Der ganz alltägliche Männerhass

Die Geschichte ist ja eigentlich schon durch. Der Blogpost wurde gelöscht und Christian hat aus dem Umfeld auch schon einiges thematisiert. Was los war?

Anne hat im Selbermachsamstag 106 auf http://vonderuniandenherd.wordpress.com/2014/10/05/bloggerprojekt-medizynicus-und-molly-sexuelle-belastigung/ verwiesen. Kurzum ging es um einenn Doodle, der als Umfrage umgestaltet war. Frauen durften ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung ankreuzen, Männer durften ankreuzen, inwiefern sie sexuell belästigt hatten. „Keine sexuelle Belästigung“ war dabei nicht mal eine explizite Option, man durfte immerhin eine leere Eingabe absenden. Eigentlich schade, daß sie ihren Text gelöscht hat. Ein Vergleich zwischen Männern und Pitbulls war auch dabei. Da mir nicht klar war, ob mein Kommentar bei ihr veröffentlicht wird, habe ich ihn auch im Selbermachsamstagsthread veröffentlicht. Dabei gehe ich auch auf die Diskussionen in den Kommentaren ein.

Danke, Anne. Kluge Worte.

Ich veröffentliche dann mal auch hier meinen Kommentar, den ich auch im Blog geschrieben habe, den Anne aufgeführt hat:

Das Zitat, welches Du Dir zu eigen gemacht hast, sagt eigentlich schon alles.

“Wie kann es nur sein, daß immerzu die eine Hälfte der Menschheit die andere bedroht oder fürchtet.”

Wie kann es nur sein, daß immerzu einige Männerfeinde die eine Hälfte der Menschheit als Bedrohung hinstellt? Die 1,70-Analogie hat Dir nichts ausgemacht, die Radfahrer-Analogie auch nicht. Die Diskussion über M&Ms ist nun auch nicht besonders lange her.

In Eurer Umfrage ist das Nichterleben/Nichtausführen nicht mal eine anklickbare Option. Was man durch Nichtanklicken-aber-trotzdem-absenden doch so gerade mal antworten kann.Eine höchst unsaubere Methode. Was jedoch komplett fehlt, sind Angaben zu Übergriffen an Männer oder durch Frauen. Und da hilft es auch nicht, wenn Du immer wieder schreibst, daß Du doch gar nicht männerfeindlich bist. Bei Dir klingt es eher wie ein “Aber ich habe eigentlich nichts gegen Ausländer”. Wird man ja wohl mal sagen dürfen, oder?

Mal ein paar Männergeheimnisse: Männer erleben Gewalt. In der Partnerschaft und sie haben keine adäquaten Anlaufstellen. Männer sind weit häufiger Obdachlos. Das sind die, vor denen Du vorm Supermarkt Angst hast.

Ganz besonders aber erleben Männer ständig und immer wieder Gewalt in der Öffentlichkeit. Die Bedrohungslage, die Du in Deinem Tagesablauf schilderst, haben Männer deutlich stärker als Du oder jede andere Frau. Einen Fausthieb für einen “dummen” Blick? Kommt in der Tageszeitung eigentlich nur vor, wenn das Opfer in Lebensgefahr geprügelt worden ist. Als Jugendlicher habe ich ganze Stadtteile gemieden und das unabhängig von der Uhrzeit.

Aber für Dich sind Männer ja nichts anderes als Pitbulls. Wenn das mal nicht männerfeindlich ist. Wenn wir uns auf der Straße begegnen, so wechsel doch bitte die Straßenseite. Ich wäre nämlich zutiefst schockiert und betroffen, wenn jemand grundlos mich als Vergewaltiger verdächtigen würde. Nur weil ich einen Penis habe. Ich mag keine Sexisten.

Einmal in der feministischen Hölle (ich wollte mich davon fernhalten), habe ich dann noch folgendes hinterhergeschoben.

Followup auf meinen eigenen Senf. Ich glaube jetzt nicht mehr, daß die Option “Ich wurde/habe nicht belästigt/vergewaltigt/etc” unabsichtlich weggelassen wurde. Die Blogger dort sollten mal für einen Realitätscheck mit einem anderen Doodle machen. Wer zur Hölle kreuzt bei einer Umfrage nichts an und sendet trotzdem ab?

Schön auch die Auswertung: http://medizynicus.wordpress.com/2014/10/11/die-zusammenfassung/

Besonders beunruhigend findet er, daß FRAUEN schon mal Sex hatten ohne es wirklich zu wollen. Kommentatorin Sternenpfad gibt ihm eine gute Antwort. Und auch ich finde es gutes partnerschaftliches Verhalten. Wieviele Männer hatten schon mal Sex ohne es wirklich zu wollen? Wird nicht gefragt. Praktiken, auf die sie nicht unbedingt Lust hatten, aber ihre Partner(innen!) umso mehr? Das ist aus der Luft gegriffen? Dann frag mal Männer, deren Frauen schwanger werden wollten.

Die feministische Hölle ist aber der von ihr verlinkte Blogbeitrag http://nandalya.wordpress.com/2014/09/10/ohne-mann-fehlt-dir-was/#commentshttp:// und hier ebenso auch die Kommentare.

Am Anfang verwehrt sie sich noch gegen Vorwürfe, daß sie männerfeindlich sei. Der Rest demonstriert das Gegenteil. Von den drei von ihr aufgeführten Beispielen für vermeintlichen Alltagssexismus sind zwei kriminell und der dritte eine Diskussion! Kein Wunder, daß sie die “die Liste sexistischer Übergriffe noch endlos weiterführen” könnte. Nandalya gibt zu “Ich habe Mann früher als Feindbild Nr. 1 gehabt. “. Früher?

Ulrike gibt herzerfrischend zu:
“Manchmal bin ich ganz froh, dass ich langsam so alt bin, dass mich kaum noch ein Mann sexuell wahrnimmt. 😉 Aber das gibt es doch noch – habe gerade vor ein paar Tagen einen “unsittlichen” Antrag von einem Mann erhalten. Fast bin ich schon wieder in einem Alter, wo man sowas als Kompliment auffasst. 😉 Und ich bekenne mich schuldig: Ich hab mich in meiner Jugend gefreut, wenn die Männer auf der Straße hinter mir her pfiffen. ”

Nandalya entgegnet, daß Gewalt für sie kein Problem ist, solange sie nur von ihr ausgeht: “Bei Pfiffen gab es früher von mir den Mittelfinger. Manchmal auch die ganze Hand”

Ein bisschen Rassismus ist dann auch dabei: “Lesbisch sein in Italien? Ich bitte dich … wo Mann doch so viel zu bieten hat! Ironie off, Realität on.”. Schön auch “Die neue “Grabscher-Mentalität” kommt leider auch durch das Zusammentreffen verschiedener Kulturkreise zustande. Immer wieder werden Südländer auffällig die wenig, oder keinen Respekt vor deutschen Frauen haben.”

Immerhin, als dreifach unterdrückte Minderheit sticht sie Nur-Ausländer auch locker aus: “Als asiatisch aussehende lesbische Deutsche[…]“. Gut, das sie keine rassistischen Sprüche bringt, wie sie versichert.

Molly L. fordert dann mal wieder, daß Männer die Beschützer spielen müssen um sich ihrer Erbschuld zu entledigen. “Und da können die Männer schließlich auch etwas tun: Nicht mitlachen, wenn der Kumpel seine sexistisch-fiesen Witze macht, andere Männer stellen, wenn sie eine Frau angegrabscht haben, eben einfach auch nicht wegsehen!”. Damselisierung, schönes Wort.

Aurelie, Ordnungsruf an Dich: ” Bei Frauen wiederum habe ich es ne erlebt, dass sie Schwule mit ihrer tollen Vagina “bekehren” wollen”. Schon klar, daß Du das nie erlebt hast. Du bist ja auch kein schwuler Mann. Wie wäre es, wenn wir diese Frage mal ein paar Schwulen stellen? Oder schauen mal, wie aggressiv insbesondere gutaussehende Frauen werden, wenn sie einen Korb bekommen?

Ich schließe meinen Ausflug in die Sexismushölle mit diesem Zitat von Nandalya:

“Aber versuch bitte dich in eine Frau zu versetzen. Wir sind diejenigen, die Kinder bekommen, sich Mann “öffnen” müssen. Nicht nur im sexuellen Sinn, auch emotional. Aber dieses “öffnen” bedeutet einen großen Einschnitt im Leben von Frau. Sie macht sich damit verletzlich, sie ist ungeschützt. Und das macht ihr Angst. Auch, wenn ich nie etwas mit Mann hatte und haben werde, so kann ich das zu 100 % nachempfinden.

Männer kennen dieses Gefühl nicht. Für gewisse Typem sind Frauen nur ein Objekt aus Busen, Beine, Po. Das Gesamtpaket, der Mensch, interessiert sie nicht.”

Da muß man wirklich nichts mehr zu sagen.

Petpanther meinte, daß ich das unterschätze. Und ich ahnte nicht wie recht er doch hat. Der Autorin und ihrem Co-Autor wurde die Diskussion nämlich zu heiß. Daher haben sie den Artikel inkl. der Kommentare kurzerhand gelöscht. Auch eine Art mit Kritik umzugehen. Der Erklärtext, der den Artikel dann ersetzte, scheint mir auch weniger von Einsicht als von Abwehr gekennzeichnet zu sein.

Mein Kommentar lautete:

Tja, gehöre ich nun zu denjenigen, die sich diskriminiert und
beleidigt gefühlt haben, zu den Finsterschweinen oder zu den
Beleidigern?

Ich werds wohl nicht erfahren, kann Dir jedoch sagen, daß ich mich auf
jeden Fall zu dem erstgenannten Personenkreis zähle. Mir ist auch
nicht klar was Du gemeint hast, denn was Du geschrieben hast, fand ich
ziemlich klar.

Bleibt mir Dir und Deinem Coautor einen ziemlich saloppen Umgang mit
den Leuten zu attestieren, die sich nicht nur mit Deinem Text
auseinandergesetzt haben, sondern sich auch die Mühe gegeben haben
ihre Antworten zu formulieren und zu schreiben. Und da frage ich mich,
ob die nun aufgewendete Zeit Dir und Deinen Lesern dies mitzuteilen
nicht auch völlig verschwendete Zeit war. Kein gutes Gefühl.

Und was soll ich sagen? Er wurde nicht veröffentlicht. Immerhin weiß ich jetzt, ich gehöre zu den Finsterschweinen.

Kleine Nachlese. Ihr Coautor Medizynicus veröffentlicht dann noch diesen unglaublich sachlichen Artikel: http://medizynicus.wordpress.com/2014/10/06/sexuelle-belastigung-sind-es-immer-nur-die-manner/

Ich als Mann kann locker erhobenen Hauptes nachts um halb eins alleine durch das übelste Rotlichtviertel spazieren und fühle mich immer noch halbwegs sicher – Molly muss sich in gewissen Situationen schon in ihrem idyllisch-verschnarchten Heimatkaff Gedanken machen.

Nun, Medizynikus scheint ein 2,10m-Schrank zu sein, der nachts um halb eins alleine mit seinem Rockerclub durchs Rotlichtviertel zu spazieren pflegt. Anders kann ich mir auf seine Aussage keinen Reim machen. Aber klar, wenn es allein um sexuelle Belästigung geht, da hat er natürlich recht. Die tatsächliche Gefahr von Gewalterfahrung jedoch ist mehr als sexuelle Gewalt. Auch bei den Folgen der nichtsexuellen Gewalttaten für Leben und (psychische) Gesundheit hat man schnell die große Schöpfkelle erwischt.

Immmerhin schafft er es noch festzustellen, daß Männer 30% der Opfer ausmachen, aber dann kommt das:

An fast allen Taten sind Männer als Täter beteiligt, an einem Fünftel der Taten sind Frauen als Täter beteiligt. Wenn Frauen als Täter beteiligt sind, dann meist gemeinsam mit Männern

Ja, und ich denke, das ist doch das einzig wichtige. Zwar gibt es auch einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an Opfern, aber das der Mann natürlich das hauptsächliche Tätergeschlecht ist, das scheint ihm doch recht wichtig. Und ich frage mich wieso. Wieso können Menschen, die immerhin einen ordentlichen formalen Berufsabschluß haben, die sich anscheinend für Geschlechtergerechtigkeit interessieren, so dermaßen bösartig und sexistisch sein? Er müßte in der Statistik nur mal „Männer“ mit Frauen, Juden, Altersgruppen oder Ausländern austauschen. Welchen Sinn mag es haben, aus einer –gemessen an der Gesamtbevölkerung verschwindend kleinen– Gruppe ausgerechnet das Geschlecht als Kategorie herauszuziehen?

Nun, ich wollte mich aus solchen Texten raushalten. Und ich bin doch immer wieder fasziniert davon. Hier haben wir (nicht nur) Radfems, die ihre psychischen Störungen spazieren fahren. Hier kommen Menschen mit vordergründig sehr sachlichen und empathischen Worten. Und trotzdem trieft alles von Männerhaß. Von Sexismus.

Advertisements

39 Kommentare zu „Der ganz alltägliche Männerhass“

  1. @Gerhard

    Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast und das nochmals in dieser Form zur Verfügung stellst.

    „Und ich frage mich wieso. Wieso können Menschen, die immerhin einen ordentlichen formalen Berufsabschluß haben, die sich anscheinend für Geschlechtergerechtigkeit interessieren, so dermaßen bösartig und sexistisch sein?“

    Tja. Die Antwort darauf würde ich auch gern kennen.

    Vielleicht eine schön verklausolierte und damit legitimierte Möglichkeit zur Sozialdominanz?

    1. Das funktioniert so: Man selektiert unter allen möglichen Kriterien, die den sozialen Stand einer Bevölkerungsgruppe beschreiben können, ein paar heraus, während man die anderen ausblendet. Und zwar nicht zufällig, sondern systematisch diejenigen, die eine Benachteiligung von Frauen nahelegen: Anteil in DAX-Vorständen z.b. Der Gegenbefund, also z.B. Anteil unter Obdachlosen, wird ausgeblendet. Dazu passen historische Daten wie, dass Frauen erst später als die Männer das Wahlrecht bekommen haben. Dass das in den allermeisten Ländern nur wenige Jahrzehnte waren, weil die überwältigende Mehrheit der Männer bis Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts auch kein Wahlrecht hatte, wird wiederum ausgeblendet. Kurz: Alles wird so gesehen, dass es passt.
      Ich glaube nicht, dass da Bosartigkeit dahintersteckt. Vielmehr halte ich psychosoziale Faktoren für ausschlaggebend: Die Figur der Mutter wird in unserer (und m.W. jeder anderen) Kultur mit einer Heiligen gleichgesetzt. In dem Maße, wie wir es gesellschaftlich mit einem Verschwinden von Männlichkeit – und vor allem: Väterlichkeit! – zu tun haben, schaffen es Kinder nicht mehr, sich von diesem Mutter- und Frauenbild zu emanzipieren, eigenständig zu werden sondern verharren ihr Leben lang in dieser Anbetung der Mutter/Frau und ihrer Gleichsetzung mit allem guten und schönen. Sie haben sich einfach nie abgenabelt. Gegen dieses psychische Faktum kann kein Intellekt anstinken.

  2. „Ich als Mann kann locker erhobenen Hauptes nachts um halb eins alleine durch das übelste Rotlichtviertel spazieren und fühle mich immer noch halbwegs sicher – Molly muss sich in gewissen Situationen schon in ihrem idyllisch-verschnarchten Heimatkaff Gedanken machen.“

    Seine Gewaltwahrnehmung oder Gefahrenwahrnehmung entspricht eben nicht der tatsächlichen Gefahr. Das ist oft so. Es gibt einige Gruppen, die sich sehr vor Gewaltakten fürchten, aber oft sind es die Gruppen, die statistisch am wenigsten betroffen sind. Männer sind sehr viel häufiger als Frauen Opfer von Gewalt. Aber Frauen fürchten sich häufiger davor. Sie und hier der zitierte Zynicus verwechseln ihre Emotionen aber mit einem echten Indikator für Gewalthäufigkeit. Sie glauben, dass ihre Furcht- oder Sicherheitsgefühle verlässliche Messinstrumente sind. Das sind sie nicht.

    Tja und die Tatsache, dass man als Mann von Männern auf die Nase bekommt, wird wohl oft als eine Art „innerfamiliäre Angelegenheit“ betrachtet. Nicht weiter schlimm. Um die Opfer muss man sich nicht kümmern. Die könnten das ja mal in ihrem Männerkollektiv klarstellen, dass sie das nicht lustig finden.

    Also bisher sind meine Versuche, das Kollektiv und seine Zentralinstanz für derartige Beschwerden zu finden, leider gescheitert.

    1. die Tatsache, dass man als Mann von Männern auf die Nase bekommt, wird wohl oft als eine Art “innerfamiliäre Angelegenheit” betrachtet. Nicht weiter schlimm.

      Die Diskussion der Gewalt muss schließlich bei der Gewalt von Männern gegen Frauen bleiben, denn die ist das gewichtigere Problem unserer Gesellschaft, als es der weitaus größere Teil von Gewalt an Männern ist.

    2. Falls du bei deiner örtlichen Zweigstelle kein Gehört findest, kannst du dich ja direkt an den deutschen Koordinator wenden:

      Peter Archat
      Patriarchat & Co Kg.
      Abteilung Innere Angelegenheiten
      Mackerstraße 69
      68159 Mannheim

      1. Mensch Peter, die Frauen schaffen seit Jahrzehnten, schon die Adressen sämtlicher Frauenhäuser geheim zu halten, und du veröffentlichst hier einfach die geheimsten zentraladressen unserer patriarchalen Verschwörung?
        ts ts

  3. „Daher haben sie den Artikel inkl. der Kommentare kurzerhand gelöscht.“

    Was für ein Umgang mit Kritik! Ich würde ja gerne sagen „beispiellos“, aber wenn es um feministische Mythen geht, scheint das der einzige Ausweg zu sein. Eine Verteidigung der eigenen Thesen kommt nämlich nicht in Betracht. Ganz großes Tennis!

    Und das sind Akademiker! *stirnrunzel+kopfschüttel*

    Mal an eine Pingback gedacht?

    1. Pingback? Ich dachte, das geht automatisch? Zumal das doch auch WordPress ist. Aber nein, manuell würde ich das nicht auslösen, selbst wenn ich wüßte wie das geht. Sie hat mir schon zweimal demonstriert, daß sie an Kommunikation mit mir nicht interessiert ist. Und ich weiß jetzt auch nicht mehr, wie ich das Gegenteil annehmen konnte. Kommentare werde ich natürlich freischalten.

      1. Hab keine Ahnung wie das mit dem Pingback geht oder von WordPress i.A..

        Das der Link für die beiden unnötig gesetzt wäre, sehe ich auch so. Aber es gibt ja vielleicht noch andere unvoreingenommenen Leser, für die das Täterbild „Mann“ nicht so essentiell wichtig für das eigene Seelenheil ist oder sowas ist.

    1. Das ist ja ein echtes Schätzchen.

      „Sexuelle Belästigung ist jedes sexuell gefärbte
      verbale und nicht-verbale Verhalten, das Betroffene
      als unerwünscht empfinden oder das
      als unerwünscht unterstellt werden kann.“

      Definitionsmacht.

      „Der Bezug zur Sexualität ist lediglich ein
      besonders erniedrigendes Hilfsmittel für
      den Transport nicht-sexueller Inhalte wie
      Macht, Kontrolle und Gewalt. “

      Aha. Ist klar. Der sprichwörtliche nachpfeifende Bauarbeiter ist natürlich mächtig, kontrolliert durch Pfiffe und setzt selbstredend Gewalt ein.

      Unter sexueller Gewalt fallen auch taxierende Blicke.

      „Sexuelle Belästigungen, denen häufig Frauen, in
      vereinzelten Fällen auch Männer, ausgesetzt sind,
      beeinträchtigen ihr Leben nachhaltig.“

      Ganz am Ende dann die Ansprechpartnerinnen. Auch wenn hier und da der krampfhafte Versuch gemacht wird, daß sich der Flyer an Männer und Frauen richtet, spätestens hier wird klargestellt, welches Geschlecht Hilfe benötigt und sich der institutionellen Hilfe gewiß sein kann. Mal abgesehen, daß im von Dir zitierten Einleitungstext natürlich auch nur Frauen betroffen sind. Und natürlich vom Namen der „Senatskommission“. Habe ich was übersehen? Bestimmt.

      93% für Blicke? Ich bin dabei. Das Ding verdient einen eigenen Blogpost.

      1. ‚“Der Bezug zur Sexualität ist lediglich ein
        besonders erniedrigendes Hilfsmittel für
        den Transport nicht-sexueller Inhalte wie
        Macht, Kontrolle und Gewalt. ”‘

        Sieh es doch genau so, wie sie es beschreibt: Wenn eine Feministin das Sexuelle als Macht-, Kontroll- oder Gewaltfaktor beschreibt, will sie mit der Plakation eben genau das gleiche unter anderen Vorzeichen. Sie will aus der diffusen Angst heraus die Macht, Gewalt und Kontrolle an sich reißen und den Mann dafür instrumentalisieren und objektifizieren. Als Ritter, Helfer, Beschützer, Unterstützer, etc.

        Wenn bei Schimpansengruppen die Weibchen eine Gefahr entdecken – vermeintlich oder echt – fangen sie an zu kreischen. Diese Warnrufe aktivieren sämtliche Männchen, die dann angestürmt kommen. Bei Menschenweibchen ist dieser Kreischlaut natürlich nicht nur emotional, sondern auch diffus argumentativ im Kulturellen unterfüttert; verbalisiert sich mit den Buzzwords und Phrasen, die das Weibchen zu wiederholen gelernt hat, wenn sie nur in den einschlägigen Kreisen verkehrt.

        Man muss nicht mal Biologist sein, Anthropologe, um solche Analogismen zu verstehen. Es genügt die Interpolation äffischen Verhaltens, ob beim Mann oder bei der Frau. Die Zahl der Entsprechungen ist zu groß, diese auf den Zufall zu schieben und auf die menschliche Kultur zu verweisen. Aber was weiß ich schon.

      2. „93% für Blicke? Ich bin dabei. Das Ding verdient einen eigenen Blogpost.“

        Den habe ich zumindest ansatzweise bei mir drüben schon gemacht.

  4. Lieber Gerhard!

    Ich habe lange überlegt, Dir zu schreiben, weil ich das Gefühl hate, dass man mit Dir reden kann und es mir ehrlich leid tat und tut, Dich und andere verletzt zuhaben. Dann habe ich es doch sein lassen. Warum? Aus Angst, mich wieder falsch auszudrücken, aber dazu später mehr.

    Zunächst einmal: Nein, Du bist für mich KEIN Finsterschwein, wie kommst Du nur darauf? Finsterschweine sind für mich fiese, gemeine Menschen. Dich kenne ich doch gar nicht, also bist Du für mich erst mal prinzipiell nett.
    Jetzt habe ich eher durch Zufall gesehen, dass Dich die Sache mit der Umfrage etc.noch immer beschäftigt, daher fasse ich jetzt mal allen Mut zusammen und schreibe Dir. Wovor ich Angst habe? Mich wieder missverständlich auszudrücken. Wieder unglückliche Formulierungen zu benutzen, wieder jemanden ungewollt zu verletzen…
    Ich bitte noch einmal aufrichtig und ehrlich um Entschuldigung dafür, dass ich Dich und andere verletzt und/oder beleidigt habe.
    Ich habe mich lange mit jemandem unterhalten, der sich schon länger mit dem Thema der Diskriminierung von Männern beschäftigt. Und ich habe deutlich erkannt, wo meine Fehler lagen! Bereits beim Schreiben des Beitrages damals habe ich gemerkt, dass es für mich sehr schwierig ist, das auszudrücken, was ich meine. Allerdings ging ich aus (und das war ein klarer Denkfehler!), dass die Leute, die das lesen, mein Blog und auch mich ein bisschen kennen und so im Zweifelsfall wissen, wie ich das meine (daher übrigens auch meine wiederholte Äußerung, ich sei nicht männerfeindlich, diese Sorge und nichts anderes war der Grund dafür!). Denn jeder, der mein Blog kennt, weiß, dass ich schlicht und einfach nicht männerfeindlich oder fies bin und auch nicht sein möchte!
    Ich habe mich auch ein bisschen in der „Szene“ umgeschaut, bin ein paar Links gefolgt und… habe mich fast übergeben: Dass es – in diesem Fall weibliche – Menschen, gibt, die so fies sein können… Dass manche Frauen Gewalt gegen Männer gutheißen und Derartiges, da kann einem ja nur schlecht werden!
    Nachdem ich mich da also ein bisschen umgeschaut hatte, kann ich die Wut einiger Kommentatoren besser nachvollziehen.
    Ich weiß nicht, ob es überhaupt noch eine Rolle spielt, oder ob es Dir im Grunde egal ist, aber nochmal: Es tut mir ehrlich Leid, Menschen verletzt zu haben! Männerfeindlichkeit käme mir nie in den Sinn, das ist genau so schlimm wie Frauenfeindlichkeit oder Ausländerfeindlichkeit oder was es da sonst noch gibt an Fiesheiten!
    Eigentlich waren noch mehrere Beiträge geplant, uA wollte ich einen Beitrag über einen Mann veröffentlichen, der völlig zu Unrecht der sexuellen Belästigung seitens einer Frau bezichtigt wird; dann kamen aber schon erste Fieskommetare, die mir sehr sehr weh getan haben und ich wollte die Sache ehrlich gesagt einfach nur vergessen. Ein Fehler, wie ich jetzt weiß.
    Mir sind noch einige andere Fehler auf- und eingefallen. Jetzt erst, nachdem ich ein klein wenig Distanz zu den Dingen gewonnen habe; davor war ich von der Feindseligkeit, die mir da teilweise entgegen kam, wie paralysiert, nicht mehr in der Lage, zu denken.
    Ich weiß, in den Augen mancher Menschen war ich auch fies und feindselig; dies war jedoch nie Absicht oder gewollte Aussage meines Beitrages!
    Ich möchte jetzt nicht noch einmal die Inhalte diskutieren – ich habe mich an manchen Stellen schlecht bzw. unglücklich ausgedrückt, habe es nicht geschafft, allen Lesern das zu vermittlen, was ich sagen wollte. Dass wir das alles gelöscht haben, war übrigens auch nur nett gemeint.

    Männer und Frauen sind gleichwertig, sexuelle Belästigung oder Gewalt in jedweder Form ist fies und verabscheuungswürdig – egal, welches Geschlecht Opfer oder Täter haben. Niemand sollte irgendwen fürchten müssen und ich denke, wir alle können unseren Teil dazu beitragen, dass diese Welt besser wird und alle Menschen vor Recht und Gesellschaft und voreinander gleich sind.
    Es mag jetzt Einigen merkwürdig vorkommen, aber genau das ist das, was ich eigentlich sagen wollte.

    So, und jetzt schicke ich Dir einfach mal diese Zeilen und hoffe sehr, dass ich es dieses Mal geschafft habe, alles so auszudrücken, wie ich es meine.

    Molly

    1. Hey Molly,
      ich bin zwar keiner der hier regelmässig aktiven Kommentatoren oder gar Autoren, aber ich denke, die meisten hier werden mir trotzdem zustimmen, wenn ich einfach mal sage: Hut ab, das Du Dich hier meldest!

      1. Ich stimme zu. Das hat sehr viel mehr Stil und Reife als was einem sonst so mitunter im Netz begegnet.

    2. Tja, Molly, etwas sehr spät. Und deswegen nicht recht ernst zu nehmen. Du gibst jetzt hier das arme unsichere Pflänzchen, das doch leider leider missverstanden wurde. Damsel in distress. Aber….. Du hast den Artikel gelöscht, Du hast Dir missliebige Kommentare gelöscht. Du kannst mit Kritik nicht umgehen und nun weinst Du hier um Verständnis.
      Diese Vorgehensweise ist von den Männerhasserinnen leider nur zu bekannt. Du machst Dich schlicht lächerlich. Ehrliche Feinde sind zumindest mir lieber.
      MGTOW

      1. Ich messe Molly an ihren Worten, etwas anderes habe ich nicht zur Verfügung. Aber ich kann und will ihr die Ehrlichkeit in ihren Worten nicht absprechen. Schlußendlich ist mir eine zivile Kommunikation gerade mit Andersdenkenden wichtiger als der Konsens. Für Dich und mich ist sie eine Männerhasserin. Für sie selbst nicht. Das gilt es zu respektieren. Daran mangelt es Dir und Beschimpfungen bringen uns nicht weiter. Und Du tust ihr Unrecht.

      2. Ich stimme dir da absolut nicht zu.
        Ich empfinde das was Molly hier geschrieben hat als sehr aufrichtige Entschuldigung, und dein Nachtreten als kleinlich.

        „Du gibst jetzt hier das arme unsichere Pflänzchen, das doch leider leider missverstanden wurde. Damsel in distress.“

        Nein, tut sie nicht. Das würde sie tun, wenn sie sich an ihre zustimmenden Freunde wenden würde, die sie dann gegen die Vorwürfe verteidigen sollen.
        Sie hat den Mut gezeigt, sich hier direkt noch einmal zu melden, um sich zu entschuldigen.

        „leider missverstanden“: Sie hat mehrfach geschrieben, dass sie sich wohl missverständlich ausgedrückt hat.
        „War nicht so gemeint“ wird gern verwendet, um sich argumentativ irgendwo rauszumogeln.
        „War nicht so gemeint, aber du musst ja wohl trotzdem zugeben dass ..“
        „War nicht so gemeint, aber wird man doch wohl mal sagen dürfen“
        etc.
        Das sind keine echten Distanzierungen.

        Aber sie benutzt das in ihrer Entschuldigung nirgends, um zu relativieren.
        Sie sagt es tut ihr Leid, sie sagt sie hat Fehler gemacht, sie sagt sie ist noch einmal informationen nachgegangen und sieht damit ihre Fehler erst wirklich deutlich, sie sagt dass sie mit dem was sie inzwischen gelesen hat die Kritik sehr gut verstehen und nachvollziehen kann.
        Sie weicht damit ihrer Verantwortung für das was sie geschrieben hat nirgends aus und entschuldigt sich dafür.
        In allen Formulierungen ist sie dabei eindeutig und selbstverantwortlich, bis hin zu dem Detail, dass sie nicht schreibt: „du/ihr habt mich falsch verstanden“, sondern: „ich habe mich falsch und missverständlich ausgedrückt.“
        Sie macht das ganze Theater, das man sonst so machen kann, eben nicht.

        Das verdient meinen Respekt, ich finde das sehr aufrichtig und mutig.
        Es ist genau so, wie ich mir eine wirklich ernst zu nehmende Entschuldigung wünsche.

        Wie sollte deiner Meinung nach denn eine ernst zu nehmende Entschuldigung aussehen?
        Oder gibt es sowas gar nicht?
        Dann bist du selbst auch nicht daran interessiert, Gräben zu überwinden und irgend etwas zu verbessern.
        Du gestehst nicht zu, dass es Veränderung geben kann, dass sich bei Molly Positionen verändern können durch das, was sie erlebt, lernt und liest.

        Es ist aber ganau das was wir brauchen: Dass Leute sich ehrlich auseinandersetzen und dabei bemerken, wo Dinge anders sind als sie zuvor zu sein schienen, und wo Dinge anders im Argen liegen als ursprünglich angenommen.

        Von meiner Seite daher freue ich mich, dass Molly eine solche Auseinandersetzung nicht scheut, und offenbar in der Lage ist, ihre eigenen Positionen zu korrigieren, wenn sie sie als falsch erkennt.
        Dass sie dafür Zeit gebraucht hat schmälert diese Entscheidung in keiner Weise. So etwas braucht manchmal eben Zeit. Und danach eher noch mehr Mut, noch einmal selbst darauf zurückzukommen, wenn man tatsächlich zurückrudern muss.

        Von mir daher auch:
        Herzlich willkommen, Molly.
        Ich fände es schön, dich in Zukunft hier öfter in Diskussionen anzutreffen.

    3. Hallo Molly,
      auch wenn es vielleicht unangemessen erscheint, dass ich mich jetzt hier einklinke:
      Ich finde ebenfalls, dass diese Stellungnahme von Rückgrat zeugt, und habe großen Respekt vor der Art und Weise, wie du dich hier äußerst bzw. dass du es überhaupt tust.
      Ich selbst hatte einen nicht-so-ganz-idealen Start mit dem einen oder anderen Männerrechtsbewegten. Auch wenn ich niemals in der Haut eines Mannes stecken werde und daher nicht nachempfinden kann, wie es ist, mit diesem alltäglichen Männerhass konfrontiert zu sein, erkenne ich zumindest [nicht immer aber immer öfter] Sexismus, der gegen Männer gerichtet ist.
      Hut ab und liebe Grüße,
      Michi

  5. Liebe Molly,

    vielen Dank. Ich habe ziemlich aufwendig aufgezählt, was ich für Männerhaß halte und ich stehe nach wie vor zu jedem Wort. Ich respektiere Deine Entscheidung, diese Diskussion nicht zu führen. Daß Du den problematischen Teil Deiner (und anderer!) Aussagen (teilweise) nicht sehen willst („schlecht bzw. unglücklich ausgedrückt“) liegt meiner Meinung nach auch daran, daß Männerhaß etwas völlig normales in unserer Gesellschaft ist. Viele hier jedoch sind sensibilisiert und auch ich brauchte eine Weile um diesen latenten Männerhaß wirklich zu sehen. Aufgeregt hatte es mich also auch deshalb, weil das so ein weit verbreitetes Phänomen ist. Und nicht allein wegen Dir.

    Es wäre schön, wenn Du Dich von den aggressiveren hier nicht abschrecken läßt und die Thematik mal mit den Augen von Männerrechtlern anschaust. Und vielleicht sogar mal mitdiskutierst und uns, die wir oft in unserer eigenen Blase gefangen sind, einen anderen Blickwinkel liefern kannst. Mußt Du aber nicht. Gute Einstiegspunkte sind auf jeden Fall http://genderama.blogspot.de und https://twitter.com/DasPatriarchat. Sehr zu empfehlen ist auch man tau. (An die anderen Blogger: das ist keine wertende Aufzählung)

    Es sei Dir versichert, wir sind in der ganz überwiegenden Mehrzahl keine Maskunazis, sondern tatsächlich an der Gleichberechtigung Aller(!) interessierte Menschen überwiegend männlichen Geschlechts. Zugegeben, Feminist ist für viele und für mich auch nichts weiter als ein Schimpfwort. Warum das so ist, wirst Du vielleicht irgendwann mal nachvollziehen können.

    1. PS: Nach meiner Schimpftirade so freundlich zu antworten, das hat schon Eier. 😉 Respekt, ich glaube ich könnte das nicht.

      1. @Molly

        Schöner Beitrag. Auch von mir Respekt. Und Willkommen hier.

        Hoffe wir hören öfters von dir (Und nicht von dem manchmal vielleicht etwas rauhen Ton untereinander abschrecken lassen. Viele hier sind durchaus auch recht sensibel 🙂 ).

  6. Ist Sexualkundeunterricht in der 4. Klasse für Jungen eine Belästigung?
    Immerhin sind die allermeisten noch gar nicht wirklich damit befaßt.

  7. Ich hab da mal ne Frage. Woran liegt es, daß man immer wieder auf männerhassende Lesben stößt, aber nicht auf frauenhassende Schwule?

    Das ist zumindest meine Wahrnehmung. Klar, die kann täuschen. Ich kenne schließlich nur eine begrenzte Zahl an Schwulen und Lesben, und ich kenne auch nicht das ganze Internet auswendig.

    Jedenfalls sehe ich zuhauf Beiträge von Lesben, die ihrem Haß auf das männliche Geschlecht freien Lauf lassen (oft unter dem Deckmantel des Feminismus bzw. ist Feminismus ja ideologisierter Männerhaß), während ich einen entsprechenden Beitrag von einem Schwulen noch nie gesehen habe. Daß andere Lesben, die Männer nicht hassen, darüber nicht im Internet schreiben ist ja nachvollziehbar. Man schreibt schließlich vorwiegend über Dinge, die einen stören, nicht über Dinge, die ganz normal sind und nicht weiter auffallen. Aber hat schonmal jemand davon gehört, daß es eine besondere Art von Beziehung zwischen Lesben und Heteromännern gibt ähnlich wie Heterofrauen mit Schwulen dem Klischee nach besonders gut reden können?

    In der Folge stellt sich dann die Frage, gibt es einen fundamentalen Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Homosexualität?

    1. @Bud: Aus feministischer Sicht gibt es die frauenhassenden Schwulen scheinbar doch, und wie ich bei der Lektüre von http://www.vice.com/de/read/schwule-und-ihre-nicht-ganz-so-coole-frauenfeindlichkeit lernen durfte, ist dies sogar ein so großes Problem, dass die Autorin es für angebracht hält nach einem kurzen Disclaimer am Anfang, das es nur „ein paar“ seien, dann doch rethorisch die gesamte schwule Szene als verantwortlich darzustellen…

      1. Hallo Andreas,

        diesen Artikel hatte ich auch ergoogelt. Ich kann da allerdings keinen Frauenhaß erkennen.

        Da ist also ein Typ, der zufällig schwul ist, der sich schwer daneben benimmt, wenn er besoffen ist. Frauenhaß?

        Dann gibt es Kontaktanzeigen, in denen explizit klargestellt wird, daß diese sich ausschließlich an Männer richten, deren Männlichkeit auch „erfahrbar“ ist und ausgestrahlt wird. Vermutlich halten die Anzeigenautoren aufgrund von Erfahrungen in der Vergangenheit diese Klarstellung für notwendig. Frauenhaß? Mir scheint es eher, daß die Autorin mal wieder Dinge persönlich auf sich bezieht, die sie überhaupt nicht betreffen.

    2. Bud,
      entschuldige, ich war so gedankenlos Ironie zu verwenden… Sehe das zu ziehende Fazit aus dem Vice-Artikel genauso wie Du.
      (Ich konnte auf Deinen Antwort nicht mehr antworten, deswegen hier als Antwort auf dein eigentliches Post)

      1. Mein Fehler, die Ironie nicht erkannt zu haben. Hab leider nicht viel Zeit und kann nur so nebenbei immer mal was lesen/schreiben. Den Gaywest-Artikel schaffe ich heute nicht mehr.
        Das Problem mit fehlenden Antwort-Links liegt sicherlich an der WordPress-Frickelsoftware.

  8. @Bud
    „Aber hat schonmal jemand davon gehört, daß es eine besondere Art von Beziehung zwischen Lesben und Heteromännern gibt ähnlich wie Heterofrauen mit Schwulen dem Klischee nach besonders gut reden können?“

    Ich hab mir schon mal überlegt, ob ich irgend einen Anlass sehen könnte, genau über meine spezielle Freundschaft mit einer Lesbe zu schreiben.
    Danke für die Gelegenheit 🙂

    Also, ich habe eine gute Freundschaft mit einer Lesbe.
    In meinem letzten „Damaskus“-Erlebnis, das mich (noch einmal nachhaltig) dazu bewegt hat, mich mit dem Gender-Zeug und insbesondere der desolaten Situation der Rechte von Männern auseinanderzusetzen, hat sie mich auch in besonderer Weise unterstützt, auch gegen diese widerliche verlogene hinterhältige falsche Dr€8#$@u, die mich da gegenüber einer anderen Frau verleumdet und dadurch zu einem Gewaltschutzverfahren gegen mich verführt hat, das die natürlich durchbekommen hat, ohne dass ich ein einziges Mal eine Möglichkeit gehabt hätte, mich ihr gegenüber zu äußern.
    (Hm – muss an mich halten, in der Geschichte jetzt nicht ausschweifend zu werden, da kochen immer noch Emotionen hoch. Möglicherweise merkt man mir das grad an 😉 )
    Aber gut.
    Sie ist eine sehr sportliche und attraktive Frau, also absolut keine „hässliche Lesbe“.
    Auf gewisse Weise kann ich auch mit ihr flirten, aber das Bewusstsein ist schon da, dass es da keine wirkliche erotische Reaktion darauf geben wird – und das ist in dem Fall eben auch kein Problem, es ist nicht belastend, kratzt nicht an meinem Selbstbewusstsein, ich brauche mich nicht fragen, liegt es an mir, was „hab ich nicht“, etc.
    Ich fühle mich nicht „friendzoned“, weil eben ohnehin klar ist, dass sie nicht auf Männer steht.

    Dafür kann ich mich mit ihr in einer Weise über „Frauen“ unterhalten, wie ich das mit anderen Frauen nicht in der selben Weise kann. Und wie ich es normalerweise auch nicht mit anderen Männern tue, obwohl das eigentlich auch ginge. Ich kann mich mit ihr also über die vorzüge schöner Frauen unterhalten. Völlig ungeniert. Das, was ihr gefällt, was mir gefällt. Was sexy ist und was nicht.
    Und auch darüber, wo Frauen zickig werden können. Und so weiter.
    Es gibt auch noch eine menge anderes zeug, über das wir reden können und das uns interessiert, und sie ist als Gesprächspartnerin sehr inspirierend, aber das geht alles auch in anderen Freundschaften. Das „besondere“ ist aber das in Bezug auf Frauen.
    Ich empfinde die Freundschaft zu ihr also tatsächlich als etwas besonderes, das ich in anderen Frauenbekanntschaften, seien es Freundschaften oder Beziehungen, nicht kenne.

    1. Hallo maddes8cht,

      danke für diesen Bericht. Wir brauchen vielleicht noch mehr noch davon, denn momentan sind Lesben ja das zweite Hauptfeindbild vieler Männerrechtler/F-Kritiker nach Feministen im allgemeinen. Zwar nicht ganz ohne Grund, wie ich in meiner Eingangsfrage dargestellt habe. Aber hier liegt eine dieser bekannten „Fallacy“s vor: Aus „viele RadFems sind Lesben“ wird „viele Lesben sind RadFems“ geschlossen, obwohl dieser Umkehrschluss in keiner Weise belegt ist.

      Ich selbst habe auch eine Lesbe zur Freundin. Die hasst Männer auch nicht und die weiß auch nichts vom Feminismus (und die ist auch keine Feministin, muß man wohl dazusagen, weil die meisten Feministen ja kaum was vom Feminismus wissen). Leider hat sie schwere psychische Probleme, deshalb kann ich mit ihr auch nicht sinnvoll über Frauen reden. Ich glaube, Sie kann ihre eigene Indentität nicht richtig erkennen, weshalb sie nur von einem Beziehungsdesaster ins nächste stolpert. Jedenfalls versteht sie eben auch nichts von Frauen.

  9. Es ist schade, dass aus Belästigung immer eine Mann/Frau Geschichte gemacht wird. Letztlich ist es so, dass eine kleine Minderheit häufiger/regelmässig (sexuelle) Belästigungen begeht. Der Grossteil tut es nicht, daher sind Belästigungen letztlich Handlungen von Menschen die sich nicht an bestimmte Regeln halten gegen andere -unabhängig vom Geschlecht.
    Im übrigen ist z.B. im beruflichen Umfeld auch schon jeder 2. Mann Opfer von potenziell belästigendem Verhalten geworden. Studie kommt von einer Frau mit einem Frauenteam unter Mitwirkung von Frauenrechtlerinnen! Nein, unmöglich sowas aus Deutschland, so viel Neutralität bezüglich Studienausgang kann es wohl nur in der Schweiz geben 😉
    http://www.sueddeutsche.de/karriere/sexuelle-belaestigung-am-arbeitsplatz-maenner-werden-kaum-als-opfer-wahrgenommen-1.1846785
    Der Unterschied ist nur: Männer schweigen, sie haben keine Ansprechpartner dafür (wer geht schon zu weiblichen Gleichstellungsbeauftragten damit, denn die wären zuständig), deshalb gehen weniger Fälle in die Statistiken ein.
    Selbst wenn es etwas häufiger Männer gegen Frauen sind, die Frauen zahlen es den Männern in anderen Bereichen kräftig heim: 50% würden Kuckuckskinder unterjubeln (ca. 10-15% gibt es ja auch), 42% würden die Pille absetzen ohne dem Partner was zu sagen etc.
    http://www.scotsman.com/news/uk/96-of-women-are-liars-honest-1-565123
    Also, Männerhass ist völlig unangebracht, mal an die eigene Nase fassen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s