Fundstücke: Gad Saad über Anita Sarkeesians Methode sowie neue Tiefststände dafür, was als rassistisch bzw. Vergewaltigung gilt

Ich bin immer noch fleißig dabei, einige Monate Abwesenheit von den einschlägigen Blogs und Youtube-Kanälen aufzuholen. Dabei fällt mir natürlich so manches Fundstück in die Hände. Der bereits erwähnte Professor Gad Saad etwa kritisiert in seinem Videoblog „The Saad Truth“ die bereits mehrfach behandelte Anita Sarkeesian. Sie habe keine Methologie und interpretiere die Beispiele so, dass diese für sie passen würden:

Anita Sarkeesian vs. The Scientific Method

In Computerspielen etwa:
Mann schießt auf Frau? Böse!
Mann rettet Frau? Böse!
Der dritte Fall, der hier nicht behandelt wird – Frau kommt gar nicht vor – wäre natürlich auch böse, denn dann gäbe es nicht genügend weibliche Charaktere. Wie schon die drei Phasen der Endlosschleife bei der Popkultur zeigen, gibt es keinen „guten“ Ausgang.

Einen ähnlich überzeugenden Ansatz wählte die Dame, die zu dem Ergebnis kam, dass auch ein respektvoller, freundlicher Umgang rassistisch ist:

Please Don’t Be Kind, Nice, and Respectful…That’s Racist!

Aber als ob das Bizarrometer hier noch nicht kräftig genug ausschlagen würde, kam noch eine absurdere Meldung hinzu: Nicht vergewaltigen ist entmenschlichend und rassistisch!

To NOT Rape is Racist & Dehumanizing?

Es ist wie bei einem Hexenprozess… alles und das Gegenteil davon kann als Beweis dienen.

Aber auch der alte Dreikampf „Belästigungslimbo – wer bietet weniger?“ (derzeitiger Titelinhaber), „sexistische“ Werbung und „Was alles bereits Vergewaltigung ist“ hat einen würdigen Kandidaten in letzterer Disziplin bekommen:

„Zustimmung“ zum Sex, die dadurch erlangt wird, dass man über seinen Familienstand, Anzahl der Kinder o.ä. schwindelt, zählt nicht. Lügen ist Vergewaltigung!

Lying to a Woman is „Rape by Fraud“!

Als Lüge zählen allerdings nicht: optische Verbesserungen (sich aufhübschen bei Frauen). Interessant jedoch: Was, wenn die Frau über die Anzahl ihrer Partner lügt?

Und zuletzt erwähnt Saad die Unsitte, in einer Auseinandersetzung anstatt auf auf Argumente einzugehen, zu versuchen, den anderen durch Zuschreibungen indiskutabel zu (damit andere erst gar nicht die Quelle ansehen).

The Regressive Left and the Ostrich Effect

Das halte ich für gute Regel für einen selbst: Wenn jemand dagegen argumentiert, nicht die Person / Quelle schlechtmachen! Ein guter Hinweis für eine gesittete Auseinandersetzung, in der man auch seine Gegner in der Debatte anständig behandelt.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Auf der Suche nach einem Lied, das an prominenter Stelle „sad“ enthält, fiel mir „Mad World“ ein. Das passt auch ganz gut, denn es ist bei den obigen Beispielen schon eine verrückte Welt, in der wir leben.

Tears for Fears: Mad World

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2 Kommentare zu „Fundstücke: Gad Saad über Anita Sarkeesians Methode sowie neue Tiefststände dafür, was als rassistisch bzw. Vergewaltigung gilt“

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