Fundstück: AfD-Bashing und ein ruhiges Contra

Der „Freitag“ hat uns gestern mit dem Artikel „Die Kräfte der Gegenreform sind angetreten“ wieder eine Aufzählung angeboten, was alles so schlimm an der AfD ist, als ob es nicht schon genug derartiger Artikel in den Mainstreammedien gäbe. Artikel, die nichts, aber auch gar nichts erklären, sondern stattdessen nur den Teufel an die Wand malen, was für ein schlimmes Gesellschaftsmodell sich entwickeln würde, sollte die AfD maßgeblichen Einfluss gewinnen. Wieder einmal wird die Front aufgebaut zwischen der modernen, vielfältigen, gleichgestellten, multikuturellen Gegenwart und altbackenen, miefigen, spießigen Welt der Adenauerzeit, in die die AfD angeblich zurück will.

Nicht, dass mir die Inhalte des AfD-Programms so sonderlich sympathisch wären, ganz im Gegenteil, ich finde sie teilweise gruselig, aber derartige Verdammungsliteratur ist einfach nur langweilig und öde. Weil sie gar nicht erst erklären will, warum die AfD so viel Zulauf hat. D.h. es wird zwar versucht, Erklärungen zu finden, man findet aber nur die, die innerhalb des Sektors der eigenen ideologischen Scheuklappen zu finden sind.

Das, was der Artikel also leisten sollte, erledigt mal wieder einer der Kommentatoren darunter, der mir so dermaßen aus dem Herzen spricht, dass ich ihn hier ungekürzt übernehmen möchte. Sollte also der User „Sabado“ einen Einwand bezüglich seines Urheberrechts haben, möge er sich melden und wir werden eine Lösung finden. Hier also Sabados Kommentar:

Es gibt zahlreiche Menschen, die in ihrer Jugend froh waren, dem Mief der Adenauerzeit entronnen zu sein, die sich als freiheitsliebend und offen verstehen und sich mit der Gesellschaft und ihrem Diskurs weiter entwickelt haben. Menschen, die jederzeit für das Recht vom Minderheiten einstehen, ihr Leben nach ihrer Façon zu leben – und denen es nichtsdestrotz gewaltig auf den Wecker geht, wie die Lebensmodelle solcher Minderheiten derart übersteigert in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt werden.

Sind Regenbogen-Patchwork-Identitäten der einfachen Gewissheit vorzuziehen, ein Mann oder eine Frau zu sein? Ohne eindeutige geschlechtliche Identität aufzuwachsen ist das wenig beneidenswerte Schicksal einer Minderheit, die genauso wenige diskriminiert werden darf wie jede andere Minderheit. Zu betonen, dass sich trotz allem immer noch um eine Minderheit handelt und nicht um ein Rollenmodell für nachwachsende Generationen, setzt nicht voraus, sich als eindeutiger Mann oder eindeutige Frau als etwas Besseres zu fühlen, aber darf man denn nicht froh sein, wenigstens dies Problem nicht zu haben?

Es gibt auch Menschen, die in ihrer Jugend sich für die Sexualerziehung in der Schule stark gemacht haben und dennoch heute, mit wachsender Einsicht, Bedenken dagegen haben, Sechsjährige mit der Aufklärung über randständige Sexualpraktiken zu behelligen. Hier spürt man ganz deutlich noch die Reste der Ideologie der grünen Kinderfreunde von Anno dunnemals. Auch wenn die inzwischen an den Schaltstellen der Macht angekommenen „Alternativen“ sich noch so winden: die Literatur ist immer noch leicht zu finden, auch wenn viele, die sich heute deswegen schämen, sie weggeschmissen haben.

Und was soll daran eigentlich so erstrebenswert und fortschrittlich sein, dass beide Elternteile für ihr Überleben in einer zunehmend materialistischen Welt für Geld rackern müssen, statt ihrem Nachwuchs das Maß an Zeit und liebevoller Aufmerksamkeit zu geben, die nötig ist, um zu einem freien, selbstbewussten Menschen zu werden?

Von der Kinderkrippe über das Turboabitur zum Bätscheler, weiter zum Dauerpraktikanten, dann Zeitarbeiter beim Paketdienst, so sieht der typische Karriereweg der verunsicherten und zugleich angepassten Menschlein unter der von oben verordneten Regenbogenflagge aus. Nur wer ganz brav ist und nicht die falschen Fragen stellt, kann immerhin ein Bundestagsmandat ergattern oder eine Professur in der Genderforschung, oder wenigstens eine Umschulung zum Windkraftbeutelschneider.

Linke erklärten einst die „bürgerliche Kleinfamilie“ zur Keimzelle des Faschismus. Aus dieser Ecke kommt vermutlich die aufdringliche Propaganda gegen Mütter, die sich dafür entscheiden, sich vorrangig der Erziehung ihrer Kinder zu widmen. Der kleine finanzielle Ausgleich durch die als solche diffamierte Herdprämie beträgt allenfalls einen Bruchteil der Ausgaben für einen Krippenplatz. Der enorme ideologische und finanzielle Aufwand, der getrieben wird, um auch noch das letzte Kind so früh wie möglich in eine staatliche Einrichtung stecken zu können, dient ganz gewiss nicht dem Ziel der Selbstverwirklichung von Kindern und Müttern, sondern der Formierung der Gesellschaft im Interesse des Kapitals, liebe Linke! Ist es reaktionär, darauf hinzuweisen?

Diese und weitere Widersprüche zwischen dem von oben verordneten synthetischen Weltbild und der real wahrgenommenen Lebenswelt sind es, samt dem Unvermögen der etablierten Parteien, sie schlüssig zu erklären, statt ihre unverstandenen Wähler und Nicht-Wähler zu beleidigen, die diese in Scharen zu einer heterogenen Protestpartei wie der AfD überlaufen lassen. Spätestens wenn überall die dritte Toilette vorgeschrieben wird, wähle ich die auch.

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49 Antworten zu Fundstück: AfD-Bashing und ein ruhiges Contra

  1. Adrian schreibt:

    „Menschen, die jederzeit für das Recht vom Minderheiten einstehen, ihr Leben nach ihrer Façon zu leben – und denen es nichtsdestrotz gewaltig auf den Wecker geht, wie die Lebensmodelle solcher Minderheiten derart übersteigert in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt werden.“

    Und an dieser Stelle kann man schon aufhören zu lesen. Purer Schwachsinn!

  2. Aurelie schreibt:

    Von der Kinderkrippe über das Turboabitur zum Bätscheler, weiter zum Dauerpraktikanten, dann Zeitarbeiter beim Paketdienst, so sieht der typische Karriereweg der verunsicherten und zugleich angepassten Menschlein unter der von oben verordneten Regenbogenflagge aus.

    Was Dauerpraktika und der Bachelor mit den Forderungen von Minderheiten zu tun haben, leuchtet mir nicht ein. Mir fehlt der Zusammenhang.
    Menschen sollen möglichst früh der Wirtschaft zur Verfügung stehen, aber m.M.n. sind das eher konservative Forderungen. Der Wachstum und die globale Konkurrenzfähigkeit stehen über allem – selbst wenn das seit Jahren stagnierende Reallöhne und grenzenlose Ausbeutung ökologischer Ressourcen zur Folge hat. Die Einführung eines Mindestlohns und stärkere Regulierung von Zeitarbeit sind ebenfalls keine konservativen Forderungen, sondern kommen vielmehr aus der linken „Regenbogenecke“. Mit einem angemessenen Mindestlohn könnte die Frau (theoretisch) leichter zuhause bleiben und müsste sich nicht auch noch für Geld abrackern. Die AfD ist jedoch strikt gegen diesen Mindestlohn. Sie ist der Meinung, er schade Deutschland. Bleibt die Frage, welche Forderung Deutschland mehr schadet: Apodtionsrecht für Homosexuelle oder unterirdische Löhne, die den Staat dazu zwingen, hart arbeitenden Menschen einen Zuschuss zu gewähren (Aufstockung)?
    Ebenso weiß ich nicht, wo oder von wem das sogenannte „Regenbogenmodell“ propagiert wird. An mich ist noch keine Lesbe herangetreten, um mich auf ihre Seite zu ziehen. Kein Pfarrer kam jemals zu mir, um mir sagen, man könne meine sexuelle Orientierung heilen. Umgekehrt passiert das dagegen des Öfteren. Als Trans-Mensch muss man sich immer noch eine psychische Krankheit attestieren lassen, um sein Geschlecht ändern zu dürfen. Das nenne ich Diskriminierung. Ich als heterosexuelle Frau wurde noch nie (!) wegen meiner sexuellen Orientierung diskriminiert.

    • Adrian schreibt:

      „Was Dauerpraktika und der Bachelor mit den Forderungen von Minderheiten zu tun haben, leuchtet mir nicht ein. Mir fehlt der Zusammenhang.“

      Es gibt keinen. Der Kommentar ist seichte homophobe Propaganda. Mehr nicht.

      • Aurelie schreibt:

        Ich dachte nur, dass ich vielleicht zu blöd sei, um den Zusammenhang zu sehen, aber anscheinend gibt es einfach keinen.
        Falls es doch einen gibt, darf ihn mir der Autor gerne erklären.

      • Adrian schreibt:

        „Falls es doch einen gibt, darf ihn mir der Autor gerne erklären.“

        Dem schließe ich mich an.

      • Aurelie schreibt:

        Okay.
        Wenn wir schon mal dabei sind, würde mich die genaue Definition von „randständigen Sexualpraktiken“ interessieren (gerne als formlose Liste). Dazu bitte noch kurze Anmerkungen, ab welchem Alter welche sexuellen Praktiken erklärt/erwähnt werden dürfen oder welche die Kinder und Jugendlichen sich lieber selbst beibringen sollen. (Internet-Pornos sind ja eine beliebte Quelle.) Man darf die Kleinen schließlich nicht durch Übersexualisierung von ihrer natürlichen Entwicklung abhalten. Es ist besser, wenn sie das alles selbst entdecken. Früher hat das ja auch super geklappt.

      • Adrian schreibt:

        Ich würde ergänzend gerne noch diesen Satz erklärt haben wollen

        „und denen es nichtsdestrotz gewaltig auf den Wecker geht, wie die Lebensmodelle solcher Minderheiten derart übersteigert in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt werden.“

        vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, dass mir selten bis nie die übersteigerte Propagierung heterosexueller Lebensmodelle auf den Wecker geht.

      • Ronald.Z schreibt:

        @Adrian 14:48:
        Ich würde ergänzend gerne noch diesen Satz erklärt haben wollen

        “und denen es nichtsdestrotz gewaltig auf den Wecker geht, wie die Lebensmodelle solcher Minderheiten derart übersteigert in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt werden.”

        O.K. ich versuche es mal:
        Fortpflanzung geht nur mittels heterosexueller Betätigung. Das sich im Nachgang dieser Betätigung zur Aufzucht der Folgen derselben auch heterosexuell determinierte Beziehungen zwischen den Beteiligten bilden ist folgerichtig und hat sich evolutionär zumindest für den Menschen (aber nicht nur;-) bewährt.
        Heterosexuelle Beziehungen sind so etwas wie das konstitutive Element bei der Arterhaltung. Alles andere mag zwar schön sein und Spass machen, iss aber nur Deko.

        Ich verstehe die Kritik übertragen so, dass z.B. sich alle über den Anstrich eines Gebäudes unterhalten, sich über unterschiedliche Farbgebung und Pinselführung definieren, jedoch das Bauwerk selbst dem Schimmelbefall überlassen.

      • Adrian schreibt:

        „Heterosexuelle Beziehungen sind so etwas wie das konstitutive Element bei der Arterhaltung.“

        Nun ja, wem Arterhaltung wichtig ist. Den Heteros offenbar nicht, sonst hätten wir ja keine demografischen Probleme.

        „Ich verstehe die Kritik übertragen so, dass z.B. sich alle über den Anstrich eines Gebäudes unterhalten, sich über unterschiedliche Farbgebung und Pinselführung definieren, jedoch das Bauwerk selbst dem Schimmelbefall überlassen.“

        Heteros fühlen sich also vernachlässigt?

      • aranxo schreibt:

        Ich als Autor dieses Artikels kann Euch auch nicht alles erklären, was der Autor des Kommentars (Sabado) im Freitag sich so dabei gedacht hat. Ich für meinen Teil finde auch nicht jede Formulierung besonders glücklich gewählt. Insbesondere was das durchformierte Bildungssystem jetzt mit Minderheiten in Sachen sexueller Orientierung (Stichwort Regenbogenflagge) zu tun haben soll, erschließt sich mir auch nicht.

        Ich habe mich eher daran gestört, dass er den Grünen immer noch das Päderasten-Problem von anno dazumal aufs Butterbrot schmieren will. Die sind schon vor 25 Jahren aus der Partei geflogen. Das das ähnliche Niveau wie das Gequatsche von der „SED-Nachfolgepartei“, oder wie wenn man den Piraten in 25 Jahren noch das #bombergate vorwirft (so es die Piraten dann noch gibt).

        @aurelie
        Menschen sollen möglichst früh der Wirtschaft zur Verfügung stehen, aber m.M.n. sind das eher konservative Forderungen
        M.E. sind das eher neoliberale Forderungen, die derzeit von den Konservativen aber durchaus auch vertreten werden.

        Dazu bitte noch kurze Anmerkungen, ab welchem Alter welche sexuellen Praktiken erklärt/erwähnt werden dürfen
        Dass schon „Sechsjährige mit der Aufklärung über randständige Sexualpraktiken“ behelligt werden, ist auch deutlich übertrieben. Aber dass bereits 12- und 13-jährige über Begriffe wie GangBang und Analverkehr aufgeklärt werden sollen, scheint ja wohl tatsächlich gefordert und empfohlen zu werden. Michael Klein hat darüber gebloggt:
        http://sciencefiles.org/2014/09/01/anti-genderismus-ein-gespenst-geht-um-in-europa/

        Es geht m.E. in dem Text auch gar nicht darum, konkrete Positionen der AfD zu verteidigen, oder ob das eine mehr von Links oder mehr von rechts gefordert wird. Es geht darum, dass es in weiten Politikfeldern nur noch einen „alternativlosen“ Einheitsbrei der etablierten Parteien gibt. Und vor allem darum, dass es nicht nur keine Wahlmöglichkeiten mehr gibt, nein, abweichende Meinungen werden nicht nur abgelehnt, sondern regelrecht diffamiert und Diskussionen darüber abgewürgt.

        Mit Verlaub, Adrian, Du hast es gerade demonstriert. Genau das ist es, was vielen auf den Zeiger geht: Wenn man nicht mit jeder Forderung einer Minderheit gleich d’accord ist, kriegt man sofort ein „homophob“ um die Ohren gehauen, wahlweise je nach Situation auch gerne „frauenfeindlich,“ „sexistisch“, „islamophob“ oder „rassistisch“. Und diejenigen, die das tun, meinen dann, die Diskussion sei damit für sie erledigt. Aber genau das ist es , was die Leute zur AfD treibt. Diese Leute haben Ängste, Unbehagen, sei es nun berechtigt oder unberechtigt. Aber sie werden nicht abgeholt, sondern kriegen eins auf den Deckel, wenn sie ihr Unbehagen äußern. Da braucht man sich nicht zu wundern, wie solche Denkzettel-Wahlen zustande kommen.

      • Adrian schreibt:

        „Mit Verlaub, Adrian, Du hast es gerade demonstriert. Genau das ist es, was vielen auf den Zeiger geht: Wenn man nicht mit jeder Forderung einer Minderheit gleich d’accord ist, kriegt man sofort ein “homophob” um die Ohren gehauen“

        Mit Verlaub, wenn die Leute Ängste haben, dann sollen sie sie vernünftig artikulieren. Und genau erklären, was sie stört und sich nicht in nebulösen Allgemeinplätzen verlieren.

      • Aurelie schreibt:

        Ronald.Z,

        nee, ich verstehe es immer noch nicht. Ist des Menschen einziger Zweck die Arterhaltung? Ist man kein richtiger Mensch, wenn man sich nicht fortpflanzen will oder kann?

        Alles andere mag zwar schön sein und Spass machen, iss aber nur Deko.
        Wie sieht es mit Oral- und Analsex aus? Das praktizieren einige Heteros regelmäßig, obwohl es wahrscheinlich eine „randständige Sexualpraktik“ ist und nicht unbedingt der Arterhaltung dient, sondern reine Deko ist. (Lesen hier Kinder mit? Wenn ja: Bitte, bitte nicht verunsichern lassen. Auch nicht von Adrian!)

      • Ronald.Z schreibt:

        @Adrian 17:37

        „Nun ja, wem Arterhaltung wichtig ist. Den Heteros offenbar nicht, sonst hätten wir ja keine demografischen Probleme.“
        Genau, mein Reden! Aber diese demografischen Probleme haben wir in unterschiedlicher Ausprägung. Bei uns fehlt der Nachwuchs, woanders gibt es zuviel davon.
        Also mal platt gesagt, überall dort wo dem Anstrich mehr Aufmerksamkeit als dem Gebäude geschenkt wird scheint es Probleme zu geben. Andersrum ist es jedoch auch möglich.

        „Heteros fühlen sich also vernachlässigt?“
        Denke eher nicht, nur genervt, weil versucht wird die Standards neu zu definieren.

        Aber bevor ich falsch verstanden werden, was zu Standards, so wie ich diese im sexuellen Kontext verstehe:
        Sex hat 2 Funktionen:
        A. Arterhaltung
        B. Soziale Bindung, Spaß usw.

        A. ist für die Spezies langfristig Grundbedingung. Hierzu gehört auch die für die Fortpflanzung passende Kombination der Beteiligten.

        B. ist für eine entsprechend sozial strukturierte Spezies mittelfristig ebenfalls Grundbedingung. Die Kombination der Beteiligten ist variabel.

        Strukturiert man die Gesellschaft um, ist unter Opfern ggf. auf B. zu verzichten, auf A. nicht, so lange nicht die Auslöschung der Spezies unter „Opfer“ subsumiert wird.

        Also folgt:
        A>=B

      • Adrian schreibt:

        @ Ronald.Z
        Das ist ja alles sehr interessant, aber was willst Du mir eigentlich sagen?

      • Ronald.Z schreibt:

        @Ach Aurelie 17:52
        “ Ist des Menschen einziger Zweck die Arterhaltung? Ist man kein richtiger Mensch, wenn man sich nicht fortpflanzen will oder kann?“

        Meine rein persönliche Einschätzung von den zwei grundsätzlichen Funktionen von Sex habe ich versucht im Post um 19:15 an Adrian rüber zu bringen. Hat nun gar nix mit richtigem mensch und so zu tun.

        „-Alles andere mag zwar schön sein und Spass machen, iss aber nur Deko.-
        Wie sieht es mit Oral- und Analsex aus? Das praktizieren einige Heteros regelmäßig, obwohl es wahrscheinlich eine „randständige Sexualpraktik“ ist und nicht unbedingt der Arterhaltung dient, sondern reine Deko ist. “
        Da Du fragst: „randständige Sexualpraktiken“ soll m.E. jeder so betreiben wie es den Beteiligten Spaß macht. Oralsex ist schön, Anal kann ich weder a/p beurteilen, also enthalte ich mich hier.
        Es gibt jedoch auch Praktiken, die auch als „randständig“ gelabelt werden, wie z.B. mit Tieren, die würde ich schon pathologisieren.

        Kurz gesagt, würde ich hier schon zwischen „randständig“ und „randständig“ unterscheiden. Dieses nicht getan zu haben fällt ja den GRÜNEN dank des offenen Verhältnisses zum Sex mit Minderjährigen in deren Anfangsphase immer noch auf die Füße.

        PS. Wie formatiert man hier Zitate kursiv?

      • Ronald.Z schreibt:

        @ Adrian
        „Das ist ja alles sehr interessant, aber was willst Du mir eigentlich sagen?“

        Alles wird gut;-).

      • aranxo schreibt:

        @Adrian
        „Mit Verlaub, wenn die Leute Ängste haben, dann sollen sie sie vernünftig artikulieren. Und genau erklären, was sie stört und sich nicht in nebulösen Allgemeinplätzen verlieren.“

        Das ist ja genau der Punkt. Es hilft nichts, es wird trotzdem nicht zugehört. M.E. war z.B. die Petition gegen den neuen baden-württembergischen Lehrplan durchaus vernünftig und moderat artikuliert. Und was war? Keinen halben Tag später kam Volker Beck mit dem Vorwurf „homophob“ um die Ecke. Und auf dem Niveau gings dann weiter. Wirklich auseinandergesetzt mit der Petition oder gar mit dem Originaltext des Lehrplans hat sich kaum wer. Wozu auch, wenn die Leitwölfe die Parole ausgeben, die Petition sei schwulenfeindlich. Was sie m.E. nicht war. Dass die Parolen auf den Demos dann später auf beiden Seiten unterirdisch waren, darüber brauche ich wohl nicht reden. Dass sich dann wieder die knallharten Klerikalen dranhängen und was von göttlicher Schöpfungsordnung faseln, war auch zu erwarten.

      • Adrian schreibt:

        „Keinen halben Tag später kam Volker Beck mit dem Vorwurf “homophob” um die Ecke.“

        Das ist auch weiterhin meine Meinung.

      • aranxo schreibt:

        Sei Dir unbenommen. 🙂

      • Adrian schreibt:

        Und was ist dann Deine Kritik an Beck?

      • aranxo schreibt:

        @Adrian
        „Und was ist dann Deine Kritik an Beck?“
        Dass er meint, er müsse den Vorwurf „homophob“ nicht mehr begründen. Ich habe jedenfalls nichts dergleichen seinerzeit von ihm gelesen, und ich habe mich wirklich damit beschäftigt, kann mir aber auch entgangen sein. Du hast meiner Erinnerung nach das immerhin in einem Artikel auf Deinem Blog begründet. Ich bin nicht deiner Meinung, aber ich respektiere im Interesse einer fairen und vernünftigen Diskurskultur sehr, wenn Menschen ihre Positionen noch auf eine unaufgeregte Art darlegen und begründen, auch wenn es mich dann letztendlich nicht überzeugt. Aber wenn wir abwertende Äußerungen über andere Menschen nicht mehr begründen wollen, weil wir meinen, das hätten wir nicht nötig, weil wir eh die Mehrheit auf unserer Seite haben, schadet das der Gesellschaft immens.

      • „Der Kommentar ist seichte homophobe Propaganda. Mehr nicht.“

        Wo kommt in dem Kommentar denn eine Angst vor Homosexuallität zu Ausdruck?

      • Aurelie schreibt:

        Aranxo,
        ich ging davon aus, dass du mit der Meinung des Verfassers übereinstimmst, weil er dir aus dem Herzen spricht.

        Bei der ganzen Diskussion um den Bildungsplan wird m.M.n. die kindlich-jugendliche Unschuld glorifiziert. Es ist für Eltern schwer auszuhalten, ihren Kindern Dinge zu erklären, die sonst nur unter vorgehaltener Hand besprochen werden. Ein Kind oder ein Jugendlicher hat sich einfach nicht für diese Dinge zu interessiert. Fertig aus. Die Realität sieht ganz anders aus. Während der Pubertät hatte ich so viele Fragen, die ich aus Scham nicht stellte. Ich war neugierig und konnte mir viele Veränderungen meines Körpers nicht erklären. Es wird immer so getan, als ob dieser Unterricht den armen Kleinen aufgezwungen werden soll, obwohl sie eigentlich lieber mit Lego spielen. Mittlerweile haben schon 10-jährige Kontakt mit pornografischem Material. Will man sie damit alleine lassen? Möchte man, dass Jugendliche durch Pornos und kursierende Halbwahrheiten aus dem Internet aufgeklärt werden?

        Für mich liegt der Kern des Protests darin, dass Eltern ihre Kinder nicht als Menschen mit einer eigenen Sexualität wahrnehmen wollen. Wer „Kind“ und „Sex“ in einem Satz nennt, gilt ohnehin als latent pädophil. (Ich als Frau kann darüber ziemlich frei reden, weil ich nicht unter Generalverdacht gestellt werde.)

        Man kann Jugendliche während der sensiblen Zeit der Pubertät nicht einfach sich selbst überlassen, so wie das viele fordern. Das ist ein sehr bequemer Weg, weil man als Eltern heiklen Gesprächen aus dem Weg gehen kann. Jugendliche werden jedoch irgendwann in Kontakt mit sexuellen Themen kommen, selbst wenn das für die Eltern befremdlich sein mag. Dazu gehört eben auch, über sexuelle Praktiken und Orientierungen aufzuklären. Spätestens im nächsten Porno werden sie damit konfrontiert werden. Der Blümchensex, den uns die Aufklärungsbücher sonst so zeigen und zur Normalität erklären, findet dort nämlich nicht statt. Diese Entwicklung finde ich selbst nicht gut, aber man kann sie nicht umkehren. Man kann nur entscheiden, ob man lieber so tut, als wenn der Sohn/die Tochter sich nicht für „sowas“ interessiert oder ob man Jugendlichen das Handwerkszeug gibt, das sie in unserer durchsexualisierten Gesellschaft nun mal brauchen. Verunsicherung entsteht dort, wo Jugendliche mit ihren Fragen alleine gelassen werden. Verunsicherung entsteht nicht, weil sie in ein oder zwei Unterrichtsstunden ihre eigene Sexualität reflektieren sollen und über Analsex sprechen.

      • Aurelie schreibt:

        Ronald.Z,

        ich bitte dich: Zoophilie wird ja wohl nicht im Unterricht behandelt werden.

        Nochmal die Frage: Oral- und Analsex sind für dich jetzt randständig oder nicht? Wenn sie randständig sind, darf man im Unterricht nicht über sie sprechen?

        (Diese uralte Keule mit den Grünen finde ich nur noch langweilig. In einem anderen Kommentar hab ich es schon erwähnt: Nur weil jemand Jugendliche zeitgemäß aufklären möchte, ist er noch lange kein Pädophiler. Damit kann man aber wunderbar jede Diskussion killen.)

      • Ronald.Z schreibt:

        @ Aurelie

        „Nochmal die Frage: Oral- und Analsex sind für dich jetzt randständig oder nicht? Wenn sie randständig sind, darf man im Unterricht nicht über sie sprechen?“

        Drücke ich mich so undeutlich aus?
        Also in einfachen Worten:
        Es gab mal eine Zeit, da war alles ausserhalb der heterosexuellen Missionarsstellung randständig.
        Inzwischen ist es nicht mehr so. Oral- und Analverkehr ist zwar immer noch nicht für eine Fortpflanzung tauglich, ansonsten aber normal.

    • krams schreibt:

      @Ronald „Fortpflanzung geht nur mittels heterosexueller Betätigung.“
      Falsch, schon seit Jahrzehnten übrigens.

      Die Ehe ist übrigens auch keineswegs eine notwendige Bedingung für Reproduktion (wenn auch nicht die schlechteste Lösung). Viele Ehen bleiben ja auch kinderlos. Warum sollten die gefördert werden? Oder andersrum, warum sollten homosexuelle kinderlose Partnerschaften, nicht die gleichen Rechte haben wie heterosexuelle kinderlose? Und für solche mit Nachwuchs analog?

      • Ronald.Z schreibt:

        „@Ronald “Fortpflanzung geht nur mittels heterosexueller Betätigung.”
        Falsch, schon seit Jahrzehnten übrigens. “

        Hallo krams,

        das iss mir neu. Ich bin immer noch auf dem trip, dass zu einer erfolgreichen Fortpflanzung Spermium und Eizelle = Mann und Frau erforderlich sind.

        Alles andere im zweiten Absatz habe ich nicht behauptet. Ich würde hier die selben Fragen stellen wie Du. Jedoch fehlt mir hier die Frage, warum langjährigen Partnerschaften mit Kindern zwar Ehen mit Trauschein ohne Kinder sozialhilferechtlich gleichgestellt sind, kinderlosen Ehen jedoch steuerlich privilegiert werden.

      • krams schreibt:

        @Ronald “ Ich bin immer noch auf dem trip, dass zu einer erfolgreichen Fortpflanzung Spermium und Eizelle = Mann und Frau erforderlich sind.“

        Dann ist für Dich z.B. In-vitro-Fertilisation „heterosexuelle Betätigung“?

      • St. Elmo schreibt:

        Genau 99,9% der Kinder werden ja heute In-Vitro gezeugt.
        Und die restlichen 0,1% machen das nur deswegen per GV weil das mit dem In-Vitro leider nicht funktionieren will.

      • krams schreibt:

        @ St. Elmo

        Was genau verstehst Du an dem Wort „nur“ in Ronalds Kommentar nicht?
        Und wo ist die Logik, „hetereosexuelle Betätigung“ schützen und fördern zu wollen, wenn er weder notwenige Bedingung für Reproduktion ist noch automatisch zu Nachwuchs führt? Warum nicht einfach das Kinderkriegen fördern? Geht den Staat doch nichts an, auf welchem Weg.

      • Ronald.Z schreibt:

        @ krams
        „Dann ist für Dich z.B. In-vitro-Fertilisation “heterosexuelle Betätigung”?“
        Ja, selbstverständlich;-).
        Zumindestens sind auch bei einer in-vitro Befruchtung die Teilnahme der üblichen beiden Menschen unterschiedlichen Geschlechts erforderlich. Nur der Teilnehmerkreis ist im Gegensatz zur herkömmlichen Vorgehensweise um ein paar technische Assistenten zu erweitern.
        Laut Aussagen von Bekannten soll es auch entscheidend weniger Spaß machen.

  3. Graublau schreibt:

    Zur AfD sei auch Adrians Artikel empfohlen, der das aus meiner Sicht wichtigste Argument enthält: Wenn uns die großen Parteien quasi alle dieselbe Politik als „alternativlos“ verkaufen, wird es Zeit, dass ein Konkurrenzangebot auf den Markt kommt. Selbst wenn es völlig bescheuert ist, sind die anderen Parteien gezwungen, darauf zu reagieren und sich wieder voneinander stärker abzugrenzen. Dann gälte es bei Wahlen vielleicht tatsächlich mal wieder zwischen vernünftigen Alternativen zu entscheiden.

    • Matze schreibt:

      Das sehe ich genauso. Mit den etablierten Parteien scheint einfach kein Richtungswechsel möglich zu sein. Man hat das Gefühl, es ist egal wenn man wählt.

  4. krams schreibt:

    „Ohne eindeutige geschlechtliche Identität aufzuwachsen ist das wenig beneidenswerte Schicksal einer Minderheit“

    Sabados überträgt 1:1 die Haltung der katholischen Kirche zu Homosexuellen, die ja auch als „unsere Schwestern und Brüder, die wir keineswegs für ihre Krankheit verurteilen dürfen“ bezeichnet werden, auf alle, die sich nicht in den „Gechlechteridentitäten“ (wer legt die denn fest?) wiederfinden. Pure Heuchelei auch hier. Der Widerspruch in seinem Satz

    „[..]setzt nicht voraus, sich als eindeutiger Mann oder eindeutige Frau als etwas Besseres zu fühlen, aber darf man denn nicht froh sein, wenigstens dies Problem nicht zu haben?“

    scheint ihm nichtmal klar-, diese Menschen einfach als anders, aber gleichwertig anzuerkennen, keine Option zu sein. Er schreibt von der Abwertung der traditionellen Familie zugunsten von Patchwork-Modellen, dabei ist er es selbst, der andere Lebensweisen als wenir wertvoll betrachtet

    Und wer wegen einer dritten Toilette eine Partei mit einem so weitreichendem Programm wie die AfD wählt… ganz schwacher Kommentar.

    • aranxo schreibt:

      Du interpretierst da zuviel rein. Von Krankheit steht da nichts im Text. Ich finde sehr wohl, dass er „diese Menschen“ als anders, aber gleichwertig anerkennt. Nur wischt er eben nicht unter den Teppich, dass Angehörige von Minderheiten manchmal mehr Probleme haben als die der Mehrheit, und das eben auch immanent sein kann und nicht nur an der bösen Diskriminierung durch die ignorante Mehrheit liegt.

      Wenn ein Rechtshänder sagen würde, er wäre froh, kein Linkshänder zu sein, weil die eben mehr Probleme haben, betrachtet er dann gleich Linkshänder als minderwertig? Nein, tut er nicht. Wenn eine Firma kein Interesse hat, einen bestimmten Gegenstand auch immer in der Linkshänderversion zu bauen, weil es sich schlechter verkauft, ist das dann gleich Diskriminierung von Linkshändern? Nein, das ist eine betriebswirtschaftlich völlig legitime Entscheidung.

      Und seit wann wählen Menschen wegen eines Parteiprogramms? Die liest doch eh keiner. Menschen wählen Parteien auch nur im seltensten Falle wegen des Idealfalles, also wohlüberlegt, weil die Partei ihrer Weltanschauung am nächsten kommt. In Wirklichkeit wählen die meisten Leute die, die einem vom Führungspersonal her am sympathischsten sind. Oder die einem für den eigenen Geldbeutel am meisten versprechen. Oder früher noch, weils der Pfarrer von der Kanzel runter gesagt hat. Oder eben Protestparteien, weil einem die anderen auf den Sack gehen, wie die AfD und vorher die Piraten. Und in letzterem Falle ist einem das Programm ja sowas von sch…egal. Es geht nur darum, den etablierten einen Denkzettel zu verpassen.

      • krams schreibt:

        Ich habe zu viele Texte mit diesem Tenor gelesen und mit zu vielen Menschen mit ähnlicher Meinung gesprochen, als dass ich mich Deiner Interpretation anschließen könnte. Fast immer kommt am Ende nämlich doch einfach ein Unbehagen an dem Anderen, Fremden zum Ausdruck. Er schreibt ganz klar, dass ihm die Lebensmodelle von Minderheiten zuviel Aufmerksamkeit bekommen, wendet sich gegen “randständige Sexualpraktiken” (wahrscheinlich meint er ganz simpel homosexuellen Sex?) usw. Im Prinzip möchte er einfach, dass Minderheiten sich unsichtbar machen und die Mehrheit nicht stören. Auf die Linkshänder übertragen: er möchte sich freuen dürfen, dass er keiner ist, und gleichzeitig sich beschweren, dass ihnen zuviel Aufmerksamkeit eingeräumt wird (z.B. angepasste Schreibübungen in der Schule).

        Zum Wahlverhalten: Wer so wählt, sollte sich dann aber auch nicht beschweren, wenn er bekommt, was er bestellt hat…

      • Adrian schreibt:

        @ krams
        „Ich habe zu viele Texte mit diesem Tenor gelesen und mit zu vielen Menschen mit ähnlicher Meinung gesprochen, als dass ich mich Deiner Interpretation anschließen könnte. Fast immer kommt am Ende nämlich doch einfach ein Unbehagen an dem Anderen, Fremden zum Ausdruck.“

        Zustimmung.

    • @ krams

      „Im Prinzip möchte er einfach, dass Minderheiten sich unsichtbar machen und die Mehrheit nicht stören. “

      Das ist Deine Auslegung. Wenn sich Minderheiten allerdings so in den Vordergrund drängen, wie die Lesben sich ins Homodenkmal Berlin, stimmt doch was mit der Vehältnismäßigkeit nicht.

      Ich habe nicht den Eindruck, daß es um die Mindeheiten geht, sondern wie Förderungen abgerüsselt werden können oder wie neue Pöstchen geschaffen und besetzt werden können.

      • krams schreibt:

        @ddbz „Wenn sich Minderheiten allerdings so in den Vordergrund drängen, wie die Lesben sich ins Homodenkmal Berlin, stimmt doch was mit der Vehältnismäßigkeit nicht“

        Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Kommentator NICHT dieses Beispiel vor Augen hatte.. außerdem ist da auch der Hauptkritikpunkt nicht ein sich-in-den-Vorergrund-Spielen, sondern die Geschichtsklitterung – Verfolgung von lesbischen Frauen wegen ihrer sexueller Orientierung hat im Nationalsozialismus so gut wie nicht existiert.

        Aus meiner Erfahrung geht es z.B. häufig um die Möglichkeit zur Eheschließung – und da hätte es auch keine Gruppe nötig, öffentlich Lärm zu machen, wenn es einfach gleiches Recht für alle gäbe. Das hat auch nichts mit Extrawurst braten zu tun, eine Ehe zwischen zwei Männern ist für das Standesamt auch nicht aufwendiger als zwischen Mann und Frau.

      • @ krams

        So kommen wir nicht weiter. Du bist Dir ziemlich sicher, weißt es aber nicht. Das ist der Unterschied zwischen zB uns beiden, ich bin mir nicht sicher.

        Den Lesben wiederum ging es nicht um sich in den Vordergrund drängen? Komisch, was Du alles weißt. Ich habe mich mit den Vorgängen damals beschäftigt und hatte einen ganz anderen Eindruck.

        Du stellst also die Motivation des Kommentarors zweifelsfrei fest, um dann auf diese Motivation einzudreschen und ihm fiese Motive zu unterstellen. Er kann ja keine redlichen haben, nicht wahr? Schön wenn Du so gefestigt in Deinem Weltbild bist.

      • @ krams

        „…wenn es einfach gleiches Recht für alle gäbe.“

        Das scheint in userer Gesellschaft ja eben NICHT gewünscht zu sein. Männer haben weniger Rechte als Frauen und dies scheint auch niemanden wirklich zu stören auch die, die lauthals gleiche Rechte für Homos verlangen teilweise nicht. Siehe die Grünen oder die SPD … oder Merkel, drängt die etwa auf Abschaffung der gesetzlichen Schlechterstellung von Männern? Eben und deswegen halte ich diese Homoliebe unserer Politiker großteils für reinen Popoulismus, für einen Werbegag.

        Ich bin allerdings der Meinung alle sollten gleiche Rechte haben! Männer, Frauen, Homos, Heteros und so weiter. Deshalb denke ich, Homos sollen ganauso heiraten dürfen wie Heteros auch! 🙂

      • krams schreibt:

        @ddbz „Das ist der Unterschied zwischen zB uns beiden, ich bin mir nicht sicher.“
        vs.
        „Ich habe mich mit den Vorgängen damals beschäftigt und hatte einen ganz anderen Eindruck.“

        Fällt Dir ev. ein kleiner Widerspruch auf? Warum bist Du Dir jetzt bei den damaligen Vorgängen über die Motive sicher? 😉 Ich habe außerdem nicht geschrieben, dass sich die Fürsprecher eines Denkmals auch für die Lesben nicht in den Vordergrund drängen wollten, sondern dass aus meiner Wahrnehmung der Hauptkritikpunkt ein anderer war, nämlich das beharren auf einem unhistorischen Denkmal.

        „Du stellst also die Motivation des Kommentarors zweifelsfrei fest, um dann auf diese Motivation einzudreschen und ihm fiese Motive zu unterstellen. Er kann ja keine redlichen haben, nicht wahr? Schön wenn Du so gefestigt in Deinem Weltbild bist.“

        Zweifelsfrei feststellen kann ich nie die Motivation. Ob die redlich ist oder nicht (man kann übrigens auch mit redlichen Motiven den größten Schwachsinn fordern) ist mir auch egal, eingedroschen habe ich ebenfalls nicht auf ihn, das geht jetzt ins leicht mimosenhafte. Ersetze doch mal spaßeshalber „Minderheiten“ im Text durch Männer – fändest Du den Satz „setzt nicht voraus, sich als Frau als etwas Besseres zu fühlen, aber darf man denn nicht froh sein, wenigstens dies Problem,ein Mann zu sein, nicht zu haben, “ neutral in einem anderen Kontext? Ich nicht, ich würde es als Abwertung sehen.

        „Das scheint in userer Gesellschaft ja eben NICHT gewünscht zu sein. Männer haben weniger Rechte als Frauen und dies scheint auch niemanden wirklich zu stören“ Das ist richtig in einigen Bereichen, dagegen wendet er sich aber überhaupt nicht in seinem Kommentar. Den Bereich spricht er überhaupt nicht an. Und Homosexuelle haben m.W. in keinem Bereich mehr Rechte als Heteros. Wenn Du andere Beispiele kennst, bin ich gespannt.

        „Ich bin allerdings der Meinung alle sollten gleiche Rechte haben! Männer, Frauen, Homos, Heteros und so weiter. Deshalb denke ich, Homos sollen ganauso heiraten dürfen wie Heteros auch!“

        Da sind wir ja ausnahmsweise mal beieinander 😉

      • @ krams

        „Fällt Dir ev. ein kleiner Widerspruch auf? Warum bist Du Dir jetzt bei den damaligen Vorgängen über die Motive sicher?“

        Nein, tut er nicht. Erstens handelt es sich allein in der Menge der Worte und Anzahl der Akteure um zwei völlig verschiedene Vorgänge und zweitens lassen solche sinngemäßen Aussagen wie ; *Es ist schlimmer totgeschwiegen zu werden als totgeschlagen zu werden!* oder *Es geht nicht um die Vergangenheit, sondern um die Gegenwart und Zukunft!* (bei einem Denkmal für Opfer der verangenen Nazizeit!) *Die Frauen/Lesben werden wiedermal vergessen!* (obwohl es so keine Lesbenopfer gab), meine Schlüsse auf die damaligen Motive schon zu.

        Mir mimosenhaftigkeit vorzuhalten hat was, zumal

        „Ohne eindeutige geschlechtliche Identität aufzuwachsen ist das wenig beneidenswerte Schicksal einer Minderheit“

        dies Schiksal von vielen der Betroffenen tatsächlich als nicht erstrebenswert geschildert wird und zwar auch unabhängig von der jeweiligen Umgebung. Sollte man jetzt dem Kommentator vorhalten, daß er augenscheinlich dieser Minderheit zugehört hat? Willst Du daraus wirklich auch noch einen Vorwurf machen? Was soll das bringen, ausser weiteres zerschlagenes Porzellan? Ich verstehe wirklich nicht was Du willst …

      • Adrian schreibt:

        „Deshalb denke ich, Homos sollen ganauso heiraten dürfen wie Heteros auch!”

        Das können sie allerdings bereits jetzt. Nur so nebenbei 😉

      • @ Adrian

        Dann ist es doch gut. Ist diese Sache ja schonmal erledigt …

        Ich glaube aber nicht, daß die Sache mit den gleichen Rechten für alle was wird. 😦

    • St. Elmo schreibt:

      Bei deiner Argumentation könnte man auch „Paranoia“ sagen.

      Ich finde es Mitttlerweile absolut schrecklich wie aus der Grün/Linken Ecke gegen Menschen polemisiert, gehetzt wird.

  5. Adrian schreibt:

    „Spätestens wenn überall die dritte Toilette vorgeschrieben wird, wähle ich die auch.“

    Dem stimme ich allerdings zu. Eine Toilette recht völlig.

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