Feminismus und Sexismus

Die Quote mag zwar keinen besonders großen Rückhalt in der Bevölkerung haben, bei Meinungsmachern und Entscheidungsträgern ist sie umso beliebter. Während ich dies schreibe, läßt Christian über den Begriff „Staatsfeminismus“ diskutieren. Die Frauenquote wurde gerade beschlossen.

Während wir also diskutieren, inwiefern Journalisten zum Komplex „Staatsfeminismus“ gehören, habe ich mir mal proquote angeschaut. Und deren beeindruckende Anzahl von Unterzeichnern. Und deren primitiv-sexistischen Begründungen.

Wie war das mit Margret auf Onyx‘ Blog? Der böse Pütz wagt es anzusprechen, daß Karriere nicht das alleinglücklichmachende Ding im Leben ist. Daß im Schnitt Frauen eher Wert auf eine Balance zwischen Arbeit und dem ganzen Rest legen, der unser Leben auch ausmacht. Was er nicht geschrieben hat, ist das Frauen doch bitteschön zurück an den Herd sollen. Und jetzt schauen wir uns Lisa Ortgies an.

Nicht zuletzt kann die Frauenquote die vielen Männer entlasten, die sich laut Umfragen nach mehr Zeit für die Familie (60 Prozent) sehnen statt als Hauptverdiener heiß zu laufen…

Ehrlich gesagt, mir fehlen die Worte.

Noch ein Beispiel. Birgit Schrowange

Weil Frauen eine größere emotionale Intelligenz haben und deshalb einfach die besseren Führungspersönlichkeiten sind.

Liebe Frau Schrowange, Sie sind tatsächlich zu blöd für die Transferleistung, Ihre Aussage mal umzudrehen? Weil Sie dann nämlich direkt gemerkt hätten, wie selten dämlich und zutiefst sexistisch Ihr Statement ist?

Ich bin mir sicher, Ihr findet noch mehr Bullshit bei proquote.