Was am Fön sexistisch ist

Alles ist sexistisch wenn man eine feministische Berufsquerulantin ist. Jetzt hat es IBM erwischt, ein feministisches Shitstörmchen bekommen und Eierlos den Schwanz eingezogen. Womit die Messlatte für feministische Aufregerthemen mal wieder ein Stückchen tiefer gehängt wurde. Sexismus-Vorwurf: IBM stoppt Werbeaufruf zum Fön-Hacken.

Da weiß man gar nicht wo man anfangen soll. IBM macht ein wirklich sehenswertes Video um mehr Frauen für MINT zu begeistern und direkt geht das Genöle los. Was stimmt denn nun hier nicht? Ich schätze, ein Fön wird zu mindestens 80% von Frauen genutzt. Liegt es mal wieder am bösen Patriarchat, das den Frauen den vorzeitigen Haarausfall nicht gönnt? Müssen Krebsforscherinnen kurzhaarige Lesben sein?

Ich weiß es. Sexistisch ist es, allein ein bestimmtes Geschlecht auszuwählen und es zu umwerben. Sexistisch ist es, die freie Wahl im Schnitt bei Frauen nicht zu respektieren, die darauf hinausläuft, daß es weniger Frauen in der IT gibt. Sexistisch ist es auf das brachliegende Potential zu verzichten, nur weil die nichtumworbenen das falsche Geschlecht haben.

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3 Kommentare zu „Was am Fön sexistisch ist“

  1. Der Fön ist sexistisch. Ich habe jedenfalls noch nie eine Frau gesehen, die an sich herumbastelt, sich anmalt oder sich mit ihrer Frisur beschäftigt. Ihr etwa?

  2. Ich glaube, das Problem ist gar nicht so sehr, dass sich Leute daran stoßen, sondern vielmehr das Drama, das sie deswegen veranstalten.

    Seien wir mal ehrlich: Man kann in den seltensten Fällen wirklich steuern, woran man sich stört und warum das der Fall ist. Seit ich meine jetzige Stelle angetreten habe, habe ich einen Kunden, der alle zwei Tage im Laden auftaucht, erst eine halbe Stunde um mich herumschlawenzelt und mir dann oft die Hand auf die Schulter legt und mir sagt, wie gut ich meine Arbeit mache und es nervt mich und macht mich fast wahnsinnig. Weil er dabei immer so überrascht klingt und weil er mich anfasst und weil ich nun nicht unbedingt den anspruchsvollsten Job der Welt habe und ihn auch nicht erst seit gestern mache. Aber ich weiß, dass er es eigentlich nur lieb meint und sowas Blödes ist es einfach nicht wert, dass ich deswegen ein Fass aufmache.

    Ich finde es nicht schlimm, dass sich irgendjemand an diesem blöden Fön-Werbespot gestört hat. Wenn ich lange, lange, lange und ausgiebig in mich gehe kann ich eventuell auch ein klitzekleines bisschen nachvollziehen, warum. Und wenn diese Leute sachliche Kritik geübt hätten, hätte ich das überhaupt nicht schlimm gefunden. Stattdessen drehen sie durch. Bei jeder blöden Kleinigkeit wird ein Fass aufgemacht. Jemand sagt ein falsches Wort und BOOM, plötzlich hat man das Gefühl, da hätte jemand gefordert, Frauen das Wahlrecht zu entziehen und sie in der Küche anzuketten, denn was anderes kann es gar nicht sein, so sehr wie die da durchdrehen und dann schaut man sich das Ganze an und man sieht… Es ist ein Fön. Himmel.

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