Maskutrollhorden und die Lügenpresse

Lügenpresse. Ich mag die Bewegung nicht so gerne, die dieses Wort ständig anführt. Ich mag aber auch diese Entrüstung nicht, mit der sich der sogenannte Qualitätsjournalismus empört, anstatt angesichts der massiven Kritik mal in sich zu gehen und sich zu überlegen, was an der Kritik vielleicht berechtigt ist. Auch die Maskutrollhorden sind ja ein ganz massives Problem. Milliarden freundliche und zurückhaltende Frauen fühlen sich unwillkommen und verzichten auf ihre Meinungsäußerung, und deshalb erscheint eine Einschränkung der Meinungsfreiheit opportun um die Meinungsfreiheit zu erhalten. Oder so ähnlich. Denn Meinungsfreiheit ist auf Seiten der Maskutrollhorden nur ein Euphemismus für Hasssprache. Und Kritik am Feminismus? Wo kämen wir denn da hin?

Aber schauen wir uns ein Beispiel an. Im Spiegel erscheint ein Artikel über Managementpersönlichkeiten. Leute, die es ins höhere Management schaffen sind irgendwie Psychopathen. Und Männer. Irgendwie dasselbe. Freundlichere Persönlichkeiten haben es da schwer. Und natürlich insbesondere Frauen. Diese zarten Überwesen. Diese besonders zu beschützenden Pflänzchen. Der ganz normale Sexismus halt.

Sie glauben gar nicht, wie viele verzweifelte Manager bei mir Hilfe suchen. Vor allem Frauen in Führungspositionen sitzen heulend vor mir.

Frauen sind aufgrund ihrer Erziehung generell in ihrem Selbstwertgefühl irritierbar.

KarriereSPIEGEL: Aber das ist doch wieder das typische Mäuschen-Schema. Könnte man Männer genauso schnell klein machen?

Leitner: Natürlich gibt es auch Männer mit einem angeknacksten Ego, aber bedeutend weniger

Ein weiteres Beispiel, wieder ein Mann-Frau-Gefecht.

Frauen verstehen das ungeschriebene Gesetz oft nicht: Eine Hand wäscht die andere, ein Nichtsnutz deckt den anderen.

Schwurbeliger Frauen-sind-toller-haben-es-schwerer-weil-Vagina halt. Man könnte jetzt so einiges einwenden, zB daß Frauen ganz gleichberechtigt fiese Führungspsychopathen sein können und sind. Daß auch Männer unter solchen Typen leiden. Daß man unabhängig vom Geschlecht Psychopathenqualitäten braucht, um in diese Riege auf(?)zusteigen. Aber laßt uns doch einfach mal die Maskutrolle hören, die in den wenig beachteten Kommentarspalten ihren Hass ausleben.

…eine durchaus treffende Beschreibung der deutschen Arbeitswelt. Mehr gestörte Charakter als in den Führungsebenen deutscher Unternehmen findet man allenfalls in Gefängnissen oder anderen geschlossenen Einrichtungen.

Wenn die besagte Vertrieblerin tatsächlich so gute Zahlen vorweisen kann (Rückrufe sind übrigens noch lange kein Zeichen für Leistung sondern ausschließlich Aufträge), dürfte sie also auch in Konzernen voran kommen können. Was die Psychologin hier vom Stapel lässt, ist mMn. daher ein Riesen Haufen Sch… und mehr nicht.

„Viele Chefs sind nicht unbedingt oben, weil sie besonders gut in ihrem Job wären, sondern weil sie die Machtspielchen beherrschen. Dazu gehört, sich grundsätzlich nie festzulegen, um keine Angriffsfläche zu bieten. Sie fördern inkompetente Menschen, um ihre Macht zu sichern.“ — Diese Beschreibung passt haargenau auf eine Frau, die in Berlin einen sehr hohen Posten innehat, Von wegen Machtspielchen der Männer.

Hab für drei mittlere Unternehmen und drei Großkonzerne gearbeitet. Leider ist das o.g. grundsätzlich richtig, auch wenn es immer Ausnahmen gibt. Es ist teilweise völlig unfassbar, was für inkompetente Soziopathen auf top Führungsebenen durchkommen, weil sie das Spiel nach oben und zur Seite beherrschen.

Frauen sind als chef selten, aber auch selten besser als Männer. Ja das Prinzip Seilschaften haben die meisten Frauen noch nicht verstanden, aber Vertrag verdrängungswettbewerb und fiese Methoden beherrschen die meisten schon seit der Schulzeit

…ein paar Positionen weiter oben steht, wie toll, tough, schlau und leistungsfähig die Frauen doch seien. Hier sind sie auf einmal naiv, verstehen die Regeln des Umfeldes nicht und beherrschen nicht einmal die einfachsten Prinzipien des Spiels. Was denn nun?

„Frauen sind aufgrund ihrer Erziehung generell in ihrem Selbstwertgefühl irritierbar.*“ Und was genau meint die Dame damit? Der Artikel lässt sich letzten Endes auf folgendes zusammenfassen: Frau: erfolgreich, zielstrebig, geliebt. Mann: machthungrig, intrigant, böse. Das ist ja mal wieder ein interessanter, ausgewogener Artikel.

Hier im Artikel steht „vor allem Frauen verlieren“. auf derselben Seite steht acht Artikel weiter oben „Frauen erobern den Berufsmarkt“. Gibt es bei Spiegel kein Lektorat? Wenn es dem Spiegel bei widersprüchlichen Infos offenbar schon nicht um Wahrheit geht, wäre doch zumindest Stringenz ganz nett, oder?

Ich glaube ja wir haben es hier mit dem paradox zu tun, das wir auch von den Depressionen her kennen. Männer sind angeblich viel resistenter gegenüber Depressionen als Frauen. Bringen sich aber vielfach häufiger um, so gelten ja suizide als Zeichen einer extremen Depression. Was hieße diese Annahme für diesen Artikel? Die ganze Aussage wäre verfälscht, denn wer glaubt den Männer würden sich untereinander nicht bekriegen? Wer glaubt denn das Männer in gleicher Weise zum karriecoach laufen und sich ausweinen? Wir haben hier ein wahrnehmungsdefizit, man muss es nur erkennen wollen. Aber wie verführerisch ist das bild des egomannes, die untereinander beste Kollegen sind und nichts anderes im sinn haben als struktuell frauen zu diskreditieren….

Der Ego-Typ wird oft als der erfolgreiche angesehen. Nicht weil er erfolgreicher ist als andere, aber weil er scheinbare Erfolge besser vermarkten kann und besser andere kleinreden kann – in der Tat. Dass Frauen darunter mehr leiden bezweifele ich aber stark. Sie gehen sicher anders mit Situationen um, wo sie trotz sehr guter Leistung zurückgesetzt werden. Männer kennen das in einer Männergesellschaft bereits, jedoch stecken sie in der Schere zwischen Leistungsanforderung und Leistungsanerkennung genauso. Die schlimmere Folge ist, sie haben gelernt ihr angeknackstes Ego zu verstecken. Leichtere Opfer sind Frauen auch nicht (was für eine grauslige Formulierung von Frau Leitner). Jemand der gelernt hat andere zu Manipulieren erkennt sofort, bei wem er leicht zum Ziel kommen kann. Zu sagen, dass Frauen generell leichter zu manipulieren sind halte ich schon für sehr gewagt.

ein interessantes Thema auf den Konflikt Männer vs. Frauen reduziert.

Frauen sind nur weniger bis keine Kritik gewohnt. Braves Mädchen, gute Noten, Papas kleine Prinzessin… und dann der Sprung ins Haifischbecken, was Karriere nun mal ist und immer war. Männer haben es von daher einfacher, weil sie schon als Jungen viel öfter gescholten werden.

Und auch Frauen arbeiten an dieser entmenschlichenden Atmopshäre aktiv mit!!

Ich habe auch regelmäßig mit dieser Problematik zu tun . Als Arbeitsrechtsanwalt sehe ich aber nicht nur die Arbeitnehmerseite. Dies sind meine Erfahrungen: Mobbing wird subjektiv unterschiedlich wahrgenommen. 8 von10 Arbeitnehmern die sich gemobbt fühlen sind Frauen. Häufig handelt es sich hierbei, die ist jedenfalls mein Eindruck, um schwierige Persönlichkeiten. Es ist daher nachvollziehbar, dass diese Menschen anecken (womit ich keinesfalls Mobbing rechtfertigen will) Auch Männer haben Probleme im Arbeitsverhältnis – sie jammern weniger. In der Art und Weise des (guten oder schlechten) Umgangs mit nachgeordnten Mitarbeitern gibt es zwischen Männern und Frauen keine Unterschiede. Schon früher haben sich die rücksichtslosesten und intrigantesten Mitarbeiter durchgesetzt. Das ist nichts Neues.

Ich habe 6 Jahre lang in einer Firma gearbeitet, in der eine Frau Geschäftsführerin war. Die Art und Weise, wie drei andere Frauen (teils gemeinsam, teils auch gegeneinander) in dieser Zeit versucht haben, sie zu entmachten und ihre Stelle zu übernehmen, stellt alles in den Schatten, wozu Männer fähig sind.

Aber was soll daran neu sein? Das gab es auch schon, als noch weniger Frauen in Führungspositionen waren, damals haben die Kerle sich gegenseitig fertig gemacht…

Wie können hauptsächlich Frauen daran scheitern, wo doch lt. den pro Quotenartikeln es immer zu wenige Frauen für „da oben“ gibt, aber hauffenweise Männer? Oder oder schaffen Männer es immer, so ohne Konkurrenz untereinander? Irgendwie unlogisch… Aber ich denke wir haben verstanden, nachdem in Schule und Uni viel gehegt und gepflegt wird (für nur ein Geschlecht), muss das auch im Beruf und Karriere passieren… Irgendwie muss Frau es schaffen aus den Haifischbecken eine Wohlfühllounge zu machen ;o) (Halbtags, versteht sich)…

In der Regel sind unter z.B. 5 Aspiranten auf eine Top-Position 4 Männer und eine Frau. Nach aller Wahrscheinlichkeit und ohne „positive“ Frauendiskriminierung bekommt einer der 4 Männer den Job. Ergebnis: 3 enttäuschte Männer, 1 enttäuschte Frau. Daraus eine Diskriminierung von Frauen zu erkennen, ist schon arg verquer.

..zweiter Versuch, der erste ging nicht durch die Zensur, warum auch immer. Ich hatte mehrere Chefinnen, die, was Boshaftigkeit angeht, JEDEN Kerl muehlos in die Tasche gesteckt haben. Ich will nicht sagen, dass alle so sind, aber es ist schlicht eine (daemliche) Luege, dass Frauen so viel bessere Chefs seien. Die machen genauso fertig wie Maenner, aber sie machen es hintenrum, und das ist oft noch sehr viel schlimmer. Bei meiner letzten Chefin hatte ich das zweifelhafte Vergnuegen, zu hoeren, wie sie und ihre Stellvertreterin eine Kollegin demontiert haben. Nach allen Regeln der Kunst. Die haben derart gelaestert, dass ich nicht mehr an mich halten konnte und den Pausenraum verlassen habe, auch, weil es nicht das erste Mal war. Prompt gab’s eine Woche spaeter die Kuendigung innerhalb der Probezeit. Meine jetzige Chefin ist absolut Klasse, aber was ich bisher erlebt habe, hat mich gelehrt: MENSCHEN koennen alles sein, von super bis scheisse. Das an den Geschlechtern festmachen zu wollen, ist Sexismus. Maenner tendieren dazu, aggressiver zu sein, eher Sachen anzusprechen, waehrend Frauen dazu tendieren, sehr viel zu interpretieren, Spielchen zu spielen etc. Es gibt natuerlich Ueberschneidungen. tl;dr: Maenner und Frauen geben sich wenig. Kein Geschlecht ist heiliger. Maenner benutzen eher Ellbogen, Frauen gehen oefter den Weg des Laesterns. Tja.

Ich bin jetzt bis Seite 15 von 29 durchgegangen. Ich denke, in der anderen Hälfte findet sich sicherlich ähnliches. Natürlich sind Frauen im Schnitt anders. Und das hat sowohl biologische als auch soziale Gründe. Und das führt halt auch zu im Schnitt unterschiedlichen Präferenzen bei der Berufswahl. Klar ist auch, wer inkompetent ist, neigt eher zu asozialem Verhalten. Und die vorherrschende Frauenbevorzugung fördert es, daß insbesondere Frauen sich in Positionen wiederfinden, in denen ihre Qualitäten –ähem– ausbaufähig sind. Was dann auch dem Ansehen der vielen fähigen Frauen schadet. Frauen im Topmanagement sind im Zweifelsfalle oft genauso psychopathisch wie ihre männlichen Konkurrenten, sonst hätten sie es nicht dahin geschafft. Diese ständige Litanei, daß Frauen gleich aber besser als Männer sind, schadet vor allem Dingen den Frauen. Und natürlich den Männern, die sich um ihre Karriere betrogen sehen.

Es wäre schön, wenn nicht nur wir hier in der Maskublase Frauen und Männer als gleichberechtigt ansehen. Mit im Schnitt unterschiedlichen Qualitäten und einem Respekt vor jedem Individuum und seinen eigenen Fähigkeiten. Anstatt krampfhaft Männer als Wurzel allen Übels auf dem Weg zur Ergebnisgleichheit anzuklagen. Die Hater in diesem Artikel auf Spiegel Online sind da auf jeden Fall deutlich weiter in der Gleichberechtigung als die sich ständig wiederholenden unsäglichen und ideologischen Artikel auf Schülerzeitungsniveau. Vielleicht ist in diesem Sinne die typische feministische Kommentarpolitik erhellend.