Kurznachrichten vom 10.01.2016

1: Der Anzeigenstand nach der Kölner Silvesternacht fühlt sich inzwischen so an:

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Aktueller Zwischenstand von 19:00 (ZDF heute) und 20:00 (ARD Tagesschau): 379.

Das ist ja fast dasselbe wie genau eine versuchte Vergewaltigung innerhalb von zwei Wochen bei 5,9 Mio Besuchern auf dem Oktoberfest von vergangenem Jahr.

2: Julia Schramm schießt mal wieder den Vogel ab:

3: Der Kommentator crumar erklärt bei Schoppe sehr eingänglich, wie es dazu kommt, dass Feministinnen wie Anne Wizorek und Anna-Mareike Krause keinerlei Unterschied sehen zu bisherigen sexuellen Übergriffen, die von deutschen Männern begangen wurden.

Wenn aranxo schreibt, Wizorek “leugnet (…) nicht nur die neue Dimension dieser Verbrechen sondern behauptet auch implizit, auch in Deutschland hätten sich vorher zu Dutzenden Männer zusammengerottet, um gezielt und verabredet massenhafte sexuelle Belästigung von Frauen zu begehen”, dann ist das nichts anderes als die logische Folge der Behauptung, in die Deutschland gäbe es, bzw. hätte schon immer eine “rape culture” gegeben.

Das aber heißt – in ihrer Ideologie zu – unterstellen, die Herstellung dieser rape culture ist “a conscious process of intimidation by which all men keep all women in a state of fear.” (Brownmiller)
Insofern kann es keine neue Qualität und keine “gezielte und verabredete” Form von sexueller Gewalt geben, denn das männliche Ziel der Etablierung von “rape culture” steht bereits fest. […]

D.h. damit werden die konkreten Täter von Köln lediglich zur temporären Exekutive klammheimlicher deutscher “Männerphantasien”. Also “Du willst es doch auch!” auf feministisch.

Oder anders: Wenn man sich die Überzeugung zusammen spinnt, alle Männer würden sich klammheimlich dazu verabreden, sexuelle Belästigungen bis hin zu Vergewaltigung zu tolerieren oder sogar zum Ziele der Unterdrückung der Frauen gutheißen, was nichts anderes ist als das, was der Begriff „rape culture“ unterstellt, dann sind die Taten von Köln tatsächlich nichts anderes als eine logische Folge dessen.

Crumar raunt von „Konsequenzen solcher generalisierenden Anschuldigungen“, die Feministen nicht verstünden, erklärt dies aber nicht. Dass man zunehmend Verbündete unter den respektvollen Männern verliert? Dass diese irgendwann keinen Grund mehr sehen, sich respektvoll zu verhalten oder Frauen zu helfen, da die Konsequenzen eh dieselben sind? Könnten die Vorgänge der Silvesternacht und die abstrusen Reaktionen der Feministinnen gar eine Initialzündung für die Männerechtlerszene werden, weil immer mehr Männer sehen, dass, egal wie anständig sie sich verhalten, sie dennoch von Feministinnen zu den Tätern gezählt werden?

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3 Kommentare zu „Kurznachrichten vom 10.01.2016“

  1. @aranxo

    „Könnten die Vorgänge der Silvesternacht und die abstrusen Reaktionen der Feministinnen gar eine Initialzündung für die Männerechtlerszene werden, weil immer mehr Männer sehen, dass, egal wie anständig sie sich verhalten, sie dennoch von Feministinnen zu den Tätern gezählt werden?“

    a. Absolut.
    Denn die feministische Doppelmoral macht nicht die KONKRETEN Männer zu Tätern, die Verbrechen begangen haben.
    Sondern „rape culture“ als feministisches Konzept unterstellt ALLEN Männern, es handle sich um ein Mittel der Sicherung patriarchaler Herrschaft durch sexuelle Gewalt und, wie die feministische Ikone Brownmiller demzufolge schreibt, Vergewaltigung ist (Hervorhebung von mir): “a conscious process of intimidation by which all (!!!) men keep all (!!!) women in a state of fear.”

    Es ist völlig egal, ob du – als einzelner Mann – diese Gewalttaten verabscheust – IM GRUNDE, so die feministische Theorie – PROFITIERST du von den Gewalttaten, die einfach nur *stellvertretend* für dich begangen worden sind.
    So lautet die feministische Unterstellung.
    Das ist die Arbeitsbasis von Wizorek, von Schwarzer, von Penny u.a..

    Wie auch immer das in Einklang zu bringen ist mit der Geschichte, in der Vergewaltigung von Frauen IMMER als schweres Verbrechen juristisch geahndet und gesellschaftlich geächtet worden ist.

    b. “Deutschland hat ein Sexismus- und ein Rassismusproblem” (Wizorek).
    Worunter selbstverständlich alle Deutschen fallen würden, so auch Wizorek.
    Aber die Konsequenzen solcher generalisierenden Anschuldigungen zu verstehen, war noch nie Bestandteil feministischer Ideologie.“

    Das bezog sich auf die lustige Idee von Wizorek – sie SELBST ist Deutsche.
    Demnach hätte SIE ein Problem mit dem Rassismus und Sexismus auf der Basis dieser Zuschreibung. Was ihr nicht aufgefallen ist, weil ihre Staatsbürgerschaft anscheinend nicht „deutsch“, sondern eine ganz andere ist.

    Und ich rätsele noch immer, welche das sein mag.
    „Globaler Feminismus“?
    Gibt es dafür schon einen Reisepass? 😉

    Gruß, crumar

  2. Eine Julia Schramm als Hassposting-Expertin anzuheuern,
    dass ist in etwa so als ob man einen Dunghaufen engagiere,
    um einer Geruchsbelästigung auf die Spur zu kommen.

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