf Linie bringen können: Ja, warum gewöhnen wir als erstes einigen Frauen nicht das ständige Meckern ab? Das mögen wir Männer doch gar nicht. Wieso lassen wir das also zu?

Wie’s so ist, man schaut sich mal um nach weiteren interessanten Beiträgen und so fand ich dann eine Analyse des radikalfeministischen Blicks auf diese Welt:

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Quelle)

Ein dritter Comic, diesmal ursprünglich von Lauren Southern, zeigt allerdings sehr deutlich die Probleme von überzogener Satire:

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(Quelle)
Hier ist der Rassismus im Ergebnis doch deutlich zu erkennen: Eine rein WEISSE Fläche!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? „Ist denn die ganze Welt verrückt geworden?“ ist die passende Frage bei manchen Absurditäten, die durch die Medien geistern (und dann wenigstens zu solchen Comics inspirieren).

The Go-Go’s: The Whole World Lost Its Head

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4 Antworten zu Fundstücke: Patriarchatssitzung, radikalfeministische Weltsicht und der leider doch misslungene Comic

  1. Ergänzung: Frauke Petry ist eine Heroine das Feminismus, da sie – völlig emanzipiert – in eine Führungsposition strebt! Unter ihr würde per se natürlich ALLES besser werden, denn Frauen gehen viel verantwortungsvoller und bedachter mit Macht um!
    Was, ihre Partei sieht Frauen eher in der Rolle des Heimchens am Herd + Gebärerin? Ach du meine Güte, das arme Hascherl Frauke – unterdrückt und verblendet vom Patriarchat!

    • Graublau schreibt:

      Da musste ich sofort an den Zeit-Artikel „Feminismus von ganz rechts?“ denken (gefunden via Genderama). Ich stimme nicht allen Aussagen zu. Es ist jedoch interessant, wie starke Probleme es zu geben scheint, kognitiv zu verarbeiten, dass Frauen rechtspopulistisch bis rechtsextrem sein können.

      Das ist aber gar nicht anders zu erwarten, wenn man davon ausgeht, dass Frauen gleiche Rechte zustehen (2 € in die Sprüchekasse wegen des zu erwarteten Kalauers) und sie zu allem fähig sind, was auch Männer tun.

      Dass rechtspopulistische bis rechtsextreme Frauen als „Freundin“ oder „Mitläuferin“ einsortiert werden, ist ein absurder Fall von Schubladendenken. Der sich gerade bei der AfD nicht halten läßt.

      • Lomi schreibt:

        Stimmt, das Stereotyp lautet, dass die rechten Frauen bloß die Freundin der rechten Männer sind. Man traut ihnen nicht zu, aus eigenem Antrieb rechts zu sein. Mittlerweile gibt es wohl Forschungen zu rechtsextremen Frauen und die Einsicht, dass dies ein blinder Fleck ist. In ähnlicher Weise blindgefleckt blickt man in der Gewaltforschung nur auf junge Männer, hat aber mittlerweile auch festgestellt, dass die Rechnung so nicht ganz stimmen kann.

        Was da gezeichnet wird, ist ein äußerst windschiefes Bild, insbesondere in der Politik. Man suggeriert, dass Frauen gar nicht in der Lage seien, eigenständig politisch zu handeln. Sie erscheinen dann als bloß passive Anhängsel ihrer rechtsextremen Männer, denen sie nahezu willenlos ausgeliefert seien. Da fragt man sich schon, wer hier wirklich ein extrem konservatives Frauenbild hat…

      • Matze schreibt:

        „Unbestritten scheint, dass Verfassungsschutz und Polizei ihr Augenmerk in der Regel auf die männlichen Akteure in der Neonazi-Szene lenken und die Frauen vernachlässigen – offenbar weil sie unterstellen, dass diese keine führende Rolle spielen. „Frauen werden bei Straftaten in erster Linie als Unbeteiligte oder Zeuginnen wahrgenommen, nicht als Täterinnen“, sagt Forscherin Köttig.“

        http://www.spiegel.de/panorama/rechtsradikale-frauen-die-maer-vom-nazi-betthaeschen-a-798644.html

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