Kurznachrichten vom 16.01.2016

1: Die Kampagne #ausnahmslos wird inzwischen sehr heftig mit dem Gegenhashtag #falschesgrau getrollt. Dabei werden vor allem haufenweise Bilder und Videos nackter Frauen gepostet, aber auch einige witzige Statements und Karikaturen sind zu finden. Buzzfeed übertreibt und behauptet, es wären sogar Pornos, wobei aber im selben Artikel die Initiatoren von #falschesgrau zitiert werden, die dazu aufrufen, dass die Bilder jugendfrei bleiben, damit Twitter keinen Anlass findet, den Hashtag aus den trending topics herauszuhalten. Kann man lustig finden, muss man aber nicht. Feministen reagieren inzwischen mit den üblichen Standard-Taktiken Mimimi, Male Tears, kleiner Penis, und haben damit den Niveau-Limbo erstmal für sich entschieden.

2: Andere schreiben erste Fazits zum inzwischen sich zur schnellsten feministischen Rohrkrepierer-Kampagne des Jahres entwickelnden #ausnahmslos, so z.B. Birgit Kelle, die feststellt:

[…] hat man sich eine neue Kampagne unter dem Namen #ausnahmslos gegönnt. Dort werden jetzt ausnahmslos alle Männer unter Generalverdacht gestellt und nicht nur Männer mit Migrationshintergrund. Ein enormer Fortschritt für die Menschheit.

und auch asemann.de stellt fest, dass Deutsche mit Migrationshintergrund…

Menschen, die andere Zustände erlebt haben, als sie in Deutschland herrschen, die Werte der Aufklärung, die Menschenrechte, die Demokratie und den Rechtsstaat anscheinend mehr zu schätzen wissen als die links-„progressiven“ Frauen und Mädchen, die sich unter dem Banner von #ausnahmslos versammelt haben.

Ebenfalls eine gute Analyse liefert der Blog „Drachenrose“.

Die Piraten haben sich auch zu Köln geäußert, und das aus meiner Sicht sogar durchaus vernünftig. Die Gesundschrumpfung scheint zu wirken, nachdem die Linksbizarren die Partei verlassen haben

Und selbstverständlich hat auch der kleine Akif seinen Senf in epischer Breite in gewohntem Unflat ausgekotzt. Das verlinke ich jetzt mal nicht. Wer sowas mag, darf es googeln.

Ich setz jetzt mal den Aluhut auf: Was fehlt in der Geschichte noch? Dass irgendwer leakt, dass die Kampagne #ausnahmslos ein Astroturfing-Projekt des Frauenministeriums ist. Irgendwer hat auch das schon geargwöhnt, ich finde es aber nicht mehr.

3: Es wird weiter munter diskutiert, wie gefährlich nun der junge, arabische Mann als solcher ist. Die ehemalige Femen-Aktivistin Zana Ramadani (m.W. CDU-Mitglied) gibt in einem Interview dem Islam die Schuld und hierbei besonders den muslimischen Müttern. Dabei dürfte sie ziemlich nahe an der Linie von Alice Schwarzer liegen, und den Netzfeministinnen ziemlich auf die Füße getreten sein, die mit ihrem hippen Kopftuch-Feminismus nun gar nichts auf den Islam kommen lassen. Mein Lieblingszitat war allerdings:

Diese Männer lernen, dass Frauen, die einen kurzen Rock oder eine enge Hose tragen, verfügbar sind. Sie lernen, dass sie das Recht haben, sie respektlos zu behandeln. Was viele Muslime und Imame nicht verstehen, ist, dass sie nicht nur ein schlimmes Bild von Frauen haben, sondern auch von Männern. Das Verschleierungsgebot unterstellt ja, dass Männer nicht anders können, als sofort über eine Frau herzufallen, die ihre Haare zeigt. Das Verschleierungsgebot unterstellt also jedem Mann, ein triebgesteuerter Vergewaltiger zu sein. Die islamischen Werte sind also sowohl frauen- als auch männerfeindlich.

Hmmm, welche bekannte Ideologie des Westens nochmal sieht den Mann als Triebtäter und versteht sich zumindest im links-politisch korrekten Flügel ganz wunderbar mit dem Islam?

Ein richtig dicker Brocken war gestern auch das Interview mit dem Soziologen Gunnar Heinsohn in der WELT, der zuerst ein ziemlich düsteres Bild zeichnet:

Die Welt: Welches Bild haben die jungen Araber von westlichen Frauen?

Heinsohn: Die gelten schnell als Huren, weil die vorehelichen Verkehr haben. Sie werden zur Beute, auf die sie auch von den Eltern verwiesen werden, damit die Töchter rein und ehefähig bleiben. Da folgen die sexuellen Übergriffe quasi naturgesetzlich. Wenn man das vorher nicht weiß und die Einwanderung als Fortschritt zu allgemeiner Harmonie gepriesen hat, dann steht man als Naivling oder gar Täuscher da und sucht im Vertuschen einen Ausweg. Von der Polizei angefangen bis in die Politik.

Die Welt: Zu den größten aktuellen Vertuschungsskandalen gehört die Missbrauchsserie von Rotherham. Über Jahre wurden in der mittelenglischen Stadt 1400 Kinder und Jugendliche von britisch-pakistanischen Banden missbraucht. Behörden und Politikern konnte nachgewiesen werden, die Taten verschleiert zu haben.

Heinsohn: Diesen Vertuschungsmechanismus haben wir auch in Schweden und in Deutschland. Überall haben nette, fortschrittliche Menschen ein Problem überhaupt nicht auf dem Radar. Und dann nimmt es mit Wucht seinen eigenen naturwüchsigen kriminellen Weg. Doch wenn ich das einräume, dann stehe ich als Versager mit meiner fortschrittlichen Linie da. Und dann geht das Vertuschen weiter.

Dann aber macht er am Schluss des Interviews doch wieder Mut:

Die Welt: Wie groß ist Ihr Glaube an Integrationsmöglichkeiten?

Heinsohn: Ich glaube, bei der Frage der Integration gibt es weder Rassenprobleme noch Religionsprobleme, sondern nur Kompetenzprobleme. Aber wenn die Leute in der Schule versagen, von Hartz IV leben müssen und dann nur gesehen wird: das sind Afrikaner, das sind Muslime – dann wird das Kompetenzproblem überdeckt mit einem Rassenetikett oder einem Religionsetikett. Kompetenz ist der Schlüssel zur Integration.

Auch der Deutschlandfunk beschäftigt sich mit dem Phänomen „Taharrusch dschama’i“ (wie immer, wenn was aus Arabien kommt, gibts dafür verschiedenste Schreibweisen):

Die Täter des „taharrusch dschama’i“ sind zumeist Männer zwischen Pubertät und Heirat in urbanen Milieus. Viele sind unzufrieden und frustriert von den Restriktionen, die ihnen ihre Umgebung auferlegt: keine sexuellen Kontakte vor der Ehe. Nicht einmal ein Gespräch unter vier Augen zwischen einem fremden Jungen und einem fremden Mädchen wird gestattet. Aber zugleich öffnet einem das Internet ein Fenster auf die Welt des Sex, Drugs and Rock’n’Roll.

4: Die Stadt Bornheim hat ein grade erst erlassenes Schwimmbadverbot für männliche Flüchtlinge schon wieder aufgehoben. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass staatlich Stellen sich derzeit kopflos in Aktionismus flüchten, anstatt ruhig Blut zu bewahren und sich vor irgendwelchen Beschlüssen zu fragen, 1. was das für Folgen hat und 2. ob diese eigentlich im Einklang mit den Werten stehen, die wir angeblich verteidigen wollen.

5: Auf fisch+fleisch kritisiert die junge österreichische Bloggerin Tatjana Ana Stasia das selektive Gendern, nach dem es unbedingt „ExpertInnen, ArbeitnehmerInnen, AutorInnen, LehrerInnen, GemeinderätInnen, MitbürgerInnnen, PolitikerInnen, PolizistInnen, SchülerInnen, StudentInnen, WissenschaftlerInnen“ heißen muss, man aber von „mutmaßlichen AttentäterInnen, TerroristInnen, TäterInnen, MörderInnen, DiebInnen, KinderschänderInnen, DschihadistInnen, RäuberInnen, VerbrecherInnen“ fast nie etwas hört.

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5 Kommentare zu „Kurznachrichten vom 16.01.2016“

  1. Zu 5)

    Diese Selektion wurde hier auch noch mal für einen anderen Bereich beschrieben:

    Was doch so nett und unterstützungswürdig klingt, ist im Endeffekt schlichte Männerdiskriminierung. Denn die Ausgangslage ist klar: Frauen erreichen heute in den Ausbildungen an Hochschulen je nach Fach und Niveau Mehrheiten bis zu 90% (Pädagogische Hochschule PH Stufe Bachelor, BfS 2011). Doch dort, wo Frauen zahlenmässig noch „untervertreten“ sind, da wird weiterhin mit Staatsgeldern geklöhnt und gefördert. Der umgekehrte Fall ist mir nicht bekannt. Ich habe zumindest keine Aussage gefunden, dass Männer an der PH mit 10% dramatisch untervertreten wären und darum dringend Massnahmen der Gleichstellung zu erlassen seien. Sind bloss Männer. Und nicht vergessen, das Opfer muss stets eine Frau sein, sonst geht die feministische Täuschung nicht mehr auf. Zurück zur Frauenförderung: Die UN Women (Frauenabteilung der UNO) hat unter dem Hashtag #Planet5050 eine Kampagne zur Beseitigung der „Diskriminierung der Frauen“ lanciert. Natürlich geht es bei 50/50 nur um den Anteil der Frauen, wo Frauen auch wirklich noch keine 50% erreicht haben und es etwas zu holen gibt. Bestimmt aber keine schmutzigen Hände. Ein Umkehrschluss für Männer gibt es hingegen nicht. Wo Männer untervertreten sind, wird diese Zielsetzung nicht greifen. Bewusst nicht.

    http://genderwahn.blog-net.ch/2016/01/14/frauenfoerderung-diskriminiert-maenner-planet5050/

    Gleichstellung wird immer nur da betrieben, wo sie Frauen nützt und nur da. Man erinnere sich nur daran wie die Gleichstellungsbeauftragt.I.nnen hier in DE auf die Palme gesprungen sind, als sich abzeichnete das eine Gesetzesänderung dazu führen würde, dass die Gleichstellungsbeauftragt.I.nnen nun Männer fördern mussten. Nach jahrelangeer Frauenbevorzugung bei Einstellungen im Ö.D. liegt der Frauenanteil nämlich schon bei über 50% und mit dem 50/50 Ziel wären nun die Männer daran.

    Aber nee, nee, nee… so war das mit der Gleichstellung nicht geplant.

  2. zu #3: „Dass irgendwer leakt, dass die Kampagne #ausnahmslos ein Astroturfing-Projekt des Frauenministeriums ist. Irgendwer hat auch das schon geargwöhnt, ich finde es aber nicht mehr.“

    https://allesevolution.wordpress.com/2016/01/12/ausnahmslos/#comment-221852

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