Fundstück: Atacamas persönliche Sexualmoral

Adrian schrieb einen lesenswerten Artikel zum Thema Abtreibung, der noch bei anderer Gelegenheit diskutierenswert wäre. Atacama schrieb dabei in einem Kommentar:

Ich z.B schlafe nur mit Männern, bei denen ich mir im absoluten Notfall vorstellen könnte ein Kind von ihnen auszutragen. Wenn ich bei dem Gedanken an eine Schwangerschaft von ihm Brechreiz kriege, dann lasse ich es, weil ich genau weiß, dass ich dann im Fall der Fälle in ein Dilemma käme.

Ich finde diese Einstellung beachtlich und deswegen krame ich diesen Kommentar noch einmal hervor. Ich sehe hier einen Menschen, der die Konsequenzen seines Handelns abwägt, aus einem Verantwortungsgefühl eine Entscheidung trifft und sich damit in letzter Konsequenz selbst eine Beschränkung auferlegt. Das ist nicht wegen der ersten beiden Teile so aufsehenerregend, denn das erwarte ich von allen Leuten, die dazu in der Lage sind. Nein, beachtlich finde ich diese Selbsteinschränkung, weil sie – nach meiner Wahrnehmung, die nicht verallgemeinerbar sein muss – der gepredigten Einstellung widerspricht, nach der „alles gehen muss“ und „man nichts verpassen darf“.

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