Und ewig lockt das Weib…

“In den 1970er Jahren, als wir Feministinnen den Männern die Liebeshörigkeit aufkündigten und so die wahre sexuelle Revolution anzettelten, da hatten wir immerhin die Verdopplung der Möglichkeiten durch die Öffnung für homosexuelle Beziehungen zur Verfügung. Du hast keine Lust mehr? Macht nichts, ich habe mich eh gerade in eine Frau verliebt.” Alice Schwarzer

„Was ich brauche, um mit Heterosexismus und Homophobie besser klarzukommen, ist: ein radikaler Abbau von Hetero-Privilegien und Hetero-Normen, die immer zusammenhängen mit der unhinterfragten Fortführung einer Vorstellung, dass es zwei und nur zwei Geschlechter gäbe und dass Geschlecht überhaupt eine notwendige gesellschaftliche Ordnungskategorie sei. Was ich brauche, ist, dass Heten ihre Verantwortung darin erkennen und sich am Abbau dieser Dinge beteiligen.“ Nadine Lantzsch

Die reinste Form des Feminismus scheint den Lesben vorbehalten zu sein. Schaut man sich in der feministischen Szene etwas genauer um, fällt auf, dass viele der tonangebenden Frauen lesbisch sind. Sogar Alice Schwarzer, auch wenn die es nicht offen zugeben mag.

Insoweit verwundert es nicht, dass aus feministischer Sicht der Kampf gegen angebliche „Heteronormativität“ als wiederkehrendes und wichtiges Thema angesehen wird. Da gibt es Veranstaltungen, die sich als offen nur für „FLT“ bezeichen (Frauen, Lesben, Transsexuelle). Sind Lesben nicht ohnehin Frauen? Warum dann hier die besondere Betonung? Man stelle sich mal eine Veranstaltung für „Männer & Schwule“ vor.

Netzfeministinnen in funktionierenden heterosexuellen Beziehungen scheint es dagegen (fast) nicht zu geben. Zumindest spricht niemand darüber. Einzig mir bekannte  Ausnahme ist dieser Beitrag. Das ist umso bemerkenswerter, als doch der Feminismus um das Verhältnis der Geschlechter zueinander kreist. Das Ganze scheint irgendwie nur in der Theorie zu funktionieren.

Aus lesbischer Sicht ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn das Verhältnis zu Männern und der harmonische Umgang der Geschlechter miteinander wenig interessant sind und Männer hier bestenfalls als störende „Macker“ vorkommen. Eine schwule Männerechtsbewegung hätte umgekehrt vermutlich auch nur wenig Interesse sich für einen angemessenen Umgang der beiden Geschlechter miteinander einzusetzen. Man wäre sich vermutlich selbst genug. Oder warum sollte eine solche Bewegung, die an Frauen keinerlei sexuelles Interesse hätte irgendein Verständnis für Frauen und deren Probleme haben? Hatte ich erwähnt, dass Alice Schwarzer in ihrem Buch „der kleine Unterschied“ den penetrativen Sex als einen Akt der Unterdrückung der Frau durch den Mann deutete? Sexuelle Praktiken auf die man selbst nicht steht wirken ja immer irgendwie abstoßend.

Nachtrag:

Man hätte  diese Fragen vielleicht auch mit der feministischen Partei DIE FRAUEN diskutieren können. Deren Bundesparteitag fand Anfang April 2014 in den Räumen der Berliner Lesbenberatung e.V. statt.

Es klappt nur, wenn sich alle an ihre Tage halten

Ich vermute, dass es die Ostertage sind und sich einige einfach im Urlaub befinden, demnach sind wohl einige nicht zu ihren Artikeln gekommen.

Ich bitte aber darum, in solchen Fällen die Artikel vorzuschreiben und dann so in das System einzustellen, dass sie jeweils an dem Tag erscheinen.

Das System klappt nur, wenn alle ihre Artikel pünktlich einstellen. Gerade in der Anfangsphase ist das wichtig