Mondkalender

Himmelsscheibe von Nebra
Himmelsscheibe von Nebra von Dbachmann. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Heute schreib ich mal eher etwas abseitigeres, man könnte es unter die Rubrik „Kuriositäten“ verbuchen.

Das deutsche Wort Monat leitet sich etymologisch von Mond ab,

steht z.B. im Wikipediaeintrag Kalender zu lesen.

Auch das Wort Menstruation leitet sich vom lateinischen Wort mensis für Monat ab, somit ebenfalls vom Mond. Der Menstruationszyklus  stimmt im Mittel mit recht hoher Genauigkeit mit dem Mondzyklus von 28 Tagen überein.

Unter Lunarkalender steht außerdem:

Lunarkalender sind älter als Solarkalender, weil sie sich an einer sicher beobachtbaren Himmelserscheinung, nämlich den Mondphasen orientieren. Die Sonnenphasen, zum Beispiel die Äquinoktien oder die Solstitien sind ungleich schwerer festzustellen.

Allerdings ist die Veränderung der Natur im Jahreslauf ungleich eindrucksvoller und prägender als der Mondzyklus. Warum also sollte man überhaupt ein Zeitmaß am Verlauf des Mondes festmachen, und dies in vergleichsweise aufwändigen Kalendersystemen festhalten? Immerhin gehören (Mond-) Kalender zu den ältesten Aufzeichnungsformen menschlicher Kultur überhaupt.

Wie man erst vor einigen Jahren (wieder?) herausgefunden hat, gleichen sich die Zyklen von Frauen aneinander an, wenn sie in gemeinsamen Räumen schlafen. Das ist ein Umstand, der sicherlich auch in Höhlenbewohnenden Gruppen gegolten haben muss, und dort sicher auch bekannt gewesen sein wird. Insbesondere dürfte die Genauigkeit dieses synchronisierten Zyklus eher genauer gewesen sein als ein Zyklus einer allein wohnenden Frau heute. Das war also ein unmittelbar erlebbarer und ziemlich eindrucksvoller Zusammenhang, der ziemlich schnell aufgefallen sein wird – Vielleicht überstrapaziere ich jetzt das Klischee, wenn ich auf die Nachtwache haltenden Männern draußen vor der Höhle hinweise, die natürlich den Wechsel der Mondphasen mitbekommen und dazu die entsprechende Stimmungslage der Frauen.

Für die Frauen ist damit der Mondzyklus der prägendste Zyklus ihres Lebens überhaupt.

Die einfache Erkenntnis für die Männer ist natürlich die: Die Frauen sind immer bei einer bestimmten Mondphase mies drauf. Immer dann gibt’s Stunk. Und bei bestimmten Mondphasen sind sie am meisten bereit zu Sex.

Höhlenmalerei aus Lascaux
Lascaux painting“ von Prof saxxEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Das ist meiner Meinung nach so ziemlich der eindrücklichste Grund, die Mondphasen im Auge zu behalten.

Und dann plant man möglicherweise auch die Jagd nach dem Mondkalender:
Die großen Gemeinschaftsjagden legt man passenderweise so, dass man damit der drohenden „häuslichen Gewalt“ am besten entkommt. Und natürlich wollen alle zu Hause sein, wenn die Frauen geil auf Sex sind.

Das ist meine Theorie zum maßgeblichen Grund, warum Mondkalender ganz am Anfang der Entwicklung der Menschlichen Kultur stehen. Leider wäre mir nicht bekannt, dass irgend ein namhafter Wissenschaftler auf diese Idee gekommen ist, die meiner Meinung nach sehr überzeugend ist, wenn man sie mal angefangen hat zu denken.

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12 Kommentare zu „Mondkalender“

  1. Ohne künstliche Beleuchtung dürfte schnell aufgefallen sein, dass es in Vollmondnächten wesentlich heller ist als bei Neumond, und dass sich diese Schwankungen periodisch wiederholen.

    Dass Männern eine Korrelation zwischen Mondphase und Stimmung der Frauen auffällt, erscheint mir äußerst zweifelhaft.
    Auch nehme ich an, dass zu diesen Frühzeiten der Menschheitsgeschichte, die meisten Frauen im fruchtbaren Alter die meiste Zeit über entweder schwanger waren, oder stillten, so dass eine Menstruation damals eher die Ausnahme gewesen sein dürfte.

  2. „Ohne künstliche Beleuchtung dürfte schnell aufgefallen sein, dass es in Vollmondnächten wesentlich heller ist als bei Neumond, und dass sich diese Schwankungen periodisch wiederholen.“

    Äh – ja klar. Und dass diese Helligkeit eben vom Mond kommt…
    Was ist Deine Aussage?
    Der Mond fällt eben auf. So sehr, dass man ihn nicht übersehen oder ignorieren kann.

    „Dass Männern eine Korrelation zwischen Mondphase und Stimmung der Frauen auffällt, erscheint mir äußerst zweifelhaft.“

    Da steht natürlich Meinung gegen Meinung.
    Allerdings:
    Teilst Du die Auffassung, dass es demnach eine Korrelation von Mondphase und Stimmung der Frauen gegeben hat, jedenfalls bei denen, die nicht schwanger und nicht stillend waren.
    Warum sollte jemandem eine so auffällige Korrelation zwischen dem Mondzyklus und dieser Stimmung entgehen können?
    Bist Du ein Stadtkind?
    Wenn man auf dem Land lebt, ist der Verlauf des Mondes selbst heute noch ausgesprochen auffällig, weil er die Nacht ausgesprochen deutlich dominiert, wenn er denn da ist.
    Und DASS der Zusammenhang zumindest mit der Menstruation bemerkt wurde, ergibt sich doch allein aus der Namensgebung für die Menstruation, die ja nicht nur im Europäischen Raum nach dem Mond benannt wird.

    1. Was ist Deine Aussage?

      Dass der Sinn von Mondkalendern darin besteht, Helligkeitsschwankungen vorauszusagen, eventuell auch Gezeiten.

      Da steht natürlich Meinung gegen Meinung.

      So oft wir ich ein überraschtes „Was? Schon wieder?“ gehört habe, liegt meine Vermutung nah, dass Männern der Zyklus der Partnerin nur auffällt, wenn es nicht zu vermeiden ist.

      Teilst Du die Auffassung, dass es demnach eine Korrelation von Mondphase und Stimmung der Frauen gegeben hat, jedenfalls bei denen, die nicht schwanger und nicht stillend waren.

      Eine nur recht schwache Korrelation, mit subtilen Merkmalen (was die Stimmung betrifft), die keinesfalls offensichtlich ist.

      Warum sollte jemandem eine so auffällige Korrelation zwischen dem Mondzyklus und dieser Stimmung entgehen können?

      Weil die Korrelation eben alles andere als auffällig ist.
      Soweit ich weiß, sind naturwissenschaftliche Methoden auch erst seit wenigen Jahrhunderten in Gebrauch.

      Bist Du ein Stadtkind?

      In einer Kleinstadt aufgewachsen.
      Wenn man bei schönem Wetter mal abends/nachts draußen ist, und der Mond ist gut zu sehen, fällt das zwar auf.
      Dass der Vollmond sich alle vier Wochen wiederholt, ist eine Erkenntnis, die man trotzdem nicht von sporadischen Beobachtungen erhält.

      Mond- und Menstruationszyklus sind etwa gleich lang (auch wenn er bei vielen Frauen nicht allzu stabil ist).
      Die Namensgebung ist unstrittig.

      Ich widerspreche dir lediglich in dem Punkt, dass Mondkalender aufgestellt wurden, um die Stimmung der Frauen vorauszuahnen.
      Dazu ist der Zusammenhang zu vage.
      Er war wohl einfach nützlich, um vorauszusehen, wie lange es noch z.B. bis zum nächsten Vollmond war, weil dann die Jagdbedingungen nachts günstiger waren.

    2. Hi Anne,
      die Unterhaltung ist spannender, als ich gedacht hatte.
      🙂

      „So oft wir ich ein überraschtes “Was? Schon wieder?” gehört habe, liegt meine Vermutung nah, dass Männern der Zyklus der Partnerin nur auffällt, wenn es nicht zu vermeiden ist.“

      Ist Dein Eindruck in einer Welt, in der der Zyklus eben bei weitem besser „beherrschbar“ ist in ihren Auswirkungen.

      „Eine nur recht schwache Korrelation, mit subtilen Merkmalen (was die Stimmung betrifft), die keinesfalls offensichtlich ist.“

      Nu ja – Wenn eine Frau sich zickig gibt, ist der Spruch „die hat wohl grade ihre Tage“ ziemlich geläufig.
      Das ist nicht so subtil, dass es nicht auffällt.
      Und eben:
      Die Bezeichnung für genau diesen Zyklus, in dem Frauen diese ihre besagten „Tage“ haben, ist überall auf der Welt in irgend einer Weise nach dem Mond benannt.
      Während es solche gleichermaßen auffälligen Bezeichnungen nach dem Mond z.B. nicht nach Bezugnahmen auf Ebbe und Flut oder auf die Jagd gibt.

      „Weil die Korrelation eben alles andere als auffällig ist.
      Soweit ich weiß, sind naturwissenschaftliche Methoden auch erst seit wenigen Jahrhunderten in Gebrauch.“

      Sie ist auffällig genug, dass man den Zyklus der Frau nach dem Mond benannt hat.
      Während man eine solche Benennung bei den anderen von Dir angeführten Beispielen nicht getroffen hat.
      Die Frage ist somit nicht, OB diese Korrelation aufgefallen ist, denn dass sie es ist, ist angesichts der Namensgebungen nicht zu bestreiten. Die Frage ist höchstens, warum und wie sie bemerkt wurde.

      „Ich widerspreche dir lediglich in dem Punkt, dass Mondkalender aufgestellt wurden, um die Stimmung der Frauen vorauszuahnen.“

      Hm.

      Die Krieger des Stammes besuchen den Weisen ältesten.
      Was fragen sie ihn?

      „Wann wird uns das Jagdglück hold sein?“
      „Irgendwann ungefähr in Kürze müssten eigentlich die Mammuts von ihrer Winterwanderung wieder vorbeikommen. Für den Mond interessieren die sich im übrigen nicht die Bohne, die kommen dann, wenn unser Tal halt auf dem Weg liegt. Aber so genau kann ich das nicht sagen, weil das von einem Sonnenkalender abhängt, den ich leider noch nicht erfunden habe, und es da außerdem mächtig viele Parameter gibt, die den Wettereinfluss betreffen.“
      Sagt er natürlich nicht so, aber etwa das steckt möglicherweise dahinter. Ich bin da zugegebenermaßen unfair einseitig, denn ich unterschlage grad dass es durchaus Jagdmöglichkeiten geben kann, die mit dem Mond gehen.

      Die andere typische Problemkategorie, mit der man zum weisen Mann gehen könnte, ist: „Ich will, dass mich die schnuckelige kleine erhört. Sag mir bitte was dazu.“
      „Ah, die. Okay, soweit ich das mitbekomen habe, ist die noch nicht so genau im Rhythmus mit den anderen menstruierenden Frauen, aber so etwa 6 Tage hintendran. Als erstes rate ich dir also, ihr unbedingt beim nächsten abnehmenden Halbmond aus dem Weg zu gehen. Da wird sie schlechte Laune haben, und wenn du ihr dabei über den Weg läufst, wird sie auch die schlechte Laune in irgend einer Weise mit dir in Verbindung bringen, jedenfalls ist da nichts, was sie zu der Zeit positiv mit dir verbinden wird. Such dir besser in der Zeit irgendwas attraktives, was dich interessant macht oder du ihr schenken könntest. Der beste Zeitpunkt dafür ist etwa zwei Wochen später. Wenn du genau dann auftauchst und etwas attraktives anzubieten hast, ist ihre Bereitschaft am größten.“

      Die Angaben des weisen Mannes in Bezug auf die Frau sind dabei erheblich konkreter als in Bezug auf die Jagd.
      Und sag was du willst, aber: Diese Hinweise zu missachten wird tatsächlich dazu führen, dass er Schiffbruch bei der Angebeteten erleidet, denn sie ist tatsächlich mies drauf an den Tagen, die der weise Mann benannt hat.

      Sowas spricht sich rum.
      Beachte bitteschön, was Männer bereit sind zu investieren, um eine bestimmte Frau zu bekommen.

      Noch was zu dem Argument, dass die Mens ja nur einen Teil der Frauen betrifft.
      Es sind allerdings die interessanten Frauen.
      Nämlich die, die nicht schwanger sind und nicht stillen.

      1. Hi maddes8cht,

        spannend ist die Unterhaltung schon, doch leider läuft mir die Zeit davon.

        Ist Dein Eindruck in einer Welt, in der der Zyklus eben bei weitem besser „beherrschbar“ ist in ihren Auswirkungen.

        Und in einer Welt, in der die Zusammenhänge weitestgehend erforscht sind, und nicht mehr das große „gottgegebene“ Mysterium.

        Wenn eine Frau sich zickig gibt, ist der Spruch „die hat wohl grade ihre Tage“ ziemlich geläufig.

        Geläufig heißt nicht, dass es auch zutreffen muss.
        Bei mir etwa ist es die prämenstruelle Phase, in der ich unausgeglichener und reizbarer bin als sonst. Das ist aber auch nicht bei jedem Zyklus so deutlich, dass es auffällt.

        Ich glaube, du überschätzt auch den Einfluss der Hormonschwankungen auf die Laune. Ich bestreite nicht, dass es diesen Einfluss gibt, aber er ist nicht so offensichtlich, dass er allen anderen gleich auffallen muss.
        Ausmaß ist von Frau zu Frau, und von Zyklus zu Zyklus unterschiedlich. Für schlechte Laune können auch andere Punkte ursächlich und stärker sein.
        Nicht umsonst ist auch der Eisprung verdeckt, also so, dass man ihn nicht ohne weiteres selbst erkennt. Außenstehende gleich gar nicht.

        Die Bezeichnung der Menstruation nach dem Mond ergibt sich aus der Dauer. Das Einsetzen der Blutung ist ja schon unübersehbar (zumindest ohne geeignete Monatshygieneprodukte, die bei Höhlenmenschen noch nicht verbreitet gewesen sein dürften).

        Möglicherweise kannte sich die weise Frau oder Schamanin auch besser mit gewissen Themen aus als der weise Mann. Nur so eine Idee.
        Etwas OT fällt mir dazu auch gerade ein, dass die Tätigkeit einer Hebamme einer der ältesten Berufe sein soll.
        Durch den aufrechten Gang veränderte sich die Beckenform. Gleichzeitig ist der Kopf eines menschlichen Neugeborenen so groß, dass Menschenfrauen kaum ohne weitere Hilfe gebären können.
        Schon sehr früh sollen sie sich deshalb weiblichen Beistand zur Entbindung gesucht haben.

        Noch was zu dem Argument, dass die Mens ja nur einen Teil der Frauen betrifft.
        Es sind allerdings die interessanten Frauen.
        Nämlich die, die nicht schwanger sind und nicht stillen.

        Der Punkt geht an dich. 🙂

      2. „Geläufig heißt nicht, dass es auch zutreffen muss.
        Bei mir etwa ist es die prämenstruelle Phase, in der ich unausgeglichener und reizbarer bin als sonst.“
        Ist durchaus auch mein Eindruck, dass das auf die meisten Frauen so zutrifft:
        Am schlimmsten sind die Tage vor Einsetzen der Blutung, vielleicht noch die ersten ein, zwei Tage, dann vor allem wegen der Schmerzen.

        „Das ist aber auch nicht bei jedem Zyklus so deutlich, dass es auffällt.“

        Ich hab das schon mehrfach erlebt, dass Frauen immer mal wieder der Meinung waren, „diesen Monat“ wären sie eigentlich „ziemlich ausgeglichen geblieben“.
        Es ist ziemlich schwierig bis unmöglich, dann etwas zu sagen wie: „Oh-das nennst du ausgeglichen?“ 😉
        Klar, man kann versuchen, dass netter zu verpacken – aber das ist wirklich vermintes Gelände. Frag mal Deinen Partner. Du wirst erstaunt sein, wie verlegen ihn das machen kann, denn es ist WIRKLICH schwierig, das so anzusprechen, dass eine Frau nicht angepisst ist. 🙂
        Deshalb spricht ein Mann das auch nicht an – oder höchstens einmal.
        Als Frau ist Dir möglicherweise einfach nicht klar, wie gefährlich das für einen Mann ist, da was zu sagen.

        Wesentlich ist insofern allein, dass es regelmäßig und zyklisch geschieht. Und wenn man da einen schönen ablesbaren Kalender am Himmel findet, der ziemlich genau diesen Zyklus anzeigt, dann nutzt man den eben, vor allem, wenn das direkte ansprechen so unergiebig und problematisch ist.

        “ Ich bestreite nicht, dass es diesen Einfluss gibt, aber er ist nicht so offensichtlich, dass er allen anderen gleich auffallen muss.“

        Es ist auffällig genug, dass es schwer zu übersehen ist, wenn man nahe mit jemandem zusammenlebt.

        „Möglicherweise kannte sich die weise Frau oder Schamanin auch besser mit gewissen Themen aus als der weise Mann. Nur so eine Idee.“

        Damit hast Du so dermaßen Recht, dass es mir schon fast peinlich ist. 😉
        Ich überlege, wieso ich so automatisch den weisen Mann gewählt habe, und ich denke, die Antwort ist die:
        Dass die weise Frau zu einem solchen Thema gegenüber einem anfragenden Mann bei Weitem nicht so auskunftfreudig sein dürfte, schon aus Solidarität zu den Frauen.
        Ganz sicher wäre sie die Ansprechpartnerin für Frauen mit vergleichbaren Fragen, aber nicht unbedingt für einen Mann. Deshalb wird ein Mann mit einer solchen Frage eher zum weisen Mann gehen, der mit etwas Glück auf gutem Fuß mit der weisen Frau steht, zumindest mal über Generationen weg sogar ziemlich sicher.
        Aber ich kann mich täuschen.
        Da hängt sicher sehr viel von der Persönlichkeit der jeweiligen Menschen ab.

        „Der Punkt geht an dich.“
        Danke – den hab ich auch nötig gehabt nach dem Fauxpas mit dem weisen Mann 😉
        Ich werd mir den von Dir verliehenen Punkt einrahmen und übers Bett hängen.

      3. P.S.
        Ich gebe zu, dass ich da vermutlich eher untypisch bin, aber ich habe mir tatsächlich angewöhnt, wenn mich eine Frau interessiert und ich einen Hinweis auf ihren Zyklus bekomme, mir diesen Hinweis im Kalender einzutragen. Dezent, nur ein Kürzel.
        Und wenn mich eine Frau wirklich, also richtig, interessiert, dann zähle ich auch gleich 28 Tage in die Zukunft und mach dort eine Markierung.
        Das stimmt zwar oft nur auf ein paar Tage genau, aber ein wichtiger Hinweis ist es allemal.
        Man kann dann wunderbar praphylaktisch rücksichtsvoll sein – was anderes hat man ja schon gar nicht erwartet, als dass man da rücksichtsvoll sein muss.
        😉

        Dazu freuen sich die meisten Frauen ohnehin selber darauf, wenn es bald wieder vorbei ist – also ist diese Zeit durchaus die richtige Zeit, um (nach einfühlsamem Gespräch, wie schlecht grad alles ist) anzufragen mit „und wie wärs in ein paar Tagen?“

        D.H. bei mir würdest du eher nicht ein >> überraschtes “Was? Schon wieder?” <> oh, da hab ich mich wohl verrechnet. << Nein, das verkneif ich mir natürlich. Ich verschieb nur die Markierung im Kalender und merke mir, um wie viel der Zyklus kürzer oder länger ist….

        Liegen mir solche Gedanken näher als anderen?
        Finde ich gerade deshalb meine Idee so plausibel? Denn ich für mein Teil würd so einen Mondkalender aus genau so einem Grund erfinden.

      4. Sicherlich ist es schwierig bis unmöglich, sich selbst subjektiv zu beobachten, und einen zutreffenden Eindruck zu bekommen.
        Ich bemühe mich zumindest, und habe damit auch schon etliche Jahre Erfahrung.
        Eventuelle Zickigkeiten fallen mir leider erst im Nachhinein auf. Aber da gab es auch immer noch zusätzlich einen Auslöser, auf den ich dann halt überreagiere.
        So was passiert mir vielleicht 4 oder 5 mal im Jahr, und ich versuche, dagegen anzukämpfen – ist leider schwierig, selbst wenn man sich des Problems bewusst ist.

        Ich will dir und deiner Partnerin sicher nicht zu nahe treten, aber vielleicht reagiert sie ja besonders stark auf die monatlichen Hormonschwankungen, so dass du das gar nicht übersehen kannst.
        Bei meiner Mutter ist mir früher nie etwas aufgefallen (in den Wechseljahren war’s dann umso schlimmer), bei meiner Schwester auch kaum, gelegentlich mal eine Vermutung bei einer Freundin.

        Mein Mann will mit dem ganzen Thema möglichst nichts zu tun haben, und ist dahingehend desinteressiert. Er ist nur jedesmal wieder überrascht und bestürzt, wenn meine Blutung beginnt.
        Und dann hat er die schlechte Laune. 🙄
        Mit den anderen Männern war das ähnlich. Eigentlich könnte man meinen, dass gerade Nerds prädestiniert sind, irgendwelche Zusammenhänge herauszufinden. Und mit mir kann man durchaus sachlich darüber reden (sonst würde ich hier auch nicht ellenlange Kommentare von mir geben).

        Einigen wir uns doch darauf, dass vermutlich auch zu Urzeiten Menstruationsthemen weitgehend von den Frauen unter sich ausgemacht wurden. Vermutlich fiel ihnen der Zusammenhang mit der Mondphase auf, vielleicht aber auch nicht.
        Inwieweit ein weiser Mann und eine weise Frau daraufhin dann miteinander kommunizieren, ist pure Spekulation.

        Bevor ich mich wieder an die Arbeit mache, habe ich noch ein paar Links aus meinem Blog gestöbert, die in dem Zusammenhang interessant sein könnten:

        https://breakpt.wordpress.com/2013/06/20/vierhundertvierundvierzig-16120330/
        https://breakpt.wordpress.com/2013/01/29/dreihundertvierzig-15456500/
        https://breakpt.wordpress.com/2014/09/18/siebenhundertsiebenundneunzig-19427731/
        https://breakpt.wordpress.com/2014/06/24/siebenhundertachtundzwanzig-18723155/

  3. „Auch nehme ich an, dass zu diesen Frühzeiten der Menschheitsgeschichte, die meisten Frauen im fruchtbaren Alter die meiste Zeit über entweder schwanger waren, oder stillten, so dass eine Menstruation damals eher die Ausnahme gewesen sein dürfte.“

    Damit dürftest Du natürlich recht haben.
    Allerdings:
    Bei Weitem nicht immer führt Sex in der fruchtbaren Phase auch zu einer Schwangerschaft.
    Da gibt’s also meist Phasen, in denen es Menstruation gibt, bevor wieder eine Schwangerschaft eintritt (ja, ich weiß, dass der erste Eisprung nach der Schwangerschaft vor der ersten Menstruationsblutung auftritt und daher eine unmittelbar folgende Schwangerschaft ohne dazwischenliegende Mens möglich ist. Aber können wir uns darauf einigen, dass das eher die Ausnahme ist?)

    Des weiteren wirkt Stillen zwar verhütend, und zwar tatsächlich soweit, dass es einen Eisprung verhindern kann – allerdings setzt der Zyklus i.d.R. eben doch nach einigen wenigen Wochen wieder ein.
    Stillen scheint auch bei wiedereinsetzender Menstruation weiter schwangerschafsverhindernd wirken, wenn auch nicht zuverlässig.
    Daher ist also damit zu rechnen, dass eben grade bei den stillenden durchaus eine Menstruation zu beobachten gewesen sein müsste, sie aber weniger schnell wieder schwanger wurden..

    1. Das stimmt alles, was du schreibst.
      Mit meinem Einwand wollte ich lediglich darauf hinweisen, dass in einer Höhlenmenschengruppen nicht plötzlich alle vier Wochen bei sämtlichen Frauen simultan die Blutung einsetzt, sondern höchstens bei einem Teil davon.
      Und dies erschwert IMHO die Beobachtung erheblich.

      Gerade auch nach der Menarche, nach Schwangerschaften bzw. während der Stillzeit muss sich der Zyklus auch erst (wieder) einschwingen.
      Der ist zu diesen Zeiten nicht so regelmäßig und pünktlich, dass man „den Kalender danach stellen“ könnte.

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