Fundstück: Anleitung für ein Hassblog

Mit Statistikkenntnissen Aufklärung leisten gegen Mythen wie „Jede dritte Frau in der EU von Gewalt betroffen“ oder das „Gender Pay Gap“ – das halte ich für ein generell lohnenswertes Ziel, welches noch einigen Stoff für dieses Blog abwerfen wird. Tatsächlich hatte ich einen weiteren Beitrag dazu in Vorbereitung, aber der wurde immer länger, so dass ich ihn jetzt aufteile und in kleineren Häppchen serviere.

Fangen wir an mit der Anleitung für ein Hassblog. Den Text habe ich vor Jahren auf politicallyimpotent.narod.ru gefunden.

Auszug: (Zum Hassblog braucht man…)

  1. eine Faktenbasis – findet sich leicht, denn jede größere und langlebige Menschengruppe hat oder hatte irgendwelche Verbrecher in ihren Reihen.
  2. eine Pseudotheorie, die erklärt, warum diese verbrecherische Minderheit das Wesen der Gruppe punktgenau repräsentiert, obwohl sich die Mehrheit der Gruppe nicht verbrecherisch verhält.
  3. einen inneren Feind, der als Erklärung dafür herhält, warum es außerhalb eurer Hasscommunity keiner merkt, dass die Hassgruppe die ganze Menschheit terrorisiert und kurz vor der Weltherrschaft steht.

Ehrlich gesagt habe ich diesen Text im Kopf, seit ich ihn das erste Mal gelesen habe. Das hilft mir oft, um über stumpfe Propaganda schmunzeln zu können.

Zum Gegenlesen sei noch ein Artikel zum selben Thema von Erzählmirnix erwähnt (in einem Kommentar erwähne ich natürlich die Anleitung für ein Hassblog):
Menschen hassen, leicht gemacht!

Auch bei der Analyse der Ansichten von Mördern wie Elliot Rodger kann man die Anleitung wieder hervorholen. Als es etwa um die Einstellung “Ich habe eine Frau verdient, sie steht mir zu” (Entitlement) ging, schrieb ich auch da wieder einen Kommentar. Allerdings ging es mir da weniger um den Verbrecher als um die Deutung seiner Weltanschauung als „typisch“ für alle Männer. Oder wie ich damals schrieb:

Interessant finde ich bei dem Entitlement-Vorwurf, dass aus dem falschen Verhalten einer Minderheit eine repräsentative Qualität der Grundgesamtheit gefolgert wird.

Siehe auch Regel 2 der Anleitung für ein Hassblog. Ich denke, man kann damit noch eine Menge Spaß haben!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal mit einem alten, etwas kitschigen Lied.

Jackie Deshannon: What the World Needs Now is Love

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4 Kommentare zu „Fundstück: Anleitung für ein Hassblog“

  1. Finde ich wunderbar. Und erklärt, warum Menschen auf so nette Bezeichnungen wie „Feminazis“ oder „Femastasen“ kommen, die feministische Weltverschwörung herbeireden und in jedem zweiten Satz auf Valerie Solanas oder Sally Miller Gearhart (Sci-Fi-Autorin) zu sprechen kommen … Wobei natürlich nur sie, die Insider, verstehen, dass der Feminismus eine Hassideologie ist, die die ganze Menschheit terrorisiert und kurz vor der Weltherrschaft steht (Staatsfeminismus) …

    1. @Margret

      Die Bezeichnungen folgen wahrgenommenen Verhaltensmustern.

      Schließlich ist das sogar westlich weltweit so. Und es wird für viele Männer und auch Jungen zunehmend schwieriger es zu ignorieren.

      Feminismus erlaubt uns jetzt einen unverstellten Blick auf die tatsächliche weibliche Psyche. Da ist kein Entrinnen mehr. Die Kosten der bisher so einträglichen feministischen Manipulationslügen sozusagen.

      Egal wie es gedreht wird. Die Gini ist aus der Flasche. Kein zurück mehr.

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