Und ewig lockt das Weib…

“In den 1970er Jahren, als wir Feministinnen den Männern die Liebeshörigkeit aufkündigten und so die wahre sexuelle Revolution anzettelten, da hatten wir immerhin die Verdopplung der Möglichkeiten durch die Öffnung für homosexuelle Beziehungen zur Verfügung. Du hast keine Lust mehr? Macht nichts, ich habe mich eh gerade in eine Frau verliebt.” Alice Schwarzer

„Was ich brauche, um mit Heterosexismus und Homophobie besser klarzukommen, ist: ein radikaler Abbau von Hetero-Privilegien und Hetero-Normen, die immer zusammenhängen mit der unhinterfragten Fortführung einer Vorstellung, dass es zwei und nur zwei Geschlechter gäbe und dass Geschlecht überhaupt eine notwendige gesellschaftliche Ordnungskategorie sei. Was ich brauche, ist, dass Heten ihre Verantwortung darin erkennen und sich am Abbau dieser Dinge beteiligen.“ Nadine Lantzsch

Die reinste Form des Feminismus scheint den Lesben vorbehalten zu sein. Schaut man sich in der feministischen Szene etwas genauer um, fällt auf, dass viele der tonangebenden Frauen lesbisch sind. Sogar Alice Schwarzer, auch wenn die es nicht offen zugeben mag.

Insoweit verwundert es nicht, dass aus feministischer Sicht der Kampf gegen angebliche „Heteronormativität“ als wiederkehrendes und wichtiges Thema angesehen wird. Da gibt es Veranstaltungen, die sich als offen nur für „FLT“ bezeichen (Frauen, Lesben, Transsexuelle). Sind Lesben nicht ohnehin Frauen? Warum dann hier die besondere Betonung? Man stelle sich mal eine Veranstaltung für „Männer & Schwule“ vor.

Netzfeministinnen in funktionierenden heterosexuellen Beziehungen scheint es dagegen (fast) nicht zu geben. Zumindest spricht niemand darüber. Einzig mir bekannte  Ausnahme ist dieser Beitrag. Das ist umso bemerkenswerter, als doch der Feminismus um das Verhältnis der Geschlechter zueinander kreist. Das Ganze scheint irgendwie nur in der Theorie zu funktionieren.

Aus lesbischer Sicht ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn das Verhältnis zu Männern und der harmonische Umgang der Geschlechter miteinander wenig interessant sind und Männer hier bestenfalls als störende „Macker“ vorkommen. Eine schwule Männerechtsbewegung hätte umgekehrt vermutlich auch nur wenig Interesse sich für einen angemessenen Umgang der beiden Geschlechter miteinander einzusetzen. Man wäre sich vermutlich selbst genug. Oder warum sollte eine solche Bewegung, die an Frauen keinerlei sexuelles Interesse hätte irgendein Verständnis für Frauen und deren Probleme haben? Hatte ich erwähnt, dass Alice Schwarzer in ihrem Buch „der kleine Unterschied“ den penetrativen Sex als einen Akt der Unterdrückung der Frau durch den Mann deutete? Sexuelle Praktiken auf die man selbst nicht steht wirken ja immer irgendwie abstoßend.

Nachtrag:

Man hätte  diese Fragen vielleicht auch mit der feministischen Partei DIE FRAUEN diskutieren können. Deren Bundesparteitag fand Anfang April 2014 in den Räumen der Berliner Lesbenberatung e.V. statt.

115 Kommentare zu „Und ewig lockt das Weib…“

  1. „Da gibt es Veranstaltungen, die sich als offen nur für „FLT“ bezeichen (Frauen, Lesben, Transsexuelle). Sind Lesben nicht ohnehin Frauen? Warum dann hier die besondere Betonung?“

    Hatte ich mich auch mal gefragt. Die Antwort, die ich erhalten habe war „sichtbarmachung und Raumeinnahme“. Durch die besondere Betonung der Lesben sollte diesen auch mehr Raum gegeben und sie extra eingeladen und so eine Ausgrenzung reduziert werden.

    Andere sprachliche Verwirrungen dieser Art sind zB die „Frauenlesben“, wie etwa in http://www.autonomes-frauenlesbenreferat-bochum.de/
    Damit sollte im Prinzip das gleiche erreicht werden.
    dazu auch:

    http://maedchenblog.blogsport.de/2010/06/30/frauenlesben-noch-ein-zeitgemaesser-ausdruck-oder-total-unqueer/

    „FrauenLesben“ ist eine – ich vermute in den 80er Jahren aufgekommene – Schreibweise, die
    — die sprachliche ‚Unsichtbarkeit‘ von Lesben unter dem (vermeintlich neutralen, aber stillschweigend heterosexuell gedachten) Oberbegriff „Frauen“ beseitigen sollte,
    — also tendenziell ein Synonym für „Heteras und Lesben“ ist
    — und zugleich aber auch auf die Kontroverse anspielt, ob Lesben (nach ihrem Selbstverständnis) Frauen sind bzw. sein sollen.* Die Schreibweise ist also eine abgeschwächte Variante zu „Frauen und Lesben“ bzw. „Frauen oder Lesben“.
    „FrauenLesben“ sollte sowohl lesbar sein als „Frauen, unter Einschluß [Sichtbarkeit] von solchen, die lesbisch sind,“
    als auch als „Heteras und Lesben, die sich als Frauen verstehen, + Lesben, die sich nicht als Frauen verstehen“.

    * Monique Wittig „stigmatised the myth of ‚the woman‘, called heterosexuality a political regime, and outlined the basis for a social contract which lesbians refuse: ‚…and it would be incorrect to say that lesbians associate, make love, live with women, for ‚woman‘ has meaning only in heterosexual systems of thought and heterosexual economic systems. Lesbians are not women.‘ For Wittig, the category ‚woman‘ exists only through its relation to the category ‚man‘, and ‚woman‘ without relation to ‚man‘ would cease to exist.“
    (http://en.wikipedia.org/wiki/Monique_Wittig#Theories)

  2. „Hatte ich erwähnt, dass Alice Schwarzer in ihrem Buch „der kleine Unterschied“ den penetrativen Sex als einen Akt der Unterdrückung der Frau durch den Mann deutete? Sexuelle Praktiken auf die man selbst nicht steht wirken ja immer irgendwie abstoßend.“

    Dazu noch:
    http://www.aliceschwarzer.de/artikel/der-kleine-unterschied-264811

    Mir ist heute klar geworden, dass die Sexualität der Angelpunkt der Frauenfrage ist: Spiegel und Instrument der Unterdrückung der Frauen. Hier fallen die Würfel. Hier liegen Unterwerfung, Schuldbewusstsein und Männerfixierung von Frauen verankert. Hier steht das Fundament der männlichen Macht und der weiblichen Ohnmacht. Hier entzieht sich scheinbar „Privates“ jeglicher gesellschaftlichen Reflexion. Hier wird die heimliche Wahrheit mit der öffentlichen Lüge zum Schweigen gebracht.

    Das aufzubrechen, Frauen zu zeigen, dass ihre angeblich persönlichen Probleme zu einem großen Teil unvermeidliches Resultat ihrer Unterdrückung in einer Männergesellschaft sind, ist mein Anliegen. Frauen werden sich in den Protokollen wieder erkennen und entsetzt und erleichtert zugleich sein: entsetzt, weil andere das aussprechen, was sie selbst sich oft nicht eingestehen können und wollen; und erleichtert, weil sie nicht länger allein sind, weil andere Frauen ähnliche Problem haben.

    Und Männer? Viele werden es sich einfach machen, werden sagen, bei ihnen und ihrer Frau/Freundin sei alles ganz anders. Einige aber werden erschüttert sein über den Preis, den sie für den „kleinen Unterschied“ zahlen. Am schlimmsten ist es da, wo wir dank des Unterschiedes angeblich füreinander geschaffen sind: in der Sexualität. Da spiegeln sich Männergesichter in den Augen gedemütigter Frauen wie unmenschliche Fratzen.

      1. Sind sie das? Aber wenn dann kann man natürlich auch das kritisieren. Wobei ich in der feministischen Theorie keine positiven Beziehungsmodelle sehe, die Theorie ist zu stur auf Unterdrückung ausgerichtet. Kennst du welche?

      2. Um es mit deinen Worten zu sagen:
        „zu einem weitaus größeren Teil als in der sonstigen Bevölkerung. Das ist ja auch kaum zu übersehen oder?“
        Einen größeren Anteil an ABs und unglücklich Verlassenen habe ich ehrlich gesagt selten irgendwo gesehen. Aber wie gesagt: und?
        Und wenn du mich schon so nett wegen positiver feministisch-heterosexueller Beziehungsmodelle fragst, obwohl ich dir schon mehrmals gesagt habe, dass ich von feministischen Theorien wenig Ahnung habe, dann frage ich dich: welche „positiven Beziehungsmodelle“ fallen dir denn so von Maskulisten ein? Und was verstehst du überhaupt unter „positives Beziehungsmodell“? Eines, das dir gefällt?

      3. „welche “positiven Beziehungsmodelle” fallen dir denn so von Maskulisten ein?“
        http://en.m.wikipedia.org/wiki/The_Myth_of_Male_Power

        Stage I Roles Stage II Goals*
        MARRIAGE MARRIAGE (or Long-Term Relationship)
        Survival Fulfillment
        Role mates: women and men married to create a „whole“ Soul mates: „whole“ persons marry to create synergy
        Division of roles Commonality of roles
        Woman raises children; man raises money Both sexes raise children; both sexes raise money
        Children obligatory Children a choice
        Women expected to risk life in childbirth; men expected to risk life in war Childbirth ideally risk-free; war ideally eliminated
        ‚Till Death Do Us Part ‚Till Unhappiness Do We Stay Together
        Neither party can end contract Either party can end contract
        Women-as-property; men-as-less-than-property (expected to die before property was lost) Sexes equally responsible for self and other
        Both sexes subservient to needs of family Both sexes balance needs of family with needs of self
        Love emanates from mutual dependence Love emanates from choice
        Love less conditional Love more conditional (no verbal or physical abuse; expectations of mutual respect, common values…)
        CHOICE OF PARTNERS CHOICE OF PARTNERS
        Parental influence is primary Parental influence is secondary
        Women expected to marry their source of income (“marry up”) Neither sex expected to provide more than half the income
        PREMARITAL CONDITIONS PREMARITAL CONDITIONS
        Men deprived of female sex and beauty until they supply security Neither sex deprived more than the other
        SOURCE:[5] *Stage II goals are the ideal; most of these goals are not yet reality for most couples

      1. Die Tatsache, dass eine große Anzahl der tonangebenden Maskulisten/Antifeministen Single ist – und sich offensiv darauf beruft (siehe MGTOW = Men Go Their Own Way) ist nicht zu leugnen. Und?

      2. Was heißt, angeblich?
        Ich will damit andeuten, dass die sexuelle Präferenz bzw. das Lebenskonzept keine Rolle spielen sollte.

      3. Der Mann braucht die Frau wie der Fisch das Fahrrad.
        MGTOW ist insofern eine adäquate Antwort auf emanzipatorische Lebenskonzepte, wie sie Schwarzer & Co seit Jahrzehnten propagiert. Maskulismus ist nurmehr das ungewollte Kind des Feminismus. Zumal er mehr ein feministischer Kampfbegriff zwecks Dämonisierung von Bürgerrechtlern als eine dem Feminismus vergleichbare Ideologie darstellt.

      4. „Angeblich“ bedeutet, dass es sich derzeit um eine Behauptung von Dir handelt. Diese kann stimmen oder auch nicht.
        Das eigene Lebenskonzept wird von queerfeministischen Vertreterinnen selbst sehr offensiv in den Fokus ihrer Weltbetrachtungen und Forderungen gerückt. Insoweit halte ich es für legitim darauf hinzuweisen.
        Lesbisch sein ist doch auch keine Geheimaktivität, die man nicht ansprechen darf. Das wäre ja sexistisch.

      5. @Christian

        Es ging um MGTOW = Men Go Their Own Way.
        Und selbstredend haben diese einen weit realistischeren Blick auf die subtilen Beziehungen zwischen Männern und Frauen als die Spiegelung der lächerlichen feministischen Parole nahelegt.

      6. @elitemedium:
        MGTOW (also Männer, die bekennenderweise nichts von Frauen wissen wollen) könnte also auch eine Erfindung von mir sein. Interessant …

      7. Das ist mir relativ egal, weil diese ominösen MGTOW hier gar nicht das Thema sind, auch wenn Du verzweifelt versuchst eine Diskussion darüber zu entfachen.

      8. Noch mal langsam:
        Du sagtest:

        Die Tatache, dass eine goße Azahl der tonangebende Frauen lesbisch ist- und sich offensiv darauf beruft ist nicht zu leugnen.

        Ich sagte darauf:

        Die Tatsache, dass eine große Anzahl der tonangebenden Maskulisten/Antifeministen Single ist – und sich offensiv darauf beruft (siehe MGTOW = Men Go Their Own Way) ist nicht zu leugnen. Und?

        Du darauf:

        Was hat Deine Behauptung, dass angeblich viele Maskulisten Singles seien mit dem oben stehenden Artikel zu tun?

        Ich:

        Was heißt, angeblich?

        Was sich auf die „angeblich“ vielen Maskulisten, die Singles sind bezog, und antwortete auf deine Frage mit:

        Ich will damit andeuten, dass die sexuelle Präferenz bzw. das Lebenskonzept keine Rolle spielen sollte.

        Und: du möchtest offenbar sagen (nehme ich zumindest an), dass lesbische Frauen nicht die richtigen Ansprechpartner für Heteros in Beziehungen sind, und ich deute dagegen an, dass bekennende Singlemänner es vielleicht ebenso wenig oder viel sind, und man daher vielleicht nicht unbedingt wegen des Beziehungs-/Lebenskonzepts vieler Feministen/Maskulisten deren Ideologie verteufeln sollte.
        Du darauf:

        “Angeblich” bedeutet, dass es sich derzeit um eine Behauptung von Dir handelt. Diese kann stimmen oder auch nicht.

        Was eben NICHT! stimmt, da sich ein nicht zu verachtender Teil der Männerbewegung Men Go Their OWN Way nennt und BEKENNEND Single ist.
        Verständlich jetzt?

    1. Was zum Geier gehen euch denn die Beziehungen von Feministinnen an? Lasst die Mädels in Ruhe, ob sie mit Mann, Frau oder Plastikbagger zusammen sind, ist doch völlig irrelevant.

      1. Du meinst es hätte keinen Einfluss, wenn eine bewegung, die sich mit dem Verhältnis von Männern und Frauen beschäftigt überwiegend aus Personen bestehen würde, die keine Beziehungen zu Männern haben oder aufgrund dieser Ideologie äußerst merkwürdige Vorstellungen davon haben?

        Im übrigen wird ja auch von Seiten des Feminismus Beziehung und Sex diskutiert, als unter- und Überordnungsverhältnis beispielsweise (Heterosexueller Sex als Unterdrückung ist ein gängiges Motiv in feministischer Literatur, in der Rape Culture und Consent Ausrichtung dann auch in Gestalt von „wie reduziere ich Mackertum/wie bremse ich Gewalt von Männern aus“

        Da finde ich einen Blick auf feministische Beziehungen sehr interessant.

      2. Auja Christian, wir analysieren dann auch deine Beziehung zu Südländerin, was es eventuell zu bedeuten hat, dass du sie so nennst, was sie für ein unemanzipiertes Weibchen sein muss, um mit einem sexistischen Pupper wie dir zusammenzusein und warum ihr keine gesunde Beziehung führt.
        Weil wir ja als Außenstehende so viel Einblick haben und es auch unsere verdammte Pflicht ist, immerhin schreibst du ja über das Männer-Frauen Ding.

        *Heterosexueller Sex als Unterdrückung ist ein gängiges Motiv in feministischer Literatur, in der Rape Culture und Consent Ausrichtung dann auch in Gestalt von “wie reduziere ich Mackertum/wie bremse ich Gewalt von Männern aus”*

        Und immer noch kannst du offenbar Sex und Vergewaltigung nicht unterscheiden. Aber im PU sind die Grenzen ja fließend…

      3. Bitte, analysiere meine Beziehung. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt. Dann bitte aber anhand der Angaben die ich mache. Meinen Sexismus tatsächlich zu belegen wurde dir glaube ich schwer fallen, wenn du fair bleibst. Ich habe mich wiederholt für gleichberechtigte Beziehungen ausgesprochen.

      4. „Und immer noch kannst du offenbar Sex und Vergewaltigung nicht unterscheiden. Aber im PU sind die Grenzen ja fließend…“
        Hmm.. witchwind meinte (und AS wohl auch) das PIV (Penis in Vagina) immer eine Vergewaltigung ist. Der Vorwurf an Christian ist in dem Zusammenhang etwas deplaziert, oder?

      5. @ Maren
        „Was zum Geier gehen euch denn die Beziehungen von Feministinnen an?“

        Glaubst Du wirklich, es ist bei Geschlechterthemen irrelevant, welche Beziehungen man zum eigenen und anderen Gescheclht pflegt? Glaubst Du wirklich, es ist irrelvant, dass ich schwul bin, wenn ich mich zu diesem Thema äußere?
        Selbstverständlich prägt meine Phantasie von geilen, scharfen, sexy Männern (sorry ich sabbere gerade 😀 ) mein Bild von Männern und Frauen, zumal mich Frauen so gar nicht anmachen (na ja, manchmal ein bisschen).

      6. Dazu noch:

        „Und immer noch kannst du offenbar Sex und Vergewaltigung nicht unterscheiden. Aber im PU sind die Grenzen ja fließend…“

        Es geht gerade gar nicht um mich.
        Gerade weil die Grenzen in der Tat im Feminismus als fließend angesehen werden, wird in Teilen des Feminismus ja auf so radikale Konzepte wie ausdrücklichen enthusiastischen Konsens abgestellt. Ansonsten bräuchte man das nicht. Es soll verhindern, dass sich ein Partner unwohl fühlt oder mit ihm etwas gemacht wird, was er nicht will und der andere das nicht merkt.

    2. Der verlinkte Beitrsg zur Beziehung von kleinerdrei ist sehr interessant. Sie scheint auch ihren „tollen Partner“ als noch defizitäre Ausgabe zu betrachten, die noch nicht in allen Punkten auf dem feministischen Kurs gebracht wurde. Eine Art Erziehungsprojekt also.

      1. Da sieht man auch gut, dass gerade in diesem Feminismus das private als politisch angesehen wird:

        Hauptsächlich bin ich aber wütend auf das verdammte, Jahrhunderte alte Patriarchat, das es sich in unseren Köpfen gemütlich gemacht hat, und sich – wenn überhaupt – nur sehr mühsam daraus vertreiben lässt. Ich bin wütend darauf, dass es da ist, und darauf, dass mein Partner bei dieser so nötigen Vertreibung aus unseren Köpfen weniger Kraft investiert und weniger gründlich vorgeht als ich. Was ja auch Gründe hat, weil ihn die ganzen Situation begünstigt und mich nicht.

        Der Text ist fast eine Satire. Wenn ihn jemand untergejubelt hat, dann wäre ich beeindruckt

      2. Ich finde den Beitrag auch interessant. Ein bisschen kann man ihn als Anklage gegen den Feminismus lesen. Sie ist offenbar unsicher, welche Kompromisse sie eingehen darf, und wünscht sich wohl mehr Pragmatismus. Oder zumindest die Anerkennung ihrer „schwierigen“ Hetero-Beziehung.

      3. Ich bin wütend darauf, (…) dass mein Partner bei dieser so nötigen Vertreibung aus unseren Köpfen weniger Kraft investiert und weniger gründlich vorgeht als ich.

        Auch sprachlich interessant. Sie sagt nicht, dass sie wütend auf ihren Partner ist.

  3. Es geht absolut keinen Menschen etwas an, wen ein anderer liebt oder zu lieben hat. Der ganze Beitrag geht wieder mal in die Richtung,. dass jede Frau, die sich für Frauenrechte einsetzt, lesbisch sein muss. Haha, der Stammtisch lässt grüßen. Und darauf noch ein Herren-Gedeck *kopschüttel*.

    1. Stimmt genau, finde ich auch. Wieso interessiert sich Alice für den Schwanz eines Mannes, sobald er ihn in die Vagina einer Frau steckt. Könnte ja sein, dass sich die beiden lieben.

    2. Du scheinst nicht lesen zu können. Denn ich sage nicht das jede Feministin lesbisch ist. Aber sehr viele sind es. Und du scheinst die Argumentation nicht wiederlegen zu können, denn Du versuchst sie von vornherein für nicht legitim zu erklären. Aber das klappt hier nicht

  4. Ich finde es schon interessant, wieso ausgerechnet die Personen, die Beziehungen zu Männern sowieso als gefährlich und im besten Fall als einen lebenslangen Kampf gegen des Patriarchat verstehen jetzt so viel Ahnung von funktionierenden heterosexuellen Beziehungsmodellen haben sollen. Dabei kommt noch dazu, dass sie natürlich jedes vorhandene Problem mit Verweis auf „Das Private ist politisch“ auf die Gesamtbevölkerung projizieren, was auch nicht gerade einen Verständigungsvorteil darstellt. Im Zweifel sollte man ja eher Beispiele/Vorbilder wählen, die einen gewissen Erfolg vorweisen können. Die Gruppe der Netzfeministinnen dürften da wohl die letzte Gruppe sein, die für so etwas taugt.

    1. Wie hättest du’s denn gerne? Dass alle einfach nur begeistert nicken – virtuell, versteht sich – und der Rest stumm ist?

      1. Ich erwarte in erster Linie mal endlich kohärentes, rationales Denken statt Doppelmoral, Egomanie, kaltschnäuziger Ignoranz und zielgerichteter Demagogie. Und dass inzwischen aufgrund totalitärer Geisteshaltungen und staatsfeministischer Strukturen alle nur hinter Maulkörben und Denkverboten begeistert zu nicken haben, ist mit den Begriffen Femokratie bzw. Tussikratie noch milde ausgedrückt.
        Doris Lessing sprach bereits 2001 von einer „denkfaulen und heimtückischen Kultur“, die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, „auf Männer einzudreschen“. Auf diesem Niveau stagnieren feministische Betonköpfinnen und fragen auch noch, wie Mann es denn gerne hätte?

      2. @elitemedium:
        Nein, wieso? Ich kann verstehen, dass manche feministischen Ideen bei Männern auf Ablehnung stoßen.

  5. au man, wie schön ist es immer wieder zu lesen mit welchen Mitteln hier im Netz Thesen durch lächerlich machen weggedrückt werden.

    @maren

    warum greifst du @Cristian persönlich an? Hast du keine sachlichen Argumente?

    @honey

    Auch bei Dir, keine sachliche Einlassung, warum?

    Ich finde den Gedanken von @elite schon interessant, auch ich habe das Gefühl, das ein Großteil der Feministinnen die den Ton angeben (Einschränkung, ein Großteil der radikalen Feministinnen) lesbisch sind und wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, kann ich nachvollziehen warum Ihnen Männeranliegen egal sind.

    Warum soll man nicht mal schauen wie im Feministischen Lager so die Verteilung der sexuellen Orientierung ist, was ist schlimm daran? Wo ist da die Wertung?

    Eins noch: Was der Feminismus den Männerrechtlern voraus haben ist in jeder Diskussion, Totschlagargumente zu bringen oder zu diffamieren. Sachliche Argumentationen sehe ich nicht.

    1. Die sexuelle Ausrichtung anderer Menschen hat in Diskussionen nichts verloren. Und die Aussage „Hähä, alle Feministinnen sind hässlich oder gar lesbisch!“ ist so alt, dass sie schon einen weisen Bart hat. Man muss nicht jeden Schwachsinn sachlich diskutieren, wenn die Grundaussage so abgedroschen und unter die Gürtellinie zielt.

      Diese Methode, erst Unverschämtheiten zu verbreiten und sich dann mit Unschuldsmiene hin zu stellen und zu sagen: „Ihr könnt ja nicht sachlich diskutieren!“ kommt immer häufiger vor. Und siehe oben. Manches muss auch gar nicht sachlich diskutiert werden, weil es schlichtweg daneben ist.

      Soso…wenn als Feministinnen heterosexuelle Beziehungen nicht beurteilen können, dann bin ich dafür, dass hier jetzt jeder Maskulist seinen Beziehungsstatus offen legt. Aber bitte natürlich amtlich beglaubigt und mit Stempel. Ich meine, es könnten ja ein paar „forever-alonies“ dabei sein? Würde mich jetzt nicht wundern, zumal hier ja auch welche Frauen das Wahlrecht absprechen wollen. Oder sind hier etwa Freier unter uns? Die können dann bei Geschlechter-Themen auch nicht sachlich urteilen, nicht wahr?

      Was bin ich hier eigentlich? Vermutlich für die meisten eine böse Feministin, denke ich mal. Jetzt kommt aber das Blöde. Ich bin nicht lesbisch. Und auch nicht fa. Also bin ich dann keine richtige Feministin, weil nicht lesbisch? Oder doch heimlich lesbisch? Jaja, Fragen über Fragen tauchen auf, wenn man seine maskulistische Nase in die Betten anderer Menschen steckt. Die Geister, die man rief ;)…

      1. Ich bin zwar kein Maskulist, lege dir aber als Antifeminist aus femokratischer Erfahrung meinen Beziehungsstatus offen: unverheiratet mit Frau zusammen lebend und deshalb als rechtloser „Erzeuger“ jederzeit übers Kind erpressbar, weil deinesgleichen (E. Schwab & Konsorten) im Ministerium für alles außer Männer dafür die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen hat.

      2. Auch kein Maskulist, aber sehr feminismuskritisch: verheiratet mit zwei großartigen töchtern 😉
        Die sexuelle Orientierung ist kein charaktermerkmal für mich und auch sehr irrelevant, wenn es um Meinungen geht. Ich würde mir aber nie anmassen, zu beschreiben wie schwule beziehungen zu führen sind. Welche Machtverhältnisse dort herrschen. Würde aber die Gesellschaft von mir erwarten, in einer Beziehung zu leben, die meiner sexuellen Orientierung widerspricht, ich eine solche eingehen würde, dann würde ich mich da dann ganz sicher von meinem Partner unterdrückt fühlen und vermutlich nach meiner Befreiung auch schreiben, dass ein Penis in einem männlichen Hintern immer eine Vergewaltigung ist. Und, klar, das könnte man dann auch auf die glücklichen Schwulen ausweiten. Insofern ist es bei dem Zusammenleben der Geschlechter und dem Verhältnis von Mann und Frau nicht gänzlich irrelevant, welche sexuellen Orientierung oder Erfahrungen der Author gemacht hat.

      3. Wir machen also Frauen Lesben Trans Cafes auf, schimpfen auf „heterosexuelle Inszenierungen“ und diskutieren über solidarische Kussverbote für Heteros…Aber die sexuelle Orientierung von Menschen hat in Diskussionen nichts verloren.

      4. @hone

        warum so aggressiv? Du willst meinen Status wissen gerne doch, verheiratet, drei erwachsene Kinder und schon sehr lange keine 20 mehr. 🙂

        Und ich sage Dir auch noch warum ich schreibe was ich schreibe, ich muss mit besorgniss mitansehen wie meine erwachsenen Jungs unter dem Druck leiden den sie täglich erfahren.

        Warum nur müsst ihr euch das Leben so schwer machen, achtet euch als Menschen.

        anonym

  6. Die sexuelle Ausrichtung einer/s Aktivistin/en halte ich duchaus für bemerkenswert, wenn sie die Sexualität anderer (ab)werten. Wenn eine Lesbe aus Schwarzers Generation damals gesellschaftlich zur Hetero-Ehe gezwungen war, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass sie den heterosexuellen Akt als erzwungen ergo Vergewaltigung sah. Nur ist Schwarzer wahrscheinlich zu stur, das als einen historischen Fehler ihrerseits zu betrachten, als sie suggerierte, dass das alles auch für heterosexuelle Frauen zu gelten hatte. Wäre ich als Hetero in eine homosexuelle Ehe gezwungen, hätte ich sicher auch keinen Spaß am Sex. Allerdings steht es mir deshalb noch lange nicht zu, gleichgeschlechtlichen Sex deswegen abzuwerten.

    Aber grundsätzlich stimme ich zu bei der Aussage, dass die Sexualität bei Aktivisten und -innen keine Rolle spielen sollte. Aktivismus hat in konsensueller Sexualität nichts verloren.

  7. These: Möglicherweise ist es gerade die Heterosexualität, die verhindert, dass sich Männer und Frauen völlig fremd und womöglich feindlich gegenüberstehen.Je höher also in einer politischen Gruppe, deren Ziel es ist das Geschlechtermiteinander zu reglementieren, der homosexuelle Anteil, desto unwahrscheinlicher, dass daraus ein stimmiges Gesamtkonzept für beide Geschlechter folgen kann.

    1. Das erklärt selbstredend nicht die Sympathie, die soviel Schwule gegenüber Frauen hegen.

      Im Übrigen ist Heterosexualität kein Konzept zum Burgfrieden zwischen den Geschlechtern. Die Geschlechter stehen im evolutionären Wettbewerb miteinander. Das erzeugt permanente Spannungen und Konkurrenz.

      1. „Die Geschlechter stehen im evolutionären Wettbewerb miteinander.“

        Da bin ich nicht sicher. Die Evolution verurteilt die Geschlechter eher zur Kooperation.

      2. „Das erzeugt permanente Spannungen und Konkurrenz.“

        Die aber eben teilweise durch die gegenseitige sexuelle Anziehung überdeckt werden. Würde man diese wegnehmen, dann bliebe eben nur noch ein Konkurrenzverhältnis. Man müsste weit weniger Rücksicht aufeinander nehmen

      3. Würde man die sexuelle Anziehung wegnehmen, wäre die Konkurrenz nicht größer, als die zwischen Angehörigen des gleichen Geschlechts.

        „Man müsste weit weniger Rücksicht aufeinander nehmen“

        Du meinst ich nehme keine Rücksicht auf Frauen, weil ich nicht auf sie stehe? Lässt sich bei schwulen Männern irgendwo eine Abneigung von Frauen diagnostizieren?

      4. @ FX
        Männlich und Weiblich sind sowohl Partner als auch Gegner. Das ist ja der Grund für das Elend als auch für die Freude, die ein Leben mit zwei Geschlechtern mit sich bringt. Ich bin dennoch froh, das nicht mitmachen zu müssen 😀

      5. Von Dir persönlich unmittelbar auf ALLE schließen zu wolen ist schon mal ein eher fragwürdiger Ansatz. Ich kenne z.B. Schwule, die finden Frauen eher nervig.

      6. @ elitemedium
        Ich finde Frauen auch eher nervig. Und ich betrachte mich unter Schwulen eher als Ausnahme.
        Ich frage mich bloß, was die Intention Deines Kommentares ist. Möchtest Du Homos die originäre Schuld an männlich-weiblichen Konflikten geben, so wie wir ja bereits schuld daran sind, dass Heteros nicht mehr 2,1 Kinder bekomen?

      7. @adrian

        „Du meinst ich nehme keine Rücksicht auf Frauen, weil ich nicht auf sie stehe? Lässt sich bei schwulen Männern irgendwo eine Abneigung von Frauen diagnostizieren?“

        Ich meinte das eher auf eine gesamte Gesellschaft bezogen. Wenn plötzlich der Sexualtrieb weg wäre oder alle Schwul wären, dann würde sich denke ich einiges verändern.

        Durch ein paar Schwule ändert sich da sicherlich nicht. Die gesellschaftlichen Strukturen bleiben ja gleich.

      8. @ C
        „Die gesellschaftlichen Strukturen bleiben ja gleich.“

        Eben. Müßig also, zu kolportieren, die paar Homos seien entscheidend für das gesellschaftliche Verhältnis zwischen Mann und Frau .

  8. Danke für diesen wichtigen Beitrag. Vielleicht sollte man Schwarzer und Co. als das bezeichnen, was sie im Kern immer schon waren und mittlerweile offen zur Schau tragen: Sie sind einfach heterophob.

  9. Da gibt es Veranstaltungen, die sich als offen nur für „FLT“ bezeichen (Frauen, Lesben, Transsexuelle). Sind Lesben nicht ohnehin Frauen? Warum dann hier die besondere Betonung?

    Weil es eben auch heterosexistische Veranstaltungen für Frauen gibt und man sich davon distanzieren möchte.

    Aus lesbischer Sicht ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn das Verhältnis zu Männern und der harmonische Umgang der Geschlechter miteinander wenig interessant sind und Männer hier bestenfalls als störende „Macker“ vorkommen.

    Weil Lesben ja nicht Männer als Väter, Brüder, Freunde, Söhne haben. Wenn man sich natürlich nur mit Menschen umgibt, mit denen man auch Geschlechtsverkehr vollziehen würde, dann schreibt man solche Absätze.

    Meine lesbischen Freundinnen sind mir jedenfalls wichtig und umgekehrt und das unser Verhältnis harmonisch ist interessiert alle Beteiligten.

    Oder warum sollte eine solche Bewegung, die an Frauen keinerlei sexuelles Interesse hätte irgendein Verständnis für Frauen und deren Probleme haben?

    Da scheint bei dir irgendein soziales Defizit vorzuliegen. Gesund ist die Einstellung jedenfalls nicht.

    1. Hallo Kinch. Danke für deinen Kommentar. Ich finde es bemerkenswert, dass es Dir nicht zu genügen scheint mir mitzuteilen, dass Du meine Auffassung nicht teilst. Du siehst Dich auch genötigt mir gleich mal soziale Defizite zu unterstellen. Hast Du im Alltag gute Erfahrungen mit solchen Argumenten gemacht? Gelingt es Dir auf diese Weise andere Menschen von deiner Meinung zu überzeugen? Oder hast Du das gar nicht vor, weil jeder mit abweichender Meinung sowieso sozial gestört sein muss?

      Es gibt heterosexistische Veranstaltungen NUR für Frauen, von denen man sich abgrenzen uss, indem man betont, dass neben „Frauen“ auch „Lesben“ Zutritt haben? Das klingt ein wenig so, als seien Lesben keine richtigen Frauen.

      Niemand hat in Frage gestellt, dass Dir Deine „lesbischen Freundinnen wichtig sind“.

      1. Hallo elitemedium,

        danke für deine Antwort.

        Ich finde es bemerkenswert, dass du andere Menschen soziale Defizite unterstellst (vgl: Homosexuelle Menschen entwickeln keine Empathie für andersgeschlechtliche Menschen), aber selbst verwundert darüber bist, dass man dir deswegen soziale Defizite unterstellt. Aber das ist natürlich ein Irrtum. Ich unterstelle sie dir gar nicht. Ich stelle sie fest. Gerne erkläre ich dir den Unterschied:

        Unterstellen: „Hm, ich weiß nicht, wofür sich diese Menschen über die ich schreibe interessieren und fragen tue ich sie auch nicht. Ich denk‘ mir jetzt einfach mal was aus. Das wird schon passen.“

        Feststellen: Oh, diese Person kann sich nicht vorstellen, zwischenmenschliches Interesse an einer Person zu entwickeln die sie nicht bumsen kann. Und diese Person hält dieses mangelnde Interesse für derartig selbstverständlich, dass es sie allen anderen Menschen unterstellt. Das ist ziemlich atypisch.

        Ja, ich habe im Alltag sehr gute Erfahrungen damit gemacht, danke für dein Interesse daran! Es befriedigt mein Bedürfnis Menschen die Dummes von sich geben, darauf hinzuweisen.

        Das klingt ein wenig so, als seien Lesben keine richtigen Frauen.

        Ich bin sicher, in deinen Ohren klingt das so.

        Niemand hat in Frage gestellt, dass Dir Deine “lesbischen Freundinnen wichtig sind”.

        Nein. Nur hast du das Gegenteil bestritten.

        (Ich möchte wahrscheinlich nicht über den Sinn von Anführungszeichen nachdenken die nichts anführen)

    2. „Oder warum sollte eine solche Bewegung, die an Frauen keinerlei sexuelles Interesse hätte irgendein Verständnis für Frauen und deren Probleme haben?“

      Da scheint bei dir irgendein soziales Defizit vorzuliegen. Gesund ist die Einstellung jedenfalls nicht.

      Er scheint sich nicht vorstellen zu können, dass es auch intrasexuelle platonische Liebe = Freundschaft und Solidarität geben kann.

      1. Freundschaft und platonische Liebe zwischen heterosexuellen Männern und Frauen ist nach meiner Erfahrung möglich aber extrem selten, oft auch erst NACH dem Ende einer sexuellen/Liebes- Beziehung.

        Darüber hinaus ist es natürlich möglich und wahrscheinlich, das Lesben positive Gefühle zu bestimmten einzelnen Männern haben , aber das sagt nichts darüber aus, wie sie innerhalb der feministischen Bewegung „den Männern“ als Gruppe gegenüberstehen.

      2. Freundschaft und platonische Liebe zwischen heterosexuellen Männern und Frauen ist nach meiner Erfahrung möglich aber extrem selten, oft auch erst NACH dem Ende einer sexuellen/Liebes- Beziehung.

        Das ist das normalste von der Welt. Ernsthaft, mach mal ’nen Realitätsabgleich.

      3. „Das ist das normalste von der Welt.“

        Korrekt, Heteros haben keinen SEX mehr – sie haben stattdessen Sexismus. 😉

  10. Hallo Kinch. Ich sollte vielleicht der Fairness halber erwähnen, dass ich Dein Blog kenne. Ich habe also gewisse Zweifel an Deiner Objektivität, was die Beurteilung von Beziehungen zu anderen Menschen angeht. Ich formuliere es mal so vorsichtig, weil ich nicht vorhabe Dich zu verletzen, auch wenn Du Deine Kritik an meiner Meinung sofort auf eine persönliche Ebene heruntergebrochen hast.

    Ich halte homosexuelle Menschen keineswegs für defizitär. Aber ich bemerke eben auch die Auswirkungen und Forderungen innerhalb der feministischen Szene.

    1. Gerne kannst du Zweifel an meiner Objektivität haben. Zum Glück tangiert das die Validität meiner Aussagen nicht. Weder meine Zweifel noch meine Subjektivität.

      Ich formuliere es mal so vorsichtig, weil ich nicht vorhabe Dich zu verletzen, auch wenn Du Deine Kritik an meiner Meinung sofort auf eine persönliche Ebene heruntergebrochen hast.

      Wenn du Empathie für mich entwickelst, heißt das, dass du auch sexuelle Interesse an mir hast *rotwerd*

      Da wir schon ad hominem sind: Ich denke, ich habe durch meinen Lebensweg sogar eine besonders gute Perspektive auf zwischenmenschliche Beziehungen. Das ist eine natürliche Folge davon, wenn man über solche Beziehungen intensiv nachdenkt, beobachtet und mit ihnen experimentiert.

      Jedoch spielt das keine Rolle: Männer und Frauen sind auch abseits vom Sexualverkehr miteinander verbunden. Sie sind Kameraden, Kollegen, Verwandte, Freunde. Das ist eine unleugbare und offenkundige Tatsache. Probiers aus: Gehe mal unter Menschen.

      Ich halte homosexuelle Menschen keineswegs für defizitär.

      Verzeihung, das stimmt natürlich. Du hälst alle Menschen für defizitär.

      Aber ich bemerke eben auch die Auswirkungen und Forderungen innerhalb der feministischen Szene.

      Du behauptest nur. Du behauptest, dass Feminismus von Lesben gesteuert wird was, wenn man sich die Mehrheitsverhältnisse anschaut Unsinn ist. Und dass Lesben keine Motivation hätten sich konstruktiv mit Männern zu befassen. Was bar jeder Grundlage ist.

      1. „Du behauptest nur. Du behauptest, dass Feminismus von Lesben gesteuert wird was, wenn man sich die Mehrheitsverhältnisse anschaut Unsinn ist.“

        Sind die zahlenmäßigen Mehrheitsverhältnisse jetzt plötzlich der Maßstab für Herrschaft und Dominanz einer Gruppe? Es gibt zahlenmäßig mehr Frauen als Männer auf der Welt, dannn muss es auch Unsinn sein, dass hier ein Patriarchat herrscht oder jemals geherrscht hat.

        „Wenn du Empathie für mich entwickelst, heißt das, dass du auch sexuelle Interesse an mir hast *rotwerd*“

        Das muss eines meiner sozialen Defizite sein, die Du hier diagnostiziert hast.

      2. Es gibt zahlenmäßig mehr Frauen als Männer auf der Welt, dannn muss es auch Unsinn sein, dass hier ein Patriarchat herrscht oder jemals geherrscht hat.

        Stimmt, ich war unspezifisch. Genauer:

        Du argumentierst damit, „dass viele der tonangebenden Frauen lesbisch sind.“. Nur sind deutlich mehr der tonangebenden Frauen im Feminismus auch nicht lesbisch.

      1. Die Diskussion verfasert sich. Back to the roots:

        1) Auch homosexuelle Menschen sind interessiert an andersgeschlechte Menschen
        2) Feminismus hat natürlich einen höheren Anteil an Homosexuellen, das liegt an der Natur der Sache. D.h. nicht, dass feministische Forderungen Ausdruck homosexuellen Desinteresse und Aversion gegenüber Männern wäre
        3) Geh mal unter Menschen und Freunde dich mit Frauen an.

      2. „Geh mal unter Menschen und Freunde dich mit Frauen an.“

        Hast Du da Tipps für mich, wie das geht?

        „Feminismus hat natürlich einen höheren Anteil an Homosexuellen, das liegt an der Natur der Sache.“

        Klingt als wäre Feminismus irgendwie eine biologische Gesetzmäßigkeit.

      3. Hast Du da Tipps für mich, wie das geht?

        Aber klar, doch! Ist ja zur Zeit mein Betätigungsfeld:

        – Guck mal, ob es Glubs oder Vereine oder ähnliches gibt, die noch Mitglieder suchen. Ich habe mich dem Asta-Filmteam angschlossen. 7 neue Kontakte (Männer und Frauen, platonisch!).
        – Meld dich beim Tierheim, such dir nen Hund, geh mit dem Gassi, unterhalt dich mit anderen Hundehaltern. Freunde dich mit denen an.
        – Geh‘ überall dorthin wo Menschen sind. Bars, Konzerte, Festival. Alkohohl + Musik ist immer gut. Quatsch Leute da an, aber nicht creepy. K?
        – Wenn du neue Kontakte hast, frag‘ die mal, was die in ihrer Freizeit machen. Ich gehe demnächst zum Beispiel mit einem aus dem Asta-Team Bouldern. Dabei lernt man auch neue Menschen kennen.
        – Soziale Netzwerke: Da gibts für jede Nische Interessenten. Frauen die Programmieren, oder Leute die begeistert von Neurologie sind, findet man da auch. Schreib sie an. Freundlich, aber! Tausch‘ dich mit denen aus.
        – Datingseiten. Funktionert finde ich erstaunlich gut. Anschreiben, nach Treffen fragen, Leute treffen, unterhalten.

        Das ist in der statistische Sache. Je Menschen du triffst, desto höher die Wahrscheinlich, dass ein Kontakt dabei hängen bleibt.

        Klingt als wäre Feminismus irgendwie eine biologische Gesetzmäßigkeit.

        Nein, aber du verwechselst meiner Meinung nach Ursache und Wirkung. Du siehst einen höheren Anteil, von Homosexuellen in einer Szene und denkst dir, die Homosexuelle haben eine intrinsische, sinistre (Sorry, Robin) Motivation in diese Gruppe zu wandern. Die mögen halt keine Männer, also gehen die zum Feminismus, um männerfeindliche Positionen zu vertreten.

        Ich halte es für gegenteilig: Es ist erwartbar, dass gerade Menschen die von einer Norm abweichen unzufrieden mit der gesellschaftlichen Struktur sind und daher auch eher geneigt sind sich Strömungen anschließen, die diese Strutkur ändern wollen. Das ist also eine extrinsische Motivation.

    2. Du übersiehst, dass ich zu den Ursachen noch gar keine Aussage getroffen hatte. Ich habe nur festgestellt, dass Lesben einen erheblichen Einfluss innerhalb des feministischen Diskurses eingenommen haben und die Bewegung sehr deutlich nach ihrem eigenen Fokus lenken. Was widerum kritische Auswirkungen hat, wenn Feminismus vorgibt die richtigen Antworten auf das Verhältnis von Männern und Frauen zueinander geben zu wollen.

  11. Mir hat mal eine radikale Feministin vorgeworfen, ich würde schwarze Frauen nicht für Frauen halten (!). Jetzt kommst du und unterstellst, Feministinnen würden Lesben nicht für Frauen halten.

    Bist du eine radikale Feministin, Elitemedium?

    1. Nee….das unterstelle ich nicht. Es sind ja gerade die lesbischen Feministinnen, die es wohl notwendig finden neben den Frauen im Allgemeinen noch einmal als gesonderte Gruppe in FLT ausgewiesen zu werden.
      Begründet wird das nun mit der Notwendigkeit einer besonderen Sichtbarmachung und ich sagte darauf, dass diese Art der Herausstelllung in anderen Kontexten als Diskriminierung beanstandet würde.

    2. Wie würde sowas klingen?

      “Auf die Stelle können sich Frauen und Lesben bewerben”
      “Viele Frauen und viele Lesben wünschen sich Kinder”
      “Frauen, Lesben und Kinder zuerst in die Rettungsboote”

      1. Du meinst Beispiele aus der Realität? Die gibt es nicht, weil niemand soetwas sagen würde. Was ja belegt, dass die Hervorstellung in FLT absurd anmutet.

      2. Es kommt halt immer auf dem Kontext an. Wenn hier Lesben extra genannt werden, um ihnen zu zeigen, dass sie explizit angesprochen werden und eingeladen sind, warum hast DU dann damit ein Problem? Die beteiligten Femistinnen haben damit kein Problem, die angesprochenen Lesben haben damit kein Problem. ICH hätte damit auch kein Problem, obwohl ich nicht lesbisch bin. Weil ich anerkenne, dass diese Minderheit mitunter einen schweren Stand hat. Warum nervt dich diese Anerkennung so?

      3. @Robin
        Wer sagt denn, dass ICH damit „ein Problem“ habe? Ich finde es erst einmal einen bemerkenswerten Umstand bzw. ein Indiz, dem ich einen Artikel hier gewidmet habe. Bemerkenswert finde ich auch die Aussage, dass die gesonderte Nennung eine Form der Anerkennung darstellen soll.

        „Meine Damen und Herren, liebe Neger“ (Heinrich Lübke)

      4. „Es kommt halt immer auf dem Kontext an. Wenn hier Lesben extra genannt werden, um ihnen zu zeigen, dass sie explizit angesprochen werden und eingeladen sind, warum hast DU dann damit ein Problem?“

        Weil diese Einbettung in einen besonderen theoretischen Kontext eingebettet ist, in der der WHM die Heterosexualität nutzt, um Frauen zu unterdrücken.
        Weil es die Forderung enthält, dies ebenso umzusetzen und fortan Lesben nicht mehr unsichtbar zu machen
        Weil es umschwenkt in einem Vorwurf, sie unsichtbar zu machen, wie er über die „Raum einnnehmen“-Theorien frei nach Derrida im Poststrukturalismus typisch ist.

  12. Wie würde sowas klingen?

    „Auf die Stelle können sich Frauen und Lesben bewerben“
    „Viele Frauen und viele Lesben wünschen sich Kinder“
    „Frauen, Lesben und Kinder zuerst in die Rettungsboote“

  13. @robin

    Es kommt halt immer auf dem Kontext an. Wenn hier Lesben extra genannt werden, um ihnen zu zeigen, dass sie explizit angesprochen werden und eingeladen sind, warum hast DU dann damit ein Problem? Die beteiligten Femistinnen haben damit kein Problem, die angesprochenen Lesben haben damit kein Problem. ICH hätte damit auch kein Problem, obwohl ich nicht lesbisch bin. Weil ich anerkenne, dass diese Minderheit mitunter einen schweren Stand hat. Warum nervt dich diese Anerkennung so?

    das musst du (nein musst du natürlich nicht, wäre aber schön) mir mal erklären. Fühlen sich Lesben nicht als Frauen? Also @adrian (ich hoffe du bist mir nicht böse das ich dich als Beispiel nehme) ist schwul und ich habe öfter mal mit Ihm geschrieben und ich denke er fühlt sich als Mann der Männer liebt, so kam es jedenfalls bei mir immer an, aber ich denke nicht das er eine besondere aufforderung bräuchte zu einem Treffen zu kommen (adrian wenn das so nicht stimmt dann schreibe das bitte). Warum also so ein unterschied bei lesbischen Frauen?

    1. Du weisst schon, dass Adrian EIN schwuler Mann ist und nicht ALLE schwule Männer?

      Glückwunsch Adrian, du bist offiziell der Quotenhomosexuelle in Maskulistenkreisen, der immer wieder als Maßstab herangezogen wird. Jetzt muss man sich noch irgendwo her ne Lesbe beschaffen und man ist nach allen Seiten hin abgesichert.

      1. ja maren das ist mir schon klar, du willst also damit andeuten das es eher nur für ihn so gilt und alle anderen das anders sehen könnten?

        Gilt das dann auch andersrum? Also das sich nicht alle Homosexuellen Menschen daran stören das wir Heten Heten sind?

        Ach eins noch, Adrian ist nicht der Quotenschwule, er ist einfach der Schwule mit dem ich hier im Netz immer sehr gut schreiben konnte und wir sind nicht immer einer Meinung aber er pisst mir auch nicht ans Knie nur weil ich anderer Meinung bin.

        Anonym

  14. @elitemedium

    Da du mir zwar immer antwortest, dann aber die Antwortfunktion ausschaltet, so dass ich dies meinerseits nicht kann, nochmals hier. Da du dich ja so außerordentlich für die sexuelle Orientierung von Feministinnen interessierst und denen daraus mit Küchenpsychologie alles mögliche andichtest, möchte ich dich nochmals – und natürlich freundlich wie immer – nach deiner sexuellen Orientierung fragen.

    Nachdem die der anderen für dich so wichtig ist, ist es ja nur recht und billig, wenn die dann auch alles von dir in dieser Richtung erfahren. Also nur frei raus – welche Frau hat dich so verarscht, dass du Maskulist werden musstest :D? Oh…entschuldige…der letzte Satz gilt als nicht geschrieben – der klingt ja auch ein wenig nach Küchenpsychologie, nicht wahr ;)?

    1. Ich schalte hier keineswegs die Antwortfunktion aus. Man kann bei wordpress zwar auf Kommentare antworten, aber das funktioniert nur bis zu einer bestimmten Ebene. Also die Antwort auf die Antwort der Antwort geht irgendwann nicht mehr.

      Ich bin hetero. Sehe mich nicht als Maskulist und fühle mich auch nicht „von Frauen verarscht“. Die von mir benannten Zitate bestimmter Feministinnen wurden von denen freiwillig gegenüber aller Welt geäußert.

  15. Also wenn ich als Autor zuerst frei geschaltet werden muss, dann frage ich mich, was ich hier überhaupt noch soll. Zudem: Seit ich ein wordpress-Konto habe, kann ich nicht einmal mehr auf sciencefiles Kommentare hinterlassen, ohne mich vorher zu verifizieren. Wird man bei wordpress per IP ferngesteuert? Was zum Teufel mache ich falsch? Muss ich in Zukunft über Tor kommentieren, damit mich wordpress nicht mehr tracken kann?! So ein Scheiss!

  16. Schon die FAZ hat diese Thematik vor Jahren einmal in einem Artikel abgehandelt:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/feminismus-alice-und-der-wunde-punkt-1619832.html

    Das Wutgeheul aus dem Alice Schwarzer-Lager war damals gross! Ich finde es nicht unerheblich, welche sexuelle Gesinnung ein Mensch hat, der Kritik an weissen, heterosexuellen Männern übt! Speziell in einer Zeit, in der alles Private bis in die hintersten, intimsten Winkel hinein ratzeputz politisiert wird. Ansonsten sind mir sowohl die sexulle Gesinnung, als auch die Religion oder die Hautfarbe eines Menschen herzlich egal. Aber wenn man mir als weissem, heterosexuellem Mann Verhaltensweisen, Motivationen und Gesinnungen unterstellt, nur weil ich eben weiss und heterosexuell bin, dann möchte ich schon wissen, wer genau mir auf die Pelle rückt- nur so der Vollständigkeit halber!

    Auch Walter Hollstein hat dieses Thema in seinem Buch „Was vom Manne übrig blieb / Krise und Zukunft des starken Geschlechts“ behandelt:

    „(…) Erstaunlicherweise ist in diesem Zusammenhang der deutsche Sonderfall nie reflektiert worden, dass die Gallionsfigur der Frauenbewegung eine Lesbe und die Gallionsfigur der Männerbewegung ein Schwuler waren. Aufgrund ihrer eigenen, sexuelle Disposition sind sich denn auch beide einig im Kampf gegen die Heterosexualität. Das Fatale dabei war, dass sie ihre persönliche Eigenheit der gleichgeschlechtlichen Liebe zur Heilsbotschaft für alle Mönner und Frauen stilisierten. So etwas hat es auf der ganzen Welt nicht noch einmal gegeben (…)

    Je stärker sich die lesbische Fraktion innerhalb der feministischen Bewegung artikulierte, desto verschärfter wurdde der Kampf gegen die Heterosexualität.“

    Quelle: Was vom Manne übrig blieb, Krise und Zukunft des starken Geschlechts, Walter Hollstein, Aufbau Verlagsgruppe GmbH, Berlin 2008, Seite 163

      1. @honey

        in keiner, sollte er ein hetero Mann sein wie ich, was beabsichtigst du mit dieser Frage? Und im übrigen ist deine Frage unpräzise, ich denke du zielst auf einen Afrikaner schwarzer Hautfarbe ab, es gibt da nämlich auch weiße Männer die sind wenn sie den in Afrika geboren sind auch Afrikaner nur eben mit Migrationshintergrund oder denkst du das nur schwarze Menschen Afrikaner sein können? Das gilt natürlich nur wenn du so wie ich der Meinung bist, dass man davon ausgeht das ein Mensch ein Mensch ist egal wo er geboren ist.

        Ansonsten sind wir wieder bei den Europiden, den Mongoliden und den Negriden Rasenkreisen.

        Anonym

      2. Das ist eine sehr gute Frage, honeyinheaven. Leider kann ich dir die Antwort darauf nicht geben. Aber die Mädchenmannschaft in ihrer heutigen Besetzung vielleicht. In ihrer erheblich besseren Zusammensetzung, die vor ein paar Jahren noch aus den Mädchen bestanden hat, die den Bestseller „Wir Alphamädchen“ geschrieben haben, wurde sogar Hollsteins erw. Buch positiv rezensiert:

        http://maedchenmannschaft.net/ein-♥-fur-manner/

      3. Aus dem MM-Artikel:

        „Die misogynen Hasstiraden und Pamphlete von manndat.de (die Hollstein eindruckend zitiert)“

        Wann, wie, wo war das denn? Ich hab da jetzt schon einiges gelesen, scheine aber auf dem Auge blind zu sein.

  17. @anonym Selbstverständlich meinte ich Männer mit schwarzer Hautfarbe. Und die überwiegende Mehrheit der Menschen in Afrika hat eine schwarze Hautfarbe. Dass es einige wenige Länder gibt, in denen das nicht so ist, ist mir natürlich bewusst. Insofern hast du mit dem Einwand recht. Erbsenzählerei ist es aber dennoch, da wohl klar war, wie ich es meinte.

    @Marcel Zuffrey Wenn diese Unterteilung von Hetero-Männern von der Mädchenmannschaft kommt, dann halte ich es dennoch für Unsinn. Nicht jede junge Frau beruft sich auf die Mädchenmannschaft, die wohl durchaus zu manchen Dingen sehr extreme Ansichten hat. Man sollte die Bedeutung dieser Gruppe aber auch nicht zu hoch hängen. Ich kannte sie gar nicht, bevor sie EMN in ihrem Blog mehrfach erwähnte. Und ich glaube, ich bin damit nicht die Einzige.
    Man muss meiner Meinung nach auch absolut keine Anhängerin dieser Gruppierung sein, um zahlreiche Tiraden von Maskulisten völlig daneben oder sogar menschenverachtend zu finden.

    1. Nein, man muss nicht ein Anhänger der Mädchenmannschaft sein, um zu sehen, wie seit geraumer Zeit ein neues Feindbild herauf beschworen wird. Es reicht vollauf, die Medien zu durchforsten:

      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/silke-burmester-ueber-frauen-und-das-ende-der-zeit-des-weissen-mannes-a-867733.html

      http://www.zeit.de/2012/47/Weisser-Mann-Macho-Hegemonie

      http://www.zeit.de/2013/01/2013-Jahresvorschau-ZEIT-Autoren/seite-6

      Gleichzeitig beschwert man sich in diesen Blättern natürlich über den wachsenden Rassismus. Und den Sexismus, ja, den sowieso…

      Aber wir sind uns einig, dass dieses Feinbild völlig an den Haaren herbei gezogen ist. Weil alle anderen Ethnien, die es auf dieser Welt gibt, natürlich wie selbstverständlich ganz anders handeln, denken und fühlen…

      …weil sie eben nicht männlich, weiss und heterosexuell sind: Was denn sonst?!

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