Empörte Feministinnen klagen an: Kümmert Euch gefälligst um uns.

[Triggerwarnung: PU und daher Heteronormativität. Außerdem Feminismuskritik sowie Weihnachten]

Wer mal was zum Lachen braucht, schaut doch mal einfach bei Margrets Gastbeitrag bei Onyx vorbei.

Wie gesagt, ich bin eure Freundin, ich meins euch mit jedem Wort nur gut. Kumpels, das wisst ihr doch, oder?

In süßem pseudorironischen Ton erzählt uns Margret was gut ist für uns. Die klassische Beziehung. Und wie unklug es doch ist, sein Geld für PU-Seminare auszugeben.

Und jetzt habt ihr nicht mal mehr das Geld, um eurer Schwester ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen für die Party, auf der auch die Mandy sein wird. Weil das letzte Seminar 1000 € gekostet hat.

Ein weiterer Vorschlag ist es, das Geld der Mutter zu geben.

Aber bitte seid dann kosequent und hängt wirklich nur in den Bars rum und vielleicht noch im Park, und zeugt keine Kinder, um die ihr euch dann doch nicht kümmern wollt und könnt, weil ihr ja tagsüber arbeiten und abends aufreißen müsst.

Bemerkt hier irgendjemand ein Muster? Der Geldtransfer von Mann zu Frau muß weitergehen. Wäre ja schrecklich, wenn Männer mit ihrem Geld einfach machen was sie wollen. Wir sollten lieber tagsüber arbeiten und abends die Kinder hüten. Und unseren fairen Anteil an der Hausarbeit.

Pick Up erklärt euch gar nicht, wie Frauen wirklich denken und fühlen. Das haben die euch nur eingeredet.

Nein Margret. Niemand kann erklären wie Frauen wirklich denken und fühlen. Kennst Du den mit dem Lampengeist und der Autobahn über den Atlantik? Nein? Ist ja auch egal. Es geht bei PU eben nicht um Frauen und das ist das was Du nicht verträgst. Einmal nur dreht sich die Welt nicht um Eure Zuckerpopos. Es geht um Männer. Männliches Verhalten. Und Selbstverbesserung. Nebenbei geht es dann noch darum, frei und viel Sex zu haben. Weil Männer da drauf stehen. Und Frauen eben auch. Insbesondere mit aktiven Männern. Mit selbstbewußten Männern, die männlich agieren. Ein echter Schlüpferstürmer. Sex ist schlußendlich nur das Nebenprodukt. Und das ganze zum Nutzen beider Geschlechter. Denn man kann eine Frau nicht mit Psychotricks in die Kiste quatschen. Sie machen es wenn und weil sie es wollen. Hinterher sind sie glücklich und schnurren wie kleine Kätzchen.

Leider müssen das viele von uns noch lernen. Wir versuchen mit Euch zu kommunizieren wie wir es mit unseresgleichen machen würden. Einfach und geradlinig. Wir denken, daß es völlig ok wäre einfach nett und freundlich unser Interesse zu bekunden oder gar selbst angesprochen zu werden. Aber Ihr sitzt nur passiv rum und verteilt Körbe.

Es gibt auch Männer, die mit PU eine Beziehung führen. Mit der Betonung auf das letzte Wort. Und die, die keine Beziehung führen werden von ihren Gattinnen einfach entsorgt. Weil sie sich zu sehr angepaßt haben. Nett sein wollten, bequem geworden sind und jetzt nur noch als die Lusche angesehen werden.

Und jetzt nochmal das ganze ohne Ironie. Margret, in Deinem Text lese ich sehr viel vom klassischen Rollenverständnis.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die klassische feste Beziehung mit klassischem Kennenlernen am besten funktioniert und alle am zufriedensten macht.

Und Du bist dem Irrtum erlegen, daß ausgerechnet PU sich um die Psyche von Frauen dreht.

Sie versprachen euch, endlich den Mythos Frau zu entschlüsseln, diese schwierige kleine Sache, die man die Psyche der Frau nennt.

PU wählt frei etwas andere als die klassische Beziehung. PU kümmert sich um das Wohl von Männern und ihrem besten Stück. Und ist wunderbar für Frauen, die ehrliche Männer und deren bestes Stück wollen. Da ist nichts schlechtes dran, es schafft wenn überhaupt Waffengleichheit zwischen den Geschlechtern. Auch ich hatte manche einsame Nacht obwohl ich mehr Langfristgespielinnen als freie Abende in der Woche habe. Ein Schicksal, das keine Frau haben muß, wenn sie es nicht will.

Es gibt genug Männer, die hier und da Nachhilfe brauchen. Warum? Man könnte nachdenken. Über Väter, die nicht aus dem Krieg zurückgekehrt sind. Väter, die aus der Familie gedrängt wurden. Fehlende Vorbilder in Kita und Schule. Generelles Schlechtmachen aller männlichen Eigenschaften. Brandmarken aller schlechten Eigenschaften als männliche. Aber auch Hypergamie oder überhöhtes Anspruchsdenken auf weiblicher Seite. Skandalöse Rechtsprechung zuungunsten von Vätern. All so was findet in unserer Gesellschaft nicht statt, denn was zählt ist der Aufkreisch und die Frauenquote. Aber wenn diese Art von Gesprächen nicht gewünscht wird, kein Problem. Ich treffe mich dann lieber weiter mit großartigen, selbstbewußten, emanzipierten und dadurch sehr attraktive Frauen. Und lasse die häßlichen Feministinnen links liegen.