Männerbashing geht immer. Drag Kings in der Süddeutschen

„‚Mich ekelt mein Drag-Charakter gerade richtig an‘, sagt Linda. Ich kann sie verstehen.“

Ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht. Warum muß Mannsein so herablassend geschildert werden?

Es ist wie bei Hunden: Wenn du dem Blick standhältst, bist du das Alphamännchen“.

Doch allein der Gedanke, dass ein Teil der Gesellschaft vielleicht wirklich so oder so ähnlich durchs Leben geht, wie wir es gerade üben – und das auch noch für selbstverständlich hält – ist verstörend.

Doch allein der Gedanke, dass ein Teil der Gesellschaft wirklich so abfällig über Männer denkt, und daß diesem Männerhaß großflächig Raum in einer großen Tageszeitung eingeräumt wird — ist verstörend.

Es gibt Studien, dass Frauen dazu neigen, Männern auf der Straße auszuweichen.

Meine ganz persönlichen Studien besagen, daß mich insbesondere Frauen anrempeln. Männer gehen höflich miteinander um, allein schon weil man als Mann auch recht schnell eine geklatscht bekommt.

Wir sollen uns vorstellen, dass alles, was wir anfassen oder betreten, sei es der Boden oder ein Stuhl, uns gehört. Und dass wir den anderen überlegen sind

Überrascht stelle ich fest, dass kein Mensch mir Beachtung schenkt. Weder die Riege von Macho-Kerlen, die mir gegenüber sitzt, noch die Betrunkenen am Kottbusser Tor.

Und wahrscheinlich liegt es genau daran, daß Männer die weitaus meisten Opfer von Gewalt sind. Weil sie ja oh so unsichtbar sind.

PS: Aufgrund der Kritik einiger habe ich beschlossen diesen Artikel nicht in der von mir neugeschaffenen F-Wort Kategorie einzuordnen. Aber berechtigt fänd ich das schon.

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