#MasculinitySoFragile

Ich kapiere es nicht.

https://twitter.com/hashtag/MasculinitySoFragile

Irgendwie soll es beschreiben, daß Männer schnell aggressiv werden, wenn man ihnen ihre Männlichkeit abspricht. Und das jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, sich über diese Männer lustig zu machen. Schon die Widerrede beweist nach feministischer Lesart die Richtigkeit.

https://twitter.com/pinkstinksde/status/646632561553313793

https://twitter.com/boldandworthy/status/646624183775010816

Mir geht das ja instant auf den Sack, denn was an Tweets kommt ist wie immer dasselbe. Männer sind scheiße, Frauen gottgleich und unter dem Patriarchat leidend. Man kann natürlich genüßlich mit Spott antworten.

https://twitter.com/ThomasMichael71/status/647072664943755264

https://twitter.com/_white_noise_/status/646730388010835970

https://twitter.com/Dekashoko/status/646645233543983104

Aber irgendwie spüre ich, daß dieser Hashtag eine genuine Beleidigung ist. Helft mir bitte auf die Sprünge.

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17 Antworten zu #MasculinitySoFragile

  1. Bombe 20 schreibt:

    IMHO sagt der Hashtag erstmal nicht viel anderes als der in maskulistischen Kreisen kaum umstrittene Satz „Woman is a human being, Man is a human doing“.

    „Sei ein Mann!“, „Ich will einen richtigen Mann, keinen Jungen.“, „Wann ist ein Mann ein Mann?“:
    Auf Frauen bezogen würden solche Sätze überhaupt keinen Sinn ergeben, weil die Weiblichkeit einer Frau stets als gegeben angesehen, die Männlichkeit von Männern dagegen regelmäßig in Frage gestellt wird und ständig neu bewiesen oder verteidigt werden muß.

    Aber Feministinnen können (oder wollen) natürlich nicht sehen, daß Männer hier gesellschaftlich mal wieder die Arschkarte gezogen haben, zumal das ja die Einsicht erfordern würde, daß solche Männlichkeitsbeweise auch und gerade von Frauen gefordert –oder auch ohne explizite Forderung schlicht erwartet– werden. (Oder auch eine Reflexion der Tatsache, daß viele feministische Shaming Tactics exakt auf die Männlichkeit des Angegriffenen zielen, und deshalb gerade bei Maskulisten kaum noch funktionieren.)
    Also betrachten sie nur das Verhalten von Männern in Reaktion auf diese gesellschaftlichen Erwartungen, bewerten das als schlecht und haben so mal wieder einen Grund, von Männern Besserung zu verlangen. Stupidity as usual also, und eine ernsthafte Diskussion darüber wäre auf Twitter ja eh kaum möglich.

    Daß sich diese Dämlichkeit dann noch beliebig steigern läßt, ist auch keine Überraschung. Massenhaft klassische Projektion, idiotische Angriffe und dümmlichste Beispiele, wie die Tatsache, daß es Produkte gibt, die speziell für Männer beworben werden. Während sich Feministinnen über das rosa Ü-Ei wenigstens noch aufgeregt, sich an Rasierern für die „Göttin in der Frau“ (Feminity so fragile? Or self esteem?) dagegen nie gestört haben — solange sie nicht teurer waren als die für Männer.

    Also wieder einmal eine Möglichkeit zur Diskussion, die stattdessen zum Pauschalangriff auf Männer benutzt und deren Antworten dann als Beweis der These interpretiert werden, denn schließlich wolle man doch nur diskutieren und habe überhaupt nichts gegen Männer, was die nur nicht verstünden.

    #MasculinitySoFragile sagt somit leider wenig über Männlichkeit, zeigt aber wieder einmal den trostlosen Zustand des real existierenden Feminismus: A bunch of mean* girls on Twitter.

    Bombe 20

    * (Aber nie Hanlon’s Razor vergessen!)

    • Auf Frauen bezogen würden solche Sätze überhaupt keinen Sinn ergeben, weil die Weiblichkeit einer Frau stets als gegeben angesehen, die Männlichkeit von Männern dagegen regelmäßig in Frage gestellt wird und ständig neu bewiesen oder verteidigt werden muß.

      Diese Behauptung habe ich inzwischen so und ähnlich schon mehrfach gelesen. Sie stimmt aber einfach nicht.
      Das gilt vielleicht für die 70 bis 80 Prozent der Frauen, die sich mehr oder weniger tussig oder zickig benehmen, oder sich (auch) für Shopping und Promis (frei nach @Adrian) interessieren.
      Wer sich etwas außerhalb des „typischen“ Standardbereichs bewegt, muss genauso mit Infragestellungen rechnen.
      Für ein Mädchen kann es schon reichen, gut in Mathe zu sein, um von ihren Geschlechtsgenossinnen immer wieder entsprechende dämliche Bemerkungen hören zu müssen.

      • Gerhard schreibt:

        Interessant, ich fand B20s Deutung auch ziemlich gelungen, auch wenn ich dem Double Bind von Aranxo den Vorzug gebe.

        Human Doing bezieht sich ja zB auch zB auf den Vorwurf, die männlichen Flüchtlinge sollen mal schön nach Hause und auf Frauen und Kinder aufpassen und um ihr Land kämpfen. Oder daß Männer eben nicht wie Frauen passiv rumstehen können, sondern den ersten Schritt gegenüber der Frau machen müssen. Daß Status etwas ist was man erstmal erlangen muß.

        Du schreibst allerdings explizit von den Geschlechtsgenossinnen, die den Weiblichkeitsstatus aberkennen. Da muß ich erstmal an das Krabben-im-Korb-Phänomen denken.

        Als a-typische aber sicherlich sehr umworbene Frau fänd ich es sehr spannend von Deinen Erfahrungen zu lesen. Kannst Du ein bisschen mehr erzählen?

      • Da gibt es eigentlich nichts spektakuläres zu erzählen. Das läuft bei Frauen ja meist recht subtil ab – wenn auch nicht minder verletzend.

        Es liegt mir fern, mich zu beklagen oder zu dramatisieren. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass Bombe20’s Aussage so nicht absolut gültig ist, und es den Effekt durchaus auch bei Frauen gibt – von Männern größtenteils unbemerkt.
        Inwiefern das als intrasexuelle Konkurrenz, Krabbenkorb-Phänomen, oder schlicht Neid und Missgunst läuft, darüber könnte man sicherlich länger diskutieren.

      • Da seht ihr mal ein Beispiel, was ich meine:
        https://allesevolution.wordpress.com/2015/10/18/gad-saad-und-geoffrey-miller-im-gespraech-zum-thema-sex/#comment-206637

        Semikolon über dieses Bild:

        und ziemlich männlich.
        gut, sie hat kinder geboren, also muss sie ne bio-frau sein.
        würde aber auch locker als transe durchgehen.

      • Gerhard schreibt:

        „Da seht ihr mal ein Beispiel, was ich meine:“

        Gruselig. Bin gerade ganz froh, keine Frau zu sein.

      • Ach, im Grunde ist es schon toll, eine Frau zu sein.

        Solche Aussage wie die zitierte sind doch vor allem bezeichnend für diejenigen, die sie gemacht haben.

  2. quellwerk schreibt:

    Shitest von Tussi-Feministen Jede Reaktion darauf macht sie feucht. 🙂 Die sind nicht böse, die wollen nur ficken.

  3. petpanther schreibt:

    „Aber irgendwie spüre ich, daß dieser Hashtag eine genuine Beleidigung ist.“

    Natürlich ist es das. Wie viele vorige auch.

    So funktioniert es doch nun schon seit Jahrzehnten. Beleidigen, Provozieren, Unterstellen bis hin zum Dämonisieren, … und dann Reaktionen als Harassment branden, um zu unterdrücken, d.h. freie Rede und soziales Ansehen zu unterbinden.

    Eine (Be-)Schmiertaktik, die immer funktioniert. Auch wenn da nichts ist.

    —–
    Weiter, etwas ausschweifend (sorry), denn mittlerweile ist es ja nicht mehr nur harmlos:

    Gerade sind die beiden größten Internet Harasser, Opferposer und Geldschneider Sarkeesian und Quinn bei der UN wegen #cyberviolence vorstellig geworden. Der ganz große Rahmen einer Organisation, die nicht nur mehr genderfeministisch unterwandert zu sein scheint. Saudi Arabien steht ja jetzt einem Human Rights Panel vor [und behandelt ja nebem anderen Kleinigkeiten auch Flüchtlinge absolut zuvorkommend].

    Und manche Unverbesserliche werden nicht müde weiter zu argumentieren und zu hoffen zu überzeugen. Glauben gar es ginge tatsächlich um Gleichberechtigung oder dem nebulösen Fetisch „Gleichheit“. Selbst im Angesicht der sich deutlich abzeichnenden Geschichtsverfälschung durch feministische Narrative. Sie plappern sie gar grotesk und völlig unreflektiert nach.

    Die (Be-)Schmiertaktik ist sog. DARVO (deny, attack, reverse victim and offender), relationale Gewalt mit der Absicht sich unter der Opfermaske legitim zu ermächtigen und auszubeuten. *Die* Opfer-Sündenbock Masche eigentlich so gut wie aller bisherigen Tyranneien und auch die Masche weiblicher Gewalt, die dann auf soziale Exekution über Proxy abzielt (Hypoagency).

    Auf der politische Machtebene war und ist sie natürlich auch vorhanden. Eine Subversionstaktik, die bereits von Machiavelli niedergeschrieben wurde. Besonders beliebt beim linken Groupthink Lager, das das kultiviert und nun politische Korrektheit mit den illiberalen korrupten SJWs daraus geboren hat. In einer Verquickung mit dem Neoliberalen wohlgemerkt. Denn es geht ja um verdecktes Rent-Seeking, d.h. Geld und Macht auf Kosten von anderen. Nepotismus und Korruption auf ideologischer Basis. Mit gespieltem für alle sichtbar in Szene gesetzten Altruismus dargereicht und befolgt, weil niemand ein „schlechter Mensch“ sein will. Psychologisch nennt man das Co-Dependency glaub ich. Derzeit erleben dies aktuell auch drastisch in einem anderen Bereich.

    Wie soll man es nennen, Crony-Capitalism oder Crony-Socialism? Die klassischen Schweinchen, die gleicher sind als die anderen. Erweiterung wären dann Progrom-artige Vorgänge, wenn man der bedeuteten Weltlektüre folgt. Oder sind wir da schon?

    Wobei man nun nicht mehr rechts und links unterscheiden kann. … DejVu.

    Dazu ein Artikel von Observing Libertarian

    „I am a Humanist small L libertarian Minarchist. In that order – As a result of this philosophy: I cannot in good conscience condone the actions of any group, movement or organization which seeks to oppress another individuals human rights.“

    Feminist end game – the final solution

    http://honeybadgerbrigade.com/2014/12/07/feminist-end-game-the-final-solution/

  4. aranxo schreibt:

    Natürlich ist es beleidigend. Eine klassisches Beispiel für Double Bind, eine ziemlich infame Mischung aus Desavouierung und Einfordern von Männlichkeit zugleich. Es macht sich lustig über Männer, die in ihrer Männlichkeit verunsichert sind, und versucht aber genau diese Unsicherheit zu erzeugen.

    Business as usual im Feminismus. Fragt sich nur, wer da jetzt der Schizophrene ist. DIe Feministinnen? Oder der Mann, wenn er sich auf dieses Framing einlässt?

    • Emannzer schreibt:

      Es wirkt wie kognitive Dissonanz in diesem Lager. Heillos verheddert in ihrem ‚Kampf‘ bekommen sie nichts mehr auf die Reihe, denn das, was sie mal groß machte, lässt sie nun im (verdienten) Regen stehen:

      Männer

      Wie sollen sie dieses nun klären – und gleichzeitig die Sublimation ihrer Gedanken- und Wirkungsgänge in einen einzigen Aggregatzustand bringen? Oder, um es platt zu formulieren:

      Gleichzeitig beleidigen und sich dabei auch noch beschweren …

      Ich denke, man sollte diese neue Form des #Aufkreisch einfach lächelnd ignorieren und als das betrachten, was es ist: Nichts!

      ‚Die‘ sind am Gegenteil ihres Zenits angelangt und wissen drum. Deshalb auch dieses Krakeele auf allen (Social-Media) Kanälen. Sonst bleibt ja nichts mehr, als das gegenseitige Empörungs- und Opfergejammer in der eigenen Blase.

      Damit ist die Quadratur des Kreises vermeintlich gelungen …

  5. Adrian schreibt:

    „Alle Eigenschaften eines Mannes, die der Frau nützen, nennt sie männlich, und alle, die ihr nicht nützen, und auch sonst niemandem, nennt sie weibisch.“ (Esther Vilar)

    • Emannzer schreibt:

      Ist so – Frau Vilar war schon damals eine kluge Frau und wurde zum Dank von ihren Geschlechtsgenossinnen verprügelt und aus dem Land vertrieben.

      Anders formuliert: Parasiten dulden keine Antibiotika; ups …

      Danke für das Zitat, Adrian

  6. Sebastian Klein schreibt:

    „If this hashtag offends you, you are part of the problem.“

    Daran mag ich besonders, wie es sonst immer heißt, es wäre nicht Sache des „Offenders“, darüber zu entscheiden, ob jemand beleidigt wurde oder nicht. Aber sprech diese kognitive Dissonanz mal an – schon sitzt du in der Kafkafalle.

  7. missmindf0ck schreibt:

    Genau @Annes Aussage. Meiner Erfahrung nach wird auch Weiblichkeit sehr schnell in Frage gestellt, wenn man sich nicht klischeehaft verhält – sicher nicht so extrem und plump wie umgekehrt bei Männern, aber es kommt schon häufig vor.

    Den Hashtag hab ich eher so verstanden, dass es darum geht, aufzuzeigen, was stereotype Männlichkeit ist bzw. was alles als männlich oder unmännlich gewertet wird.
    Ich hab’s allerdings nicht verfolgt (und die Links nun auch nicht angeklickt), nur so was gelesen wie bspw., dass es daneben ist, dass Männer mit Erektionsproblemen als impotent bezeichnet werden und direkt ihre gesamte Männlichkeit in Frage gestellt wird oder dass Jungs schon lernen, was alles „gay“ ist und es doch nicht sein kann, dass Männer immer dazu sagen „müssen“, dass sie nicht schwul sind, wenn sie ’nen Kumpel umarmen oder so.
    Aber ja, ich finde den „so fragile“-Teil des Hashtags an sich auch durchaus offensive.

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