Warum Conchita Wurst ein Signal an alle Jungs, an alle Männer ist! An alle Menschen!

(Füllartikel. Der 11. ist noch frei. Meldet euch!)
(Ich verwende hier das sprachlich generische Maskulinum.Warum erkläre ich hier. Der Grund ist ganz einfach. Gleichgewicht)
Der Mensch Tom Neuwirth, der zufällig männlich geboren worden ist, hat schon früh lernen müssen, was es bedeutet anders zu sein. Nicht der erwarteten Rolle aufgrund  des Geschlechts der Umgebung, der Frauen und Männer ringsum entsprechen zu können.
In Gmunden am Land geboren werden und aufzuwachsen im ländlichen Bad Mitterndorf  ist  für Leute die ihr Geschlecht hinterfragen kein Honiglecken. Das weiß jedes das auch am Land großgeworden ist. Irgendwann wurde er sich bewusst, dass der Weg der klassischen Liebe zwischen Mann und Frau nicht seiner ist und er begann sich seiner natürlichen Neigung zu Männer zu öffnen. Aber Menschen sind nicht nur oft sehr konservativ, was noch kein Fehler ist, es müssen nicht alle immer nur ohne Vorsicht, nach vorne stürmen, nein viele sind auch noch grausam.  Genauso grausam wie die „Fortschrittlichen“ sein können, wenn jemand nicht sofort mit will.
Hier waren es aber die (sogenannten) Kulturbewahrer, die Frauen und Männer die sich nur das binäre Sexual- und Geschlechtsmodell vorstellen können, die Tom wegen seiner Homosexualität und seinem Faible für Frauenkleidung diskriminierten und ihm das Leben sehr schwer machten.
Er wollte als kleines Kind, als Bub  einen Rock anziehen, was die Eltern tief verstört hat. Die Großmutter  hat ihm dann einen besorgt. Diese Schmähungen haben sich offenbar tief in seine Seele gegraben, denn obwohl er sein Dasein als schwuler Mensch leben konnte, wollte er auch die andere Seite von sich, dass was jene provoziert, die sich Männer in Frauenkleidern nicht vorstellen können zum Ausdruck bringen. Das und die Freude das weibliche Rollenbild als Mann ausleben zu können, scheint ihn veranlasst zu haben, Travestiekünstler zu werden.
Aber er wollte nicht komplett in die andere Geschlechterrolle schlüpfen. Er wollte ein Statement abgegeben. Er hat seinen natürlichen Bartwuchs als Mann behalten und sehr gepflegt samt der Frauenrolle präsentiert. Das heißt nicht anderes, als „Seht her! Mann, Frau, Sonstwas. Ist das nicht egal? Sind wir nicht alle nur Menschen!“.  Im Österreich ist auch das Wort „Wurst“ in Verwendung. „Ist mir wurst“ bedeutet „Ist mir herzlich egal was du denkst“.
Und das ist die Botschaft an alle Menschen, vordringlich an die zufällig männlich Geborenen.  Seid mutig, lasst euch nicht in einen Geschlechterkäfig stecken. Lass euch nicht per Penis in Geisselhaft nehmen und pauschal herabwürdigen.  Zieht Frauenkleider an, wenn euch danach zumute ist. Schneidert euch selbst eine passende Mode.  Verwischt die Grenzen zwischen den Geschlechtern. Mütter, Väter gebt euren Söhnen endlich die Freiheit. Sie sollen nicht länger zuschauen müssen wie nur zufällig weiblich geborene Kinder sich aus allen Zwängen befreien dürfen. Gebt allen diese Möglichkeit.

Es ist Zeit für den Aufbruch der Rollenzwänge. Es ist Zeit für eine Männeremanzipation. Aber eine Echte! Nicht das Klagen als Väter und Männer nicht mehr ernst genommen zu werden.  Nicht der Versuch der Mamas und Papas den Jungs noch mehr die Rolle als Mann aufzuzwingen.  Liebe Kämpferinnen für die Rechte der Frauen! Vergesst eure Söhne nicht auf dem Weg zur Befreiung der Geschlechter. Was ist Mann, was ist Frau?  Wenn Alf Poier meint: „Wenn jemand nicht weiß, ob er ein Manderl oder ein Weiberl ist, dann gehört er eher zum Psychotherapeuten als zum Song Contest.““ dann ist es an ihm, sein Verständnis von Mannsein und Menschsein gründlich zu überdenken. Nicht an Conchita „Tom“ Wurst.
Und es liegt an allen Männern die jetzt dieses Signal erhalten haben, ob dieser Mensch als Frau mit Bart  oder als Mann im Kleid gesehen wird.  Ersters wäre traurig und nur ein Freiheitsgrad noch mehr für Frauen.  Letzters wäre der Beginn einer neuen Welt.

 

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139 Antworten zu Warum Conchita Wurst ein Signal an alle Jungs, an alle Männer ist! An alle Menschen!

  1. „Es ist Zeit für den Aufbruch der Rollenzwänge. Es ist Zeit für eine Männeremanzipation. Aber eine Echte! Nicht das Klagen als Väter und Männer nicht mehr ernst genommen zu werden. Nicht der Versuch der Mamas und Papas den Jungs noch mehr die Rolle als Mann aufzuzwingen.“

    Genauso wenig sollte man allerdings versuchen, sie zwanghaft aus Rollen rauszubringen. Das klappt auch nicht und führt ebenso zu schäden.

    Siehe zB den Viktor/Viktoria Fall
    http://allesevolution.wordpress.com/2013/08/30/viktor-viktoria-aus-harald-eias-brainwash/

    oder die Kibbuz-Erfahrungen
    http://allesevolution.wordpress.com/2013/03/03/kibbuz-und-gender/

    • emannzer schreibt:

      Danke, dass du das gleich am Anfang des Kommentarbereichs klarstellst. Mir schoss exakt der gleiche Gedanke beim Lesen durch den Kopf. Vielleicht war die Intention von @zuerstmensch ja eine andere (z.B. das man die Andersartigkeit nicht torpedieren sollte), allerdings liest sich sein Beitrag fast wie eine Kampfschrift der Grünen Jugend.

      Mir langt es schon, wenn ich in der „Freiburger Erklärung“ solche Dinge lesen muss, bzw. das Jungen in Kindergärten teils gezwungen werden, Mädchenkleider zu tragen, sich von den Mädchen im Kreis umzingelt widerstandlos beschimpfen lassen zu müssen oder wie dieser merkwürdige Verein Dissens Jungs auffordert, virtuelle Geschlechtsumwandlung über sich ergehen zu lassen, wie im folgenden zitiert aus dem Spiegel 1/2007:

      „… So spielten Dissens-Mitarbeiter bei einer Projektwoche mit Jungs in Marzahn einen „Vorurteilswettbewerb“, an dessen Ende die Erkenntnis stehen sollte, dass sich Männer und Frauen viel weniger unterscheiden als gedacht. Es entspann sich eine heftige Debatte, ob Mädchen im Stehen pinkeln und Jungs Gefühle zeigen können, Sätze flogen hin und her. Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten Jungen vor, „dass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge …“

      • emannzer schreibt:

        PS: Sorry, hab’s vergessen. Zu Conchita Wurst und den Hintergründen habe ich eine komplett andere Meinung: http://emannzer.wordpress.com/2014/05/13/wenns-um-die-wurst-geht/
        Man muss diese nicht teilen, aber hoffentlich auch nicht in die Haare deshalb bekommen. Freundschaft 😉

      • zuerstmensch schreibt:

        Ja offenbar ist es falsch angekommen bei euch. Der Artikel richtet sich nicht an die die mit ihrer Rolle zufrieden sind. Nicht an Eltern oder Jungs die kein Problem mit dem Geschlecht haben. Nur an diejenigen, die bisher sich verstellt oder verbogen haben, weil sie nicht den Mut finden, sie selbst zu sein. Oder weil die Gesellschaft findet „sowas ist für Jungs nichts“. Dies habe ich aufzeigen wollen. Auch in Bad Mitterndorf waren sicher 99% aller Kinder mit ihrer Rolle als Bub oder Mädchen zufrieden. Dieser eine aber nicht. Er wollte anders sein. Er war anders. Es gibt Millionen von diesen Anders die auf der Welt kommen und es nicht sein dürfen. Manche schaffen schillernde Kunstfiguren, manche werden menschenverachtende Diktatoren, aber die meisten leiden einfach still vor sich hin. Wenn ConchitaWurst es geschafft hat, das Bewusstsein zu wecken, dass man Jungen , Menschen wenn sie anders sind, so sein lässt wie sie sind, dann ist das tatsächlich ein großer Schritt in Richtung Tolleranz.
        „Lasst die Kinder wie sie sind und wenn sie etwas machen womit sie aus der Rolle fallen, dann bestärkt sie darin, nicht verleidet es ihnen.“

        Das ist worum es mir hier ging.

      • maennerstreik schreibt:

        Ich bin Linkshänder und wäre ich ein paar Jahre früher geboren worden, hätte man mir vielleicht noch die Hand auf den Rücken gebunden und mich dazu gezwungen mit der rechten Hand zu schreiben, auch wenn darunter meine schulischen Leistungen und meine Entwicklung gelitten hätten.

        So wie man heute Linkshänder nicht mehr umerzieht, so werden Homosexuelle in westlichen Gesellschaften schon lange nicht mehr diskriminiert. Ich bin Linkshänder und bleibe es und wenn Du meinst, Du seist homsexuell, transsexuell, ein Tannenbaum oder ein Borkenkäfer im falschem Körper, dann wird das heute ähnlich toleriert wie der Umstand, dass ich Linkshänder bin. Bloß weil Einzelne nicht den Mumm haben zu sich selbst zu stehen und deshalb leiden, ist die Gesellschaft nicht intolerant. Es gibt nur einfach keinen Applaus für ein Coming Out, auch wenn es für das Individuum vielleicht ein langer Kampf mit sich selbst war. Manche scheinen damit ein Problem zu haben, dass es keine besondere Leistung ist, ob man nun homosexuell oder heterosexuell ist.

      • zuerstmensch schreibt:

        Ich bin übrigens auch Linkshände. Und daher muß ich dazu was schreiben. Aber du hast mich auf eine sehr lustige Idee gebracht und daher muß es ein wenig warten.

      • Matze schreibt:

        „solche Dinge lesen muss, bzw. das Jungen in Kindergärten teils gezwungen werden, Mädchenkleider zu tragen, sich von den Mädchen im Kreis umzingelt widerstandlos beschimpfen lassen zu müssen“

        Gibt es dazu eine Quelle oder Zeugenberichte? Wäre ja mal interessant was die Entwickler oder auch die Anwender, sprich Erzieher, zu solchen Methoden sagen.

        Wenn es sich mittlerweile so abspielt, nehme ich mal an das die Mädchen nicht in den Kreis der Schande müssen oder zur Strafe Jungenklamotten tragen sollen. So etwas in der Art lese ich leider nicht zum ersten Mal und finde es richtig krankhaft. Da wird in meinen Augen das leben von Jungen bewusst verpfuscht um all die pöse Männlichkeit auszutreiben oder sowas. Also ob daraus NUR etwas schlechtes entstehen könnte.

      • emannzer schreibt:

        @Matze. Das stand mal in der Zeitung, den Link dazu habe ich nicht mehr. Aber hierzu:

        „… Wäre ja mal interessant was die Entwickler oder auch die Anwender, sprich Erzieher, zu solchen Methoden sagen…“

        Dann lies dir mal die „Freiburger Richtlinien für Erzieher“ durch:
        http://de.wikimannia.org/images/Freiburger_Richtlinien.pdf

        „Mädchen:
        -> um die Höherbewertung von Mädchen zu unterstützen
        -> um sich eigener Stärken bewusst zu werden, auch um Wünsche / Interessen
        / Bedürfnisse durchzusetzen
        -> um so in unterschiedlicher Weise,Grundlagen für selbständige Lebensgestaltung
        und Berufsentscheidungen zu schaffen
        -> um Weiblichsein erleben zu können,
        ohne dass daraus Vor- oder Nachteile entstehen.
        -> um Anstöße für die Entwicklung erweiterter weiblicher Rollenkonzepte zu geben.

        Jungen:
        -> um eigene Grenzen zu spüren und Grenzen anderer respektieren zu können über das bisher im Rollenbild zugelassene hinaus. …“

        Ergänzend noch der Hinweis, dass im Spiegel u.a. darüber berichtet wurde: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html

      • Matze schreibt:

        Das ja auch interessant, die Sichtweise von Mütter und/oder Väter auf Jungen:

        „Bei einer Umfrage von 230 junge Männern zwischen 20 und 30 im Jahre 1994
        wurde die Frage gestellt, wie sie (die Jungen) laut Vater sein sollen, wurden
        unter dieser Rubrik von den Söhnen kaum irgendwelche menschliche Eigen-
        schaften erwähnt. Nicht von einem einzigen Vater, „glaubte z.B. der Sohn,
        dieser würde ihn sich „glücklich“ vorstellen oder „kreativ“ oder „zufrieden“.
        Alle Erwartungen waren von Männernatur, die meisten bezogen sich auf die
        Leistung. (Auszug S.30 Benard) “

        Da wäre ja mal auch interessant, wie die Sicht von Müttern auf Jungen sind. Hier geht es ja nur um die Sicht der Väter und danach wird erwartet, das die Jungen funktionieren sollen.

        Und auch interessant, die Sichtweise von Erziehern auf Jungen:

        – Von ihnen gehen oft lärmende Konflikte aus, die schnell die Gesamtatmosphäre beherrschen
        – Jungenbanden fallen auf, die kämpfen, andere „überfallen“
        – Überschreiten häufiger Grundstücksgrenzen/ sonstige aufgestellte Regeln
        – Kritisieren und torpedieren Beschäftigungen/ Angebote von Erzieherinnen stärker
        – Sind prozentual häufiger im Mittelpunkt von Fall- und Fachbesprechungen, werden mehr beobachtet, sind auffälliger. (Auszug: Büttner, Dittmann, S.45)

        Im Gegensatz dazu die Mädchen:

        – Spielen leiser/weniger Störungen der Gruppenatmosphäre/passen
        sich scheinbar reibungsloser dem „Rahmen“ an
        – Ruhigere Beschäftigungen, beobachten, Gespräche untereinan-
        der, organisieren sich in Mädchengruppen
        – Gehen bereitwilliger auf Angebote der Erzieherinne
        n ein, verhalten sich solidarischer
        – Sind seltener im Mittelpunkt von Fall- und Fachbesprechungen,
        werden weniger beobachtet, sind unauffälliger (Auszug: Büttner,
        Dittmann, S. 45)

        Jungs stören also nur bei de Arbeit der Erzieher. Warum sich die Jungen jetzt grundlos von Mädchen beschimpfen lassen müssen, verstehe ich immer noch nicht. Ist das auch eine Vorbereitung auf später? Das den Mädchen da auch ein sehr seltsames Gerechtigkeitsempfinden aufgeprägt wird, stört wahrscheinlich niemanden.

    • Leszek schreibt:

      Ich hatte bei Christian mal einen Beitrag geschrieben, in dem es darum ging, warum ich sowohl traditionelle als auch gender-ideologische Geschlechterrollen ablehne und stattdessen nur das Ideal der Rollenfreiheit – d.h. die Orientierung am Individuum von klein auf – bejahe.

      Da es thematisch passt und viele linke und liberale Männerrechtler eine ähnliche Position vertreten, verlinke ich den Kommentar hier mal, gerade auch weil er die in dieser Diskussionen angesprochene Problematik, dass traditionelle Geschlechterrollen und gender-ideologische Geschlechterrollen beide scheiße sind, verdeutlicht.

      http://allesevolution.wordpress.com/2011/10/18/mannliche-und-weibliche-hormone/#comment-21599

  2. Mike schreibt:

    Ich hab nix gegen Männer in Frauenkleidern, aber dieser Typ war einfach nur affektiert und geradezu klischeehaft tuntig. Ich weiss nicht, wie man in diesem Etwas die grosse Männer-Befreiung sehen kann.

    • maennerstreik schreibt:

      Das muss man vor allem intelektuell „gemäßigt“ sein, um das nachvollziehen zu können 😉 Ich habe Travestie immer so verstanden, dass Mann in die Rolle zur Frau schlüpft oder umgekehrt und dieses Rollenspiel den Reiz ausmacht für die Leute und deren potentielle Geschlechtspartner. Warum die Wust meint, es sei eine besondere Aussage dahinter, fast perfekt in die Rolle als Frau zu schlüßen und gleichzeitig einem Achmet-Bart zu behalten, erschließt sich mir nicht. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich ja ein „böser Fundamentalist“ bin und nicht alles begeistert nachkläffe, was andere begeistert vorkläffen:

      http://maennerstreik.wordpress.com/2014/05/11/der-esc2014-conchita-wurst-und-arne-hoffmanns-irrtum/

      Schönen Sonntag noch…

      • Mike schreibt:

        Der „Beginn einer neuen Welt“ im Sinne des Artikels wäre exakt dann erreicht, wenn Männer (sogenannte) Frauenkleidung anziehen können wann es ihnen beliebt, OHNE dass die Öffentlichkeit daraus automatisch Rückschlüsse auf die sexuelle Orientierung dieser Männer zieht. D.h., ob Hose, Rock oder Kleid wäre total egal.

        In diesem Sinne ist Conchita ein absoluter RÜCKSCHRITT für die „Männerbefreiung“, also zumindest für Männer, die sich in diesem Sinne befreien möchten. Denn Conchita hat 100%ig wieder dass Fass Kleid=überdrehte Tunte aufgemacht. Da traut sich nun keiner mehr, der nicht als solche gelten will, aber trotzdem insgeheim neidisch auf das Variationsreichtum von Frauenkleidung blickt.

        Und deshalb ist Conchita Wurst Murks und hilft wirklich niemandem.

      • djadmoros schreibt:

        Sorry, aber Dein verlinkter Blogpost riecht zehn Meilen gegen den Wind nach »Homo-Lobby«-Verschwörungstheorie!

        Schauen wir uns doch einmal die bei Stefan Niggemeier nachzulesenden Zahlen an: beim Televoting lautet das *schlechteste* Votum für Conchita auf den 8. Platz (Estland), dafür gibt es acht erste, zehn zweite und sieben dritte Plätze. Drastische Differenzen zwischen Jury- und Televotum gibt es in Armenien (Delta = 22), Aserbaidschan (Delta = 21), Weißrussland (Delta = 19), Polen (Delta = 15) und Montenegro (Delta = 12), und in Deutschland (Delta = 10) ist der Unterschied sogar größer als in Russland (Delta = 8). Für eine solche Gewichtung muss schon ein sehr großer Anteil aller Abstimmenden zusammenkommen.

        Wie läuft das Verfahren ab? IP-Telefonie wird ausgeschlossen (1), die Anrufe kosten bis zu 14 Cent, vom Handy deutlich mehr, der Zeitrahmen liegt bei 15 Minuten. Das verwendete Produkt der Firmen digame mobile GmbH (2) und Mass Response ist ausgelegt für 6 Mio. Anrufe pro Stunde (3) (wobei es sich beim ESC durchaus um eine Individuallösung mit höheren Kapazitäten handeln könnte, da die Zuschauerzahl weltweit bei mehr als 100 Millionen liegt (4) ), beim ESC geht es um »mehrere Millionen Calls und SMS innerhalb kürzester Zeit« (5).

        Wir haben also ein über den ganzen Bereich der Teilnehmerländer gestreutes deutliches Massentelefonvotum für Conchita, das auf Millionen von Anrufen beruht. Und das sollen »ein paar starke Gruppen von Homo- und Transsexuellen samt Dunstkreis« im Umfang des oben genannten Rankings manipuliert haben? Ich würde sagen, diese Vorstellung ist reichlich absurd.

        Die Daten taugen auch nicht für Deine Behauptung, dieser Sieg sei »politisch gewollt«, denn bei den politisch durchaus begrenzt steuerbaren Jury-Voten hat Conchita schlechter abgeschnitten als beim Publikum.

        Und für Deine schön dick aufgetragene Behauptung, dass »gleich zwei relativ bekannte Figuren der Netzöffentlichkeit einem Irrtum aufsitzen und diesen auch noch öffentlich feiern« (nämlich Hoffmann und Niggemeier) reicht es damit erst recht nicht.

        Was Du an Argumentation aufbieten kannst, reduziert sich auf die Anekdote, dass Du und Deine Kumpels es 2006 mal mit Mehrfachanrufen versucht habt. Da hilft auch Dein rhetorisches Arsenal – »politische Agenda des Gender Mainstreamings«, »politische Distanz gen Osten«, »die parasitäre EU«, »der Big Brother USA«, »akademisches Mietmaul der gendergeilen Böll-Stiftung« – nicht viel weiter. Kraftausdrücke sind nur dann glaubwürdig, wenn sie eine vorhandene sachliche Substanz im Hintergrund haben – und an dieser mangelt es Deinem Blogpost ganz gewaltig.

        Referenzen:
        (1) http://www.handelsblatt.com/panorama/kultur-literatur/manipulation-kaum-moeglich-die-unbestechlichkeit-des-eurovision-song-contest/4137648.html
        (2) http://www.eurovision.tv/page/about/voting
        (3) http://www.digame.de/Produkte-de.html
        (4) http://www.openpr.de/news/792770/THE-EUROVISION-SONG-CONTEST-HAS-NEVER-BEEN-CLOSER.html
        (5) http://www.pressetext.com/news/20140509015

      • Arne Hoffmann schreibt:

        @ djadmoros: Dass du dir die Zeit nimmst, diese Sprücheklopferei so gründlich und sachlich auseinanderzunehmen – alle Achtung! Ich habe diese Geduld bei einigen Leuten nicht mehr.

      • djadmoros schreibt:

        @Arne Hoffmann: Ich bin wohl noch frisch und unverbraucht! 🙂

    • zuerstmensch schreibt:

      Bisher wollte ich denen recht geben, die meinten das Tragen von Frauenkleidung wären nicht so geeignet für Emanzipation der Männer. Interessant wie diese Tat eines kleinen Jungen die Sicht verändern kann: http://mama-arbeitet.de/standpunkt/jonas-im-kleid-in-schule

  3. me schreibt:

    Hat der ESC nicht einen seeeehr hohen Anteil schwuler Zuschauer?
    Ich vermute, es ist gar nicht sooo gewagt, bei dem Publikum als Trans aufzutreten und ihr Gewinnen ist nicht so repräsentativ für die Stimmung im Land, wie z.B. Arne Hoffmann tut.

  4. zuerstmensch schreibt:

    @maennerstreik Nein. sondern weil du offenbar nicht verstehst, welche Chance sich hier für Männerrechte auftut. Dadurch dass er selbst als Frau seine Männlichkeit (was ist männlicher als ein Bart, dem sekundären männlichen Geschlechtsmerkmal) demonstriert, ist ein Brecher von Rollenzwängen, ein Vorreiter für den Kampf für die Freiheit von Männern von den Klischee. Von Zahlvaterrolle, von schlagender Ehemann Klischee, von potentieller Gewalttäter-Klischee. Ein unglaublicher Glücksfall und wenn Männer oder Frauen hier wilkürlich definieren wollen was ein Mann zu sein hst und es nicht dem Mann selbst überlassen, was, wer oder wie er sein will, dann ist die Männerechtebewegung den Namen nicht wert und solche „Männerrechtlers“ interessieren mich auch nicht.
    Es ist das RECHT jedes MANNES selbst zu entscheiden. NIEMAND hat zu erklären: „Wenn du so und so bist bist du ein Mann“.

    • maennerstreik schreibt:

      Ja ja, und wenn ich mir morgen 2-3 Silkonbrüste machen lasse, ist das ein Glücksfall für die frauliche Emanzipation wegen Weiblichkeit als Mann….?!

      Sorry, aber dummes Gender-Geschwurbel, mehr ist das nicht. Ich halte auch die schwulen Männer für die Männerbewegung komplett überbewertet.

      • noch einer schreibt:

        Und wer hat sich emanzipiert? Die Frauen und Schwulen, aber nicht die heterosexuellen Männer. Die verstecken sich hinter dem Bildschirm und meckern, dass sie angeblich benachteiligt würden. Naja, was will man verlangen. Männer sind unsolidarisch. PS: Es gibt keine frauliche oder männliche Emanzipation. Emanzipation ist frei vom Geschlecht.

      • Graublau schreibt:

        Männern wird weniger Aufmerksamkeit geschenkt, wenn es um Schutz oder Hilfe geht. Vergleiche die These des entbehrlichen Mannes.

        Tatsächlich sind einige der Standardreaktionen, den Mann als unmännlich zu diskreditieren (Jammerlappen, Mimimi) oder die Existenz von männerspezifischen Problemen zu leugnen (angebliche Benachteiligungen). Konservative predigen lieber, der Mann solle sich „zusammenreißen“.

        Wenn sich Männer tatsächlich mal organisieren, werden sie entweder als Nazis, Verlierer oder potentielle Amokläufer dargestellt. Das ändert sich für solche Bewegungen erst, wenn sie weibliche Fürsprecher bekommen.

        Insofern gibt es keinen besseren Beleg als männliche Diskriminierung: Es ist eben etwas anderes, wenn eine Frau das macht. Die Abwehrreaktion gegenüber männlichen Eminazipationsbemühungen ist hingegen bezeichnenderweise auch im Feminismus zu finden, so wie er in der Realität praktiziert wird.

    • M. schreibt:

      Also bei allem Wohlwollen, zuerstmensch: Aber ich persönlich glaube überhaupt nicht daran, dass ich mich selber aus Geschlechterrollen befreien kann, wenn ich als Mann Frauenkleider- und dazu auch noch einen Bart tragen darf. Jedem, wie’s beliebt, das ist meine Maxime. Aber daraus eine Art Heilmittel ableiten zu wollen, das allen (!) Männern zu neuen Freiheiten (welchen genau?) verhelfen soll, halte ich für an den Haaren herbei gezogen: Kleider alleine machen schliesslich keine Leute. Und ein Bart dazu schon gar nicht. Dass sich unsere oberflächliche Zeit schnell mit Äusserlichkeiten zufrieden gibt und alles Mögliche in sie hinein interpretiert, zeugt lediglich von einem ganz erheblichen Mangel an Tiefenschärfe.

      • zuerstmensch schreibt:

        Rat mal warum Marlene Dietrich sich einen Hosenanzug schneidern ließ? Warum Frauen die Hosenmode für sich entdeckten?
        Fü Männerrechte einzustehen heist das selbe was die Kämpfers für Frauenrechte machen. Sie kämpfen für die Rechte ALLER Frauen, nicht nur die die in ein Schema passen. Und damit meine ich die Frauenbewegung, nicht Feminismus, weil das längst nicht mehr dasselbe ist.
        Deswegen bin ich auch humanrightere mit Schwerpunkt Männerrechte, nicht Maskuliste. Weil ich nicht für die Aufwertung eines bestimmtes negativierten Rollenbild kämpfe, wie offenbar hier einige, sondern fpür das Recht jedes Memschen zu sein, was immer es will.

      • M. schreibt:

        Sein oder Schein? Wir leben in einer Scheinwelt, in der viele Menschen ernsthaft daran glauben, Kleider machen Leute. Bis sie merken, dass der Kaiser in Wirklichkeit nackt ist, item: Im südostasiatischen Raum gehören Transvestiten und Transsexuelle zum alltäglichen Strassenbild. Da macht niemand soviel Aufhebens um sexuelle Identitäten und Präferenzen, wie hier. Aber in unserer kopflastigen, politisch hysterisierten Kultur ist es m. E. gar nicht mehr möglich, die eigene, sexuelle Identität so frei und ungezwungen auszuleben, wie z. B. in Thailand oder auf den Philippinen. Weil bei uns gewisse Kreise beim geringesten Anzeichen von Kritik sofort Homo- oder Transphobie sehen, während andere wiederum panikartig den Untergang der abendländischen Kultur herauf dämmern sehen, was ich genau so dämlich finde. So etwas ist in Südostasien gänzlich undenkbar. Und ich ziehe die entspannte, liberale, asiatische Perspektive der verklemmten, europäischen ganz klar vor.

      • noch einer schreibt:

        Und genauso bist du verblendet von den franz. Revolution. Nicht Heute ist alles oberflächlich und schnelllebig. Vor dem Bruch, war viel mehr oberflächlich und mehr Schein als Sein und die Männer waren das schillernde und protzenden Geschlecht in ihren sehr kurzen Röcken und übergroßen Schamkapseln an den Heerpauken. Ja, da hat Kleidung durchaus Leute gemacht. Nach dem Bruch war auch die Mode am Mann tabu und ausschließlich der Frau vorbehalten, weil das niedere Bürgertum brüderlich zusammenhalten sollte. Mode hat System und verändert sich ständig und trotzdem hat sie mehr Bestand, als viele denken. siehe die Arbeitsuniform bei Männern.

    • MediinMalgot schreibt:

      ‚Es ist das RECHT jedes MANNES selbst zu entscheiden. NIEMAND hat zu erklären: “Wenn du so und so bist bist du ein Mann”.‘

      Ist das nicht genau das, was die Gender-Feministen so runterbeten?

      • zuerstmensch schreibt:

        Das ist ja genau das was ich sage. Es ist auch das Recht jeden Mannes sich für „weibliche“ Kleidung zu entscheiden. Und es sind unglaublich viele Männer und Frauen die dann meinen: „ist der schwul?“
        Die Rollenfixierng beginnt schon in der Kindheit wie man an Tom Neuwirth sieht. Er wollte Röcke tragen, aber der einzige Ort wo das ging ohne nicht gemobbt zu werden war daheim.
        Das ist das Problem. Die Kinder werden bereits gehindert sich selbst zu finden. Und dann von den Leuten die sich großartig für Gleichberechtigung aller Menschen einsetzen, wieder brutal „auf Line gebracht“.
        Für Jungen die anders sein wollen oder sind, ist die Kindheit und Jugend keine schöne Welt. Wo Mädchen beliebig aus den Rollen ausbrechen können, weil sie immer irgendeine Gruppe unterstützt. Es genügt wenn EIN Mädchen findest, es müsste mehr Abenteurerinnen bei LEGO geben und schon ist die halbe Welt entzückt, besonders die Frauenbewegung.
        Aber hier werden diese männlichen Kinder von der Gesellschaft (uns!) vollkommen im Stich gelassen. Ein Männerbewegung die sich für DIESES einen Jungen der Rock tragen will, stark machen würde, hat es damals nicht gegeben und scheint es auch heute noch nicht wirklich zu geben.

    • Ben kay schreibt:

      Finde ich gut dein Kommentar, ich bin Crossdresser was die Bekleidung betrifft.
      Männer sollen sich genauso wie Frauen die Freiheit am Leben nehmen dürfen und das ohne ein gedankenliches „Stopp du bist ein Mann“

      • noch einer schreibt:

        Das ändert sich erst, wenn die Machtverhältnisse neu geordnet oder transzendiert werden. Männer haben ihre Mode ohne eine Gegenleistung aufgegeben. Sie nahmen dafür Macht und Status und verteilen das Geld. Während die Frauen die Mode aufgebürt bekamen. Man könnte also sagen. wenn Männer den Frauen die Hälfte am Kuchen teilhaben lassen, bekommen sie auch wieder das Recht, ihre traditionelle Männerbekleidung zu tragen.

  5. mitm schreibt:

    Klassische Geschlechterrollen aufbrechen kann man auch anders als mit Kleidung, und das passiert längst massenhaft in Form sehr aktiver Väter. ein weiteres Beispiel sind „empatische Männer“, von denen ich selber mehrere Exemplare kenne, die genau die überdurchschnittliche Sozialkompetenz zeigen, die fälschlicherweise alleine Frauen zugeschrieben wird. Dies Art des Aufbrechens von Geschlechterrollen und das Bewußtsein darüber halte ich für viel wichtiger.

    Daß man mit „entgegengesetzter“ Kleidung Geschlechterrollen aufbrechen kann, wage ich zu bezweifeln.
    Frage an die Mädels in der Runde: Ihr trefft beim Shoppen bei H&M in der Kleiderabteilung einen Mann in hautengen, leicht durchsichtigen Leggings, Lipgloss und offenbar gezupften Wimpern – sucht Ihr weiter oder sucht Ihr das Weite?
    These: als Mann in Frauenklamotten bist Du bei 95% der Frauen für alle Zeiten unten durch und kannst deine heterosexuelle Karriere vorerst beenden.
    Dazu passend: Letztens kam ich in einem Gespräch mit einer Frau auf David Beckham zu sprechen, was umgehend zur Bemerkung führte, sie fände Metrosexuelle schrecklich.

    Daß umgekehrt Frauen sich Männerkleidung „erobert“ haben, ist ebenfalls eine ziemliche Übertreibung. Wegen der anderen Körperformen braucht man sowieso andere Schnitte und Größen. Über diese rein technisch notwendigen Unterschiede hinaus sind Hosen, Jacketts usw. aber fast immer anhand anderer Merkmale bzw. Unterschiede als eindeutig männlich oder weiblich erkennbar.

    • noch einer schreibt:

      Es ist keine Übertreibung. Frauen bedienen sich an der Männermode aber nicht an der Moderne, sondern an der aristokratischen, vor dem Modebruch. Während der weibliche Anzug nie uniformiert wurde und die männliche Männermode zersetzt, sublimiert der Männeranzug seit jeher die Körperform des Mannes. Erotik am Manne wurde tabuisiert und bei der hyperfetischisiert. Und so groß Unterscheiden sich die Proportionen auch nicht. Es gibt genügend Ausnahmen, wo Mädchen eine Knabenform haben und umgekehrt. Die Unterschiede sind auch nicht eindeutig als weiblich o. männlich erkennbar. Sie verrücken. Bei Unisexmodellen wird das sichtbar was vorher bei den Frauen verborgen blieb, wenn Männermode in die Frauenmode transportiert wird. Beispiel wäre Chanel.

      Dass Frauen bzw. Mädchen so reagieren hat mit Vorurteilen und Klischees in der Erziehung zu tun. Männer in Hosen waren zur prähistorischen Zeit undenkbar. Das wurden Beine Po und Geschlecht (scheinbar immer dauer-erregiert) durch knappe Röcke betont. Heute sind neuen Beine der Frau die alten Beine der Adligen.

  6. M. schreibt:

    Conchita ist vor allem ein Medienprodukt: Ihre Aufgabe war es, der ansonsten quotenmässig in den Keller rasselnden Show etwas Glamour zu verleihen- mit Erfolg, wie man sieht. Sie ist ein Kunstprodukt. Ob es sich bei ihr um einen echten Transvestiten handelt, wie er in schwulen Kreisen noch weit verbreitet ist, wage ich ehrlich gestanden stark zu bezweifeln. Frau Wurst ist Ausdruck einer tiefen Medienkrise: Die klassischen Medien befinden sich in einem geradezu historischen Tal, aus dem es kaum mehr ein Entrinnen gibt. Conchita Notruf hätte man sie auch nennen können. Der Eurovision-Song Contest ist eher ein Schnarch-Format.

  7. zuerstmensch schreibt:

    Wenn Männer bei Frauen unten durch sind, weil sie „weibliche“ Kleidung anlegen, dann ist es das Problem dieser Frauen. Weil das bedeutet nur diese Frauen wollen Männer nicht in ihrem „Revier“ sehen, nehnmn sich aber selbst jedes Recht Hosenanzüge, Männerhemden oder Krawatten, jede Art „männlicher“ Kleidung zu tragen. Jede Art von Kleidung.
    Wenn Männer sich wirklich emanzipieren wollen, dann müssen sie „ihren eigenen Weg gehen“ und es muß ihnen egal sein, was andere Menschen dazu denken. Alles andere ist nur die Aufrechterhaltung des Status Quo.
    Dann stimmt es: „Wenn Frauen schick finden würden, wenn Männer auf den Händen gehen würden, dann wäre alle Schuhgeschäfte für Männer binnen Stunden pleite“.

    • Arne Hoffmann schreibt:

      Ich stimme durchgehend zu, wie bei all deinen Postings hier. Und ich wundere mich ein bisschen, dass man das noch so ausführlich erklären muss. Natürlich bedeutet eine liberale Männerrechtsbewegung, dass Männer darstellen dürfen, was sie wollen – auch eine Sängerin mit Vollbart. Es wird immer einige Leute geben, die dagegen anätzen und so tun, als sei nur ihr Männerbild legitim, aber mehr als herumätzen können sie nicht tun. Sie handeln, wie ich es damals in unserer Blogparade genannt habe, mit „ungedeckten Schecks“. Wer sich damit bezahlen lässt, ist selbst daran schuld.

      • noch einer schreibt:

        Bist du der wahre Arne aus dieser Männerbewegung?
        @zuerstmensch, Ja, Frauen entscheiden was und wer für sie männlich ist und nicht der Mann selber, die Freunde oder die Väter. Und emanzipierte Frauen haben kein Problem mit Männern in Röcken. Sie unterstützen es sogar, weil es Gleichstellung symbolisiert. Die Form des Rocks spielt große Rolle. Emanzipiert sind aber die wenigsten.

    • Hugor schreibt:

      „Wenn Männer bei Frauen unten durch sind, weil sie “weibliche” Kleidung anlegen, dann ist es das Problem dieser Frauen.“
      Nun, in der Praxis sieht es in aller Regel dann aber so aus, dass diese Frauen weiterhin aus genügend männlichen Interessenten auswählen können, der betreffende Mann dagegen allein bleibt. Die Erkenntnis, moralisch liege das Problem bei den Damen, wird ihn da kaum trösten.

      • zuerstmensch schreibt:

        Hier verwechselt du etwas. Auch die frühen Feministinnen haben einfach gemacht was sie wollten und nicht darauf geachtet, ob sie damit allein bleiben oder nicht. Wer sich nur an einem anderen Geschlecht orientiert, der ist automatisch fremdbestimmt und wird keinerlei Emanzipation erreichen können. Auch die Frauenbewegung hat irgendwann aufgehört sich dauernd an Männern zu orientieren und viele haben sich einen eigenen Weg gesucht.
        „Men go their own was“ (MGTOW) bedeutet nicht Frauen links liegen zu lassen, sondern das zu sein was man will und welcher Frau das dann gefälllt die ist dann auch die Richtige.
        Und eigentlich ist es ein „every human go its own way“ und das bedeutet ebenfalls zu sein was man will und welches anderes Mensch das dann gefälllt und das sich dann verliebt, das ist dann auch das Richtige.

      • toxicvanguard schreibt:

        @ Zuerstmensch

        Ich glaube da übersiehst du einige wichtige Mechaniken, die dazu führen, dass Frauen es sich grösstenteils leisten konnten diesen Tausch einzugehen und auf Selbstbestimnmung zu pochen. I.e. Männer müssen sich evolutionär gesehen an Frauen orientieren; Frauen auch nur an anderen Frauen. Es hat schon einen Grund, warum in früheren Generationen (Und Tendenzen gibt es auch wieder) die Anteile von weiblichen/Männlichen Vorfahren bei 80%/40% liegen. Die Grundaussage ist weiterhin, dass diese Emanzipation (die ich ebenfalls anstrebe, nur so nebenbei) für Männer eine andere Qualität haben wird als für Frauen.

        Beim Feminismus mussten die Männer irgendwann mitziehen, bei der Männerrechtsbewegung gibt es keinen solchen Grund und diesen wird es auch nie geben. Das sollte nur erwähnt werden, weil sich sonst vielleicht einige einbilden, es gäbe da am Ende eine vergleichbare Situation; diejenigen Männer, die sich emanzipieren werden zwangsweise immer wieder deselktioniert werden; bei der Frauenbewegung waren die Männer hingegen gezwungen auf deren Punkte einzugehen. Das wird umgekehrt nie der Fall sein.

      • zuerstmensch schreibt:

        @toxicvanguard schreibt:„Männer müssen sich evolutionär gesehen an Frauen orientieren; Frauen auch nur an anderen Frauen.“
        @maennerstreik schreibt:Du kannst Dir auch jetzt schon Frauenklamotten anziehen, wenn Du drauf stehst. Interessiert nur keinen und solltest Du es öffentlich machen, müßtest Du mit Blicken und Kommentaren leben. „
        @Peloquin schreibt: „würdest du dann selbst Männerröcke und Männerblusen anziehen?“

        Jetzt wird es interessant. Ich trete für das Recht eines Mannes ein, alles anzuziehen was immer er möchte,bin aber der Meinung, dass es ein Unterscheid ist, wer ein Kleid anzieht oder einen Rock und wie dieser aussieht. Es haben auch Frauen eigene Kreationen an. Aber anfangs wurde einfach von den Frauen das genommen, was die Männer getragen haben und es dann erst adaptiert. Warum das nicht alle Menschen mit allen Kleidungsstücken machen dürfen sollten, entzieht sich meinem Verständnis.

        Und jetzt zum Vorschlag an mich, ich solle das doch einfach machen. Es ist für mich extrem spannend wie meine Netzexistenz in verschiedener Weise bewertet wird. Mal bin ich eine gendermäßig verpeilte Feministin werd als Frau betrachtet, mal steh ich im Verdacht ein Intersexuelles Wesen zu sein, mal bin ich ein blöder Masku und natürlich ein Mann. Es ist spassig zu sehen, dass Geschlecht in der Netzwelt tatsächlich keine Bedeutung hat. Das Problem der Netzbürgas wäre schnell gelöst. Keine Männer-, Frauenspezifische Nicks. Keine Aussagen übers eigene Geschlecht oder sexuelle Orientierung oder sonstige geschlechtsbezogene Attribute und aus ist es mit der Diskriminierung.

        Wer mich aus dem RL kennt, würde schallend über die Zuordnungen lachen. Aber auch ZuerstMensch ist einfach nur Mensch und will auch nicht mehr sein, so wie mein neues Idol Conchita Wurst. Und zwar weil es wurst ist, piepegal. Geschlecht ist völlig bedeutungslos, dort wo das Geschlechtsteil keine Rolle spielt, dort wo es nicht um Flirten, Sex und Paarung geht. Ich bin wer ich bin. Ich trage was ich will und ich werde trotzdem oder deswegen geliebt. Mehr braucht man im Leben nicht. Warum ich so stark, hoffentlich nicht fanatisch, für die Rechte männlich geborener Menschen, vom Kind bis zum Greisenalter und zwar aller Ausrichtungen (homo-, hetero-, transsexuell, wurst ), eintrete, ist meine Sache. Vielleicht ist es ja nicht für mich? Wer weis das schon.

      • toxicvanguard schreibt:

        @zuerstmensch

        Was ich geschrieben habe, gilt unabhängig davon, ob du ein Mann oder eine Frau bist und unabhängig von deiner persönlichen Sichtweise bezüglich Geschlechterthemen. Mir scheint, dass du es dir in diesem Fall viel zu einfach machst. Mir persönlich ist es tatsächlich egal, wer was trägt und ich interessiere mich vermutlich etwas mehr für Mode als der durchschnittliche Mann.

        Die Aussage, dass das ja alles egal ist und man in erster Linie Mensch ist trifft halt in diesem Fall einfach nicht zu, bzw. ergibt keinen rationalen Mehrwert. Keiner bestreitet, dass Frauen und Männer unterschiedliche Kleidung tragen und niemand wehr sich aktiv, dass andere nur das tragen sollen, was ihnen gefällt. Das ist aber weder emanzipatorisch relevant noch ein grosser Unterschied zu dem, was andere sagen. Das sich die dazugehörigen Rollen einfach auslösen, wenn man andere Kleider trägt, daran glaube ich nicht. Diese archetypischen Rollen sind sehr viel tiefer verankert als einige Kleidungsstücke (Was nicht wertend gemeint ist) und lassen sich nicht beliebig ablegen. Dass es Frauen (und reichen/statushohen Männern, in dem Fall costly signals etc…) einfacher fällt, diese Regeln zu durchbrechen wurde schon lange besprochen. Die Annahme, dass Männer genauso wie Frauen ihre Rollen erweitern bzw. ablegen können, wenn sie nur wollen ist aber genau der Knackpunkt, den du nicht weiter kommentierst. Das ist aber genau der Grund dafür, warum das nicht passiert und warum man keine Männer in Frauenkleider sieht. Genau deswegen, weil es die von dir propagierte Möglichkeit für Männer eben nicht in dem Masse gibt und es keine analoge Situation darstellt. Und das ist eben keine Frage des „nicht-wollens“ oder dass Leute das hier das verbieten wollen, sondern dass die Mechanismen greifen, die maninthemiddle bereits beschrieben hat. Nämlich, dass Männer in hohem Masse durch ihre Nützlichkeit für andere beschrieben werden und dies sich in hohem Masse in ihrer funktionalen Kleidung manifestiert. Und weil eben genau diese Kleidung „clues“ sind die sozial gelesen werden. So einfach ist das eben nicht.

      • zuerstmensch schreibt:

        „Die Annahme, dass Männer genauso wie Frauen ihre Rollen erweitern bzw. ablegen können, wenn sie nur wollen ist aber genau der Knackpunkt, den du nicht weiter kommentierst. “
        Der eigentlich Knackpunkt ist, dass sich Menschen beginnen auf der ganzen Welt, als weder das eine, noch das andere zu begreifen. Wer aber weder Frau, noch Mann ist, sucht sich Kleidung selbst. Wieviele Männer, Frauen, Hermaphroditen und alle anderen Varianten sich dem dritten Geschlecht zugehörig fühlen werdn, wird sich dann weisen wenn in allen Ländern ein Eintrag „Sonstiges“ im Pass möglich ist oder ein solcher Eintrag nicht mehr notwendig ist, bei keiner Behörde. Und wenn Eltern anfangen ihren Babys neutrale Namen zu geben und sich dann die Kinder ihren eigenen Namen später wählen, wenn sie wissen wer und was sie sein wollen.
        Wenn du mir jetzt sagst wozu diese binäre Kleiderordnung noch weiter dienen soll außer zur Spaltung der Gesellschaft, dann können wir weiterdiskutieren. Der Entwicklungsprung der Menscheheit so er passiert, ist genau das Ablegen der Beachtung und Bewertung des Äußeren um Attraktivität oder Abneigung zu klassifizieren. Wie jemandes äußerlich wie körperlich aussieht , welche Hautfarbe jemandes hat oder woher es kommt oder von welchen Eltern es abstammt, kein Merkmal das uns bei der Geburt gegeben wird, wird noch eine Rolle spielen, wenn sich Menschen treffen und sich lieben.

      • Hugor schreibt:

        @zuerstmensch – „Der eigentlich Knackpunkt ist, dass sich Menschen beginnen auf der ganzen Welt, als weder das eine, noch das andere zu begreifen…“

        Nur weil 0,0x% der Menschen sich nicht eindeutig einem Geschlecht zugehörig fühlen, soll unsere gesamte Kultur sich dem anpassen? Sollen 99+% der Menschen ihre Identität verleugnen? Ich halte das für absurd. Vor allem aber warte ich immer noch auf eine nachvollziehbare Begründung der „Geschlechtsdekonstruierer“, welcher Vorteil sich aus einer derartigen Veränderung ergeben soll. Mir erscheint das einfach wie ein Kampf gegen die Realität.

        Geradezu gefährlich finde ich den Gedanken, Kinder neutral zu erziehen, bis sie sich für eine Identität entscheiden. Kleine Kinder können keine grundlegenden Entscheidungen treffen, sondern brauchen Anleitungen und Vorbilder. Man kann sicherlich darüber diskutieren, wie man den Kinder die Geschlechteridentität vermittelt, aber sie sich selbst zu überlassen, führt lediglich zu Identitätskrisen mit entsprechenden psychischen Problemen sowie dazu, dass die Kinder verstärkt auf Einflüsse aus ihrem anderweitigen Umfeld reagieren.

        Was ist denn so furchtbar schlimm daran, Mädchen Mädchen und Jungs Jungs sein zu lassen?

      • zuerstmensch schreibt:

        Hugor schreibt: „Was ist denn so furchtbar schlimm daran, Mädchen Mädchen und Jungs Jungs sein zu lassen?“
        Gar nichts. Man lässt sie blos nicht. Weil in dem Alter von dem du wahrscheinlich sprichst, dem vor der Pupertät, sind es Kinder, die erst in Ruhe herausfinden wollen, wer und was sie sind In dieser Phase spielt das Kind. Auch mit dem Geschlecht. Aber es ist Spiel. Herausfinden was gut tut und was einem nicht gefällt. Leider lässt man sie nicht. Der Junge der einen Rock tragen will wird ausgelacht und verspottet., Der Junge der LittlePony heiß liebt wird gemobbt. Der Junge der gern näht oder stickt ist „schwul“. Der Junge der gern mit Mädchen spielt ist „selbst ein Mädchen, haha“. Und die ganzen Erwachsenen geben ständig wiedersprüchliche Signale. Halbherzig versuchen sie dem Jungen beizustehen und sind selbst komplett verunsichert, weil sie zuerst nur Geschlecht sehen bei Kindern. Was sie für ein biologisches Geschlecht haben können die allermeisten Kinder anhand ihrer eigenen Anatomie selbst rausfinden, die wenigen bei denen es nicht so eindeutig ist, brauchen dann eben Unterstützung. Rolle benötigt auch das keine im Kindesalter.
        Whtz about the Girls? Haben die kein Zwänge? Denkt selbst nach. Welches Mädchen darf heutzutage nicht sein wie es will? Sobald ein Mädchen den Mund auftut und sagt was es will, ist die halbe Welt entzückt über diese kleine Feministin. Und wehe wer sich dann diesem Wunsch nach Andersein versperrt. Mädchen haber sehr in der Pupertät zu kämpfen. Aber nicht als Kind wenn sie soich als Xena, SailorMoon, Prinzessin, Astronautin, Präsidentin oder was auch immer ausleben können.

        Nachem die Jungem dann öfters zurückgepfiffen worden sind von den Frauen und immer weniger Männer in der Erziehungsumgebung, lassen die Jungs eben sein, herauszufinden was sie gerne für Menschen sein würden und fügen sich in ihre Rolle „du wirst ein Mann werden“. Diese lässt ihnen aber nach und nach erkennen, sie seien potentielle Gewalt- und Sexualtäter, habgierig, machtsüchtig und dumm per Geburt. Und eine neue Generation von konformen, auf „Männlichkeit“ getrimmte Generation, der aber gesagt wurde diese erlernte Role sei ganz schlecht und sie müsssten sie unbedingt ablegen, wächst heran. Die jetzige scheint bereits reichlich zornig zu sein auf die Elterngeneration. Weil einerseits lässt man sie nicht wie sie sind, verbiegt sie zu einer MannSein-Norm und dann macht man ihnen genau das zum Vorwurf und nimmt sie aufgrund eines Geschlechtsteils in gesetzliche Geisselhaft zum Schutz der eines anderen Teils der Menschheit mit einem anderen Geschlechtsteil.

      • Hugor schreibt:

        @zuerstmensch – ichn stimme dir zu, dass bei Jungs oft (nicht immer) Einfluss auf eine „männliche“ Entwicklung genommen wird und insoweit sicherlich Optimierungsbedarf besteht. Wobei man sich aber auch darüber im Klaren sein sollte, dass die Ausprägung einer maskulinen Persönlichkeit herkömmlicher Art in unserer Gesellschaft durchaus Vorteile hat. Fakt ist, dass „weichere“ Männer es sowohl im Berufsleben als auch bei Frauen oft schwer haben.

      • Hugor schreibt:

        Ergänzung: Die Schwierigkeiten „weicherer“ Männer, sich im Berufsleben und bei Frauen durchzusetzen, können insbesondere deshalb sehr frustrierend sein, weil diese Männer umgekehrt trotzdem voll in die von dir erwähnte allgemeine Vorverurteilung der Männer einbezogen werden.

      • zuerstmensch schreibt:

        Nicht frustrierender als jetzt. Derzeit erleben immer mehr junge Männer was es heist, sehr fähig zu sein, es zu wissen und das „falsche“ Geschlecht zu haben. Denn bei dem Expresstempo mit dem dei Gleichstellung erreicht werden soll, muß eine Generation der Jungen zurückstehen. Und dürfen dann wahrscheinlich in ein einem Jahrzehnt dann lesen: „Die Frauen haben die Männer im Management überflügelt, schon 63% Frauen bei xy-Firma“. Die Quote wird dann natürlich abgeschafrt, man will Frauen ja nicht hemmen. So wie an der Uni in Schweden. Weil qualifizierte Frauen dürfen nicht durch eine Quote gehindert werden, soviele Leitungs-Plätze wie möglich zu besetzen.
        Ob ich einem jungen Mann raten würde seine Energie in einen beruflichen Aufstieg zu stecken, sich „männliche Tugenden“ wie Durchsetzungsvermögung, Machtwillen und Zielorientierung anzutrainieren? Nicht in einem Land das gesetzliche Quoten vorsieht in Privat unternehmen, nicht in Firmen die sofortige Frauengleichstellung auf ihre Fahnen geschrieben haben und dazu sich Quotenziele gesetzt haben, die bedeuten dass sich Mann mehrum einen höheren Posten bemühen braucht, weil sowieso nur noch Frauen gesucht werden, bis diese erfüllt sind. Ob 10%, 20%, 30% oder >50% ist dabei völlig egal. Die Quote ist dann erfüllt wenn die Frauenbewegten in dieser Firma zufrieden sind und keine Frau mehr sich beschwert, dass sie den Posten nicht bekommen hat, den sie angestrebt hat, sondern ein Mann.

        So ein Land, so eine Firma würde ich einem jungen Mann raten zu verlassen. Die Quotenheinis samt ihren Geförderten selber wurschteln zu lassen. Und falls es nirgendwo mehr quotenfreie Bereiche gibt, würde ich ihm raten auf kreative einzelkämpferische Tätigkeiten, wie Singen, Zeichnen, Malen, Designen usw. unzusatteln und ja keine Firma zu gründen. Weil sollte die Erfolg haben und viel Geld abwerfen, kommen die netten Frauenzählerinnen und schreien „Sexismus, nur 10,4% Frauen in dieser Firma“. Also wozu?

        Ich sehe derzeit nur wenig Grund, den „männlichen harten Skill“ aufrechtzuerhalten. Damit Frauen an hart an sich und ihren Forkommen arbeitenden Männer mit der Quotensänfte vorbei nach oben getragen werden? Frustriert das nicht viel mehr, als wenn man den jungen Burschen gleich sagt: „He lasst es sein, ist sinnlos, steckt eure Energie woamders rein, wo niemand eine Quote will“.

      • noch einer schreibt:

        @toxicvanguard
        scheinbar beschäftigst du dich gar nicht mehr mit Mode als der Durchschnittsmann. Denn dann wüsstest du, dass es keine lange Zeit als sich die Mode der Männer komplett verändert und in Gegenteil gewandelt hat. Farbe, enge Schnitte, Körperbetont, das Zeigen von Po, Beinen galt als Viralität, Macht und Stärke. Mode ist ständig im Wandel und unterliegt dem Crossdressing, besonders bei den Frauen, wenn nicht zu sagen, derzeit ausschließlich.

        Auch der Mann ist nicht abhängig von der Frau. Woher hast du den Unsinn. Es gibt mehr Frauen und Gschmäcker sind verschieden. Die Frauen habe sich von den Klischees befreit, wie eine richtige Frau zu sein hat. Sie spielen mit ihrer Facetten, den wollen nicht als arbeitende Bevölkerung gesehen werden, wie es den Männer verordnet wird. Das verdeutlicht sich in der Kleidung der Damenmode. Wer unpraktische Kleidung trägt, ist jemand, der es nicht nötig hat zu arbeiten.

    • mitm schreibt:

      @zuerstmensch „Wenn Männer bei Frauen unten durch sind, weil sie „weibliche“ Kleidung anlegen, dann ist es das Problem dieser Frauen.“

      Diese Sichtweise ist zu simpel und verkennt die Funktion, die Kleidung hat. Kleidung ist grundlegend natürlich Schutz gegen Wetter und Kälte, darüber hinaus aber sehr oft auch „tertiäres Geschlechtsmerkmal“, das Pawlowsche Reflexe auslösen kann und soll. Wenn man den BH sieht, ist es nicht mehr weit bis zum Ziel, und es läuft einem nicht nur das Wasser im Munde zusammen. Die meiste Kleidung (von Heteros) ist genau deswegen geschlechtstypisch, weil man damit seine sexuelle Attraktivität steigern kann, und wird ständig in diesem Sinne genutzt. Schminke und Schmuck sogar noch intensiver.

      Wegen dieser Funktion als tertiäres Geschlechtsmerkmal reduziert es die eigene sexuelle Attraktivität drastisch, wenn ich Geschlechtsmerkmale der falschen Seite benutze. Im Extremfall werde ich sogar als intrasexueller Konkurrent wahrgenommen.

      Wenn Glitzerkleider und high heels für Männer normal wären, würden sie ähnlich wie weiße Tennissocken ihre Funktion als tertiäres Geschlechtsmerkmal verlieren. Dann würde mMn sofort andere geschlechtsspezifische Kleidungsstücke entstehen, die als tertiäres Geschlechtsmerkmal eingesetzt werden. Welche, ist Zufall. Es ist auch Zufall, daß lange Haare als typisch weiblich und sehr kurze als typisch männlich gelten, könnte genausogut umgekehrt sein. Hauptsache, alle wissen und sind sich einig, welches Symbol was ausdrücken soll.

      Das Phänomen, daß es sexuell konotierte bzw. wirksame Kleidung, Schmuck oder Schminke gibt, ist deswegen systembedingt und unausrottbar. Es ermöglicht eine nichtverbale Kommunikation (Kleider machen Leute!) über seine eigene sexuelle Positionierung.

      Begriffe wie „Rollenzwang“ oder „kleidungstechnische Emanzipation“ sind mMn ein falsches Framing: Die Leute wollen freiwillig ihre sexuelle Attraktivität steigern und symbolische, nichtverbale Aussagen („ich bin eine attraktive Frau“) über sich machen. Der Begriff „Rollenzwang“ suggeriert eine Art Verbot, andere Ausdrucksmittel als üblich zu verwenden. Das liegt so trifft nicht zu (allenfalls in dem Sinn, daß einige intolerante Ewiggestrige abfällige Bemerkungen machen, die muß man separat betrachten).

      Wenn man nichtverbale Kommunikationsformen entgegen den Konventionen benutzt, invalidiert man zuvorderst das gemeinsame Wissen, was welche Symbole ausdrücken sollen. D.h. die Symbole werden mehr oder minder bedeutungslos. Man reduziert also den „Sprachumfang“ der nichtverbalen Kommunikationsformen. Man schafft damit keine neuen Bedeutungen – sofern man überhaupt neue Bedeutungen anstrebt -, zumindest vorerst, weil diese Bedeutungen nur durch Beobachtungen im Alltag entstehen.

      Der beste Beweis dafür sind die aktuellen Spekulationen zur Frage, was C.Wurst mit seinem/ihrem Äußeren eigentlich beim Empfänger als Botschaft übermitteln will. Ich weiß es auch nicht.

      Eventuell die Aussage, keine Aussage über sich machen zu wollen. Das ist so ähnlich wie wenn einer zu mir sagt „mit Dir rede ich nicht!“. Aus solchen inneren Widersprüchen macht EMN ihre Witze, in der Realität erzeugt das nur fragende Gesichter.

      Damit wären wir beim für mich entscheidenden Punkt: Was ist eigentlich die politische Botschaft? Soll die Männerrechtsbewegung sich für (mehr) Männer in Frauenkleidern einsetzen? Wenn ja: an wen richten sich die politischen Forderungen? Wer soll was ändern?

      Soll der Gesetzgeber ein Gesetz erlassen, das Männer in Frauenkleidern erlaubt? Nicht nötig, ist schon erlaubt.

      Sollen dumme Bemerkungen über Männer in Frauenkleidern verboten werden? Sind schon, sofern beleidigend, ansonsten Konflikt mit der Meinungsfreiheit, allenfalls liegt ein Vollzugsdefizit vor. Außerdem bin ich sowieso allgemein für bessere Manieren.

      Sollen die Frauen gezwungen / genötigt / überredet werden, Männer in Frauenkleidern erotisch zu finden? Eine heikle Forderung. Lieber nicht.

      Diffuse Forderungen, die Leute sollen in informellen Lebensbereichen auf bestimmte Weise denken und handeln, führen sehr schnell zu totalitären Systemen. Ohne mich.

      Deswegen kann ich auch nicht so recht erkennen, daß sich hier eine „Chance für Männerrechte auftut“. Ich kann mir keine sinnvolle politische Forderung zu dem Thema vorstellen, und wenn, dann wäre es nur ein Nebenkriegsschauplatz, der von weitaus wichtigeren Themen wie Väterrechte, Bildung oder Quoten ablenkt.

      • zuerstmensch schreibt:

        Sorry. Kann ich nicht mit. Denn was als attraktiv wahrgenommen ist nicht nur Sache eines anderen Geschlechts. Die Mädchen in den Springerstiefel und Leibchen waren offenbar für Männer nicht deswegen noch attraktiv, weil das „schön“ ist. Sondern weil die Frauen das Selbstbewußtsein hatten, sich damit schön zu fühlen.
        Und DAS macht attraktivität aus. Wenn ein Mann sich gutaussehend findet mit „weiblichen“ Anziehsachen, dann wird es trotzdem Frauen geben denen das gefällt.
        Ansonsten gäbe es schon seit Jahrtausenden nur noch Einheitskleidung für Männer und Frauen.

      • @zuestmensch

        „Die Mädchen in den Springerstiefel und Leibchen waren offenbar für Männer nicht deswegen noch attraktiv, weil das “schön” ist. Sondern weil die Frauen das Selbstbewußtsein hatten, sich damit schön zu fühlen.“

        Sich schön fühlen macht Frauen nicht schön.
        Ich hatte hier gerade einen Text dazu:
        http://allesevolution.wordpress.com/2014/05/05/thin-privilege-welchen-unterschied-schonheit-macht/

        „Wenn ein Mann sich gutaussehend findet mit “weiblichen” Anziehsachen, dann wird es trotzdem Frauen geben denen das gefällt.“

        Die meisten werden ihn schlicht als Freak ansehen. Auch wenn man das natürlich machen kann, wenn man ansonsten sehr cool ist. Aber auch dann ist es nicht einfach und wird einem bei den meisten eher schaden.

        „Ansonsten gäbe es schon seit Jahrtausenden nur noch Einheitskleidung für Männer und Frauen.“

        Das Argument verstehe ich nicht. Könntest du es noch mal erklären?

      • zuerstmensch schreibt:

        Was ich meine ist, dass wären bestimmte Arten von Kleidung tatsächlich attraktiver für die Masse eines Geschlechts als andere, hätte sich diese Kleidung immer mehr herausentwickelt und fixiert. Weil diese ja maximalen Erfolg bei der Partnersuche garantiert hätte.
        Ist aber nicht der Fall. Nichts hat öfter gewechselt im Lauf der jüngeren Menschheitsgeschichte als die Kleidung. Und daher ist es eine reine Annahme das die „männliche“ Kleidung jetzt noch den Erwartungen von weiblichen heterosexuellen Menschen entspricht. Was wenn sich das schon längst geändert hat und Frauen halt sich damit abfinden, dass Männer so stockkonservativ zu sein scheinen, während Männer wie du verbreiten: „Jungs, versucht ja nicht euch viel anders zu kleiden, als eure Väter und Großväter, weil damit vermindert ihr eure Chancen bei Frauen“.

      • „Was ich meine ist, dass wären bestimmte Arten von Kleidung tatsächlich attraktiver für die Masse eines Geschlechts als andere, hätte sich diese Kleidung immer mehr herausentwickelt und fixiert. “

        Hat sie nicht? weibliche Kleidung ist eher auf stundenglasform geschnitten, mit Ausschnitt und Betonung der Brüste, die Hosen sitzen eher auf hüfte und zeigen eher einen flachen Bauch, männliche Kleidung ist eher auf V-Körper-Form geschnitten, betont schultern etc.

        Natürlich gibt es auch relativ neutrale Kleidung. Mitunter will man eben auch keine sexuellen Zeichen setzen oder die Funktion steht im Vordergrund. Aber das ist bei einem Kleid oder einem Rock selten der Fall. Selbst bei Schottenröcken wird über die hängende Tasche ein V-Körper betont und der Schritt

      • zuerstmensch schreibt:

        Du siehst das Jetzt. Aber vor Marlene Dietrich haben Frauen einfach die Hosen/ Hosenanzüge der Männer getragen um ihr Statement abzugeben. Erst als es gesellschaftlich anerkannt wurde, haben sich Schneidas darangemacht die Mode entsprechende weiblicher Anatomie zu gestalten. Warum ist das umgekehrt nicht möglich? Und ja, die Männerkleidung in der Geschichte hat oft das Geschlecht betont, aber die Ausgestaltung, ob lang ob kurz, mit Rüschen, ohnen, mit Rock, beinfrei oder ganz verhüllte war so verschieden wie es nur sein kann.
        Daher sehe ich keine Grund warum Männer sich nicht mal in die „Frauenabteilung“ wagen sollten, ob sie nicht was Schickes für sich dort finden, als Mann.

      • mitm schreibt:

        Ich bin gerade zufällig auf folgenden amüsanten und interessanten Artikel gestoßen:

        http://horstson.de/peters-cutting-calvin-kleins-unterhosen-revolution/2014/05/

        Zeichnet nach, wie eine biedere Feinripp-Baumwoll Herren-Unterhose zum Kultobjekt und Sexsymbol wurde. Bestätigt meine These, daß die sexuelle Aussagekraft von Kleidung reine Konvention ist.
        Röcke wären übrigens eigentlich für Männer viel praktischer als Hosen, da ist einfach mehr Platz zwischen den Beinen 😉

      • noch einer schreibt:

        „Die meiste Kleidung (von Heteros) ist genau deswegen geschlechtstypisch“
        Ach wie denn? Homosexuelle Männer kleiden sich wie die Heterosexuellen. demnach uniformieren sie sich immer mehr und haben wenig Spielraum ihre Attraktivität zu heben. Es könnte ja auch ein homosexueller sein. Was man sieht ist, dass sich dann hetero-Männer unvorteilhafter und unauffälliger kleiden.
        Lange Haare = weilbich
        kurze Haare = männlich
        ist genauso Unsinn.
        Lange Haare waren früher an Männern üblich und am Hofe Pflicht. Frauen kleiden sich unpraktisch wie die Adligen von damals, die sich leisten konnten nicht arbeiten zu gehen. Und das ist der Unterschied. Frauen sind Menschen, während die Männer reine Leistungsträger geworden sind. Adieu schönes Geschlecht.

  8. maennerstreik schreibt:

    Man kann die historische Wandlung bei den Frauen mit Hosenanzug & Co. nicht mit einem Transvestiten wie Wurst vergleichen. Schließlich bleiben die Frauen in den Hosenanzügen Frauen und klebten sich keine Schnurrbärte an. Aber vermutlich überfordert es Dich ja eh zu begreifen, dass Dein Vergleich nicht nur hinkt, sondern auf dem Zahnfleisch kriecht. Und Deine Euphorie in Richtung „Werde Transvestit für den Weltfrieden!“ ist äußerst lächerlich.

    • Peter Müller schreibt:

      Sorry wenn ich mich hier einmische, aber Deine Kommentare klingen fast schon etwas panisch. So panisch, dass Du sogar ad hominem argumentierst („Vermutlich überfordert es Dich…“).

      Wenn zuerstmensch schreibt, dass die Emanzipation erst dann erfolgreich ist, wenn auch Männer sich kleidungstechnisch emanzipieren, dann bedeutet dass ja nicht, dass alle Männer im Glitzerkleid herumlaufen müssen oder auch nur sollen. Vielmehr sollen sie es dürfen wenn sie es wollen. Und zwar ohne pauschal abgewertet, pönalisiert oder pathologisiert zu werden.

      Und so wie Frauen in Hosenanzügen auch Frauen bleiben, so bleiben auch Männer in Glitzkleidern Männer. Im biologischen Sinn. Witzigerweise verdeutlicht das ja sogar Wurst mit dem biologisch männlichen Merkmal „Vollbart“ sehr markant. Insofern ist das genau das gleiche wie Frauen in Hosenanzügen: Eine soziale Rolle bzw die damit verbundenen Attribute werden angeeignet, die eigene biologische Geschlechtlichkeit dabei aber nicht geleugnet.

      Das ist jetzt nicht wirklich neu (Glööckler, anyone?) aber trotzdem emanzipatorisch.

      Im übrigen würde tatsächlich der Weltfrieden ausbrechen, wenn alle Männer Transvestiten würden. So ein Krieg ruiniert das eigene Styling, die Frisur sowieso und in Heels kann man nicht wirklich gut an die Front marschieren *gg*

      • toxicvanguard schreibt:

        Männer, die Frauenkleider getragen haben gab es schon in der antiken Kultur sehr oft; die Rolle, die hier als neu präsentiert wird, ist das es eigentlich auch nicht. Das aktive Spielen mit Geschlechternormen war aber auch im alten Rom immer einer unantastbaren Oberschicht zugehörig. Dies hatte im allgemeinen keinen echten Einfluss auf die Arten der Kleidung, die als Männlich gelesen werden. Genauso wird es sich beim ESC verhalten; das sind immer diejenigen Menschen, die es sich sowieso leisten können, weil sie bereits über Status/Geld verfügen. Das ist dann maximal um sich im Einheitsbrei „dort oben“ noch weiter zu differenzieren bzw. herauszustechen. Das hat mit Emanzipation für den normalen Menschen wenig zu tun.

        Männliche Kleidung war in erster Linie durch die Arbeit bzw. das Militär diktiert; das hat sich bis jetzt vielleicht etwas verschoben, aber ein Mann, der sich zu deutlich von diesem „Vorbild“ entfernt und keinerlei spezielle Qualitäten aufweist, wird sowohl von Frauen als auch Männern verachtet werden. Das wird solange der Fall sein, bis Männer nicht mehr durch ihre Arbeit und ihre Rolle als verwertbarer Beschützer für die Allgemeinheit ablegen können. Dazu wird es – ausser in einer absoluten Utopie, die ohne Arbeit und Gewalt auskommt – nie kommen.

      • zuerstmensch schreibt:

        Falsch. Zuerst müssen sich Männer von dieser Rolle emanzipieren. Und Kleidung hilft da sehr. Wer nur als VATER wahrgenommen wird und nicht auch als Mutter, darf sich nicht wundern warum die Gerichte sich an diesem uralten Rollenbild orientieren, in dem der Vater nun mal der Ernährer ist.

  9. Robin Urban schreibt:

    Ich hab dieses Jahr die ganze Berichterstattung über den ESC nicht so verfolgt, aber es scheint irgendwie untergegangen zu sein, dass 1998 mit Dana International schon mal eine Transfrau den ESC gewonnen hat? *nurmalso*

    • krams schreibt:

      Conchita Wurst alias Tom Neuwirth ist nicht transsexuell, sondern männlich, Travestiekünstler und homosexuell. Hat mit trans nichts zu tun. Der Artikel spricht ja auch explizit von einem _männlichen_ Rollenbild. Trans-Frauen (also mit männlichem Chromosomensatz) setzen sich in aller Regel nicht als Mann, sind daher als Beispiel für die Auflösung von männlichen Geschlechterstereotypen auch nur bedingt tauglich. *nurmalso*

      • maennerstreik schreibt:

        Ach, nun langweile das Robin doch nicht mit solchen Details. Mann in Frauenklamotten ist da wohl immer gleiche Transe, ohne die Travestie-Kunst zu berücksichtigen, der auch manche Hetero-Männer nachgehen.

      • zuerstmensch schreibt:

        Nein, ich glaube da tust du Robin unrecht. Ich hoffe es jedenfalls sehr. Wenn sie Männer in Frauenklamotten nicht gleich akzeptieren kann, wie umgekehrt, wäre sie keine Feministin, sondern eine Heucherlin. Und das ist sie soviel ich mitbekommen habe, sicher nicht.

    • zuerstmensch schreibt:

      Tom ist keine Transfrau. Er ist einfach nur ein homosexueller Mann, der Frauenkleidung und Perücke anzieht um eine Kunstfigur zu kreieren. Er ist keine Frau mit Bart. Und ist privat auch keine Frau.
      *nurmalso*

      • Robin Urban schreibt:

        Ich weiß! Aber ich finde es trotzdem seltsam, dass Dana so ganz unerwähnt bleibt.

        Das ist ja auch ganz interessant: Sind Transmenschen so viel akzeptierter als Crossdresser? Ich weiß leider nicht mehr, wie viel Widerstand es damals gegeben hat.

      • zuerstmensch schreibt:

        Ja sind sie. Männer in Frauenkleider, ja sogar Männer allgemein die es wagen „frauliches“ zu tragen, werden ausgelacht und sehr schief angeschaut. Und zwar von Männer UND vor allem von vielen Frauen. Das Rollenbild das da existiert ist extrem hart. Allein was hier geschrieben wurde ist eine Frechheit: http://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2014-04/generation-maenner-bindungsscheu
        Diese Person meint sie hat jetzt zu definieren wie ihr ein Mann zu begegnen hat. Und wenn er das dann in drei Fällen nicht tut, qualifiziert sie das ganze Geschlecht paschal herab. EDIT: Ich kritisiere oft sehr hart, aber niemals meine ich das pauschal. NIEMALS. Es ist auch hier nur diese Frau die diese Meinung vertritt. Wieviele solche es gibt, ist mir unbekannt und kann ich auch nicht abschätzen. Ich hab sie nur als Beispiel genommen wie hart die Rollenzuteilung noch immer vorgenommen wird.

        Aber es ist auch egal was die Person denkt. Jeder zufällig männlich geborene Mensch ist selbst verantwortlich und kann sich trotzdem empanzipieren. Haben die frühen Feministinnen auch gemacht. Die haben auch drauf ges……en was Männer über ihre Art denken und ob sie dadurch nicht unatraktiv werden.

  10. Michel D. schreibt:

    Insgesamt stimme ich dem Beitrag in jeder Hinsicht zu. Aber es ist dennoch nicht verkehrt, auch weiterhin aktiv für die Gleichberechtigung und gegen die Diskriminierung von Männern allgemein und Vätern insbesondere einzusetzen. Das Eine schließt das Andere nicht nur nicht aus, sondern gehört zusammen.

    • zuerstmensch schreibt:

      Richtig. Es war ja auch nicht als Ersatz für Kampf für Männerrechte in anderen Bereichen gedacht, sondern nur eine weiterer Bereich den man beachten sollte. Für Männerrechte einzutreten wär übrigens grade jetzt sehr wichtig. Denn die Reform des Sexualstrafrechts ist auf Schiene. Egal wie neutral Gesetzestexte formuliert sind, die Änderung des §177 in die Richtung das es genügt „Nein“ zu sagen, es verbal zum Ausdruck gebracht zu haben, ist ein Frauenschutzgesetz. Und das bedeutet, dass davon Männer masiv betroffen sind. Dennoch lese oder höre ich nirgends, dass sich Männerrechtlas mit der unmittelbar dazugehörigen Problematik der Vernicbtung einer männlichen Existenz durch Falschbeschuldigung einer Frau auch nur befassen. Was soll der weitaus leichteren Möglichkeit einen Mann die Freiheit zu rauben, entgegengesetzt werden um einen Ausgleich zu schaffen, damit nicht Ausage gegen Aussage bei Vergewaltigungsvorwurf zum „Schuldig bei Verdacht“ wird. Masku-Juristas? Gibt es welche? Oder stimmt es was gesagt wird: . „Der Maskulismus erschöpft sich in PickUp-Lehre, evolutionärer Rückschau und Antifeminismus“?

      • Peter Müller schreibt:

        Doch, die Dämonisierung der männlichen Sexualität wird – soweit ich das sehe – ebenso thematisiert wie der gesellschaftliche Trend, „die Frau“ zur unantastbaren heiligen Hüterin des Wahren, Guten und Schönen zu machen, die auch ungefragt von Staats wegen vor dem kranken Monster „Mann“ beschützt werden muss.

        Die zunehmende präventive Kriminalisierung des Mannes bei sexuellen Interaktionen mit Frauen, von der Kinderschänderhysterie über die Etablierung eines juristisch relevanten nachträglichen Neinsagens einer Frau zum zuvor einvernehmlichen Geschlechtsverkehr. Die immer schräger werdenden Kriterien für sexuelle Belästigung bis hin zur gerade anstehenden europaweiten Kriminalisierung von Nachfragern kommerzieller sexueller Dienstleistungen kommen auch zur Sprache.

        Vieles davon läßt sich damit erklären, dass Frauen noch stärker in ökonomische Wertschöpfungsprozesse eingebunden werden sollen und daher Störfaktoren, die Frauen davon eventuell abschrecken könnten beseitigt werden.

        So, wie wir ja hierzulande schon lange die Innenwelt nach aussen geholt haben, die Fußgängerzonen und ShoppingMalls zu vergrößerten Wohnzimmern gemacht haben um die Konsumfreudigkeit von Frauen zu erhöhen.

        Aber wohin jetzt mit der männlichen Sexualität? Hier konnte man ja schön nachlesen, dass dem Mann der weibliche Weg zur sexuellen Erfüllung, das innengerichtete Ausleben – auch und gerade durch Klamotten – verwehrt ist. Da ist die absolute Definitionshoheit der Frau vor, die sowas zuverlässig verhindert und die Männer (in der überwiegenden Mehrheit) haben weder Lust, sich dem entgegenzustellen noch sehen sie da einen Sinn drin.

        Ich denke übrigens, dass abschätzige Statements über „affektiertes und tuntiges Verhalten“ Ausdruck einer eigenen anerzogenen Körperfeindlichkeit sind, welche den eigenen männlichen Körper nicht als Selbstwert ansehen kann. sondern nur als Instrument (zur Bedienung von Fraueninteressen, also die sexuelle Attraktivitätsmuster der Frau bedienen, Versorger und Beschützer). Mir persönlich ist das zu sklavisch im Denken, aber jedem das seine.

        Gesellschaftlich sehe ich den Trend bereits aus dem tiefen Osten und aus dem fernen Westen auf uns zukommen: Triebsublimation der männlichen Sexualität durch Einbindung in organisierte militärische Strukturen und Krieg. Uraltes Muster, aber funktioniert immer…

        Wer hat nochmal über die Analogie eines dauerfeuernden Sturmgewehrs mit einer orgastischen Ejakulation eines Penis philosophiert?

        Nur ein paar Gedanken von mir dazu…

      • zuerstmensch schreibt:

        Peter Müller schreibt: „Doch, die Dämonisierung der männlichen Sexualität wird – soweit ich das sehe „. Hier geht es nicht um die reine Dämonisierung. Hier wird eine konkrete Gesetzesvorlage vorbereitet. Eine die massive Auswirkung auf das Zusammenleben aller Geschlechter haben wird, da damit jedem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet ist. In einem Scheidungskrieg einen Obsorgestreit benötigit die Frau die derart abscheuliche Mittel einsetzen wil, keinen Beweis mehr, dass sie der Mann vergewaltigt hat. Wenn sie auch nur irgendwie (es reicht eine klare erkennbare Willensäußerung wie z.B: eine Fake-SMS an die Freundin?) zum Ausdruck gebracht hat, dass sie das nicht wollte, dann ist es für den Mann gelaufen.
        Wer von den Maskulisten, wer von den Juristas unter den Männerrechtas beschäftigt sich derzeit mit diesem hochbrinsanten Thema. Wer versucht ein Gegengewicht herzustellen hinsichtlich der Bestrafung bei dieser Schwere der Falschbeschuldigung (die bei der wahrscheinlich vagen Formulierung der Reform des §177 nur noch sehr wenig Chancen hat, überhaupt aufgedeckt zu werden) herzustellen?

        Wo hat sich hier der Maskulismus, die Männerbewegung in den Prozess dieser Gesetzesgestaltung schon eingeschaltet? Ist niemand klar, was hier für eine Waffe geschmiedet wird, die nicht nur echte Täter vermehrt verurteilen lässt, sondern auch von bösartigen Frauen gegen arglose Väter für den Besitzanspruch auf das Kind („war in meinem Bauch, gehört MIR„) eingesetzt werden kann?

  11. krams schreibt:

    Schöner Artikel, Danke! Wobei zumindest in Großstädten Männer mit Rock oder Hochsteckfrisur kein vollkommen exotisches Bild sind, und sich das auch nicht 100% auf die Schwulenszene beschränkt. Aber die Akzeptanz ist sicherlich alles andere als flächendeckend, bei beiden Geschlechtern übrigens.

    • St. Elmo schreibt:

      Flächendeckende Akzeptanz ist was das angeht extrem unrealistisch,
      Toleranz klar, keine frage aber Akzeptanz?
      Die wird es glaube ich nie flächendeckend geben, da einfach das Konzept Männlichkeit/Weiblichkeit auch durch die Wahl der Kleidung definiert/abgegrenzt wird,
      Selbst bei Kleidung die beide Geschlechter tragen (Jeans, T-Shirt, Poloshirt, Sportschuhe usw.) gibt es nur wenig Unisex Varianten sonder es wird durch Form, Farbe und Schnitt zwischen Männer und Frauen Model unterschieden.

      Die Wahl der Kleidung ist auch immer mit einer Aussage verbunden.
      Also ist das wie bei der Meinungsfreiheit, ich muss Akzeptieren das es andere Meinungen gibt. Aber deren Inhalt muss ich nicht akzeptieren sondern nur tolerieren.

      • krams schreibt:

        Vielleicht haben wir eine abweichende Definition von Akzeptanz und Toleranz. Mit Akzeptanz meinte ich nicht „finde ich super, möchte ich auch“ sondern „das ist sein Weg, seine Persönlichkeit, das akzeptiere ich“.

        Ich sehe diese Akzeptanz auch schon stärker bei Frauen, die Männerkleider tragen. Beispielsweise sind Anzug und kurze Haare zumindest hier in der Großstadt nichts, was zu stark negativen Reaktionen führt (wobei es Deppen überall gibt).

        Unterschiedliche Schnitte sind ja teilweise auch anatomisch bedingt, geschichtlich oder in anderen Kulturen gab/gibt es ja durchaus Kleidungsstücke, die hier eher als weiblich gesehen würden. Genauso lange/kurze Haare etc.

        Was ist denn die Aussage/der Inhalt bei einem Mann, der einen Rock trägt?

      • zuerstmensch schreibt:

        Das Problem ist das sehr viel Kleidung die eigentlich für Männer und Frauen tragbar wäre,eine Variante als „weiblich“ deklariert wird, eine andere als „männlich“ obwohl überhaupt kein Grund dafür besteht.
        Es braucht dringend, den Unisex-Bereich, wo Kleidung zu finden ist, wo es #wurst ist wer es trägt.

      • @zuerstmensch

        Hast du dich schon mal mit der Signaling Theorie beschäftigt?
        http://de.wikipedia.org/wiki/Signaling_(Verhaltensbiologie)

        Da geht es unter anderem darum, bestimmte Zustände möglichst ehrlich zu kommunizieren. Sein Geschlecht zu zeigen ist dabei für die meisten schlicht vorteilhaft, denn ein Heterosexueller Mann will eben auch deutlich machen, dass er ein Mann ist, damit ihn heterosexuelle Frauen als Mann erkennen etc. Er will zudem bestimmte Eigenschaften kommunizieren, die Frauen attraktiv finden, damit sie ihn als Partner attraktiv finden wahrnehmen oder zumindest einen entsprechenden Status zuweisen.

        In dieser Hinsicht erfüllt geschlechterbezogene Kleidung eine Funktion, das Durchbrechen dieser Funktion durch das Tragen entsprechender Frauenkleider für Männer kann im Sinne der Handicap-Theorie besondere Stärke zeigen, dann muss man aber bereits ansonsten einen sehr hohen Status haben. Deswegen erfolgt dies auch eher im kleinen, etwa durch Männer die anfingen Ohrringe zu tragen etc.

        Diese Funktionen aufzulösen ist damit etwas, was viele gar nicht anstreben. Es bringt ihnen vielmehr, die Funktionen der unterschiedlichen Kleidung zu nutzen.

        Ich stimme insofern mitm zu

      • zuerstmensch schreibt:

        Wichtig ist nicht „Frauenkleider“ zu tragen.Wichtig den Mut zu haben das anzuziehen, was man selbst als hübsch oder nett anzusehend definiert.
        Das ganze Signalgeben usw. war evolotionstechnisch sicher wichtig. Heutzutage ist es genauso obslet wie das Recht des körperlich stärken, den körperlich schwächeren zu irgendwas zwingen zu können, weil man halt stärker ist.

      • @zuerstmensch

        „Das ganze Signalgeben usw. war evolotionstechnisch sicher wichtig. Heutzutage ist es genauso obslet“

        das interessiert aber während der Evolution entstandene biologisch verankerte Regeln kein bisschen. Genauso wie wir uns noch immer gerne Fett für schlechte Zeiten zuleben können wir über sexuelle Selektion entstandene Vorlieben einfach so aufgeben.
        Und ein sportlicher Körper zieht ebenso, bei Männern und Frauen, obwohl er nicht mehr erforderlich ist.

        „Wichtig den Mut zu haben das anzuziehen, was man selbst als hübsch oder nett anzusehend definiert.“

        Gesellschaftliche Regeln zu missachten ist gut und schön. Man sollte sich allerdings schon die Mechanismen dahinter bewußt machen: Es hat meist einen Preis und jeder muss entscheiden, ob er ihn tragen kann.
        Die meisten werden sich schlicht fragen, warum sie ihn tragen sollten. Denn sie fühlen sich dann wohl, wenn andere sie auch als attraktiv und sexy wahrnehmen.
        Natürlich kann man Individualität und Eigenständigkeit für sich zum obersten Ziel erheben. Aber wir sind nun einmal in eine Gesellschaft eingebunden und deren Reaktionen interessieren uns aus naheliegenden Gründen.

      • zuerstmensch schreibt:

        Ich kann dir sagen warum man den Preis zahlen sollte. Weil Frauen den auch bereits gezahlt haben. Denn der Feminismus und die Befreiung der Frau von überkommenen Regelwerken ist nicht von selbst passiert. Frauen die drum gekämpft haben, haben sich dadurch nicht beliebt gemacht. „Emanze“, „Kampflesbe“ überhaupt jede Frau die kurze Haare getragen hat, war automatisch eine Lesbe. Die Zeit ist noch nicht SO lang vorbei. Aber vielleicht hast du sie nicht erlebt. Und zu der Zeit waren diese kämpferischen Frauen nicht „starke Frauen“ sondern „Kampfweiber“.
        In dem Maß aber in dem Feministinnen ihr Selbstbewußtsein entwickelt haben und sich einen Sch…s intessiert haben im ersten Schritt, was Männer denken, haben sie diese Rollen die sie zuerst abgestreift hatten, wieder annehmen können, „Weiblichkeit“ war wieder in. Nein nicht nur in, sie wurde das führende Gesellschaftmodell.

        Das ist was ich hier aufzeige. Männer müssen zuerst radikal ihre bisherige Rolle abstreifen, damit sie sich davon befreien können. Erst dann kann geschaut werden, wieviel davon wirklich zu jedem Einzelnen passt. Erst dann kann „Männlichkeit“ wieder gelebt werden, weil man diese dann auch von der Abwertung und der Deutung als Minderwertigkeit befreit hat.
        Es ist also nicht ein Aufruf, die Rollen auf ewig wegzuwerfen, sondern einer sich endlich mal zu trauen, diese vollständig in Frage zu stellen, abzustreifen wie ein lästiges Kleid und dann ein anderes anzuziehen, oder einen Rock, eine Bluse oder was einem halt grad gefälllt. Ob frau das attraktiv findet oder nicht, wird sich dann schon herausstellen. Vielleicht erleben wir alle eine große Überraschung dabei.

      • @zurechtmensch

        „Ich kann dir sagen warum man den Preis zahlen sollte. Weil Frauen den auch bereits gezahlt haben. “

        Was sind denn konkret die Vorteile für den einzelnen Mann? Sagen wir mal einen, der mit seiner Geschlechterrolle im großen und ganze ganz zufrieden ist und gerne Mann ist

      • zuerstmensch schreibt:

        Ähh. Ja eh. Wüsste auch nicht warumm der da mitmachen müsste oder sollte. Wer sich wohl fühlt als Frau/Mann oder generell gesagt als Mensch wird sicher nichts ändern wollen, oder?
        Es sind ja auch in der „Frauenwelt“ genügend Menschen trotz „Patriarchat“ und Zweitrangigkeit (kurz Unterdrückung genannt) mit ihrem Leben zufrieden gewesen. Warum sollte es jetzt anders sein?
        Die Wahrnehmung einer pauschalen Diskriminierung von Menschen die zufällig männlich geboren worden sind in vielen Bereichen, ist eher noch auf einen kleinen Kreis beschränkt, was ich so sehe. Andere, sogar recht viele nehmen ein solche gar nicht so wahr, wie hier die Bloggas.

      • mitm schreibt:

        @zuerstmensch „obwohl überhaupt kein Grund dafür besteht.“

        ich sehe durchaus einen Grund, s. oben ausführicher Kommentar https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2014/05/11/warum-conchita-wurst-ein-signal-an-alle-manner-ist-an-alle-menschen/comment-page-1/#comment-2110

        Die Frahe von Krams „Was ist denn die Aussage/der Inhalt bei einem Mann, der einen Rock trägt?“ zielt gleichen Richtung. Kleidung ist ab einem gewissen Qualitätsniveau immer auch eine Aussage und nichtverbale Kommunikation.

      • zuerstmensch schreibt:

        Kleiddung ist vor allem ein Statement von einem selber. Wer sich mit Schminke oder Rock gut fühlt wird auch als attraktiv von einem Teil eines anderen Geschlechts wahrgenommen werden (so man das ganze nur heterosexuell sieht)

      • „.Wer sich mit Schminke oder Rock gut fühlt wird auch als attraktiv von einem Teil eines anderen Geschlechts wahrgenommen werden (so man das ganze nur heterosexuell sieht)“

        Wie kommst du darauf? Kannst du das auf irgendwelche Fakten stützen?

      • krams schreibt:

        @christian „Diese Funktionen aufzulösen ist damit etwas, was viele gar nicht anstreben. Es bringt ihnen vielmehr, die Funktionen der unterschiedlichen Kleidung zu nutzen. “

        Kommt auf das Umfeld an. Kleidung ist immer ein Spagat zwischen Konformität/Zeigen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe und der Betonung der eigenen Besonderheit. Insofern kann es durchaus gewinnbringen sein, sich von anderen abzusetzen durch Kleidungsstücke, die eher mit Frauen assoziert werden. Das ist ein Balanceakt, aber ich würde das ähnlich sehen wie zuerstmensch: Wichtig ist, sichtbar authentisch und selbstbewußt ist in seinen Klamotten zu sein.

        Außerdem ist die Funktion und Zuordnung ja nicht festgemeißelt, wie man bei Frauen sehen kann. Viele Männer werden eine gut passende Hose anziehender finden als einen etwas billig wirkenden Minirock. Da sind die Präferenzen weit gestreut.

        Ich kannte übrigens durchaus einen Mann, der manchmal Rock getragen hat – geschadet hinsichtlich seiner Beziehung zu Frauen hat es ihm augenscheinlich nicht.

        Es ist ja auch nicht die Frage, was die Mehrheit für sich gutfindet oder wozu man sie zwingen sollte, sondern dass entsprechendes Verhalten akzeptiert wird.

      • @krams

        „Ich kannte übrigens durchaus einen Mann, der manchmal Rock getragen hat – geschadet hinsichtlich seiner Beziehung zu Frauen hat es ihm augenscheinlich nicht.“

        Es gibt ja immer wieder den Versuch, den Männerrock modisch zu beleben. Und natürlich kommen einige Männer problemlos damit durch, wenn sie sowieso cool sind. Das ist das Grundprinzip von Costly Signals.

      • krams schreibt:

        @christian „Es gibt ja immer wieder den Versuch, den Männerrock modisch zu beleben. Und natürlich kommen einige Männer problemlos damit durch, wenn sie sowieso cool sind. Das ist das Grundprinzip von Costly Signals.“

        Wenn man es in diesem Zusammenhang betrachtet, spricht es doch gerade für eine Änderung. Je weniger Männer dieses Signal nutzen, um so kostspieliger ist, um so stärker der Effekt, was dazu führt, dass auch andere Männer diese Kosten auf sich nehmen, was in der Folge die Kosten senkt und den Kreis vergrößert, bis sich irgendwann ein Gleichgewicht einstellt. Siehe Tattoos oder Piercings.

        Im übrigen stimme ich mitm zu, die Aussage von Kleidung ist zu einem großen Teil sozial konstruiert und einem fortwährenden Wandel unterworfen. In gewissen Grenzen auch unsere körperlichen Präferenzen, das Ideal wandelt sich ja durchaus mit der Zeit.

    • zuerstmensch schreibt:

      Danke fürs Lob. Ja Männerröcke, oder Männerbluse, selbst paliettenbestickte Hemden sind noch sehr die Ausnahme. Aber vielleicht sollten sich Männer einfach mal öfters in der „Frauenabteilung“ der Kaufhäuser umschauen. Ist ja #wurst wo man was schönes für sich findet. Oder man sollte die Modeschöpfas dazu bringen, was passendes für Männer auf den Markt zu bringen. Dazu müssen natürlich die Männer die das wollen, den Mut aufbringen und die vielen Frauen die sowas als lächerlich empfinden, mal über eigene Priviliegien nachdenken und nicht nur Männer das tun lassen.

      • Peloquin schreibt:

        Darf ich ein bischen provokant ins persönliche gehen?
        Mal angnommen explizit weibliche Kleidung würde sich morgen oder übermorgen in manchen Situationen auch für Männer als schick erweisen (was ich persönlch definitiv nicht glaube, toxicvanguard post gibt da ziemlich genau meine Meinung wieder) würdest du dann selbst Männerröcke und Männerblusen anziehen?

      • maennerstreik schreibt:

        @zuerstmensch:
        Du kannst Dir auch jetzt schon Frauenklamotten anziehen, wenn Du drauf stehst. Interessiert nur keinen und solltest Du es öffentlich machen, müßtest Du halt mit Blicken und Kommentaren leben.

        Neulich im Supermarkt stand auch eine fette Transe vor mir in der Schlange, ein adipöser Kerl mit Pudelfrisur auf dem Kopf, weibischem Ohrschmuck und entsprechend geschminkt, war gerade mit seiner Mutter oder Oma einkaufen. Interessiert niemanden und gibt es auch keinen Applaus für.

  12. M. schreibt:

    Diese ganze Diskussion rund um Conchita Wurst zeigt doch eigentlich, wie unfähig der abendländische Kulturkreis ist, echte Toleranz, die von Herzen kommt, zu empfinden. Im gesamten, südostasiatischen Raum gehören Transvestiten und Transexuelle längst zum alltäglichen Strassenbild. Niemand stösst sich an ihnen, weder in Thailand, Indonesien noch auf den Philippinen. Da finden alljährlich verschiedene Beauty Contests ausschliesslich für Transsexuelle und Transvestiten statt- und die werden ausgesprochen gut besucht, selbst im islamischen Indonesien! Ich spreche hier nicht nur von den Touristenzentren, sondern auch von der tiefsten Provinz in Sumatra, Nord-Thailand oder Süd-Luzon auf den Philippinen. 

    Uns fehlt einfach die Gelassenheit im Umgang mit den verschiedenen, sexuellen Identitäten. Selbst in erzkatholischen Haushalten auf den Philippinen habe ich schon Transvestiten angetroffen, die Mädchen und Frauen für verschiedene Familienfeierlichkeiten oder öffentliche Feste und Strassenumzüge her gerichtet haben- und zwar mit der grössten Selbstverständlichkeit! Transvestiten oder, wenn auch wesentlich seltener, Transsexuelle (selten deshalb, weil meist nicht genug Geld für eine Geschlechtsumwandlung vorhanden ist) haben in der Regel ihren festen Platz in Strassenumzügen oder an öffentlichen Anlässen- und in der Gesellschaft sowieso. 

    Ich mag die asiatische Ungezwungenheit, weil da immer auch sehr viel Humor mit schwingt. Zudem wird in diesen Kreisen gerne kokettiert und gespielt. Die übertrieben weiblich wirkende Affektiertheit, nicht selten kombiniert mit Intelligenz und Bildung, das hat schon etwas ganz spezielles und anziehendes. Doch in unseren Breiten halte ich dieselbe, ungezwungene Atmosphäre für undenkbar. Moralisten, Konservative und ja, auch die hysterisierten Teile der LBGT-Community (mittlerweile LSBTTIQ) verstehen es geradezu blendend, das zu verhindern. Weil sie sich in ihrer gesellschaftlichen Wirkung gegenseitig verstärken und damit ein Klima schaffen, in dem sich alle ständig argwöhnisch belauern und misstrauen.

    • zuerstmensch schreibt:

      Da ist nichts mehr hinzuzufügen..

    • maennerstreik schreibt:

      Bullshit. Die meisten Leute sind wohl auch gegenüber noch so wirren Freaks tolerant, aber es gibt halt keinen Applaus dafür, ein solcher Freak zu sein. Das hat wiederum nichts mit Intoleranz zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Es mag Kunstfiguren geben, für die es Applaus gibt, weil sie auf der Bühne oder vor der Kamera stehen, aber das war es dann auch schon. Und nein, ich schau mir lieber Bülent Ceylan an als irgendwelche Freaks, die immer wieder einen Wettlauf um Opferabos und Diskriminierungspokale starten wollen. Ceylan schlüpft übrigens auch manches Mal in eine Frauenrolle, was allerdings nur Bühnenkunst ist und nicht Werbung für irgendwelche durchgeknallten sexuellen Minderheiten, die gerade nicht wissen, ob sie mittwochs Männlein, Weiblein oder Tannenbaum sind.

      • M. schreibt:

        Warste denn schon viel in Asien, Männerstreik..?

      • maennerstreik schreibt:

        Zum Glück nicht, denn ich mag weder Ladyboys noch irgendwelche Japaner, die eine gewisse pädophile Neigung in Richtung Schulmädchen haben.

        Mit dem gleichen Argument, dass irgendwo etwas anders ist, könnten wir auch sagen, wir führen das Steinigen von Ehebrecherinnen oder Homosexuellen wie in manchen islamischen Ländern bei uns ein. Machen wir nicht und genauso müssen wir nicht anderen Quatsch aus anderen Ländern übernehmen.

      • M. schreibt:

        Ja, Deutschland den Deutschen, ist schon klar.

        *ironiemodus off*

  13. zuerstmensch schreibt:

    Doch. Interessiert dich schon. Der Ausdruck „weibischem Ohrschmuck“ drückt ziemlich genau aus, was dir vermutlich so auf die Nerven geht. Diese Verwischung der Grenzen. Dieses Aufweichen des starren, seit Anbeginn der Menschheit dauernden binären Geschlechtsbezug.
    Und das Alte spricht: „Millionen Jahre waren alle damit zufrieden ein Männchen oder ein Weibchen zu sein. Und jetzt kommen diese Komikers und behaupten sie wären weder das Eine noch das Andere. Und die wahnsinnigen Australier bestätigen den Unfug auch noch. Drittes Geschlecht?! Zum Lachen diese geschlechtliche Verirrung. Lauter irre Genderisten“.

    Es ist immer so. Wenn Neues entsteht, muß das Alte zurückweichen. Und das ist sehr schwer. Für alle. Das war so als das neue FrauSein entstand und das alte MannSein zurückgehen musste. Jetzt ist es das neue MenschSein und das alte Geschlechtersein muß sich zurückziehen. Viele Menschen fürchten das wie die Pest. Gruppen von ihnen kämpfen verzweifelt am gemeinsamen gesellschaftlichen Festhalten der bisherigen SeinsFormen. Und manche von ihnen glauben sogar das das alte MannSein der Grund für die Verwirrung, für die ganzen Probleme ist und daher keine Existenzberechtigung mehr hat. Alles wird aufgeboten, sogar der Faschismus erhebt sein Haupt um das Kommen des Neuen zu stoppen. Doch die neue Ära ist nicht aufzuhalten. In einer nicht allzufernen Zukunft wird jedes Sein möglich sein, ob als Mann oder Frau, als Sonstwas oder als Irgendwas. In jeder Ausrichtung und Form.
    Das Zeitalter des Schwarz-Weiss geht zu Ende, es beginnt das nächste, das Bunte. Es wird vermutlich ein sehr schmerzhafte Geburt und was noch an Schrecklichkeiten bevor stehen, was das bunte Zeitalter bringen wird, weis niemand. Aber es wird sicher anders. Möglicherweise nicht besser, aber ganz anders.
    Evolution hat eine ganz eigene unvorhersehbare Art voranzuschreiten, denn sonst wäre Evolution gar nicht möglich.

    • maennerstreik schreibt:

      Anstelle eines weiteren Kommentars zu Deinen abstrusen Ergüssen:
      Nimm wieder Deine Pillen und vor allem: Gute Besserung! 😀

      Degeneration hat mit Evolution so viel zu tun wie die Pest mit einer Gesundheitskur.

    • M. schreibt:

      Hm, eines kann ich dir aber aus asiatischer Sicht versichern: Das von Dir Heraufbeschworene wird nicht zu einem Massenphänomen werden. Aber die Wenigen, die sich dazu berufen fühlen, werden nicht mehr mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Oder zumindest nicht mehr so vielen, wie heute.

      • zuerstmensch schreibt:

        Ich glaube schon, dass es sich nach und nach ausbreiten wird. Geschlechterrolle ist obsolet geworden. Warum sollte das soziale Evoluitonsgeschehen, diese noch weiter aufrechterhalten. Es ist genau wie bei allen sozialen Rollen z.B: wie es beim Adel (Eine Rolle per Abstammung) war. Sobald die Gründe für die Aufrechterhaltung nicht mehr gegeben sind, werden sie entsorgt. Da aber viele Menschen heutzutage, sehr viele, in erster Linie NUR als Frau oder Mann definieren, leisten diese heftigsten Widerstand gegen diese Veränderung, weil sie befürchten, das man ihr Rollenverständnis nicht nur abwerten möchte sondern sogar zwangweise abschaffen..
        Ähnliches hat auch beim Adel zur gewaltsamen Revolution geführt. Weil die Adeligen sich nicht bewusst waren, wie sehr die restliche Bevölkerung sie als „Priviligiert“ ansieht (erinnert dich das an was?) und sich mit aller Kraft an der Vergangenheit festgeklammert haben, wurde dann in dem Land, in dem der Hass der Menschen auf die „Blaublütler“ am schlimmsten war, in Frankreich, eine gewaltsame Revolution durchgeführt, die dann nach und nach die Adeligen in den Hintergrund gedrängt hat, bis sie heute teilweise nur noch Witzfiguren sind.

        Dies gilt es im Geschlechterkampf zu verhindern. WHMs (Weisse heterosexualle Männer) sollen nicht als verhasste „Blaublütler“ enden, weil MisandristsSCUM-Anhängas die Macht ergreifen und die „Männerbrut“ in immer engere Frauenschutz-Gesetze sperren.

      • elitemedium schreibt:

        Also der Vergleich zwischen Geschlechterrollen und Adel hinkt doch sehr.

        1. Adel wurde (noch nicht mal überall) abgeschafft, weil er Macht über Menschen ausgeübt hat und es dabei am Ende übertrieben hat.

        2. Adel wird gleichwohl noch heute eine hohe gesellschaftliche Stellung eingeräumt, weswegen viele „Witzfiguren“ gerade versuchen einen solchen „Titel“ für viel Geld zu erwerben.

        3. Adel war eine exklusive kleine Gruppe, die die Mehrzahl der Menschen AUSGESCHLOSSEN hat. Geschlechterrolle ist eine überwältigende Gruppe, die alle Menschen EINSCHLIESSEN will, wogegen eine kleine ruppe das raus möchte.

      • zuerstmensch schreibt:

        Wiederspreche. Adel war eine definierte Gruppe, die alle umfasste, die von jemanden abstammte, der selbst Adelig war. Der Volkmund sprach vom „blauen Blut“ dass angeblich in den Adern floß.
        Dem Adel wurde vor der großen Katastrphe der Revolution pauschal Herrsucht, Besitzgier und brutale Machtausübung nachgesagt. ALLEN.
        Ebenso ist es jetzt. Den „priviligierten“ weissen heterosexuellen Männern (ist auch nicht ein ganzes Geschlecht, wer definiert was „weiss“ ist?) wird ebenso pauschal negative Eigenschaften zugeschrieben. Kein cis-Mann kann sich dagegen wehren. Und das ein Teil der cis-Männer historisch bedingt, tätsächlich die Macht in Händen hielten und Frauen nur die zweite (wenn oft auch sehr mächtige) Rolle spielen durften, ist glaub ich unbestritten.

        Daher leben wir in einer Zeit, in der sich eine Revolution anbahnen wird, wenn nicht die männnlichen Hetero-Menschen den Ernst der Lage begreiffen und verstehen, dass sie als „Adelige“ betrachtet werden, dass sich der Hass von denen die unterdrückt sind oder sich so fühlen, langsam aber unaufhörlich immer stärker gegen die wendet, die glauben am altem Rollenverständnis festhalten zu können.
        Und da ist es egal, ob das gerecht ist oder nicht, Es passiert grade.
        Es wäre also gut wenn man langsam mal den Aufschreien und Anklagen zuhören würde und nicht einfach als Schwachsinn abzutun. Denn die Realität ist das eine, aber was Menschen fühlen ist das Andere.

        Derzeit haben die Fanatikas, die von mir so genannten MisandristsSCUM-Anhängas leichtes Spiel. Bauen den Hass gegen den „weissen cis-Mann“ nach und nach auf. Verstecken sich im Feminisums obwohl sie überhaupt nichts damit zu tun haben, außer dass sie angeben für „Frauenrechte“ kämpfen und in Wahrheit nur an die Macht wollen.

      • M. schreibt:

        Also ich teile da Deinen Optimismus gar nicht, zuerstmensch. Aber ich mag ihn Dir gönnen.

      • elitemedium schreibt:

        „Adel war eine definierte Gruppe, die alle umfasste, die von jemanden abstammte, der selbst Adelig war. Der Volkmund sprach vom “blauen Blut” dass angeblich in den Adern floß.
        Dem Adel wurde vor der großen Katastrphe der Revolution pauschal Herrsucht, Besitzgier und brutale Machtausübung nachgesagt. ALLEN.
        Ebenso ist es jetzt. „

        Nur das der Adel damals eine zahlenmäßig sehr sehr kleine gesellschaftliche Gruppe war. Während männliche hetero Menschen eine sehr sehr große Gruppe darstellen. Und wie man gegenwärtig schon an diversen Politikern, Sängern und Künstlern sieht muss man(n) dieser Gruppe heutzutage nicht angehören, um erfolgreich, reich und mächtig zu werden.

        „Daher leben wir in einer Zeit, in der sich eine Revolution anbahnen wird, wenn nicht die männnlichen Hetero-Menschen den Ernst der Lage begreiffen und verstehen, dass sie als “Adelige” betrachtet werden, dass sich der Hass von denen die unterdrückt sind oder sich so fühlen, langsam aber unaufhörlich immer stärker gegen die wendet, die glauben am altem Rollenverständnis festhalten zu können.“

        Das halte ich für Unsinn.

  14. zuerstmensch schreibt:

    @maennerstreik: Danke schön für die Besserungswünsche. Ich werd versuchen die Pillen ab jetzt regelmäßig zu nehmen.

  15. zuerstmensch schreibt:

    Hat dies auf 140zeichensindnichtgenug rebloggt und kommentierte:

    Zu Archivzwecken.

  16. Robin Urban schreibt:

    Mein Mitbewohner hat nen Kilt – sieht rattenscharf aus. Und ist laut seiner Aussage sehr bequem so untenrum 🙂 Wer will jetzt behaupten, Highlander wären nicht männlich? 😀

    • elitemedium schreibt:

      Strumpfhosen und Absatzschuhe waren zunächst Teil der adeligen Männerkleidung, bevor die Frauenmode dies übernahm.

      • Robin Urban schreibt:

        Und die Haarmode für Männer war durch die Jahrhunderte immer wieder lang-kurz-lang-kurz etc. Vor 50 Jahren galt man mit langen Jahren als Hippie und „Mädchen“, heute ist das völlig normal und ich steh total drauf 🙂

      • zuerstmensch schreibt:

        Dachte ich mir schon.

      • elitemedium schreibt:

        Das stimmt. Früher hatten nur Sklaven bzw. unfreie Männer kurz geschorene Haare.

      • Robin Urban schreibt:

        (Anmerkung: Lange Haare bei Männern sind natürlich NICHT „völlig normal“ im Sinne von „überall akzeptiert“. Aber es ist doch schon erheblich besser geworden 🙂 Sogar Superman turnte in den 90ern ne Zeitlang mit so ner Matte rum 😀 (hat ihm aber nicht so gut gestanden))

      • zuerstmensch schreibt:

        Grade bei uns sind derzeit lange Haare bei Männern nicht grade Mainstream.. Ich vermute das hängt aber auch mit der durch die #blaurosafalle und andere solche Mechanismen bedingten Geschlechteraufspaltung zu tun.

        Da diese Spaltung, klare Trennungen von „Mann““Frau“ erfordert ( http://antjeschrupp.com/2014/02/06/prinzessinnen-oder-unmarkierbare-mannlichkeit/ ), eine sofortige Erkennbarkeit für jedes Geschlecht (Frau ist langes Haar und Kleid) , ist offenbar die Langharigkeit von Männern wieder wegsozialisiert worden.
        Diese Trennung stellt jetzt Cochita Wurst in Frage, allein durch ihre Erscheinung. Da sie auf den Bart besteht, bleibt vielen Leuten nur den Mann als Frau mit Bart zu betrachten um nicht untollerant zu scheinen. Aber er ist halt ein bärtiger Mann und trägt Kleid und eine Langhaarperücke. Als Piktogramm ist das Geschlecht damit nicht mehr erratbar. Nicht mehr markierbar.

      • Robin Urban schreibt:

        Nee, wirklich Mainstream sind se wohl nicht, aber man wird auch nicht mehr standardmäßig auf offener Straße beschimpft, wenn man als Mann lange Haare trägt…

      • zuerstmensch schreibt:

        Das ist richtig. Und daher wäre die richtige Anwort von männlichen Menschen die sich per Geschlecht diskriminiert fühlen (oder es sind) sich zumindest lange Haare wachsen zu lassen 🙂 Und einen Bart dazu wäre auch noch eine kluge Sache, jetzt nach dem ESC.
        Ganz Progressive könnten sich auch jetzt schobn zum Bart, eine Perrücke aufsetzen und damit für Rechte von männlichen Kindern z.B: gegen Beschneidung demonstrieren.

      • Robin Urban schreibt:

        Den Zusammenhang sehe ich jetzt nicht.

      • zuerstmensch schreibt:

        Robin Urban schreibt: „Den Zusammenhang sehe ich jetzt nicht!“.
        Macht nichts. Ist halt meine persönlich Sichtweise. Wir Menschen leben jeder in einem eigenen gedanklichen Universum. Und wieviel die sich überlappen, ist zu jedes anders. Der mit deinem Geistes-Universum überlappende Teil kann von von dir und mir gesehen werden, der Rest ist der, den ich mit anderen teile. Bei manchen Universen habe ich nur noch einen ganz hauchdünnen, winzigen Berührungspunkt.
        Ist aber in deinem Fall, nicht der Fall, weil wir uns schon dort überlappen wo das Recht auf körperliche Unversehrtheit aller Kinder betroffen ist 🙂

    • zuerstmensch schreibt:

      Danke. Alles nur ein Frage der Betrachtung und des Stils., Nur weil ich sage, dass es ein Signal besonders an alle männlichen Menschen ist, sich endlich von Zwangsrollen, so diese Personen diese so wahrnehmen (viele fühlen sich auch wohl damit und das ist ok so!) zu befreien, muß man nicht in Abendroben rumlaufen. Aber mal in die Frauenabteilung zu gucken, ob nicht was passendes unisexartiges dabei ist, wäre auch nicht verkehrt.,
      Manche T-Shirsts oder Blusen, manchmal sogar Röcke die dort zu finden sind, würden eigentlich in den Bereich „Geschlecht Alle“ gehören.

  17. marenleinchen schreibt:

    Ungepflegter Schwarzmetaller!!! Ich riech das Patchouli bis hierhin!

  18. m schreibt:

    @zuerstmensch: Was hast du eigentlich für ein Problem mit der Position sich als Mann zu gefallen, und gerne Mann im traditionellen Sinne zu sein?

    • Leszek schreibt:

      @ m

      Was hast du denn für ein Problem mit „nicht-traditionellen“ Männern?

    • M. schreibt:

      He, das ist mein Name! Fällt Dir kein Besserer ein?

    • zuerstmensch schreibt:

      Ich hab ein Problem damit, das es Männer gibt die in ihrer Rolle als „Mann“ feststecken und sich daraus gern befreien würden. Männlich Kinder, wie es ConchitaWurst war. Nur der Wunsch einen Rock tragen zu wollen als Junge, war schon so „abartig“ das er sich dies nur noch Zuhause erfüllen konnte. Schneidern und Nähen war offenbar so anders, dass dies nicht öffentlch sein durfte, sondern das er sich diese „weibliche Seite“ (wie er selbst sagt) nur am Dachboden erfüllen konnte. UND WAS BITTE hat Nähen und Schneidern mit „Weiblichkeit“ zu tun? Das ist das Resultat wenn gesagt wird, werde doch ein Mann, damals in seiner Kindheit. Auch so ein Mannsein „im traditionellen Sinn“.
      Auch so ein Druck, der Jungen in eine Rolle drängt, die sie dann als selbstverständlich betrachten. Ohne auch nur die Möglichkeit zu haben, daraus auszubrechen, weil die anderen Mamas und die Papas gleichermassen dafür sorgen, dass der Junge sich „artgerecht“verhält.
      ZYNISMUS-EIN.
      Zum traditionellen Männerbild gehört auch, dass der Mann die Frau beschützt, sie versorgt und bewacht, sobald sie ein Kind hat. Der versorgende Vater, die versorgte und sorgende Mutter. Sorry, aber die Gesellschaft trägt dem durchaus Rechnung! Der Vater ist Zahlvater, die Mutter ist Sorgemutter. Das einzige was fehlt ist das Zusammensein des Vaters mit der Mutter und der dadurch meist etwas stärkere Kontakt zu den Kindern vorher. Und wen stört das, ausser den Kindern und dem Vater? Was aus Sicht vieler Mütter, der Jugendämter und auch Gerichte dagegen sehr stört, ist wenn der Anspruch von Vätern angemeldet wird, diesen Kontakt verstärken zu wollen.
      Sehr viele dieser ideologisch gut instruierten Personen in diesen Institutionen sehen keine Notwendigkeit im Vaterkontakt. Es reichen männliche Rollenbilder in der Umgebung,.Und wenn der Vater zuviel Stress macht, dann wird er entsorgt. Denn das ist für das Kindeswohl besser. „PAS? Gibt es nicht! Eine Erfindung der Väterrechtlers“,

      Was genau ist also deine Kritik am derzeitigen Gesellschaftssystem? Es ist absolut tradiionell. 90% von Alleinerzieherinnen stehen 90% zur Zahlung von Unterhalt Verpflichtender gegenüber. Das ist nicht mehr sehr angenehm für Väter.
      Aber: „How cares. was Männer denken“?

      ZYNISMUS-AUS.

      Die Männer die kein Problem mit einer traditionellen Rolle und deren gesellschaftlichen Auswirkung haben, sind nicht von mir angesprochen mit diesem Artikel. Aber die werden ihn auch kaum gelesen haben.

  19. Ben kay schreibt:

    Das zum Thema “ Männer kämpfen um ihr Recht“
    naja sagen sie aber bis jetzt stecken immer noch alle im uralten Sexsistischen Transitionsmuster.

    Wo Männer als Adonis sich in der Werbung auf dem Stahlharten trainierten Körper ihr Deo aufsprühen und dann, muss ja so sein, ihre Jeans anziehen. Rock geht ja gar nicht
    .
    Aber wirklich stark ist die Frau,
    Seit den 50er-70er Jahren wo sie für ihre Rechte gekämpft haben (das tragen der Hose) hören sie nicht auf zu kämpfen.
    Warum ? Da es der Frau so erzogen ist und kämpfen weiter um ihr Recht. Männer kämpfen nicht da sie erzogen werden das es gut ist wie sie sind, alles hinzunehmen was Frau macht und nichts ändern brauchen, was ein fataler Schachtzug ist denn keiner weis was im Leben kommt,
    Auch Männer entwickeln sich, er hat die freiheit sie so zu zeigen und sein wie er will.

    Männer sollen ganze Kerle sein, Hart im nehmen, nicht weinen, Stark und Hosen an haben. Zu gleich Kinder erziehen, Kochen , Putzen, Romantisch, Gefühlvoll und und und.

    Aber in der Öffentlichkeit müssen wir uns als Stahlharte Männer geben.

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