Feminism Against Women

In den letzten 40 Jahren haben Frauen in der Berufswelt große Fortschritte gemacht. Die Zahl der Frauen in Führungspositionen ist stark gestiegen und Deutschland, Dänemark, Norwegen, Argentinien, Brasilien, Südkorea und einige andere Länder werden zur Zeit von Frauen regiert. Doch obwohl Frauen mehr kommerziellen Erfolg und mehr Macht haben als je zuvor ist das subjektive Wohlbefinden von Frauen in der westlichen Welt während diesem Zeitraum beständig gesunken, sowohl absolut als auch relativ zu Männern.

Woran liegt das? Ich möchte hier die These vertreten, dass die Hauptschuld hierfür beim Feminismus liegt. In anderen Worten, der Feminismus schadet Frauen erheblich, vielleicht sogar mehr als Männern.

Zunächst ist zu sagen, dass die Annahme, mehr Spitzenpositionen würden zu mehr Glück und Zufriedenheit führen, zu kurz gedacht ist. Was dabei vernachlässigt wird, ist dass man diese Positionen nicht geschenkt bekommt. Um Bundeskanzlerin oder Geschäftsführerin eines Großunternehmens zu werden, muss man viele Jahre harter Arbeit investieren. Für Familie, Hobbys oder Entspannung bleibt da nicht viel Zeit übrig. Solche Positionen erreicht man nur unter Erbringung erheblicher Opfer. Wenn also mehr Frauen diese Entbehrungen auf sich nehmen um außergewöhnliche berufliche Erfolge zu erzielen, dann gibt es a priori keinen guten Grund deswegen von einem gestiegenen weiblichen Wohlbefinden auszugehen. Gleiches gilt mit Abstrichen auch für normale berufliche Karrieren.

Von Seiten des Feminismus werden diese Schattenseiten vom Streben nach beruflichem Erfolg aber häufig unterschlagen. Es wird einfach davon ausgegangen dass es Männer besser haben und dass deswegen mehr Frauen das tun sollten was früher Männern vorbehalten war. Also weg vom Dasein als Hausfrau oder teilzeitarbeitende Zweitverdienerin und hin zur Karrierefrau. Das Problem dabei war nur: die meisten Frauen wollten nicht. Die meisten Frauen wollten sich lieber um Haushalt und Kinder kümmern anstatt sich auf Erwerbsarbeit zu fokussieren.

Blöde Frauen! Natürlich konnten die Feministen das nicht einfach akzeptieren. All diese rückschrittlichen Hausfrauen hatten natürlich nur patriarchalische Rollenbilder verinnerlicht und wussten daher nicht was gut für sie war. Oder sie wurden von ihren Ehemännern unterdrückt. Oder der Arbeitsmarkt diskriminierte sie. Wie dem auch sei, es musste etwas daran geändert werden. Und so bekamen wir Förderprogramme für Frauen, Frauenbeauftragte, staatlich finanzierte Kitas, Antidiskriminierungsgesetze, Quotenregelungen und ähnliches.

Alles mit dem Ziel, mehr Frauen dazu zu bewegen ihre Karriere in den Vordergrund zu stellen. Gleichzeitig wurde dadurch das Hausfrauendasein immer weiter abgewertet. Frauen wurde eingeredet, sie könnten alles haben: Karriere, Liebe, Kinder, Hobbys, alles unter einen Hut. Und wem dazu die Stunden im Tag zu kurz waren, der machte offensichtlich etwas falsch.

Bei all dem wurden die eigentlichen Präferenzen von Frauen ignoriert. Feministen nahmen sich einfach die Freiheit heraus, für alle Frauen zu sprechen und so zu tun als ob ihre Vorlieben mit denen von Frauen identisch wären. Sie nahmen einfach an es besser zu wissen als all die ungebildeten Frauen die keine Kurse in Gender Studies besucht hatten. Und vor allem wollten sie nicht wahrhaben, dass es erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Wenn Frauen mehr Wert auf Familie und weniger auf Karriere legten als Männer, dann konnte das natürlich nur das Resultat von Unterdrückung und patriarchalischen Rollenbildern sein.

Tatsächlich bestehen diese Unterschiede aber weiter, allen Förderungs- und Umerziehungsmaßnahmen zum Trotz. Frauen legen deutlich weniger Wert auf beruflichen Erfolg als Männer. Wenn man also Frauen dazu drängt, von ihren eigentlichen Präferenzen abzuweichen, dann sollte man sich nicht wundern dass dies das Wohlbefinden von Frauen reduziert.

Der Feminismus lebt von echten oder eingebildeten Ungerechtigkeiten gegen Frauen und versucht daher immer neue Argumente dafür zu finden, dass Frauen benachteiligt werden. Daher redet er Frauen ein, es gebe eine Epidemie von häuslicher Gewalt und Vergewaltigung (natürlich immer nur gegen Frauen), weitverbreitete Lohndiskriminierung, eine gläserne Decke die beruflichen Aufstieg blockiert, sie würden von Männern zu Sexualobjekten degradiert, es gäbe eine Vergewaltigungskultur und ähnlichen Nonsens. Frauen die daran glauben werden sich deswegen höchstwahrscheinlich schlechter fühlen als Frauen denen so etwas nicht eingeredet wurde.

Auch führt derartiger Glaube zu einem schlechten Verhältnis zu Männern. Anstelle des mehr oder weniger harmonischen und symbiotischen Verhältnis der Geschlechter welches in der Vergangenheit vorherrschte, gibt es nun ein antagonistisches Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Oft wird auch ein „Krieg der Geschlechter“ beschworen in dem sich die Männer als Ganzes den Frauen als Ganzes feindselig gegenüberstehen. Natürlich gibt es und gab es nie einen solchen Krieg. Die bloße Vorstellung ist absurd in einer Welt, in der die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung heterosexuell ist und im Schnitt die Hälfte der Verwandten die eine Person hat vom anderen Geschlecht sind. Doch absurd oder nicht, wer sich als Teil eines Kriegs gegen Männer sieht wird kaum ein gutes Verhältnis zu männlichen Mitmenschen entwickeln können oder wollen.

Frauen wird eingeredet, sie seien die ewigen Opfer die in einer Gesellschaft leben die ihnen feindlich gesinnt ist und sie könnten sich nicht aus eigener Kraft aus dieser Opferrolle befreien. So rechtfertigt der Feminismus seine Existenz und schadet damit gerade den Menschen denen er vorgibt zu helfen.

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37 Kommentare zu „Feminism Against Women“

  1. Sehr treffender Text, danke!

    Feministinnen sprechen eben nicht für alle Frauen.
    Und es nervt, mit welcher Arroganz und Kompromisslosigkeit sie den Eindruck erwecken wollen, die Interessen anderer Frauen zu vertreten.

    „harmonischen und symbiotischen Verhältnis“
    Tolle Formulierung!

  2. Diese These wird ja von mehreren vertreten, so auch hier:

    “ “That study that I cited was all over the news a year ago — Lou Dobbs covered it on CNN — it didn’t seem to generate that much controversy when it came out, and all I did was cite that study and say a lot of women in the workforce would be happier at home. What is wrong with that?” he asked.
    [..]
    “I think a lot of women smash through the ‘glass ceiling’ and get to where [men] are and they go, ‘wait a minute, I thought you guys had brandy and went to strip clubs, you’re going over expense reports?’ And they see their friends from their small town with 3 kids going to soccer practice and they think, ‘That looks kind of cool, actually.’

    “So I think they know I am right and that is what is making everyone freak out. All I did was point to the elephant in the room, but as I made very clear in that interview — what made me fly off the handle, too — is I am not saying women should not be in the workforce. If you were meant to be there, by all means, be there, and when I work with a qualified woman who is driven, like a Barbara Corcoran type, I love it because I get the job done,” he said. “

    He said that overall his words have been twisted into being anti-woman, when in fact believes his comments to be empowering.

    http://dailycaller.com/2013/10/23/godfather-of-hipsterdom-feminism-makes-women-miserable/

    Studien über Frauen und Männer, was sie wollen (bzw. wollen sollen ^^) und ihre Unterschiede erscheinen ja z.Z. fast jede Woche in einer der großen Onlinezeitungen. Wenn dann eine Studie zum Ergebnis hat, dass nicht alle Frauen in der Karriere aufgehen und Glück werden, ist das dann für einige Feministinnen gleich wieder frauenfeindlich. Das ist doch bescheuert. Wenn es wirklich darum geht Geschlechterrollen aufzubrechen, damit jeder tun und lassen kann was er/sie will, warum wird dann die Mutter/Hausfrauen-Rolle und werden die Leute, die sie befürworten, von einigen Feministinnen so angefeindet.

    Ich klau jetzt mal einen Kommentar:

    „If you’re not with me, than you’re my enemy.
    Only a Sith deals in absolutes.“
    – Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith

  3. Ich halte die These für zu eindimensional, um das Phänomen des Absinkens des subjektiven Wohlbefindens von Frauen über die letzten Jahrzehnte zu begründen.

    „Der Feminismus“ ist erstmal nur ein lila-rosa Blanko-Etikett, das von Alice S. über die Mädchenmannschaft über Antje Schrupp bis hin zu Heide Göttner-Abendrot vielen angeklebt wird (oder sie kleben es sich selber an). Und diese spontane Auswahl an Namen zeigt schon das breite Spektrum an teilweise völlig konträren Positionen und Meinungen innerhalb dieser Marke „Feminismus“.

    Plakativ gesprochen würde ich sogar die These vertreten, dass alle „Feministinnen“ gleichzeitig und zusammen sprechend 😉 durchaus alle Frauen vertreten.

    Wirksam wahrnehmbar in der Öffentlichkeit – und damit auf die Gesamtheit der Frauen hinsichtlich ihres „Wohlbefindens“ überhaupt wirksam – ist allerdings nur das, was in den Massenmedien unter dem Etikett Feminismus vertreten wird.

    Und das hat keinen gesellschaftsprägenden oder gesellschaftsverändernden Anspruch, sondern folgt den Prämissen der Aufmerksamkeitstheorie.

    In diesem Umfeld wird den Frauen tatsächlich viel „eingeredet“, von der allgegenwärtigen Bedrohung durch vergewaltigenden Männer bis hin zur absoluten und bedingungslosen Ausrichtung des äusseren Erscheinungsbild auf ein tatsächlich unerreichbares Ideal.

    Ersteres dient der reinen Aufmerksamkeit und bedient tiefsitzende Urängste der Frau vor dem Mann, letzteres ist in einen konsumökonomischen Rahmen eingebunden und sorgt für systemisch zwingend notwendiges Wirtschaftswachstum.

    Auch die vorangetriebene Einbindung der Frau in den produzierenden Teil der Ökonomie (in Ergänzung zum konsumierenden Teil, wo die Einbindung bereits vollständig gelungen ist) ist systemisch zwingend notwendig.

    Immerhin ist es ja nur folgerichtig, wenn aus dieser ökonomischen Notwendigkeit einer möglichst totalen Einbindung der Frau in die Wirtschaft die Karriere in den Fokus rückt. Wenn Frauen schon voll malochen sollen, warum dann nur in subalternen Positionen?

    Dieser Teil setzt übrigens auf die eigentliche, von Männern gerne verdrängte, Triebfeder der „Frauenbewegung“ auf: Der Wunsch der Frau nach ökonomischer Unabhängigkeit von einem Mann.

    Denn dieses „mehr oder weniger harmonischen und symbiotischen Verhältnis der Geschlechter“ war hierzulande (und ist in vielen Teilen der Welt noch immer) mit einem Preis verbunden, den Frauen nur solange zahlen, solange ihnen nichts anderes übrigbleibt.

    Wenn man den analytischen Teil der benannten Studie (S. 28ff) folgt, dann könnte man ein kurioses Dilemma konstruieren:

    Frauen hätten gerne (brauchen zwingend?) einen stabilen sozio-ökonomischen Rahmen um sich darin selbstzuverwirklichen (Eigene Pflichten minimieren oder ganz abschaffen, Eigene Rechte maximieren) und als dessen Folge glücklich zu sein. Wenn aber alle Frauen dies anstreben, dann führt dies zu einer Destabilisierung eben dieses Rahmens, die Ordnung zerfällt und die Selbstverwirklichung erfolgt im strukturleeren Raum, ohne Halt und macht nicht glücklicher.

    Manntje, Manntje, Timpe Te… manches ändert sich nee 😉

    1. @Peter Müller
      >Ersteres dient der reinen Aufmerksamkeit und bedient tiefsitzende Urängste der Frau vor dem Mann,

      Hast du eine Idee, worin genauer diese Urängste bestehen und was ihre Ursachen sind?

      >Dieser Teil setzt übrigens auf die eigentliche, von Männern gerne verdrängte, Triebfeder der “Frauenbewegung” auf: Der Wunsch der Frau nach ökonomischer Unabhängigkeit von einem Mann.

      Diese ökonomische Unabhängigkeit kann ja für Männer Vorteilhaft sein: Wenn manchmal von der Versorgerfalle gesprochen wird und von der immerwährenden Zahlung im Scheidungsfall, dann würden diese Probleme bei einer ökonomischen Unabhängigkeit der Frauen kleiner werden.

      1. Nachtrag:
        Und wenn es diese Urängste wirklich gibt – bin mir da noch nicht ganz sicher -:
        Gibt es dann nicht zumindest zugleich eine Ur-Anziehung?
        Ich meine bei einigen Frauen schon sehr deutlich gespürt zu haben, dass hinter unserer Liebschaft auf ihrer Seite auch so etwas steckte wie eine Sehnsucht nach einem Mann, im Sinne von „Ich will nicht eine Frau mit Bart, sondern was, was wirklich anders ist als ich – nen Mann halt“.
        So manches „Ach, ihr Männer“ sagt ja auf der Tonfallebene etwas in der Richtung.

        Das wäre dann neben der Urangst die Anziehung durch das andere. Und vielleicht stecken dahinter irgendwelche Ergänzungsvorstellungen.

      2. @Seitenblick

        Diese Urängste entwickeln sich aus der Entfremdung während der Kindheit. Mit dem Erkennen des primären körperlichen Unterschieds stellt frau fest, dass „ihr was fehlt“. Ein Neidkomplex baut sich auf (mehr oder weniger stark ausgeprägt – generell erfolgt diese Entwicklung bei jeder individuellen Frau auch individuell verschieden ausgeprägt, nicht zuletzt auch in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen)

        Im weiteren Entwicklungsverlauf erfolgt eine Entfremdung und aktive Abgrenzung, die „den anderen“ schwer einschätzbar erscheinen lassen. „Was denkst Du gerade“ als Frage ist ein Echo aus der Entwicklungsstufe, wo frau feststellen musste, dass Jungs anders ticken, sie aber keine Ahnung hat wie.

        Ebenso tragen Unterschiede in der Robustheit des eigenen Körpereinsatzes im Alltag und generell das Auftreten zur Ausprägung dieser urangst. Diese Wahrnehmung der Frau auf den Mann ist deutlich zu sehen, wenn Frauen Männer imitieren sollen. Bei solchen Travestie-Aufführungen wird immer das dominante, imperative des Mannes betont, von breitbeinig gehen bis zu einer raumgreifenden Körperhaltung mit „Hier! Bin! Ich!“ Attitüde.

        Als das macht Frauen mehr oder weniger Angst und sie streben danach es zu kontrollieren (ihre Angst als auch den Mann).

        Es gibt ein paar Psychotricks, mit denen mann im direkten Kontakt mit frau diese weiblichen Urängste triggern kann, auch ohne nach aussen sichtbar aggressiv aufzutreten. Funktionieren immer. (und nein, dazu gibts logischerweise keine Details 😉 )

        Und ebenfalls nein, eine analoge „Ur-Anziehung“ gibt es nicht, die Anziehung ist sexuell motiviert (im heterosexuellen Kontext) oder basiert auf Blutsbande (am stärksten auf Mutter-Sohn-Ebene) . Ich gehe davon aus, dass dies der anthroplogische Grund für den Klassiker „Lesben hassen Männer“ ist. Hier steht der Ur-Angst keine sexuell motivierte Anziehung als ausgleichendes Element entgegen, daher ist die Manifestation unverfälscht.

        Ist die ökonomische Unabhängigkeit der Frau ein Vorteil für den Mann? Ja, wenn mann die Interaktion mit frau nur auf sexueller Ebene sucht. Nein, wenn Frau für den Mann auch als Mutter-Ersatz/ oder -Nachfolge dienen soll. Da ist eine solche Unabhängigkeitskomponente ein Störfaktor beim Ziel, eine dauerhafte und stabile Basis-Struktur zu haben.

        Und genau dieses Dilemma durchzieht ja alle Geschlechterdiskussionen.

      3. Hm, das überzeugt mich jetzt nicht so sehr. Die Neid-Annahme kenne ich zwar aus den Anfängen der Psychoanalyse, aber einen empirischen Nachweis dafür gibt es m.W. nicht. Ist ebenso eine Behauptung wie ein angeblicher Gebährneid bei Männer.

        >Diese Wahrnehmung der Frau auf den Mann ist deutlich zu sehen, wenn Frauen Männer imitieren sollen. Bei solchen Travestie-Aufführungen wird immer das dominante, imperative des Mannes betont, von breitbeinig gehen bis zu einer raumgreifenden Körperhaltung mit “Hier! Bin! Ich!” Attitüde.
        Ich glaube, diese Beobachtung belegt viel weniger als man so meint. Erst mal wäre die Frage, ob die Gruppe, die derartige Darstellungen macht, repräsentativ ist. Ich glaube nicht. Ich glaube, auch bei entsprechenden Workshops finden sich die – ich sag mal, im Verhältnis zu den Männern etwas Desorientierteren ein.
        Die Differenzwahrnehmung ist natürlich da, aber sie muss sich m.E. nicht in so etwas wie einer Urangst äußern. Zumal menschliche Verhältnisse ohnehin in der Regel durch Ambivalenzen bestimmt sind. Und das heißt, dass mehrere Aspekte zusammen betrachtet werden müssen.

        >Und ebenfalls nein, eine analoge “Ur-Anziehung” gibt es nicht, die Anziehung ist sexuell motiviert (im heterosexuellen Kontext) oder basiert auf Blutsbande …

        Das glaube ich auch nicht. Aber da stehen wohl anekdotische Evidenzen gegeneinander und objektive Daten hat wohl keiner.

        >Ist die ökonomische Unabhängigkeit der Frau ein Vorteil für den Mann? Ja, wenn mann die Interaktion mit frau nur auf sexueller Ebene sucht. Nein, wenn Frau für den Mann auch als Mutter-Ersatz/ oder -Nachfolge dienen soll. Da ist eine solche Unabhängigkeitskomponente ein Störfaktor beim Ziel, eine dauerhafte und stabile Basis-Struktur zu haben.

        Versteh ich nicht. Männer suchen einen Mutter-Ersatz? Ja, haben dann die Recht, die sagen, die Männer werden nie erwachsen?

      4. @Seitenblick

        Das ist ein grundsätzliches Dilemma der Soziologie bzw der Sozialpsychologie. Um solche Thesen nach Maßstäben der harten Wissenschaft überprüfen zu können, müsste man großangelegte Menschenexperimente durchführen, über längere Zeiträume mit definierten und kontrollierten Rahmenbedingungen und ohne Beeinflussung der „Versuchsobjekte“ durch die Beobachtung selber.

        Naheliegend, dass sich dies dies nur schwer umsetzen läßt und ethisch eigentlich nicht zu verantworten ist. Bleiben wir also auf der Glaubensebene und lassen jeden seine eigenen Erklärungen finden.

        Zu „Männer werden nie erwachsen“ würde mich interessieren, was Du unter erwachsen verstehst.

        Vielleicht ist „Mutter-Ersatz“ auch ein schlechter Begriff, wenn eigentlich der Wunsch von Männern gemeint ist, im Auftreten in der Aussenwelt einen stabilen, emotionalen Rückzugsraum zu haben und zugleich einen „sicheren Hafen“ für das Aufwachsen des eigenen Nachwuchses.

        Welchen Zweck sollte Deiner Meinung nach denn eine dauerhafte Verbindung eines Mannes mit einer Frau aus einer männlichen Perspektive gesehen haben?

      5. @Peter Müller

        >Zu “Männer werden nie erwachsen” würde mich interessieren, was Du unter erwachsen verstehst.

        Ich versuch’s mal ;-).

        Vorweg: Das war ein Quasi-Zitat, das ja oft aus einer bestimmten Ecke kommt.

        Und: Ich sehe diesen Begriff sehr kritisch, weil er natürlich häufig in manipulativer Absicht verwendet wird: Sein Einsatz dient oft dazu, Menschen dazu bringen, dass sie so funktionieren, wie es für andere profitabel ist. Dieser problematischer Einsatz des Begriffs ist sehr verbreitet, insofern macht es mich zunächst immer misstrauisch, wenn er auftaucht.

        Ich kann ihn aber inzwischen auch positiv bzw. sinnvoll füllen.
        Wenn man den Erwachsenen zunächst mal in Abgrenzung zum Kind sieht, das extrem auf die Versorgung durch andere angewiesen ist, dann ergibt sich schon der erste sinnvolle Aspekt.
        Erwachsen sein oder werden wäre dann, immmer mehr und im umfassenden Sinn für sich selbst sorgen zu können.
        Umfassend heißt: Nicht nur materiell, durch einen Job, sondern auch psychologisch, indem man die eigenen Bedürfnisse versteht und sie mit den Anforderungen der Umwelt austarieren kann.

        Der zweite, damit verbundene Aspekt beim psychologischen Erwachsen-Werden wäre für mich auch, die Verantwortung für die eigenen Handlungen zu übernehmen. Nicht erwarten, dass andere doch die Welt passend für einen ändern müssten, sondern selber seine Lernprozesse initiieren.

        So weit ein grober – und noch unvollständiger – Entwurf eines Begriffs vom Erwachsensein, der zwar nicht einfach deskriptiv ist, aber dessen normative Elemente für mich sinnvoll sind.

        Aus diesem Verständnisses von Erwachsenwerden folgt übrigens, dass ich viele Feminismusströmungen dafür kritisiere, dass sie Infantilisierung und Passivitätshaltung fördern. Weil sie genau gegen die Übernahme der Verantwortung für das eigene Handeln arbeiten. Und kann dann selbst mir mal ein „Werdet ihr auch mal erwachsen?“ rausrutschen.

        >Vielleicht ist “Mutter-Ersatz” auch ein schlechter Begriff,
        Ja, das war er für mich, weil er diesen Fremdversorgungsaspekt hat. Die Metapher des “sicheren Hafen” steht für mich hingegen eher für Verlässlichkeit und Stabilität, was wiederum eher heißt, es geht um den Wunsch nach einer erwachsenen Partnerin.

        >Welchen Zweck sollte Deiner Meinung nach denn eine dauerhafte Verbindung eines Mannes mit einer Frau aus einer männlichen Perspektive gesehen haben?

        Also, ich weiß ja nicht, ob das mit dem „dauerhaft“ realistisch ist.
        Aber egal.Für die Beteiligten – insofern nicht nur aus männlicher Perspektive – vielleicht, dass sie ihre Beziehung als Bereicherung ihres Lebens erleben? Gerade wenn eine Mischung aus akzeptierter und geschätzter Fremdheit und Nähe gelingt? Was nicht auf „Sex“ und „Alltag“ aufzuteilen ist. Beim Sex kann Fremdheit und Nähe sogar gleichzeitig sehr präsent sein.
        Aber ich glaube ja eben nicht, dass es auf weiblicher Seite nur eine „Urangst“ gibt. Das sind für mich die neurotischen Formen, bei denen die Ambivalenzen nicht ausgehalten werden. Sie können noch nicht mal akzeptierend wahrgenommen werden.

      6. @Seitenblick

        Also „Erwachsensein“ als Autonomie und Eigenverantwortlichkeit mit dem Potential auch für andere Verantwortung übernehmen zu können? Ja, schöne Definition.

        „Für die Beteiligten – insofern nicht nur aus männlicher Perspektive – vielleicht, dass sie ihre Beziehung als Bereicherung ihres Lebens erleben? Gerade wenn eine Mischung aus akzeptierter und geschätzter Fremdheit und Nähe gelingt? Was nicht auf “Sex” und “Alltag” aufzuteilen ist. Beim Sex kann Fremdheit und Nähe sogar gleichzeitig sehr präsent sein.“

        Beziehung als Bereicherung? Variierende Mischung aus Fremdheit und Nähe? Sex und Alltag fließen ineinander? Spricht erstmal für serielle Monogamie mit Pausen dazwischen und auf jeden Fall getrennten Wohnungen.

        In einem zusammen gelebten Alltag, womöglich noch mit gemeinsamen Kindern und Berufstätigkeit von einem oder beiden, ist das m.E. grundsätzlich nur schwer darstellbar, da Zeit und Energie dafür dann anderweitig gebunden sind.

        Und die Frage wäre, ob eine derart energieintensive Bindungsform auch noch im fortgeschrittenen Alter durchzuhalten ist. Vermutlich würden die Pausen dazwischen ab 50 (Männer) 40 (Frauen) immer länger, bis es nur noch Pause gibt 😉

      7. @Peter Müller

        > Spricht erstmal für serielle Monogamie mit Pausen dazwischen und auf jeden Fall getrennten Wohnungen.

        Nicht unbedingt. Ich kenne auch Leute, die es mit gemeinsamen Wohnungen hinkriegen. Bei anderen habe ich es erlebt, dass es Wechsel gab. Interessant war das bei ein paar Freunden: Sie zogen mehrmals zusammen, zogen wieder auseinander, ohne sich deshalb trennen zu wollen (!), und im dritten Anlauf klappte es dann mit den Abgrenzungen innerhalb einer gemeinsamen Wohnung. Da hatten sie ihre Konfliktpunkte dann so weit geklärt und für beide akzeptable Kompromisse gefunden.
        Welche Formen für die Beteiligten stimmen, wäre m.E. nicht von vornherein festgelegt. Ich habe da jedenfalls kein Modell vor Augen, dass per se das bessere wäre. Es hängt von den Beteiligten ab.

        >In einem zusammen gelebten Alltag, womöglich noch mit gemeinsamen Kindern und Berufstätigkeit von einem oder beiden, ist das m.E. grundsätzlich nur schwer darstellbar, da Zeit und Energie dafür dann anderweitig gebunden sind.

        Das ist bestimmt richtig. Aber vielleicht wären die Trennungsquoten ja nicht so hoch, wenn beide Seiten – trotz der Einbindung in die Erziehung – darauf achten würden, welche eigenen Räume sie für sich brauchen – und welche gemeinsamen. Auch wenn die Umsetzung durch die gemeinsame Erziehung natürlich immer ein Kompromiss ist – es ist ja nun wirklich nicht jeder Kompromiss schlecht ;-).

        >Und die Frage wäre, ob eine derart energieintensive Bindungsform auch noch im fortgeschrittenen Alter durchzuhalten ist. Vermutlich würden die Pausen dazwischen ab 50 (Männer) 40 (Frauen) immer länger, bis es nur noch Pause gibt 😉

        Aber wäre das so schlimm? Das worst-case-Szenario wäre es m.E. nicht. Zumindest wäre es wohl kaum schlechter als ein Nebeneinander-Herleben, bei dem beide seiten eigentlich nichts mehr aneinander finden und nur noch aus Trägheit zusammen sind.

  4. Was ist denn die Botschaft dieses Textes außer „Der Feminismus ist schuld!!!eins!elf!!“? Dass (hier) einige Leute dieser Meinung sind, ist ja nichts wirklich neues. Angenommen der Feminismus ist schuld. Was bringt uns diese Erkenntnis, wenn sie denn stimmt? Welches Problem lässt sich mit dieser Erkenntnis lösen?

    Welchen Nutzen hat diese Kultur des Sichgegenseitigvorwürfemachens? Das bringt doch Null und ist nur anstrengend, ermüdend und demotivierend.

    Sowohl vom Feminismus als auch vom Maskulismus und Antifeminismus lese ich praktisch nur Vorwürfe an die vermeintliche Gegenseite, wie schlecht die Welt ist, und die Gegenseite ist dran schuld.

    Ich würde mir mal eine andere Art von Blogpost hier wünschen von (Anti)Feministen, die unzufrieden mit der Welt sind, wie sie derzeit ist und die Verantwortung dafür bei der jeweiligen Gegnerseite sehen. Ich würde von euch gerne mal lesen, wie ihr euch eine Ideale Welt vorstellt und wie wir eurer Meinung nach zu dieser idealen Welt hinkommen.

    1. Die Botschaft des Textes ist, dass der Feminismus, entgegen der vorherrschenden Meinung, Frauen schadet. Was uns diese Erkenntnis bringt ist ganz einfach: Frauen sollten aufhören den Feminismus zu unterstützen. Das würde sicher nicht alle Probleme lösen und auch keine ideale Welt herbeiführen, aber es wäre eine Verbesserung. Und eben nicht nur, wie oft angenommen wird, eine Verbesserung für Männer, sondern auch für Frauen.

      Wenn, wie ich glaube, der Feminismus eine überaus schädliche und gefährliche Ideologie ist, dann ist es enorm wichtig ihn zu kritisieren und vor ihm zu warnen. Wenn meine Argumente richtig sind, dann ist es sinnvoll sie zu machen und dann kann ich diese Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn nicht, dann solltest du die spezifischen Fehler aufzeigen.

      1. Der Fehler, den du machst, ist dass du voreingenommen alles einseitig siehst. Du tust dasselbe, was du dem Feminismus vorwirfst, du suchst Argumente. Du sagst nicht „Oh der Feminismus macht ja das und das, und das finde ich am Feminismus schlecht.“ sondern du sagst „Ich finde den Feminismus schlecht weil …, äh ja, weil … wissenschon“ und dann kommt ein Sermon von nicht belegten Unterstellungen. Aber geschenkt, darum geht’s mir nicht.

        Wie sieht denn die Welt aus, die du anstrebst? Wie wäre da das Verhältnis der Geschlechter? Wie würden die Menschen, Männer, Frauen, Kinder miteinander leben?

      2. Ist ja interessant was du aus diesem kurzen Text alles herauslesen kannst. Woher willst du denn bitte wissen das meine Sichtweise voreingenommen ist? Weil ich zu anderen Schlüssen gekommen bin als du?

        In dem Text stelle ich eine These auf und begründe diese dann. Dass du daraus schließt, dass ich mit der These angefangen habe und mir dann erst die Argumente zusammengesucht habe ist schon reichlich absurd. Natürlich bin ich nicht als Antifeminist geboren worden. Ich wurde auch nicht von meinen Eltern oder von der Schule oder von sonstwem dazu erzogen, sondern ich habe mir diese Erkenntnisse im Lauf der Jahre angeeignet. Ich habe die Argumente für und gegen verschiedenste feministische Positionen evaluiert und in fast allen Fällen waren die Gegenargumente viel solider.

        Du deutest hier schon wieder an, dass meine hier vorgebrachten Argumente nicht überzeugend sind, gibst aber keinerlei spezifische Kritikpunkte an.

        Bezüglich dem idealen Verhältnis der Geschlechter: das sollten individuelle Männer und Frauen unter sich selbst ausmachen, ohne das dabei der Staat oder staatlich geförderte Institutionen eingreifen und bestimmte Gruppen oder bestimmte Verhaltensweisen fördern. Also keine Quoten, keine Gleichberechtigungsbeauftragten, keine „Gender Studies“ an öffentlichen Universitäten, keinen staatlich vorgeschriebenen Mutterschutzurlaub o.ä., keine staatliche Unterstützung für Frauenhäuser, etc. Ich will niemandem vorschrieben wie er sein Leben zu leben hat. Was ideal für mich ist mag für andere schrecklich sein und umgekehrt. Öffentliche und staatlich finanzierte Institutionen müssen aufhören zu versuchen die Bevölkerung umzuerziehen oder bestimmte Resultate im Verhältnis der Geschlechter herbeizuführen, denn das geht nur unter Missachtung persönlicher Präferenzen.

      3. Bezüglich dem idealen Verhältnis der Geschlechter: das sollten individuelle Männer und Frauen unter sich selbst ausmachen, ohne das dabei der Staat oder staatlich geförderte Institutionen eingreifen und bestimmte Gruppen oder bestimmte Verhaltensweisen fördern.

        Bin ich dabei. Bedeutet in Konsequenz, dass wir den Begriff der Ehe vollkommen aus allen Gesetzestexten streichen, so dass die statlichen Institutionen das Konzept der Ehe nicht mehr kennen. Wenn sie es nämlich kennen, bedeutet dass, dass eine bestimmte Form des menschlichen Zusammenlebens gegenüber allen anderen Formen privilegiert ist.

        In einer Idealen Welt lautet Art. 6(1) GG also „Familie steht unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“ anstelle von „Ehe und Familie stehen …“ Familie braucht den Schutz deshalb, weil Kinder sich nicht selbst schützen können.

        Also keine Quoten, keine Gleichberechtigungsbeauftragten,

        Ok. würde ich mitgehen. In einer idealen Welt braucht man das nicht.

        keine “Gender Studies” an öffentlichen Universitäten,

        Auch in einer idealen Welt gilt bei mir das Prinzip der Freiheit der Forschung. Deshalb darf es in einer idealen Welt auch Gender Studies an öffentlichen Universitäten geben. Allerdings nicht aus ideologischen Gründen finanziert. Ob das momentan der Fall ist, weiß ich nicht.

        keinen staatlich vorgeschriebenen Mutterschutzurlaub o.ä.,

        Den gibt es bei mir auch in einer Idealen Welt. Vielleicht heißt er nicht Mutterschutz sondern Neugeborenenschutz.

        keine staatliche Unterstützung für Frauenhäuser, etc.

        Ich finde man braucht schon Zufluchtsorte für Menschen, die gerade im Moment nirgendwo unterkommen können. Allerdings unabhängig vom Geschlecht.

        Ich will niemandem vorschrieben wie er sein Leben zu leben hat. Was ideal für mich ist mag für andere schrecklich sein und umgekehrt.

        Da sehe ich es allerdings so, dass der Feminismus durchaus für Vielfalt der Lebensformen steht. Zumindest einige Strömungen des Feminismus.

        Öffentliche und staatlich finanzierte Institutionen müssen aufhören zu versuchen die Bevölkerung umzuerziehen oder bestimmte Resultate im Verhältnis der Geschlechter herbeizuführen,

        Ich sehe nicht, dass sie das tun würden. Ich sehe es eher so, dass sie neue Möglichkeiten aufzeigen. Vielleicht selektiv und überproportional neue Möglichkeiten für Frauen, aber immerhin.

      4. @Jon Gunnarsson

        „Öffentliche und staatlich finanzierte Institutionen müssen aufhören zu versuchen die Bevölkerung umzuerziehen oder bestimmte Resultate im Verhältnis der Geschlechter herbeizuführen, denn das geht nur unter Missachtung persönlicher Präferenzen.“

        Wenn der Staat sich raushalten soll, sollen es privatwirtschaftliche Institutionen dann weiterhin dürfen?

    2. Diese Vorstellungen einer idealen Welt, insbesondere hinsichtlich des Spannungsfeldes Mann-Frau würde mich auch interessieren.

      1. @Peter, Johannes

        Mich auch.

        Aber da ist zunächst einmal Ehrlichkeit von Nöten. Und es müssen indoktrinierte liebgewonnene Glaubenssätze in Frage gestellt werden. Bei Euch. Bei uns allen.

        Und hier steht der Feminismus klar im Weg. Als eine eigentliche elitäre Privilegien- und Versorgungsideologie, die u.a. auf Ausbeutung gynozentrischer und kollektivistischer Instinkte, die so gut wie alle Gesellschaften auf diesem Planeten innewohnen, über Opferstilisierung und Sündenbockdämonisierung basiert muss er weg, wenn überhaupt Fortschritte erzielt werden sollen. Hier gibt es m.E. keinen Ansatz mit dieser Ideologie auf irgendeiner vernünftigen Basis zu diskutieren, weil die Motive von vornherein von feministischer Seite her nicht die vorgegebenen sind.

        Ganz im Gegenteil. Er zementiert nicht nur das genau Gegenteil, sondern verstärkt es sogar noch über jedes vorstellbare Maß hinaus. Er bereitet uns allen nicht nur großen Schaden, sondern verursacht in seiner marxistischen familienzerstörerischen sowie totalitären Umsetzung (z.B. Denunziations- und Unterstellungskultur sowie gleichartiges zum Teil sogar in Gesetzen Institutionalisiertes wie Gleichstellung und Umkehrung der Unschuldsvermutung … etc.) und eine allgemeine Gefährdung einer freien zivilen menschenrechtsachtenden Gesellschaft.

        Er war auch noch nie das was er immer vorgibt. Nicht im 19., im 20. und nicht im 21. Jahrhundert. Auch hier eine absichtlich geschürte vorteilhafte Falschlegendenbildung.

        Die Vehemenz der aktiven Feministinnen und Feministen erklärt sich aus dem damit verbundenen Eigennutz. Posten, Funding, Einfluß etc. Dies reiht sich auch in ein weiteres korrumpierendes Phänomen unserer Zeit mit den sog. Social Warriers ein, dem Missbrauch von legitimen Anliegen oder der Fabrizierung von Anliegen gepaart mit hysterischem Aufpumpen in Richtung Angstmache und Moralisierung. Immer auch begleitet von der absichtlichen Injektion von Gruppendenken und Gruppenstigmatisierungen, sprich Spaltung anstelle von Integration.

        Insofern liegt Jon’s Artikel völlig richtig. Er ist auch nicht zu eindimensional.

        Dazu auch das kürzliche BBC Intervierview von Karen Straughan:

      2. @panther:

        Das Interview mit Karen Straughan illustriert recht gut, was ich meine. Die Geschlechterdematte ist momentan folgende:

        FEM: Im Patriarchat war die Frau vom Mann wirtschaftlich abhängig
        MRA: Nicht ganz, sie konnte ihr eigenes Geld verdienen und das war dann wirklich ihr Geld und das Geld des Mannes war „unser Geld“.
        FEM: Stimmt nicht!
        MRA: Stimmt doch!
        FEM: Nein!
        MRA: Doch!

        Das ist doch alles nur furchtbar ermüdend und bringt alles überhaupt nichts. Es ist vollkommen irelevant, ob im Patriachat die Frau wirtschaftlich abhängig war vom Mann oder ob es so ein „Mein Geld ist mein Geld und sein Geld ist unser Geld“-Szenario war. Beide Zustände sind doch schlecht und gehören geändert in „Mein Geld ist mein Geld und dein Geld ist dein Geld es sei denn wir einigen uns auf eine andere Konstellation.“

        Deshalb mein Appell: hört auf so negativ zu formulieren, was alles schlecht ist und woran die Gegenseite schuld ist.

        Wenn beide Seiten formulieren würden, wie eine ideale Welt aussähe, ich behaupte mal, die wären gar nicht so unterschiedlich.

      3. @Johannes

        „Deshalb mein Appell: hört auf so negativ zu formulieren, was alles schlecht ist und woran die Gegenseite schuld ist.

        Wenn beide Seiten formulieren würden, wie eine ideale Welt aussähe, ich behaupte mal, die wären gar nicht so unterschiedlich.“

        Nein. Du hast es noch nicht begriffen.

        Das hat die letzten 40 Jahre nicht geklappt. Ich weiß ja du meinst es gut. Und ich kenne auch die Intention dahinter und finde es eigentlich auch nicht schlecht. Aber genau das wird benutzt. Und die darin enthaltene Gewalt wird sich keinem Appeasement beugen. Sie ist auch gar nicht interessiert daran.

        Und das wird nicht aufhören ehe es nicht eine Grenze bekommt. Das ist die Wahrheit der Menschen wie di ins Gesicht schauen müssen. Der Glaubenssatz, den man fallen lassen muß, wäre in deinem Fall dieser das es auch ohne gehen würde.

        Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ist ein Muß. Und Feminismus ist genau daran nicht interessiert. Bei Widerspruch entsteht genau das was du beschrieben hast. Etwa wie Kinder es tun. Nur haben wir es hier mit Erwachsenen zu tun und da nennt man das Missbrauch.

        Und ganz nebenbei Karren hat in dem Gespräch natürlich recht.,Ehrlichkeit Wahrheit und Realität ist keine Sache der Interpretation. Um genau diese „Sachen“ möchte Feminismus ja herumkommen. Der Kern jeder Ideologie.

        Um dir ein Bild zu geben mit was wir es da wirklich zu tun haben der gerade hereingestellte Genderama Beitrag zu Elizabeth Hobson – The radical Mother.
        http://elizabethkhobson.wordpress.com/2014/09/04/anti-feminism-is-the-new-feminism/
        Sie hatte Kontakt zu den Honeybadgerinnen und tönt nun lautmäulig sich selbst als feministische Anti-Feministin deklarierend z.B. „Anti-Feminism is the New Feminism“.
        In dem, wirren wie ich finde (und ihre m.E. narzisstische Störung entlarvend – aber immerhin sie versucht es), Beitrag ist eine verräterische Zeile und zwar

        „… White Christians and conservatives are, like men, fair game in our society. They hold so much reputed ‘privilege’ that the consensus is that they don’t deserve the same respect as everybody else. Bullshit. …“

        Sie argumentiert dagegen. Aber achte auf den Ausgangspunkt, der hier nun von ihr zurecht als Bullshit bezeichnet wird. Das ist die Haltung. Nicht ihre jetzige Kritik, sondern das was sie kritisiert. Das ist das was Feministen untereinander kolportieren. So sehen sie dich.

        Mit deinem Vorschlag landest du da auf dem Müll. Respektiert wirst du sicherlich nicht. Das hast du noch nicht begriffen oder willst es nicht. Ohne die Grenze wird nichts gehen. Und das ist bei eigentlich gut meinenden Menschen wie dir der Glaubenssatz, der zu durchbrechen ist. Du wirst belogen und belügst dich selbst, wenn du weiterhin da wegschaust.

        Wie aber die Grenze zu setzen ist, ist eine andere Sache.

      4. Du hast es noch nicht begriffen.

        Ich übersetze das mal mit „Noch keine Seite hat es geschafft, dich mit ihrem Gedankengut zu indoktrinieren und dich auf ihre Seite zu ziehen. Du stehst immer noch als eigenständig frei denkender Grenzgänger irgendwo dazwischen.“ und stimme dir zu. Auch du wirst es nicht schaffen, mich auf die Maskuseite zu ziehen, indem du hier einfach Feminismus schlecht darstellst.

        Hier das böse Patriarchat, das den Männen ihre Privilegien erhalten will, dort das böse Feminat, das die Männer unter die Knute der Frauen bringen will. Ich glaube das nicht. Beides nicht. Ich glaube eher, euch, sowohl MRAs als auch FEMs, sind eure Feindbilder wichtiger als eure Ziele. Jedenfalls reden beide Seiten nie von ihren Zielen sondern nur über ihre Feindbilder. Da kann ich mich keiner Seite anschließen und bleibe lieber der Grenzgänger.

      5. @Johannes

        Ach Johannes.

        Nein. Völlig falsch interpretiert.

        Man muß schon mal Position beziehen, wenn sichtbar ist, dass man es mit offenen Unehrluchkeiten, Betrügereien und tatsächlich entsprechend üblen Motiven zu tun hat.

        Siehe meine Anwort unten zu St. Elmos Kommentar.

  5. Nur das es das böse Patriarchat nicht gibt, während es die rechtliche benachteiligung von Männern und Jungen nachweislich gibt.

      1. @Johannes

        „Was wirklich passiert“ läßt sich ja beobachten. Und man kann einzelne Thesen aus den Beobachtungen ja sogar selber im direkten Dialog oder im Experiment überprüfen. Oder entsprechende Statistiken darauf abgleichen.

        Diskutabel ist ja sicher die Wertung, also inwieweit unterschiedliche Erwartungen, Anforderungen und Privilegien der Gesellschaft an den einzelnen Mensch in Abhängigkeit von seinem Geschlecht (unabhängig von den individuellen Eigenschaften dieses Menschen) Nachteil oder Vorteil für diesen Menschen und für die Gesellschaft insgesamt darstellen.

      2. Man kann leider nicht objektiv beobachten, was wirklich passiert (ist), weil man eben nicht immer dabei ist. Selbst wenn, sieht man nie alles und nie jeden Aspekt eines Ereignisses und man sieht in der Regel eher die Aspekte eines Ereignisses, die dem eigenen Weltbild am besten gerecht werden, Stichwort „selektive Wahrnehmung“.

        Sobald Statistik oder Experiment ins Spiel kommt ist gibt man dem Statistiker bzw. dem Experimentator einen großen Einfluss auf das Ergebnis.

        Ich glaube grundsätzlich niemandem, der Objektivität für sich beansprucht.

      3. @Johannes

        Es ist ja legitim, grundsätzlich niemandem zu glauben, der Objektivität für sich beansprucht. Mach Dir einfach ein eigenes Bild soweit Dir das möglich ist und Dich das interessiert.

        Es gibt allerdings auch kein „was IHR anstrebt“, da hier ganz unterschiedliche Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen schreiben und ihre Meinungen und Thesen den anderen mitteilen. Die Welt ist bunt. Das eine oder andere stößt dabei auf bestätigendes Echo, anderes kann von anderen nicht bestätigt werden…Eine offene Diskussion zum Geschlechterallerlei halt.

        Die Generalversammlung des Patriarchats tagt woanders 😉

      4. Es gibt allerdings auch kein “was IHR anstrebt”

        Ich meinte nicht „ihr“ als Kollektiv, sondern „ihr“ als einzelne unterschiedliche Menschen.

    1. @St. Elmo

      Insofern macht sich Johannes etwas vor. Er meint drüberzustehen und ist Handreicher von Ideologinnen.

      Den Maskulismzs gibt es eigentlich auch nicht. Er besteht hauptsächlich aus Anwehr von ideologischen Unterstellungen.

      Johannes und Co. versuchen aus einer vermeintlichen Überlegenheitshaltung, die eigentlich ziemlich chauvinistisch ist, ihre Stärke und Maskulinität zu ziehen.

      Vorteil dieser Strategie ist niemals wirklich für etwas eintreten zu müssen. Und man kan beide Seiten entweder unterstützen oder kritisieren. Anhand des besseren Wissens oder der überlegenen Morailtät.

      Das könnte man auch deftiger ausdrücken.

      1. Mit deinem Vorschlag landest du da auf dem Müll. Respektiert wirst du sicherlich nicht.

        Das widerfährt mir offenbar gerade hier.

        Aber egal ich wollte nur mal wissen, was ihr eigentlich anstrebt. Offenbar könnt ihr das selbst nicht so genau sagen.

      2. @Johannes

        Und was das anstreben angeht …

        Hier ist keine homogene Gruppe am Werk.

        Zu eonem großen Teil geht es mit der Auseinandersetzung was da eigentlich mittlerweile los ist. U.a. aber eben auch um ein Leben als Mann das auch geachtet wird. Und zwar nicht im Modus der letzten 40 Jahre, der Infragestellung etc. … und „neuen Männer“ Clownspopanze, oder des Abgrabens und Hintertreibens von auch für Männer wichtigen gleichberechtigten Rechten etc. etc.

        Es geht auch darum verunsicherten jungen Männern wieder eine Identität zu geben. Allerdings nicht a la von Crefeld und Co.

        Und schon gar nicht um Misogynie oder anderen gern verwendeten Slurs und Unterstellungen. Deswegen kommt es u.a. ja gerad dazu, dass immer mehr Männer darauf aufmerksam werden.

        Aber du lässt mich hier erklären und weisst es eigentlich doch selbst ganz genau. Denn du liesst doch schon länger mit und kommentierst auch schon länger.

        Was soll also diese Frage?

        Wenn ich jetzt in dieser Richting weitermache müsste ich dir jetzt etwas unterstellen was ich nicht will. Nur ein bischen besser ging‘ s da schon von deiner Seite her. Nur so eine Beobachtung.

    2. @Johannes

      Bei mir landest du nicht auf dem Müll.

      Ich möchte ja bloß, dass du dich konfrontatierst. Nicht immer ausweichen und dann auf Souverän machen.

      Bei dem mittlerweile mehr als deutlich erkennbar absichtlichen chauvinistischen wie unehrlich unterstellenden Mißbrauch durch den Feminismus und seinen Anhängerinnen und Anhängern sind Kompromisse tatsächlich nicht mehr angezeigt.

      Und du hast ja nicht immer unrecht. So meine ich das nicht.

      Und z.B. die Sorte „Maskulist“ a la von Crefeld oder wie dieser Typ heißt (neulich in einem Blogpost des linken Maskulismus von Wenger beschrieben) gegen die hab ich auch was. Erwähn das hier, weil dieser Post die Ängste ganz gut offenlegt.

      1. Ich möchte ja bloß, dass du dich konfrontatierst. Nicht immer ausweichen und dann auf Souverän machen.

        Du wirst es nicht schaffen, mich auf die eine oder andere Seite zu ziehen oder irgendwie Position zu beziehen zwischen Feminismus und Maskulismus. Dazu ist die Welt zu komplex, als dass ich mich da pauschal einer Seite verschreiben könnte. Wenn du das als Ausweichen interpretierst, ist das deine Interpretation. Du wirst mich damit nicht irgendwie provozieren können, pauschal für die eine oder andere Seite Partei zu ergreifen.

    3. @Johannes

      Ich bin kein „Maskulist“. Und „Maskulismus“ gibt es nicht als Ideologie. Du drehst dir da was zurecht.

      Feminismus ist eine echte totalitäre Opfer- Sündenbockideologie die versucht sich weiter zu institutionalisieren und tatsächlich misandrisch ist.

      Und jetzt hab ich keine Lust mehr dir den pseudointellektuellen und pseudogerechten Grenzgängerhintern zu putzen.

  6. Das passt gut hierzu.


    We got an e-mail from a Black American left-wing feminist
    By William Andersson

    I think the following e-mail says so much about the situation in Sweden and partly also in the rest of Scandinavia. So I translated it and, with the author’s approval, published it on the Swedish AVfM site. But I feel I need to share it with you in America too. So here it is in its original form.“

    http://www.avoiceformen.com/feminism/we-got-an-e-mail-from-a-black-american-left-wing-feminist/

    1. „Der Feminismus lebt von echten oder eingebildeten Ungerechtigkeiten gegen Frauen und versucht daher immer neue Argumente dafür zu finden, dass Frauen benachteiligt werden. Daher redet er Frauen ein, es gebe eine Epidemie von häuslicher Gewalt und Vergewaltigung (natürlich immer nur gegen Frauen), weitverbreitete Lohndiskriminierung, eine gläserne Decke die beruflichen Aufstieg blockiert, sie würden von Männern zu Sexualobjekten degradiert, es gäbe eine Vergewaltigungskultur und ähnlichen Nonsens. Frauen die daran glauben werden sich deswegen höchstwahrscheinlich schlechter fühlen als Frauen denen so etwas nicht eingeredet wurde.“

      Dazu nochmals kürzlich von Christina Hoff-Sommers:

      The Top Five Feminist Myths of All Time

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