Warum ich „Männer“ immer wieder gerne durch „Ausländer“/“Schwarze“/“Juden“ ersetze

Die Idee hatte ich durch einen Kommentator unter einem taz-Artikel (Stichwort „Ausländerschritte“): Männerfeindliches, so scheint es, ist nicht immer leicht erkennbar. Eventuell sind wir daran gewöhnt, dass über Männer im allgemeinen beliebige Ungeheuerlichkeiten verbreitet werden dürfen.

Daher wende ich folgende geistige Übung an: Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Zum Teil klar ausländerfeindliche und rechtsextreme Sprüche, die etwa Ausländern eine Kollektivverantwortung für alle Mitglieder ihrer Gruppe geben. Aber auch auf Frauen angewandt kann das starken Tobak aufzeigen.

Und schließlich gibt es auch Fälle, in denen alles richtig erscheint. Wenn Männer sich überduchschnittlich häufig umbringen, dann lohnt es sich, nach den Ursachen zu forschen. Das wäre bei Ausländern/Schwarzen/Juden nicht anders.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Eiskalt erscheint einem das, was teilweise über Männer über den Äther gelassen wird. Das passt dann der Titel „Cold as Ice“ von Foreigner (heißt passenderweise zu meinem Vergleich auch noch „Ausländer“).

Foreigner: Cold as Ice

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