Nostalgie-Fundstück: Fruitshaming

Manchmal lohnt es sich, ein altes Fundstück noch einmal hervorzuholen, um sich in Erinnerung zu rufen, dass radikalfeministischer Schwachsinn sich nicht auf die vergangenen Jahre beschränkt. Sowohl Schindluder als auch Emannzer hatten bereits auf einen Artikel aus dem Jahr 1998 aufmerksam gemacht, den zuerst das Blog Männer- und Väterrechte ausgegraben hatte. Die damalige Frauenbeauftragte der Stadt München protestierte gegen eine apfelförmige Broschüre, in der auch eine Apfelhälfte abgebildet war, mit der Begründung, das sei sexistisch, weil diese an das weibliche Geschlechtsorgan erinnere. Ach, hätte sie mal lieber Äpfel mit Birnen verglichen…

Schon im damaligen Interview hatte der Münchner Gesundheitsreferent erkannt, eine Banane würde genauso Ärger verursachen. Emannzer hat daraufhin eine ganze Liste von „verboteten Früchten“ zusammengestellt.

Mit dem Wort „Äpfel“ werden auf saloppe Weise mitunter auch die sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale bezeichnet, das geht also sowieso nicht. Aus demselben Grund fallen etwa „Melonen“ weg. „Pflaume“ gehört ebenfalls verboten (vgl. Apfelhälfte). „Erdbeere“ ist durch das „Erdbeerfeld“ aus Pickup und Flirtratgebern verbrannt. Als besonders schlimm erkannt habe ich jedoch zwei andere Früchtchen. Hier wird Fruitshaming par excellence betrieben!

  • Orangen erst einmal zusätzlich wegen Orangenhaut – hier wird Schönheitsdruck ausgeübt!
  • Pfirsich ebenso wegen Pfirsichhaut – zeigt lieber, wie richtiges Obst aussieht!

Es hilft allerdings auch nicht, Kampagnen à la „Jede Frucht ist schön!“ oder „Obst in allen Formen und Farben“ zu fahren. Denn am Ende kommt da ja Tutti Frutti heraus, und so hieß doch diese Sendung mit Hugo Egon Balder…

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da liegt ein Klassiker auf der Hand.

Little Richard: Tutti Frutti

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