Ein Schuss nach hinten – „Erfolge“ des Feminismus

Vor wenigen Tagen nahm ich nach längerer Zeit an einer Schulungsmaßnahme teil.
Von etwa zehn Teilnehmern war ich die einzige Frau.

Die anderen neun oder zehn Teilnehmer vermieden es, mit mir zu sprechen (nein, ich erwartete keine Anmache, sondern lediglich sachliche Gespräche über Kursinhalte, vielleicht ein wenig Smalltalk in den Pausen). Ich erinnere mich, dass die Atmosphäre in solchen Kurse vor fünf oder zehn Jahren noch viel entspannter und lockerer war, und man ganz normal miteinander ein paar Worte wechselte.

Tatsächlich liefen früher solche Seminare entspannter ab. Geschlechtsübergreifende Gespräche waren völlig normal.
Aber inzwischen hat sich leider das gesellschaftliche Klima gewandelt.
Dieses Ignorieren meinerseits liegt m.E. an folgenden Überlegungen der anderen Kursteilnehmer:

  • Die ist nur da aufgrund irgendeiner Frauenförderung, und hat selbst keine Ahnung, um was es geht.
  • Wenn ich mit ihr spreche, fühlt sie sich vielleicht belästigt. Also lass‘ ich’s lieber bleiben.
  • Das ist möglicherweise eine Feministin. Da halte ich besser Abstand.

Während meines Studiums und gesamten Berufslebens hatte ich mich bisher nie wirklich „diskriminiert“ gefühlt. Gelegentliche sexistische Bemerkungen waren immer scherzhaft und freundlich gemeint, und ich amüsierte mich selbst darüber.

Aber das hat der Feminismus nun erreicht, dass man sich als Frau nun doch ausgegrenzt vorkommen muss, und nicht mehr akzeptiert wird. Mit lauter #Aufschrei-Hype und Generve um Frauenquote, etc. tun die Feministinnen den Frauen schon längst keinen Gefallen mehr. Das nur noch kontraproduktiv, und schadet der Mehrheit der Frauen mehr als es nützt.

Bei dem geschilderten Fall handelt es sich um meinen subjektiven Eindruck einer persönlichen Erfahrung. Das kann in anderen Branchen und Regionen abweichen, aber eine Tendenz ist sicherlich vorhanden.