Hat jemand das Patriarchat gesehen?

Angeblich leben wir in einem Patriarchat. Behaupten zumindest die Feministen. Was ist denn so ein Patriarchat? Nun, etymologisch ist es die Herrschaft des Vaters. Davon kann ich heutzutage beim besten Willen nichts entdecken. Was der Feminismus mit dem Wort meint ist auch etwas anderes, nämlich eine Gesellschaft die von Männern dominiert und beherrscht wird. Deswegen wird gelegentlich auch das zutreffendere Wort Androkratie benutzt.

Zwar haben wir heute eine Bundeskanzlerin, aber tatsächlich sind in unserer Gesellschaft die meisten mächtigen und einflussreichen Menschen Männer. Nur erschließt sich daraus noch nicht was am Patriarchat schlecht sein soll; immerhin wird der Begriff von Feministen fast immer in einer sehr abwertenden Weise gebraucht. Was dabei immer mitschwingt ist die Idee, dass Herrschaft und Dominanz der Männer Unterdrückung der Frauen bedeutet, also dass Männer ihre Macht zum Nutzen von Männern und auf Kosten von Frauen benutzen. Was außerdem mitschwingt ist, dass Frauen von der Macht ausgeschlossen werden.

Zunächst zu letzterem Vorwurf. Hierfür gibt es keinerlei Belege. Ganz im Gegenteil gibt es von staatlicher Seite zahlreiche Initiativen und Programme die dazu führen sollen, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. In einigen Fällen gibt es sogar explizite Quotenregeln die einen Mindestanteil von Frauen vorschreiben. Einfach auf die Frauenanteile zu zeigen und das als Beweis für Diskriminierung zu werten ist nicht zulässig, denn es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen Frauen und Männern, so dass man ohne Diskriminierung keine paritätische Verteilung aller Spitzenposten erwarten sollte. Wenn es also offensichtliche Fälle von Frauenbevorzugung und keine soliden Hinweise von Männerbevorzugung gibt, ist es abstrus zu behaupten, Frauen (qua Frauen) würden von der Macht ausgeschlossen.

Nun zur Behauptung, Männer würden ihre Macht und ihren Einfluss benutzen, um Männern auf Kosten von Frauen zu helfen. Hier fehlt wiederum jeglicher Beleg. Es gibt a priori keinen guten Grund dafür anzunehmen, dass Männer andere Männer bevorzugt behandeln. Immerhin sind viele Männer mit Frauen verheiratet, haben Mütter, Schwestern, Töchter, Cousinen, Tanten und Nichten. Etwas anderes wäre es, wenn zum Beispiel eine bestimmte ethnische oder religiöse Gruppe eine dominante Rolle einnimmt. Da in der Regel die meisten Verwandten und Freunde der gleichen Religion oder Ethnie angehören werden, gibt es hier berechtigten Grund, sich über Bevorzugung von Mitgliedern der dominanten Gruppe Sorge zu machen.

Es gibt also a priori keinen guten Grund, von einer Benachteiligung von Frauen auszugehen. Wenn wir uns aber nun die Gesetze anschauen, sehen wir sogar das Gegenteil. In einigen Punkten sind Frauen bessergestellt. Mir ist kein einziges Gesetz in Deutschland bekannt, das Frauen gegenüber Männern benachteiligt. Auch in der Rechtsprechung und in der Umsetzung des Rechts sind mir keine Praktiken bekannt, die Frauen benachteiligen. Wohl aber welche die das Gegenteil tun. So gab zum Beispiel der deutsche Richter Ulrich Vultejus unumwunden öffentlich zu, er gestatte angeklagten Frauen in Strafverfahren einen „Frauenrabatt“ und seine Kollegen würden das auch ähnlich handhaben. Breite öffentliche Empörung? Fehlanzeige.

Um dann doch irgendwelche Benachteiligungen aufzuzeigen, werden immer abstrusere Argumente aufgefahren. Es werden statistische Unterschiede aufgezeigt bei denen Frauen schlechter abschneiden, beispielsweise die „Lohnschere.“ Warum das kein gutes Argument für Diskriminierung ist, wurde oben schon gezeigt. Man kann aber auch ohne Probleme Bereiche finden, in denen die Statistiken schlechter aussehen für Männer, beispielsweise die viel höhere Selbstmordrate von Männern oder die niedrigere Lebenserwartung. (Auch diese sind für sich genommen natürlich noch kein Beleg für Diskriminierung gegen Männer.)

In letzter Zeit auch sehr beliebt ist der Verweis auf unsere angeblich patriarchalische Sprache. Nun wird im Deutschen freilich häufig das generische Maskulinum benutzt. Das aber nun als Benachteiligung von Frauen aufzufassen ist schon ziemlich weit hergeholt. Wer sich über derartige „Probleme“ echauffiert, dem sind wahrscheinlich längst die wirklichen Argumente ausgegangen. Auch ist es meines Erachtens noch keinem Feministen gelungen, einen adäquaten Ersatz für das generische Maskulinum zu finden. Doppelnennungen („Bürgerinnen und Bürger“) sind langatmig und umständlich, das Binnen-I („BürgerInnen“) ist unästhetisch, widerspricht den traditionellen Regeln der Rechtschreibung und ist schwer aussprechbar. Von besonders absurden Kreationen wie „Bürgxs“ will ich lieber gar nicht erst sprechen. Es hat auch keine dieser Sprachkreationen einen besonders großen Rückhalt im Volk. Ob sie sich durchsetzen werden ist fraglich.

***

Aber schauen wir uns doch einmal das Problem von der umgekehrten Seite an. Nehmen wir an, es gäbe ein Patriarchat welches, wie der Feminismus befürchtet, sicherstellt dass die Macht in Männerhand bleibt und dass Männer auf Kosten von Frauen profitieren. Was würde ein solches Patriarchat tun?

Zunächst mal würde es gelten, Frauen von der politischen Macht auszuschließen, also aktives und passives Wahlrecht nur für Männer. Damals bei der Einführung des Frauenwahlrechts muss der Patriarchat wohl gerade nicht aufgepasst haben. Vielleicht ist die ganze Sache einfach untergegangen in dem ganzen Aufruhr den es damals gab wegen all den Patriarchen die im Ersten Weltkrieg gestorben waren. Wie man schon sieht, sind Männer offenbar ziemlich unfähig als Unterdrücker. Der unterdrückten Klasse freiwillig das Wahlrecht zu geben ist so ziemlich das dümmste was eine Unterdrückerklasse tun kann.

Es ist schon ziemlich erstaunlich, dass die Gruppe von Menschen die verantwortlich für die überwiegende Mehrheit aller wissenschaftlichen, technischen, künstlerischen und kulturellen Errungenschaften ist, nicht einmal die einfachsten Prinzipien der Unterdrückung zu verstehen scheint. Ein Dreijähriger könnte einen besseren Plan zu Unterdrückung der Frauen ausarbeiten.

Viel plausibler ist es, dass es kein Patriarchat in diesem Sinne gibt, und auch nie gegeben hat. Das Verhältnis der Geschlechter zueinander war schon immer komplex und kann nicht durch eine einfache Theorie der einseitigen Unterdrückung und Ausbeutung erklärt werden.

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52 Kommentare zu „Hat jemand das Patriarchat gesehen?“

  1. In einem solchen Patriarchat wäre unser Brüderle als Vorbild ausgezeichnet oder mit mindestens einer lobenden Erwähnung bedacht worden.

  2. Das leidige Thema Wehrpflicht und Wahlrecht noch einmal an zu sprechen, in Deutschland bestand das Verhältnis tatsächlich nicht, es bestand in England und alle ihrer ehemaligen Kolonien, auch in Amerika wurde es so gehandhabt, In Östreich und in der Schweiz und in alle Länder die zum Östreichischen Kaiserreich gehörten, war das Wahlrecht an der Wehrpflicht gekoppelt, darum bekamen die Schweizerinnen erst 1971 das Wahlrecht nachdem die Verfassung geändert war. Vielsagend, ware die mehrheit der schweizer Frauen dagegen waren, vielleicht waren sie nicht so überzeugt das sie tatsächlich dafür kein Wehrdienst zu leisten hätten.

    In Deutschland wählte der Rat der Volksbeauftragten, die aus etwa 34% der Bevölkerung bestand und zu 100 Protzent aus Männern, dafür ab 1919 allen Deutschen, Männer und Frauen das Wahlrecht zu geben. Also es waren nicht Frauen die sich gegen die Männer durch setzten, es waren Männer die ihnen das Recht zu sprachen. Vielleicht könnten wir in Zukunft auch diese Tatsache in Betracht ziehen, wenn die Feministen ihre Daueranschuldigungen veranstalten, es waren, in Deutschland, Männer die ohne Druck, einer Frauenbewegung, Frauen dieses Recht zugestanden haben.

    1. *Vielleicht könnten wir in Zukunft auch diese Tatsache in Betracht ziehen, wenn die Feministen ihre Daueranschuldigungen veranstalten, es waren, in Deutschland, Männer die ohne Druck, einer Frauenbewegung, Frauen dieses Recht zugestanden haben.*

      Genauso wie der 8h Tag völlig ohne Druck einer Arbeiterbewegung zugestanden worden ist. Himmel Hilf.

      *In Östreich und in der Schweiz und in alle Länder die zum Östreichischen Kaiserreich gehörten, war das Wahlrecht an der Wehrpflicht gekoppelt, darum bekamen die Schweizerinnen erst 1971 das Wahlrecht nachdem die Verfassung geändert war. *

      Wann gehörte denn die Schweiz zu Österreich-Ungarn? 😀
      Zudem: http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstimmrecht_in_der_Schweiz#1959.E2.80.931971:_Endphase

      Auch hier: Gewährung des Stimmrechtes aus einer Sektlaune hinaus, ohne verheriges Engagement einer sogenannten „Frauenbewegung“

      1. Das die Schweiz zum Östreichischen Kaiserreich gehört haben soll, geht nicht daraus hervor, nur das bei beiden das Wahlrecht an die Wehrpflicht gekoppelt war. Und das in der Schweiz das Wahlrecht mit der Wehrpflicht erworben wurde und das das in der Verfassung so stand. Das es nicht darum ging den Frauen das Wahlrecht zu verwehren, sondern darum ihnen das Wahlrecht zu zu gestehen ohne eine Gegenleistung zu verlangen, darum ging es in der Schweiz, Östreich und den englischen Königsreich.. Mit der Ausnahme von Appenzell auf Kanton Ebene, seh ich nichts was in den Wikipediabericht anders ist.

      2. @alterknabe

        Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell dieses Argument von einigen MRAs geschluckt wird, gerade weil ja an anderen Stellen (richtigerweise) eine Abschaffung ebenjener „wahlrechtgewährenden“ Wehrpflicht gefordert wird.
        Die Verknüpfung von Wahlrecht und Wehrpflicht ist in demokratischen Staaten, von denen wir hier ja sprechen kein gutes Argument. Eigentlich ist es überhaupt kein Argument. In anderen Staaten wurde das Wahlrecht mit Besitz oder Bildung begründet. Das ist ebenso ein Scheißargument. Wie können Menschen gegen z.B. das Zensuswahlrecht im Dt. Kaiserreich wettern, aber gleichzeitig so eine Ungerechtigkeit mit „War ja mit Wehrpflicht etc. verbunden“ vom Tisch wischen?

        Dieses Drehen und Winden, das wäre ja gar nicht schlimm gewesen, dass die Hälfte der Bevölkerung keine Bürgerrechte hatte, ist lächerlich und unwürdig. Gerade bei so einem Hammer wie der Schweiz, wo der letzte Kanton das Stimmrecht vergeben hat, ein Jahr bevor ich EINGESCHULT wurde!

      3. Die Verknüpfung von Wahlrecht und Wehrpflicht ist in demokratischen Staaten, von denen wir hier ja sprechen kein gutes Argument.

        In der Schweiz hat sich das Wahlrecht aus einem Verteidigungsbündnis heraus entwickelt und es ist wohl nur legitim, dass diejenigen die ihr Leben dabei riskieren auch die dazugehörigen Entscheidungen treffen. Insofern ist das mit Zensuswahlrecht etc wohl nicht ganz vergleichbar. Wenn es eine Wehrpflicht gibt, dann haben wohl nur die Wehrpflichtigen darüber zu entscheiden, ob sie jetzt in den Kampf ziehen oder lieber die weiße Fahne hissen. Alles Andere ist eine Degradierung zum bloßen Objekt staatlicher Willkür, wie sie Ihresgleichen sucht.

        Was andere Entscheidungen anbelangt ist natürlich ein Ausschluss der Nichtwehrpflichtigen aus einer bürgerrechtlichen Perspektive heraus nicht zu rechtfertigen. Wenn du allerdings konstatierst, dass das Zensuswahlrecht kein Wahlrecht war, dann verstehe ich deine Wehklage nicht. Dann muss man wohl davon sprechen, dass Frauen von Anbeginn an in Deutschland an dem ersten Wahlrecht partizipieren durften, das diesen Namen verdient hat.

        Du übersiehst offenbar, dass Bürgerrechte auch für Männer nicht immer eine Selbstverständlichkeit waren.

      4. *Was andere Entscheidungen anbelangt ist natürlich ein Ausschluss der Nichtwehrpflichtigen aus einer bürgerrechtlichen Perspektive heraus nicht zu rechtfertigen.*

        Richtig.

        *Wenn du allerdings konstatierst, dass das Zensuswahlrecht kein Wahlrecht war, dann verstehe ich deine Wehklage nicht. Dann muss man wohl davon sprechen, dass Frauen von Anbeginn an in Deutschland an dem ersten Wahlrecht partizipieren durften, das diesen Namen verdient hat.*

        Smartass. Natürlich war es ein Wahlrecht, bzw. bestand mit dem ZWR ein Wahlrecht. Die Frage ist, wen schließt es ein. Und erneut, ich beziehe mich nicht ausschließlich auf die Monarchien/Semi-Monarchien in Europa, sondern schließe in meine „Analyse“ (hust) auch die antiken und modernen Demokratien ein (Griechenland, USA, zeitweilige Republiken wie Frankreich, prä-inter-post Kolonien etc).

        Was die meisten gemein hatten war, dass Frauen keine Staatsbürger waren. Es gab natürlich Ausnahmen, wo ledige Frauen/Frauen mit Besitz/Frauen über 30 mit Universitätsabschluß (eingeschränkt) wählen durften. Ein interessanter Fall ist auch New Jersey von 1776-1807, wo Frauen und Nicht-Weiße zeitweilig wählen durften, bis dann entschieden wurde, dass das irgendwie nicht so dolle ist. http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_the_New_Jersey_State_Constitution#Constitution_of_1776

        Aber wie gesagt, die Tatsache dass Frauen als Gruppe stets wie selbstverständlich ausgeschlossen waren, ist hochinteressant und eine Tatsache die sich zu hinterfragen lohnt.

      5. Natürlich war es ein Wahlrecht, bzw. bestand mit dem ZWR ein Wahlrecht. Die Frage ist, wen schließt es ein.

        Ja, natürlich.

        Wenn nur Shareholder einen Aufsichtsrat wählen, alle anderen Stakeholder also ausgeschlossen sind, dann hat die Institution „Aufsichtsrat“ eben nicht viel damit zu tun dass man beispielsweise der Mitarbeiterschaft die Vertretung ihrer Interessen ermöglichen möchte. Dabei werden Stimmrechte nicht aus Gerechtigkeitserwägungen heraus vergeben, sondern vielmehr aus der Intention heraus, Kapital effektiv zu bündeln.

        So verhält es sich auch beim Zensuswahlrecht: Arme, Frauen etc. mögen zwar – aus einer bürgerrechtlichen Perspektive heraus – Anspruchsberechtigte an den Willensbildungsprozessen des Staates sein, aber das Konzept der Bürgerrechte ist gar nicht das Kriterium für eine Partizipation.

        Wenn die Mafia Partizipationsprozesse etabliert hat dann hat das auch wenig mit Demokratie zu tun. Diese Partizipationsprozesse dienen vielmehr in erster Linie dazu, dafür zu sorgen dass alle Mafiosi an einem Strang ziehen. Die Schutzgelderpressten werden dabei natürlich nicht gefragt (wobei es eigentlich gar nicht so dumm wäre sie zu fragen, wie konkret sie lieber erpresst werden)

        Die „Demokratien“ der Antike entstanden meines Wissens aus einem militärischen Kontext heraus, und nicht etwa aus dem modernen Konzept der Bürgerrechte. Da ist es wohl ziemlich anachronistisch, von einem Ausschluß von einem Konzept von Bürgerrechten zu sprechen, wie wir es heute haben.

        Interessant ist doch, dass die Forderung nach einer Partizipation der Armen weit erheblich größe Widerstände hervorrief. Demgegenüber geschah die Gewährung des Frauenwahlrechtes durchgängig en passant.

        Frauen hatten, ebenso wie Arme und Sklaven, wohl eher deshalb keine „Bürgerrechte“ weil sie über kein für das jeweilige Projekt erforderliche „Machtkapital“ verfügten, welches sie in die Waagschale hätten werfen konnten.

      6. ..man war also schlicht nicht darauf anewiesen, Frauen Rechte zu gewähren. Was aber für mittellose und Sklaven gleichermaßen galt.

        Insofern hat man wohl in erster Linie Frauen nicht deshalb Rechte verweigert, weil sie Frauen waren.

        Was die meisten gemein hatten war, dass Frauen keine Staatsbürger waren.

        „Mustererkennung“ a la Roslin führt oft in die Irre.

    2. In der Pauschalität („Also es waren nicht Frauen die sich gegen die Männer durch setzten, es waren Männer die ihnen das Recht zu sprachen.“) ist das natürlich falsch, aber dennoch haben sich insgesamt mehr Männer als Frauen für das Frauenwahlrecht eingesetzt. Der Kampf um das Frauenwahlrecht war definitiv kein Kampf Männer vs. Frauen, sondern ein Kampf der Linken und der Liberalen gegen die Konservativen.

  3. Natürlich leben wir in einem Patriachat! Bestes anzeichen dafür ist, wenn der Karnevalsverein der sich eigentlich um Männer kümmern soll, Frauenpolitik ganz oben auf der Agenda platziert

    http://genderama.blogspot.de/2014/08/frauenpolitik-noch-immer-prioritat-beim.html

    und zu dem noch gemeinsame Sache mit Personen macht, für die der Begriff Männlichkeit gleichbedeutend mit Nazi ist.

    http://www.danisch.de/blog/2014/06/25/ein-boesartiger-vortrag-eines-boesartigen-professors/

    Ein weiteres Indiz für ein Patriachat sind die Transferleistungen von ca. 100 Mrd. € jährlich von Männer zu Frauen:

    http://www.manndat.de/wp-content/uploads/2010/04/Analyse_Gender-Budgeting.pdf

    [kleiner Einschub:
    „Vor dem Hintergrund dieser Zahlen können die Forderungen diverser Feministinnen, die Abgabenlast für Männer zu erhöhen, nur als Perversion des Leistungsgedankens aufgefasst werden. Derlei Forderungen werden gleichwohl in verschiedener Form und unter Begleitung freundlichen Medienechos stetig vorgebracht.

    In diesem Zusammenhang ist auf die von Alice Schwarzer erhobene Forderung nach Abschaffung des Ehegattensplittings, also nach Steuererhöhung für den Hauptverdiener des Haushalts, den Mann, zu denken. Aber auch die von Antje Hermenau (Grüne), Brigitte Vöster-Alber (Leonberger Sicherheitstechnikunternehmen GEZE) sowie Gertrud Traud (Landesbank Hessen-Thüringen) öffentlich und unverblümt vorgetragene Forderung nach Einführung einer Männersteuer sei an dieser Stelle ins Gedächtnis des geneigten Lesers gerufen.“

    Dazu auch:

    http://genderama.blogspot.de/search/label/Steuern

    ]

    Aber das Männer weniger von den Sozialsystemen profitieren und sogar diskriminiert werden

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hartz-iv-maenner-werden-haeufiger-bestraft-a-846556.html

    ist natürlich auch ein Zeichen des Patriachats oder zumindestens gerecht, da Frauen ja für die gleiche Arbeit 23% weniger Lohn erhalten, wie uns die Politik weiß machen will, wieder und wieder und immer wieder.

    1. In was für einer Gesellschaft leben wir?

      1. Die gefühlten und vermuteten Benachteiligungen der Frauen werden sichtbar gemacht, ihre Vorteile werden unsichtbar gemacht.
      2. Die echten Benachteiligungen der Männer werden unsichtbar gemacht (man bedenke, dass – solange mann auf den Boden der Rechtstaatlichkeit bleiben möchte – jeder benachteiligte Mann den Beweisaufwand  treiben muss, der ein Gustl Mollath gerade treibt, um in dieser misandrischen Gesellschaft seine Benachteiligung zu beweisen), deren gefühlten und vermuteten Vorteile werden „sichtbar“ gemacht.
       
      Na, gibt es einen Vorschlag dazu? Bisher habe ich aus vermeintlich „demokratischem“ Munde nur irgend etwas vom „Patriarchat“ gehört.
       
      Wenn mann Punkt 1 +2 analysiert, dann hätten wir eigentlich ein „real existierendes Matriarchat“, oder?

      Ach, wie gut, dass niemand weiss, dass ich Rumpelstielzchen heiss … 😉

  4. Das Patriarchat zeigt sich vielmehr an Kleinigkeiten, die von den meisten so nicht wahrgenommen werden, aber vorhanden sind: Typen, die sich in öffentlichen Verkehrsmitteln breitbeinig hinsetzen und so den neben ihnen sitzenden Frauen Raum wegnehmen. Wenn zwei Leute sich direkt entgegen kommen, so weicht meist die Frau aus und der Mann sieht es als Selbstverständlichkeit an, wenn er weiter gerade seinen Weg gehen kann. Es gibt noch einige eitere weitere Beispiele für das Patriarchat, das nur einfach sehr subtil ist, sonst würde es schließlich größeren Protest hervorrufen.

    1. Ich bin 1,90 m groß und meinen Erfahrungen nach weichen Frauen beim direkt entgegen kommen kein Stück aus. Vielmehr darf ich dann mal auf den Grünstreifen ausweichen, um zu verhindern das ich die nicht umlaufe, da sie keine Anzeichen erkennen lassen ihren Kurs zu ändern (und es meistens auch nicht tun).

      Das ich mit meinem entsprechend breitem Kreuz und meiner für mich bequemen Art zu sitzen so viel Raum einnehme, mach ich natürlich nur um Frauen zu unterdrücken ^^

      1. Ich schlage vor sie arbeiten an ihrer Körperhaltung, um so ihr patriarchalisches Recht auf ausweichende Frauen einzufordern. Hier ein Lehrbeispiel: http://www.youtube.com/watch?v=mwGIfuJickQ .
        (wichtig ist auch das mackerhafte Raum einnehmen der Arme und die patriarchalische Mimik).

        Der Trick ist nicht hinzusehen, also die kleinen Frauen einfach zu „übersehen“.

        Wer würde einem 190 großen, breitbeinig laufenden Hünen, der einen nicht einmal zu sehen schein, nicht ausweichen? Rrrrrichtig! Die Frauen die trotzdem gegen sie prallen, werden dies mit Sicherheit nicht unabsichtlich gemacht haben. Sie können diese direkt mit nach Hause nehmen.

        Ich hoffe ich konnte helfen.

        Professor Patriachat

      2. Das kann ich bestätigen: bin 1,93 und man sieht mir den Kampfsport auf Meter Entfernung an. Trotzdem rennen die Frauen in mich rein – sowohl beim Gehen, als auch dann, wenn ich mit jemandem auf der Strasse stehen bleibe, um mich zu unterhalten. Körperkraft schüchtert Frauen offenbar in keiner Weise ein – was vermutlich an den patriarchalischen und damit Frauen privilegierenden Strukturen liegt.

    2. So könnte man auch argumentieren, wir lebten in einem Matriarchat. Wenn ich sehe, wie Mütter im Bus ihre Kinder-SUVs mit einer Selbstverständlichkeit „Ich bin Mutter, ich darf das.“ mitten in den Weg stellen und dann noch mit Einkaufstüten von Markenklammottenläden vier Plätze belegen.

      1. @ Johannes: Nein, dann könnten wir nicht von einem Matriarchat sprechen… hier wird ohnehin sehr leichtfertig mit diesem Begriff um sich geworfen. Ein Matriarchat wäre nicht dann gegebn, wenn sich „Mütter“ als Einzelpersonen in Bussen daneben benehmen (dein Ernst?^^), sondern dann, wenn Frauen als Gruppe beispielsweise die Entscheidungsgewalt über Männer als Gruppe hätten, die Regeln des Sexualverhaltens bestimmen würden etc. … übrigens kennen wir keine Kultur, bei der dies nachweislich und ohne Zweifel der Fall war.

        Ja, der Begriff „Patriarchat“ leitet sich vom „Vater“ ab, aber eigentlich sind damit Männer grundsätzlich gemeint (könnte mir vorstellen, dass der Begriff vom Erbrecht abgeleitet worden ist >> der VATER vererbt Namen, Besitz etc. >> sprich: Definition von Sein&Haben erfolgt über den Mann >> androzentrische Weltsicht).

      2. Was Miria beschreibt sind sehr subtile Strukturen, die quasi Nachwehen einer Zeit darstellen, in der das Patriarchat hierzulande unübersehbar war. Daher kann man das Fehlverhalten einzelner Frauen auch nicht als Beleg für ein Matriarchat darstellen.

        Ich finde dennoch, dass es schwierig ist, hierzulande vom omnipräsenten und allgegenwärtigen Patriarchat zu sprechen. Ja, es gibt ganz sicher noch gesellschaftlich verankerte Strukturen, die nach diesem Schema funktionieren (was sich auch definitiv ändern sollte) – aber es hat sich hier auch schon eine ganze Menge getan und ist mit manch anderen Ländern und Kulturen überhaupt nicht zu vergleichen.

      3. Nein, dann könnten wir nicht von einem Matriarchat sprechen…

        Das war wohl auch nicht ganz Johannes‘ Argument.

        Ja, es gibt ganz sicher noch gesellschaftlich verankerte Strukturen, die nach diesem Schema funktionieren

        ..und darunter kann man eben jede beliebige männliche Unhöflichkeit subsummieren. Auch wenn nur einer von tausend Männern den „Breitmachmacker“ macht, kann man dies ja so als „Nachwehe des Patriarchates“ „Erklären“. (Das ist wohl eher ein Framing als eine Erklärung)

        Johannes‘ Argument war: „So könnte(Konjunktiv!) man auch argumentieren, wir lebten(Konjunktiv!) in einem Matriarchat“.

      4. @muschimieze
        „Ein Matriarchat wäre (nicht) dann gegebn, …, wenn Frauen als Gruppe beispielsweise die Entscheidungsgewalt über Männer als Gruppe hätten“

        Danke für die Bestätigung: §16,1, BGleiG, „In jeder Dienststelle mit regelmäßig mindestens 100 Beschäftigten ist aus dem Kreis der weiblichen Beschäftigten eine Gleichstellungsbeauftragte nach geheimer Wahl durch die weiblichen Beschäftigten von der Dienststelle zu bestellen.“

        Q.E.D. Matriarchat liegt vor!

      5. “In jeder Dienststelle mit regelmäßig mindestens 100 Beschäftigten ist aus dem Kreis der weiblichen Beschäftigten eine Gleichstellungsbeauftragte nach geheimer Wahl durch die weiblichen Beschäftigten von der Dienststelle zu bestellen.”

        Muschimieze sprach allerdings von DER Entscheidungsgewalt einer Gruppe über die andere. DIE Entscheidungsgewalt haben Frauen als Gruppe über die Gruppe der Männer ja so auch wieder nicht – es handelt sich viemehr um eine partielle Entscheidungsgewalt.

        Muschimieze macht offenbar eine solche totale Entscheidungsgewalt in der Vergangenheit aus. Was es ihr einerseits ermöglicht, jede partielle Entscheidungsgewalt von Männern über Frauen in den Deutungsrahmen „Spätfolge des Patriarchates“ zu stellen und andererseits jede partielle Entscheidungsgewalt von Frauen über Männer als „strukturell korrigierende Maßnahme gegen die Spätfolgen des Patriarchates“. Es kann ja gar keine historisch gewachsenen Strukturen zugunsten von Frauen geben, wenn die Entscheidungsgewalt DerMänner in der Vergangenheit total war.

        Der „Breitmachmacker“ ist demzufolge ein Symptom des Patriarchates, wohingegen die Frau, die das gleiche Verhalten an den Tag legt, nur als Individuum sich daneben benehmen _kann_. Schließlich wurde noch nie ein äquivalentes Matriarchat nachgewiesen. (Ein solcher Nachweis ist so auch von vornherein verunmöglicht, da der Deutungsrahmen damit festgelegt ist)

        Gegen einen solchen Zirkelbezug kann man nicht argumentieren.

      6. @nick
        Deine Beweiskette zum Zirkelbezug ist sicherlich richtig.

        Die totale Kontrolle ergibt sich, wenn man alle Puzzlesteine sichtbar macht:
        – 90% weibliche Alleinerziehende (Väter werden die Kinder, auch beim gemeinsamen Sorgerecht und neu verheirateter Mutter seltenst zugesprochen),
        – Männer müssen arbeiten dürfen nicht Hausmann machen (siehe Gerichtsurteile),
        – 70-80% des Familieneinkommens wird von den Frauen kontrolliert.

        Trotzdem, §16 BGleiG bleibt ein himmelschreiender Verfassungsbruch. Die Tatsache, dass dieser Verfassungsbruch nicht korrigiert wird, weder durch die Penner im Bundestag noch durch irgend ein feministisch unterwandertes Gericht, belegt, dass diese Gesellschaft keineswegs von Männern – aka Patriarchat – sondern von Feminist.I.nnen kontrolliert wird.

        Wenn solche verfassungsfeindliche Gesetze erlassen werden können, deutet dies auf erhebliche Defizite entweder die Lesekompetenz mancher Politiker betreffend (Art. III GG) oder ihrer Einstellung zur Demokratie. Da ich deren Lesekompetenz nicht in Frage stellen möchte, bleibt nur ihr mangelndes Verständnis der Demokratie und Grundrechte. Es sind nun mal fast ausschliesslich Berufspolitiker. Das muss nicht unbedingt was mit Demokratie zu tun haben.

        Wer in einer Demokratie freie Wahlen per Gesetz verhindern kann, hat die totale Kontrolle über die Gesellschaft, denn er kann sich offensichtlich über das GG hinwegsetzen.

      7. Die totale Kontrolle ergibt sich, wenn man alle Puzzlesteine sichtbar macht:
        – 90% weibliche Alleinerziehende (Väter werden die Kinder, auch beim gemeinsamen Sorgerecht und neu verheirateter Mutter seltenst zugesprochen),
        – Männer müssen arbeiten dürfen nicht Hausmann machen (siehe Gerichtsurteile),
        – 70-80% des Familieneinkommens wird von den Frauen kontrolliert.

        Ja, eine willkürlich ausübbare Verfügungsgewalt der Mutter über die geliebten Kinder – verbunden mit einer strafbewehrten verschäften Erwerbsobliegenheit, die mittels massiver Staatsgewalt nach Gusto der Mutter in die Versorgerrolle zwingt – kann durchaus eine sehr große und schwer erträgliche Ohnmacht darstellen. Hier kann man wohl mal berechtigterweise von einer Degradierung zum bloßen Objekt sprechen.

        Ich sehe nicht, wo es – legal, mit voller Unterstützung der Staatsgewalt – vergleichbares für Frauen gibt.

      8. @nick
        „kann man wohl mal berechtigterweise von einer Degradierung zum bloßen Objekt sprechen.

        Ich sehe nicht, wo es – legal, mit voller Unterstützung der Staatsgewalt – vergleichbares für Frauen gibt.“

        Womit, glaube ich, bewiesen wäre: Wir haben ein real existierendes Matriarchat.

        Das Tragische dabei ist, dass sich viele Männer dies nicht eingestehen können. Die feministische Behauptung, „Männer würden Angst haben, ihre Macht zu verlieren“, ist lediglich ein psychologischer Trick: Es wird dem Sklaven suggeriert er sei frei, dem Mann er hätte Macht.

        Somit – laut feministischer Ideologie – haben die Männer Angst um etwas, was sie gar nicht haben: Macht.

        Allerdings wird durch diesen Trick erreicht, dass die ganz Benebelten unter den Männern die besser gestellt sind (wie Politiker, Intellektuelle, Unternehmer), aus eigener Überzeugung die Unterdrückung des Mannes verstärken. Denn diese Männer – nennen wir sie mal Gutmänner – sind von der weiblichen Opferrolle / männlicher Opressorrolle voll durchtränkt.

        Ich hatte mal vor kurzem den Satz gehört: „Wertschätzung schafft Wertschöpfung“.

        Wenn dem so ist, dann haben wir eine Gesellschaft in der nur die Hälfte – die Frauen – eine Wertschätzung erfahren. Männer hingegen erfahren nur eine Abwertung.

        Es ist eine Frage der Zeit, wann sich dies auf der Wertschöpfung auswirken wird.

      9. Womit, glaube ich, bewiesen wäre: Wir haben ein real existierendes Matriarchat.

        Halte ich für genauso haarsträubend wie das feministische Konzept des „Patriarchates“. Gerade in der Geschlechterfrage gibt es nmE keine simple Macht/Ohnmacht-Dichotomie.

        Es gibt wohl eher partielle Machtungleichgewichte, die natürlich im Einzelfall sehr gravierend sein können.

      10. @nick
        Diese Aussage
        „Hier kann man wohl mal berechtigterweise von einer Degradierung zum bloßen Objekt sprechen.
        Ich sehe nicht, wo es – legal, mit voller Unterstützung der Staatsgewalt – vergleichbares für Frauen gibt.“

        steht schon im Widerspruch dazu:
        „Halte ich für genauso haarsträubend wie das feministische Konzept des “Patriarchates”. Gerade in der Geschlechterfrage gibt es nmE keine simple Macht/Ohnmacht-Dichotomie.

        Es gibt wohl eher partielle Machtungleichgewichte, die natürlich im Einzelfall sehr gravierend sein können.“

        Es geht doch um das System der männlichen Objektdegradierung. Dieses System ist objektiv da und wird (fast) jedesmal aktiv, wenn es eingefordert wird. Daher haben wir 90% alleinerziehende Mütter.

        Auf allen Kanälen muss ich mir anhören, dass ich ein „white angry man“ sei, ein „hegemonialer Patriarch“ der die „hegemoniale Dividende“ per simple Existenz einfährt, usw. Die Madames und ihre Multiplikatoren arbeiten mit dem Label „Patriarchat“. Sobald ein Argument aus dem männer- oder väterrechtlichen Lager kommt, wird nur noch verächtlich „Patriarchat“ gerufen. Das wirkt wie im Irrenhaus, mit dem Witz Nr. „83“: Sobald mann dort „83“ sagt, fangen die alle an zu lachen.

        Als Erkennungszeichen für Männerrechtler finde ich das „real existierende Matriarchat“ gar nicht so schlecht, da es zum Einen die Obektdegradierung des Mannes und auch die Verbindung zum Rohrkrepierer „real existierendem Sozialismus“ herstellt.

        Dass sich so etwas nicht durchsetzen kann, scheint eher daran zu liegen, dass sich z. B. die „Erfindung“ des Feminismus, das Binnen-I nicht entsprechend karikiert durchgesetzt hat: „die Feminist.I.nnen“, siehe „Die Erektion im Text“: http://www.taz.de/!31423/

        Was kann denn besser die Hirnrissigkeit dieser Sprachverhunzung kritisieren, als die Erkenntniss, das im Wort „Feminist.I.nnen“ eine ganze Menge Patriarchat im wahrsten Sinne des Wortes steckt.

        Was kann denn besser das Falimentäre am Feminismus beschreiben, als das „real existierende Matriarchat“.

      11. @Michael:
        steht schon im Widerspruch dazu:

        Ich finde nicht, denn es ist ja nur ein Bruchteil der Männer konkret von dieser Degradierung zum bloßen Objekt mütterlicher/staatlicher Willkür betroffen.

        Natürlich bemißt sich die Kette an ihrem schwächsten Glied, wenn es darum geht Gerechtigkeit zu bewerten. Ungerechtigkeit konstituiert nicht eine allumfassende Willkür.

        Es geht doch um das System der männlichen Objektdegradierung. Dieses System ist objektiv da und wird (fast) jedesmal aktiv, wenn es eingefordert wird.

        Es wird aber meistens nicht eingefordert, weil die meisten Mütter das Recht ihrer Kinder auf ihren Vater respektieren. Außerdem sind viele auf die nicht nur monetäre Unterstützung der Vater angewiesen, und können sich von daher eine solche Eskalation nicht leisten. Oder nur zu einem hohen Preis. Dann gibt es auch reichlich Fälle, in denen die Mütter eben nicht das Kindeswohl ignorieren können und die Kinder nicht als Machtmittel benutzen können. Liebe den Kindern gegenüber macht auch Frauen verletzbar.

        Natürlich ist alleine das Potenzial schon ein systematisches Machtungleichgewicht, allerdings stelle ich mir eine ubiquitäre, totale Machtfülle etwas anders vor.

        Es sind auch nicht alle Männer Väter. Wenn keine Kinder im Spiel sind, ist es nicht allzuweit her mit der potenziellen weiblichen Machtfülle.

        Es geht doch um das System der männlichen Objektdegradierung. Dieses System ist objektiv da und wird (fast) jedesmal aktiv, wenn es eingefordert wird. Daher haben wir 90% alleinerziehende Mütter.

        Ja nun, dann kommen Feministinnen und reden von 90% DAX-Vorständen und von „Breitmachmackern“ und von Strukturen und nennen es „Patriarchat“. Dann streitet man sich mit Feministinnen, ob wir nun in einem Matriarchat leben oder in einem Patriarchat, und die breite Masse fässt sich nur an den Kopf und wünscht alle „Geschlechterspinner“ zum Teufel. Im besten Falle, denn Frauen genießen regelmäßig erheblich mehr Empathie.

        Natürlich kann man unsere Gesellschaft auch ein „Matriarchat“ nennen, dieser Begriff ist ebenso beliebig wie der des „Patriarchates“. Ob diese Kampfbegriffe Sinn machen ist eine andere Frage.

      12. @Nick
        Kleiner Einwurf:
        „Außerdem sind viele auf die nicht nur monetäre Unterstützung der Vater angewiesen, und können sich von daher eine solche Eskalation nicht leisten. Oder nur zu einem hohen Preis.“
        Das stimmt so nicht: Sie beantragen für sich oder das Kind Verfahrenskostenhilfe. Da sie vor Gericht fast immer gewinnen, trägt der Vater oder der Staat die Kosten. Das Kostenrisiko für die Damen ist äußerst gering.

        „Natürlich kann man unsere Gesellschaft auch ein “Matriarchat” nennen, dieser Begriff ist ebenso beliebig wie der des “Patriarchates”. Ob diese Kampfbegriffe Sinn machen ist eine andere Frage.“
        Ich sprach nicht von einem Kampfbegriff sondern von einem Witzbegriff. Die Wirkung hängt doch immer davon ab, wie mann es rüberbringt. Versucht mann es ideologisch verbissen vorzutragen, wird sich die von Dir befürchtete Abwehrhaltung bei den Zuhörern einstellen. Bringt man es aber mit dem notwendigen Augenzwinkern rüber, so wird auch dem „Patriarchat“ das martialische weggenommen.
        Mann sollte immer als Botschafter seiner Bewegung auftreten. Wer immer darauf achtet, im Dialog eine entspannte Atmosphäre zu bewahren und mit solchen Pointen nach der Aufzählung einiger Fakten kommt, wird garantiert mehr erreichen, als die verbissenen Ideolog.I.nnen des Feminismus.
        Leider sind viele der männer- und väterrechtlich interessierten Männer selbst Opfer dieses Systems gewesen und können nicht immer so gelassen agieren: Der Verlust der Bindung zu den Kindern schmerzt und macht wütend. Da kann mann nicht immer entspannt über Gott und die Welt reden. Vor allem dann nicht, wenn mann sieht wie gering die Solidarität unter Männer ist.
        Ich glaube mich erinnern zu können, dass Prof. Minges beim letzten Männerkongress von Männervereine im 19. Jh sprach, in denen man sich gegenseitig beraten und geholfen hatte. Dies wird heutzutage z. B. durch das Rechtsdienstleistungsgesetz verboten (rechtliche Ratschläge dürfen ohne Anwalt nicht gegeben werden, es sei denn im Freundeskreis) und durch die Arbeitswelt unterbunden (einfach keine Zeit).

    3. Jepp, ich finde es auch immer voll „Patriarchat“, wenn Frau am Bahnhof mit ihrer Handtasche über den einen abgestreckten Arm geworfen, dessen Hand das Smartphone hält, und dem Kaffeebecher in der Hand des anderen abgestreckten Arms auf Pöomps durch die Gegend stelzt, nicht guckt, wo sie hinläuft, aber trotzdem nicht umgerannt wird, obwohl es x-fach passieren müßte. Vermutlich ist es da das „Patriarchat“, das nur die Männer davor schützen will, dass sie sich am heißen Kaffee verbrühen oder sich die künstlichen Fingernägel in den Leib der Männer bohren….

    4. Das Beispiel mit dem entgegen gehen ist ein schönes. Das machen wir Männer untereinander ja noch viel lieber. Unterdrücken wir uns also gegenseitig? Oder ist es einfach so, dass Mann einfach etwas länger wartet, bis man ausweicht? Probier’s doch mal aus. Ich glaube, das ist einfach so ein ding, dass du glaubst der mann erwartet von dir, dass du ausweichst und daher tust du es. Du hast da das recht, du nimmst es nur nicht in anspruch.
      Ja, als mann ist man auf wettbewerb getrimmt. selbst beim aufeinander zulaufen. Statt das sonderrecht „wenn ein mann auf eine frau zugeht, dann muss er ausweichen“ zu fordern, nehmt euch das recht, das spiel mitzuspielen.

    5. @Miria
      Fast wäre ich darauf reingefallen und hätte den Witz nicht erkannt.
      Aber so verdreht können doch selbst Ultra-Feministinnen nicht sein das sie in absolut unbedeutenden und harmlosen Alltags Situationen „das Patriarchat“ oder Sexismus sehen.

      1. Wow, einer der es gecheckt hat. Das waren tatsächlich mal Argumente als ich nachgefragt habe, woran ich merken soll, dass wir in einem Patriarchat leben.

      2. Du kannst davon ausgehen das „der Mann“ das nicht macht um „der Frau“ Platz wegzunehmen sondern einfach weil er sich bequem hinsetzen will.
        Es soll auch Frauen geben die es sich in der U-Bahn bequem machen und dadurch mehr Raum einnehmen als andere…. oder Menschen die ihren Rucksack, Tasche, Einkaufstüten auf den Sitzen um sich herum verteilen um es Bequemer zu haben haben.

        Daraus jetzt irgendwelche Patriarchat. Diskriminierung Sexismus usw. ableiten zu wollen ist eine Ziemliche einseitige und unnötig komplizierte Betrachtungsweise.

    6. Jungen werden bereits in der Schule benachteiligt, Väter sind vollkommen rechtlos, aber wenn mal ein Mann breitbeinig dasitzt ist das ein Indikator für das „Patriarchat“, ja nee is klar.

    7. Ach Miria, auch ich bin Dir auf den Leim gegangen.

      Da ich diese Argumente seit einiger Zeit kenne, schaue ich da mittlerweile genauer hin. Und es scheint mir genau entgegengesetzt zu sein. Frauen weichen eher nicht aus. Wie Kinder, die von ihrem eher schmalen Koerper auf andere schliessen und denken, da kommt der doch prima vorbei.

      Hingegen kann es bei sich entgegenkommenden Maennern tatsaechlich um eine Machtdemonstration handeln. Wer nicht ausweicht, will provozieren. Wenn man ebenfalls nicht ausweicht und aneinanderrempelt hat ruckzuck eine Schlaegerei am Hals. Maenner weichen also gegenseitig aus. Da ist es verstaendlich, dass Frauen ein Anrempeln eher in Kauf nehmen, sie haben ja im Falle einer Kollision nichts zu befuerchten.

      Faszinierend finde ich auch das mit den Tueren aufhalten. Bei uns Bueroarbeitern gibt es viele Tueren und dem anderen die Tuer aufhalten ist selbstverstaendlich. Auch der Tuerstaffellauf, wenn mehrere hintereinander eine Tuer passieren und die Tuer jeweils fuer den naechsten aufgehalten wird. Wenn einer da nicht mitmacht, handelt es sich garantiert um eine Frau. Manche sind sogar so verhaltensoriginell, dass sie der zurueckgehenden Tuer ausweichen, die dann dem naechsten mit Wucht herannaht. Nicht leicht zu erklaeren, aber Ihr wisst sicher was ich meine.

      Das sind nur meine persoenlichen Beobachtungen. Vielleicht habe ich Vorurteile, die meine Beobachtungen einseitig werden lassen?

    8. @Miria

      Jetzt habe ich mir zwei Tage lang überlegt, was an deinem Beispiel mit dem Ausweichen dran sein könnte.
      Aber ich kann das mit meinen Beobachtungen nicht bestätigen.
      Wenn mir mal jemand beim Entgegengehen nicht ausweicht, so ist das meist eine Frau, die verbissen und stur einfach geradeaus geht.

      Wenn du das nächste Mal ein Problem hast, dann probiere doch mal folgendes:
      Suche Blickkontakt mit dem Mann, der dir entgegenkommt, und lächle freundlich.

      Im statistischen Mittel sind Männer größer und schwerer als Frauen, und nehmen deshalb mehr Volumen ein.
      Die breitbeinige Sitzposition ist Folge des anatomischen Baues des Beckenbereiches (erinnere dich mal daran, wie früher deine Puppen saßen).

      Ich halte es für ziemlich überheblich, unfair und intolerant (OK, vielleicht auch lediglich unbedacht), einem Menschen diese Naturgegebenheiten vorzuwerfen.

      Daraus auf die Existenz eines ominösen Patriarchats zu schließen, zeigt nur, dass tatsächliche, sachliche Argumente fehlen.

    9. Ich kann das nicht bestätigen, Miria.

      Frauen gehen auf dem Fußweg oder im Bus mit einer Selbstverständlichkeit davon aus, dass man ihnen Platz zu machen hat, die ihresgleichen sucht.

      Und schau dir mal die „Kampfmütter“ an, wenn sie mit ihrem Panzer-, pardon, Kinderwagen auf dich zumarschieren, meist in Zweierreihen. Da wird kein Platz gemacht o.ä., nein da wird stur weiter gefahren, weil gefälligst alles zur Seite zu springen hat, wenn die Heilige Mutter im Anmarsch ist.

      Insofern würde ich den Anwurf einer „Breitbeinigkeit“ mal etwas überdenken.

  5. Heute Morgen habe ich Nick geantwortet, aber mein Kommwntar ist irgendwo verloren gegangen worden, so kommentiere ich noch einmal ausgiebig zu meinen Unterstellungen gegenüber Frauen. Im 10. Schuljahr verbrachte ich einen Sommerurlaub im Dr. Mueller Kamp an der Natal Südküste. Dr. Mueller war für die Mathematik Prüfungen im Matrik zuständig, er sah aus wie ein getriatischer Hippie und seine Lieblingsbeschäftigung war es sich mit seinen Gästen zu unterhalten. Als Baldiger Kandidat seiner Papieren, war ich für ihn scheinbar interessant, so sprachen wir ausgiebig über Matte und meine etwas unerfreulichen Noten in den Fach. Er sagte mir das jedes Mathepapier so ausgelegt sein muß das es möglich ist, wenigstens zu bestehen nur durch das Zitieren von Theomene und Beweisen. Wäre das nicht so, meinte er, würden 4 aus 5 Mädchen ihr Matrik Matte nicht schaffen. Schauen wir wie das gleiche in Deutschland lief, von 1949 bis Anfang der 90er Jahre im letzten Jahrhundert, es war genauso, die Matte Arbeiten wurden so aufgestellt, das es möglich war zu bestehen nur indem man alles iwas im Textbuch stand kannte, ohne das man irgend eine mittelschwere Aufgabe hätten lösen können.

    Fast 50 Jahre hatten Männer sich um die Schulbildung gekümmert und sie waren sehr darauf bedacht das Mädchen und Jungen die gleichen Changsen im Bildungssystem hatten. 1995 änderte sich das und die weiblichen Pädagogen die inzwischen in der Mehrheit waren, nutzten ihre Position, den Lehrplan so ab zu ändern das Sprachen wichtiger wurden, während die Natuwissenschaften und Matte weniger wichtig wurden. Die Tatsache das Mädchen in Gymnasien und Realschulen ihre männlichen Mittschüler zahlmäßig um etwa 2 zu 1 überlegen sind wird läppisch mit dem Spruch Mädchen seien schlauer erklärt. Wieso sie erst seit 1995 schlauer geworden sind hat noch nie eine Pädagogin erklärt.

    So nun komm ich zur pauschal Unterstellung Frauen gegenüber, die ich Nick geschrieben habe, mit Bezug zu der Tatsache das zu 100% Männer in Deutschland Frauen das Wahlrecht zu gestanden haben, diese Beobachtung scheinen manche störend zu finden, obwohl Niemand sie wiederlegt hat, während Männer in Bereichen die sie kontrollieren, darauf achten daß das andere Geschlecht nicht zu kurz kommt, nutzen Frauen im Gegenzug jeden Einfluss den sie haben aus um ihre eigene Sache zu fördern, in totaler Mißachtung zu Prizipen wie „Fair Play“ oder Gerechtigkeit. Nicht nur in der Regierung, auch in der Pädagogik ist das so.

    Vielleicht kann uns noch Jemand ein historisches Ereignis zitieren, wo eine Frau oder mehrere, freiwillig und wissend ihr Leben für ihre Ehemänner und Kinder gegeben haben. Dann würde ich mich hier entschuldigen dafür was für ein Quatsch ich hier von mir gebe.

    1. *1995 änderte sich das und die weiblichen Pädagogen die inzwischen in der Mehrheit waren, nutzten ihre Position, den Lehrplan so ab zu ändern das Sprachen wichtiger wurden, während die Natuwissenschaften und Matte weniger wichtig wurden.*

      Ach? Inwiefern wurden Sprachen wichtiger als vorher? Wie wirkte sich das in den einzelnen Bundesländern aus? Welche Schulformen betraf das?
      (Was ich sagen will: Du kannst nicht einfach was behaupten ohne es zu belegen)

      *Vielleicht kann uns noch Jemand ein historisches Ereignis zitieren, wo eine Frau oder mehrere, freiwillig und wissend ihr Leben für ihre Ehemänner und Kinder gegeben haben.*

      Tod im Kindbett.

      OT: So ein wirres Geschwurbel, zudem, ich will ja niemanden runtermachen, ich weiß er hat MiHiGru, aber sollte jemand, der auf einem politischen Gemeinschaftsblog schreibt, nicht wenigstens ein bisschen in der Lage sein sich schriftlich korrekt und vor allem kohärent auszudrücken?

      1. Tod im Kindbett.

        Jetzt bist du aber auf die Formulierung „historisches Ereignis“ hereingefallen 😛

        Das war die diesbezügliche hohe Sterblichkeit in der Tat.

      2. OT: So ein wirres Geschwurbel, zudem, ich will ja niemanden runtermachen, ich weiß er hat MiHiGru, aber sollte jemand, der auf einem politischen Gemeinschaftsblog schreibt, nicht wenigstens ein bisschen in der Lage sein sich schriftlich korrekt und vor allem kohärent auszudrücken?

        Fishing for distinction..

      3. Dann bitte, erzähl Du uns doch wie das passiert ist. Seit 1949, als es wieder genügend Schulen gab das die Schulpflicht wieder eingesetzt werden konnte, bis 1995 waren Hauptschulen, Gymnasien und Realschulen von beiden Geschlechtern etwa gleich besetzt. Ab 1995 wurde der Anteil Jungen in den weiterleitenden Schulen immer weniger und in der Hauptschule immer mehr, Heute sind etwa 80% der Hauptschulschüler Jungs, während auf den Gymnasium und in der Realschule, Jungs noch knapp über ein Drittel aus machen. Warum ist das, erzähl?

      4. *Heute sind etwa 80% der Hauptschulschüler Jungs, während auf den Gymnasium und in der Realschule, Jungs noch knapp über ein Drittel aus machen. Warum ist das, erzähl?*

        Es ist nicht so.
        http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/1-Bildung-ausbildung-und-weiterbildung/1-4-Schulische-bildung/1-4-1-aktuelle-bildungsbeteiligung.html

        Hier nochmal ein paar Zahlen zu Baden Württemberg:

        http://www.statistik-bw.de/Veroeffentl/Monatshefte/PDF/Beitrag10_06_03.pdf

        Generell frag ich mich auch, warum du da den Cut bei 1995 setzt. Da ist nichts passiert, es schlägt sich auch nichts in den Zahlen nieder.
        Wir reden hier bei der Mädchenbeteiligung von jährlichen Unterschieden von 1-3% in den 00er Jahren.

      5. „Tod im Kindbett.“
        Stellt auch heute noch das größte Lebensrisiko von Frauen dar.
        Bei Jungen und jungen Männern bis 18 sind es Selbstmorde, danach Unfälle und Kriminalität.

        Was fällt uns daran auf?

  6. „Wir reden hier bei der Mädchenbeteiligung von jährlichen Unterschieden von 1-3% in den 00er Jahren. “
    Was ist die betrachtete Grundgesamtheit wie sind in dieser die Geschlechter vertreten?
    Nur anhand dieser kann überhaupt eine Aussage getroffen werden ob der Unterschied zufällig ist oder signifikant (d.h. nicht zufällig) ist.

  7. Haha, das muss jetzt hier hin:

    „Weil Frauen auf Radwegen generell benachteiligt seien, fordert Meg Hillier, ehemalige Innenministerin Großbritanniens, eine Radspur nur für Frauen. Zudem wünscht sie mehr fahrradtaugliche Damenmode….“

    http://www.freiewelt.net/nachricht/radweg-nur-fuer-frauen-10038898/

    Fordern, fordern, fordern und behaupten überall wo es mehr Männer gibt, werden Frauen irgendwie diskriminiert (naja, Gefangnisse, Tote, etc… da isses egal).

    Kann man diese „Frauenpolitik“ noch ernst nehmen?

    1. Kann man diese “Frauenpolitik” noch ernst nehmen?

      Muss man wohl, wenn man das eigentliche Motto begreift: „Wer bietet mehr, bei der Beschützung unserer hilflosen und schwachen unschuldigen Hascherl!“

      Im Grunde also nichts neues, seit Kaiser Willhelm nicht.

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