Richtige Männer – richtige Kurven!

 „Richtige Männer stehen auf Kurven“, genau deshalb rast ein Freund von mir auch immer wie ein Gestörter durch die Gegend. Der weitere Fortgang des Satzes müsste den meisten bekannt sein, nämlich, dass Hunde nur mit Knochen spielten. Jedes Mal, wenn ich ihn lese muss ich grinsen. Oft kommen dann noch Aussagen hinzu, dass schlanke Frauen oberflächlich sind, und dass nur dicke Frauen Charakter haben. Ungefähr 70% meine Freundinnen sind demnach also nur zu Sodomie zu gebrauchen und vollkommen charakterlos. Ja schön – wenn man sich die Welt so einfach macht. Angenommen, ich mit meinen 1,64 und meinen irgendwas um die 60 Kilos würde mir den Satz zu Herzen nehmen und beginnen zu fressen… zunächst wäre ich vom Aufwand abgeschreckt, meine Garderobe umrüsten zu müssen, dann liefe mein Arzt Amok, denn mein Knochengerüst ist etwas seltsam und verzeiht mir keine Woche ohne Sport. Mit diesem Hintergrund amüsiere ich mich oftmals sichtlich über Frauen, die solche Dinger raushauen.

Neulich war ich mit einer Freundin etwas trinken. Wir saßen in einem Café und ratschten. Sie, einige Kilo schwerer als ich, bestellte einen Kuchen. Ich aß eine Brezel, weil ich keinen Bock auf Kuchen hatte. Dann kam eine ältere Frau, die zu mir meinte, ich solle doch was G’scheites essen, ich sähe aus wie ein Flüchtlingsmädle. Was zur Hölle geht das die anderen Menschen an, wie fett oder unfett man ist? Wir alle haben unsere Körper und es ist jedem seine Sache, ob er was isst oder nicht.

Ich frage mich manchmal auch, ob das dann die Leute sind, die den Zucker- und Fettkonsum pro Mensch individuell verschreiben lassen wollen? Ich habe eine Nachbarin, die Kreischanfälle bekommt, wenn ihr Sohn Würstchen isst – mit dem Ergebnis, dass meine Mom den Kleinen ab und an Zufüttern will, weil sie denkt, er kippe gleich nach Hinten über. Das sind nämlich auch die Menschen, die einem im einen Satz sagen, man sei zu dünn und einen dann strafend anschauen, wenn man einen Datschweggen (Brötchen mit Schokokuss – war das jetzt ethnisch korrekt?) isst. Das sind auch die Leute, die Juchu schreien, wenn man endlich diese schwarzen Ekellungen auf Zigarettenschachteln druckt. Das wären auch die Menschen, die auf Zuckerpackungen dicke Kinder drucken würden und auf Bullrichs magersüchtige Teenager. Was man aber in diesem ganzen moralischen Jojo-Effekt-Haschen vergisst ist, dass jeder Mensch doch so viel Hirn haben sollte, mit seinem Körper so umzugehen, wie es für ihn passt. Das heißt nicht, dass man komplett auf ein gesundes Leben verzichten sollte, doch sollte man auch nach sich sehen. Würden einige Menschen nun versuchen verzweifelt abzunehmen, wenn sie etwas stabiler gebauter sind, dann ist das genauso dämlich, wie wenn jetzt jemand mit akuter Schilddrüsenunterfunktion plötzlich das Fressen beginnen würde.

Bei manchen Menschen wünscht man sich jedoch auch, dass sie endlich aufhören ihren Senf zur imaginären Gewichtswurst dazugeben zu müssen. Und wenn ich das nächste Mal auf Facebook lese, dass echte Männer nur auf Kurven stünden, habe ich mir ernsthaft schon überlegt, derjenigen Angebote für ein ADAC-Sicherheitstraining auf einem Verkehrsübungsplatz zu posten. Das Gewicht sollte doch bei der Partnerwahl eher einen hinteren Rang einnehmen. Denn schließlich hatten wir in der Mittelstufe immer eines dieser Mädels/ dieser Jungs in der Klasse, das/der DIE geile Figur hatte, aber deren Charakter sich nur bis 15 entwickelt hatte. Auf denjenigen standen rund 70% des jeweiligen Gegengeschlechts in der Klasse, nur um dann nach wenigen Wochen zu merken, dass das nicht wirklich die glückseligmachende Idee war.

Als ich mit meiner Freundin zu Ende Kaffeegetrunken hatte, trafen wir auf dem Weg durch Müller, H&M und Buchhandlung einen alten Kommilitonen von uns: Der schönste Mann der Uni, der dann meinte: „Hey, ich bin jetzt Sportlehrer – meine Schüler finden mich voll cool, sie nennen mich Toasty. Weißt Du so wie den Gnom bei der Gummibärenbande.“ Dabei reckte er sein Hühnengesicht gen Sonne und setzte voll lässig seine Sonnenbrille ab und postierte seine rasierte und durchtrainierte Brust auffällig in die Nähe meiner Freundin. „Weißt Du wie der Coole Böse bei der Gummibärenbande.“ Sie zog ihre Augenbraue hoch und meinte im Weitergehen: „Der weiß, dass er Herzog Igzorn meinte und der Gnom hieß Toady!“

Mein Freund, also der mit den Kurven und dem spannenden Fahrstil hat übrigens eine Freundin. Sie ist alles andere als kurvig und er ist glücklich mit ihr. Für ihn ist sie das schönste Mädchen der Welt, er liebt sie und trotzdem würde keiner auf die Idee kommen, ihn als Hund zu bezeichnen. Toasty hingegen fühlt sich, weil er auf Frauen steht, die Pornomaße haben, vollkommen männlich und sehr auf Charakter bedacht. Denn schließlich sind ja Frauen mit mehr Kurven – auch wenn es die künstlichen sind – diejenigen mit dem größeren Herzen und dem besseren Charakter.

Ob es nun an Toasty liegt, oder an der ultimativen Kompatibilität meiner beiden Freunde, weiß ich nicht. Ich weiß nur eins, dass Körperformen, Charakter und dumme Internetsprüche selten etwas haben, das der Wahrheit entspricht. Macht euch mal locker, Mädels!

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Über malniski

Mein Name ist Malina. Ich habe Lehramt studiert und befinde mich nun im Dschungel des Vorbereitungsdienstes. Neben diesem, der monströs viel meines Lebens in Anspruch nimmt, blogge ich über mein Leben und alles, was sich darin so breit macht. Vor allem meine Freunde, aber auch Politik, Philosophie und Mädchengedönz haben ihren Platz. Da das Mädelsgedönz viel viel viel Platz braucht, blogge ich als Gastbloggerin bei der lieben Kati mit :) Was gibt es sonst über mich zu sagen: Lasst Euch überraschen ;)
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32 Antworten zu Richtige Männer – richtige Kurven!

  1. breakpoint schreibt:

    Wichtig ist alleine, dass man sich in seiner Haut wohlfühlt.

    Diese Unterstellungen uns schlanken Frauen gegenüber beruhen häufig nur auf Neid und Missgunst.

    Ich habe zu ähnlichem Thema auch schon gebloggt:
    http://breakpt.blog.de/2014/01/13/fuenfhundertsiebenundneunzig-17587873/

  2. „Was man aber in diesem ganzen moralischen Jojo-Effekt-Haschen vergisst ist, dass jeder Mensch doch so viel Hirn haben sollte, mit seinem Körper so umzugehen, wie es für ihn passt.“

    Da habe ich so meine Zweifel. Gewichtszunahmen verlaufen ja sehr langsam und viele wollen denke ich ein anderes Gewicht, bekommen das aber nicht hin, weil essen eben lecker ist. Da läuft unser biologisches Programm, entwickelt aus Hungerzeiten, gegen uns.

    „Das Gewicht sollte doch bei der Partnerwahl eher einen hinteren Rang einnehmen. “

    Warum, es beeinflusst Schönheit für die meisten sehr wesentlich?

    Ich stimme aber zu, dass diese absoluten Aussagen im Sinne von „richtige Männer stehen auf Kurven“ Blödsinn sind. Geschmack ist Geschmack, wenn ich auch davon ausgehe, dass es bestimmte Häufungen aus durchaus biologischen Gründen gibt und nicht alles Kultur ist

    • Ergänzend noch:
      „Warum, es beeinflusst Schönheit für die meisten sehr wesentlich?“

      Eine Mindestübereinstimmung mit meiner persönlichen Vorstellung von Schönheit ist für mich Grundvoraussetzung dafür, dass eine Person überhaupt als Partnerin in Betracht kommt. Natürlich ist auch ein gewisser Grundcharakter dafür Voraussetzung, aber den erkennt man eben nicht so leicht auf den ersten Blick.

      Wenn mir eine Frau körperlich nicht gefällt, dann sehe ich erst einmal keine Grundlage für eine Beziehung (durchaus aber für eine Freundschaft).

  3. monieka schreibt:

    Es nervt, wenn sich wildfremde Leute ins Privatleben einmischen. Und wenn alle aneinander vorbeigehen, nervt das auch. Einige ältere Damen können halt am ehesten mit Fürsorge ihre Sympathie ausdrücken. Und Essen geben (oder als Ersatz zum Essen raten) hat eigentlich die Bedeutung, gut zu jemanden zu sein. Die Leute können nicht aus ihrer Haut. Und wenn man spontan reden will ist es hinderlich dabei zu reflektieren.

    Die Leute sind halt wie sie sind. Was wie eine Platitüd klingt, erweist sich als die Essenz eines ganzen Sacks voller Weisheit.

  4. m schreibt:

    Frauen und deren Körper — eine never ending Story. Falls dies die Probleme sind, die euch dringend beschäftigen, euch den Schlaf rauben kann ich euch nur gratulieren. Kaum etwas ist mehr unter der eigenen Kontrolle wie der eigene Körper. Schön, dass hier auch die echten Probleme besprochen werden. ^^

    • @M

      warum so abwertend? Körperliche Attraktivität und Aussehen bestimmen denke ich zu einem nicht geringen Teil unser Leben und auch unsere Einschätzung anderer Personen. Es hat unzweifelhaft einen großen Geschlechterbezug.

      Das es einen Beitrag dazu gibt muss ja nicht bedeuten, dass es das dringendste Thema ist, man könnte natürlich auch Artikel über Randthemen machen.

      • m schreibt:

        Zugespitzt, i give you that.

        „Körperliche Attraktivität und Aussehen bestimmen denke ich zu einem nicht geringen Teil unser Leben (…)“

        Zu einem sehr großen. Das steht außer Frage. Aber Frauen scheinen völlig ahnungslos zu sein, wenn es darum geht zu wissen, was Männern so gefällt. Und sie fragen auch nicht. Das ganze ist eine reine „innerfrauliche“ Diskussion. Es reden auch nur Frauen darüber. Und ganz wichtig: Nur Frauen machen sich darüber gegenseitig fertig. Mir völlig unverständlich. Gibt es da keine Solidarität?

        Ich sage es mal, worum es vor allem geht (Bill Maher hat das schön formuliert): Es geht nicht um groß, klein, dick, dünn, blond, brünett, schwarz, rot; es geht immer nur um: Alt und Neu.

        Und noch eins: Es ist so einfach: Fühlst du dich zu dick dann esse weniger und bewege dich mehr. Fühlst du dich zu dünn dann esse mehr und bewege dich weniger. Problem solved.

      • „Aber Frauen scheinen völlig ahnungslos zu sein, wenn es darum geht zu wissen, was Männern so gefällt. “

        Ich denke Frauen wissen schon recht genau, was den meisten Männern gefällt, (Schlank, Tits&Ass etc). Vieles geht eben im Endeffekt auch darum, da etwas Druck abzubauen innerhalb der intersexuellen konkurrenz. Männer machen etwas ähnliches, wenn sie Statusaufbau entfliehen wollen.

        Es geht auch um Bestätigung des eigenen Ichs und den Platz innerhalb sozialer Hierachien. Denn da spielt Schönheit eben gerade für Frauen mit rein.

      • Vinzenz schreibt:

        „Fühlst du dich zu dick dann esse weniger und bewege dich mehr. Fühlst du dich zu dünn dann esse mehr und bewege dich weniger.“
        Meine Güte, DAS ist die Lösung. Endlich ist jemand darauf gekommen. Und Millionen von Menschen machen das die ganze Zeit falsch. Geh hinaus, und rufe es in die Welt! Oder melde am besten vorher ein Patent an.
        So einen unglaublich selbstgefälligen Bullshit kenne ich bisher nur von BWLern und Consultants („Kosten minimieren, Gewinn maximieren“ – Achsoooooooo). Und dann meinen diese Leute auch noch, sie wären wahnsinnig schlau und hätten gerade das Rad neu erfunden, während der Rest der Welt einfach nicht auf diese simple Formel gekommen ist.

  5. vonRomberg schreibt:

    Männer stehen auf Kurven. Na und?
    Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und nur da!
    Kurvig ist geil!
    Punkt.

    Aber „kurvig“ hört irgendwann mal auf. Dann wirds nämlich nur noch fett, unförmig, klumpig, und natürlich unsexy, und pottenhässlich. Es ist eben genau NICHT so dass jede adipöse Frau sich auf eine Stufe stellen kann mit „Kurvenstars“. Viele, viel zu viele, sind längst nicht mehr kurvig, sondern lediglich: viel zu fett! Und das Auge des Betrachters – schaut lieber woanders hin.

    Hungerhaken? Frauenproblem. Schaut euch die Models in reinen Frauenmagazinen an und vergleicht die mit den Models in Tittenmagazinen für männliche Zielgrupen. Und was fällt auf? „Dünn“ oder zu dünn verkauft sich nicht bei Männern. Überhaupt nicht!
    Aber bei Frauen schon. Na so was!

  6. Graublau schreibt:

    Zunächst einmal willkommen in der Autorenrunde! Ich freue mich, dass kurzfristig noch eine weitere Frau zu uns gestoßen ist.

    „Richtige Männer stehen auf Kurven“ kenne ich nur als Spruch, den Männer verwenden, um ihre Freundinnen und Bekannte zu beruhigen, die einerseits eine recht weibliche Figur haben, aber andererseits fürchten, zu dick zu sein. In diesem Zusammenhang finde ich ihn auch richtig. Gegenüber schlanken Frauen ist das jedoch eine Unverschämtheit.

    Die Kombination „schlank und weibliche Rundungen“ ist natürlich ein Traum, aber es gibt nur wenige, die das haben und von daher ist das ein Anspruch, der nur zu Enttäuschungen führt, wenn man das als notwendig ansetzt. Ich habe in meinem Leben sehr viele verschiedenartige Frauen getroffen, die alle sehr schön waren, von schlank bis weiblich rund. Das setzt nicht irgendwelche Schönheitsideale außer Kraft, aber es gibt eben mehr als einen Weg, diesem Ideal näher zu sein als andere.

    Leider werden auch Männer nicht von Sprüchen verschont. Ich hatte früher Untergewicht und Jahre später einen Bauchansatz. Auf diese Weise habe ich von denselben Leuten beide Sprüche mitbekommen: „Du musst etwas essen!“ und „Du musst auf Deinen Bauch aufpassen!“ Ganz tolle Sache! Danach braucht man sich um keinerlei Geschwätz mehr zu kümmern. Jetzt bin ich gewichtsmäßig wieder da, wo ich sein sollte und es fühlt sich wunderbar an.

  7. m schreibt:

    Richtig ist natürlich:

    „Und noch eins: Es ist so einfach: Fühlst du dich zu dick dann iss weniger und bewege dich mehr. Fühlst du dich zu dünn dann iss mehr und bewege dich weniger.“

    ^^

    • breakpoint schreibt:

      Mit Verlaub – das ist Unsinn.

      Der erste Satz stimmt schon. Von nichts kommt nichts.

      Aber der Umkehrschluss ist falsch. Das hängt auch vom Stoffwechsel ab.
      Es gibt schlechte Futterverwerter, bei denen die überschüssige Nahrung eben nicht angesetzt wird, sondern den Körper auf dem dafür vorgesehenen Weg wieder verlässt.
      D.h. man kann viel essen, und trotzdem schlank bleiben – und das sogar ohne nennenswerte Bewegung.

    • honeyinheaven schreibt:

      Könnte es dir eigentlich mal in den Sinn kommen, dass Frauen noch andere Ziele im Leben haben, als Männern zu gefallen? Dann schock ich dich jetzt mal richtig! Die gibt es.

      Ansonsten redest du völligen Unsinn: Die Genetik macht einen durchaus großen Teil der Figur aus. Du wirst als Typ niemals Muskeln wie ein Bodybuilder bekommen, wenn deine Genetik es nicht her gibt. Du kannst dich verbessern, keine Frage. Aber du kommst an einen Punkt, an dem es nicht weiter geht. Dann musst du akzeptieren oder zu Steroiden greifen. Und somit hat auch nicht jede Frau das Potential, sehr dünn zu werden. Mit Faulheit oder zu wenig Sport hat das nichts zutun.

      Und mit „sich wohlfühlen“ meinet die Erstellerin des Beitrags wohl gerade, dass man sich nicht nach anderen Leuten richten soll. Insofern ist dein „Frauen wissen nicht, was Männern“ gefällt, doppelt unsinnig!

      • @honeyheaven

        „Die Genetik macht einen durchaus großen Teil der Figur aus. Du wirst als Typ niemals Muskeln wie ein Bodybuilder bekommen, wenn deine Genetik es nicht her gibt.“

        Jein. Bei Muskeln und Tendenzen sicherlich. Es gibt Leute, die nicht dick werden etc. Allerdings muss man in den allerseltensten Fällen dick sein. Meist liegt es dann schlicht daran, dass man zuviel und das falsche ist und viele machen sich schlicht auch nicht bewußt, wie viele Kalorien bestimmte Lebensmittel enthalten (der stark gezuckerte Kaffe mit extra Sahne etc)

      • m schreibt:

        „Die Genetik macht einen durchaus großen Teil der Figur aus. “

        Das ist doch Blödsinn. Lasst euch doch so einen Scheiß nicht einreden! Das betrifft — falls überhaupt — dann einen verschwindend geringen Teil.

        Das wollen die Leute eben nicht hören, weil es die Verantwortung auf einen selbst schiebt und eine ganze Menge Arbeit macht.

        „Könnte es dir eigentlich mal in den Sinn kommen, dass Frauen noch andere Ziele im Leben haben, als Männern zu gefallen?“

        Ja, Gähn.

      • m schreibt:

        „Und mit “sich wohlfühlen” meinet die Erstellerin des Beitrags wohl gerade, dass man sich nicht nach anderen Leuten richten soll.“

        Ja, dann weiß ich nicht, warum sie diesen Beitrag schreibt. Wenn es ihr egal ist, was andere über sie denken dann ist doch alles wunderbar. o.O

        Wenn man sich nicht rasieren möchte, dann rasiert man sich nicht. Wenn man dick sein möchte dann soll man halt dick sein. Dieses permanente Gejammere über die andern und die angenommenen Urteile, das wegschieben von Verantwortung — ich finde das peinlich und wenig „empowert“. Grow some!

        /Rant

  8. anonym schreibt:

    Auch wenn ich finde das @m sehr grenzwertig im Ton ist, hat er so unrecht nicht. Man kann auch ohne Steroide extrem Muskelmasse aufbauen, der Trick dabei ist nur sein Training immer wieder zu ändern, ein paar Monate Leistungstraining dann Masse und so weiter, das Problem beim heutigen Bodybuilding ist nur das du dazu kaum Zeit hast wenn du bei der Spitze mitspielen willst.

    Zum Thema, ich bin vielleicht eine Ausnahme aber ich mag die kleinen zierlichen Frauen. Cup A finde ich super und einen Hintern der nicht größer ist als meine beiden Hände, das ist für micht das schönste.

    Aber ich kann auch all die Männer verstehen die auf mehr stehn.

    anonym

    • m schreibt:

      „Man kann auch ohne Steroide extrem Muskelmasse aufbauen,“

      Ja, aber darum geht es ja hier nicht so wie ich das verstehe. Das ist Spitzensport und die wenigsten haben so etwas vor. Ein angenehmer, mäßig muskulöser Körper sollte jedem zugänglich sein. Das reicht den meisten und ist auch wirklich Arbeit genug, i tell you. 🙂

  9. evilmichi schreibt:

    „Du wirst niemals so aussehen wie das Mädel auf der Titelseite des Magazins. Nicht mal das Mädel auf der Titelseite des Magazins sieht wirklich so aus.“
    Irgendwie schon traurig dass das Thema „Frauen und ihr Gewicht“ hier zum Teil mit einem „Schön, dass hier auch die echten Probleme besprochen werden.“ abgetan wird. Dass der Schönheitswahn von den Medien diktiert wird, dass es immer mehr junge Mädchen mit schweren Ess-Störungen gibt [Adipositas bzw. Anorexia nervosa], ja, diese Problematik kann natürlich mit den viel schwerwiegenderen Männerproblemen keinesfalls mithalten.
    Ich war mit 14 oder 15 bei irgendwas um die 54 kg, bei einer Größe von weißnich, wie groß war ich da, 1,68 oder so. Und fand mich fett. Warum? Weil Mädels sich untereinander vergleichen. Da wurde Beinlänge gemessen, Taillen-Umfang und was-weiß-ich-was-noch-alles. Und ich war breiter als die meisten anderen Mädels. Ich hatte immer schon breite Schultern, aber hey, scheißdrauf, ich bin breiter, ich MUSS fett sein!!! Heute lang ich mir an den Kopf, wie bescheuert ich damals war.
    Tatsache ist: Dieser mediendiktierte Schönheitswahn hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Heranwachsende bzw. pubertierende Mädchen. Wie das bei Jungs ist, kann ich nicht einschätzen. Dies als unwichtig abzutun, ist in meinen Augen allerdings einfach nur daneben.

    • m schreibt:

      Es ist nicht einfach sein Gewicht zu ändern. Aber es ist nachweislich jedem Menschen möglich. Von einigen Ausnahmen mal abgesehen. Das sind Extremfälle, am absolut äußerstem Rand des Spektrums. Da drückt dann ein Tumor auf irgendeine Drüse, oder es ist tatsächlich ein seltener genetischer Defekt. Vermutlich ist es das selbe.

      Alles das betrifft uns nicht.

      Wie man sein Gewicht beeinflusst ist seit Jahrzehnten gut dokumentiert, man kann das überall kostenlos nachlesen. Jede Publikation hat das mindestens einmal thematisiert. Das ist nichts geheimnisvolles. Warum reden sich dann die Leute ein, sie wären da machtlos und bevor man sich selbst mühevoll ändert haben sich gefälligst die Attraktivitätsmuster der anderen anzupassen? Weil es einfacher ist.

      Bei diesem Thema habe ich immer stark das Gefühl, dass Frauen so ihre Probleme mit der Realität haben und auch der allerorten zu beobachtende extrem verzerrte, überhöhte Gerechtigkeitsinn deutet darauf hin: „Alle sollen sich immer gut fühlen und gleichermaßen angenommen werden, niemand soll als weniger attraktiv gelten, alle Körper sollen gleich schön gesehen werden, es gibt keinen Verlierer nur zweite oder dritte Erste“ usw. Aber das ist nicht, wie die Dinge sind. (Komischerweise gilt das dann oft nicht für Männer da werden dann die Maßstäbe doch wieder angelegt.)

      Nicht jeder bekommt gute Karten ausgespielt, hat ebene, symmetrische Gesichtszüge oder dergleichen und sieht gut aus. Damit muss man sich eben abfinden. Je eher man das macht, desto schneller kann man weitergehen.

    • m schreibt:

      „Weil Mädels sich untereinander vergleichen.“

      Das ist aber ganz allein euer Problem. Macht es nicht zu unserem bitte und werft es uns danach auch noch vor. 🙂

      • zuerstmensch schreibt:

        Doch das ist unser aller Problem. Wir sind alle Menschen. Wenn es einigen von uns nicht gut geht, geht es uns allen nicht gut. Was „Mädels“ für Probleme haben sollte das Problem der „Jungs“ sein und umgekehrt. Und es gibt auch nicht nur „Mädels“ und „Jungs“, die Bandbreite ist in Wahrheit viel größer. Und damit sind wir alle gefordert über Probleme von anderen nachzudenken, egal wie wir obenrum oder untenrum ausschauen.

    • zuerstmensch schreibt:

      Ja das ist ein Problem. Und es resultiert aus dem Zwang einer bestimmten Rolle zu entsprechen. Und daraus entstehen Normen. Die heutzutage unglaublich rigide sind. Wer nicht aussieht wie eine Barbiepuppe hat am Schulhof nichts verloren. Jedenfalls nicht in der Beauty-Group, die das Sagen hat. Und damit das auch schon wie eine Uniform passt, wird auch noch der Rosa-Zwang ausgerufen.
      Damit bleiben Jungs in jeden Fall fern, denn den Verlust der „Männlichkeit“ riskiert keiner. Und damit werden die schön getrennten Bereiche aufgebaut und bis ins Erwachsenenalter gepflegt. Und damit es den „Mädels“ leichter fällt in diese Falle zu laufen (die Jungs haben schon keine Wahl mehr) wird ihnnen suggeriert, sie wären das „begabtere Geschlecht“.

  10. m schreibt:

    „Wie das bei Jungs ist, kann ich nicht einschätzen.“

    Ich bin als Mann nicht sehr groß (1,70) die meisten Frauen sehen durch mich hindurch. Bis vor zehn Jahren ist mir das nicht mal aufgefallen. Ich konnte mich über mangelnden weiblichen Zuspruch nicht beklagen. Da muss also noch etwas anderes sein.

    Vor sechs/sieben Jahren habe ich dann einige Zeit ernsthaft darüber nachgedacht meine dreißigtausend Euro zu nehmen, nach China zu fahren, mir die Beine brechen zu lassen um mich dann zu strecken. Viele Asiaten lassen das durchführen um dem westlichen Schönheitsideal zu entsprechen. Ich habe das dann wieder verworfen. Der Leidensdruck ist dann doch nicht groß genug.

    Ich weiß aber, das dieser körperliche Mangel Nachteile für mich bedeutet: die Auswahl an Partnern ist eingeschränkt, meine Reproduktionschancen niedriger, statistisch gesehen verdiene ich weniger, und nehme weniger wahrscheinlich eine höhere soziale Stellung ein. Konzerte können ätzend sein, das ist echt blöd. ^^ Ich muss mehr leisten um auf ein vergleichbares Niveau zu kommen / wahrgenommen zu werden. (Ich kann ja mal wegen ’ner Quote nachfragen — AHAHAHAHA ;))

    Nur, jammern hilft nichts. In meinem Fall. Ihr hingegen könnt immer noch an eurem Gewicht drehen. 🙂 Ich muss halt einfach ’ne Schippe drauflegen. So ist die Welt.

    So kann das bei Jungs sein.

    War mir jetzt nicht sicher, das niederzuschreiben. Ist dann doch eher persönlich. Dem einem oder anderen Stereotyp konnte sich der eine oder andere Leser sicher auch nicht erwehren. Aber da kann man nichts machen: Man hat da halt keine Kontrolle darüber, was die anderen sich zu einem denken. Da steckt man nicht drin und ist mal zur Abwechslung wirklich machtlos.

    • wollepelz schreibt:

      Super. 😀

      Ich bin 156 cm und musste nie über das Beine brechen lassen nachdenken. Wäre ich doch immer noch klein. 😀

      Tja, ich konnte mich von jeher frei von solchen Komplexen machen, war ich doch immer „viel zu klein“. Dennoch habe ich es auf ein paar Liebschaften mit überdurchschnittlich hübschen Frauen gebracht und bin jetzt alleinerziehender Vater.

      Jetzt ist es sowieso egal, wie mein Wert auf dem Markt ist, weil ich mich dem Markt entziehe.

      Ja, habe schon oft gehört, dass Männer um die 170 unter schlimmeren Komplexen leiden können als „noch kleinere“ Männer. Aus meiner Perspektive ist das natürlich amüsant. Na ja, oftmals erscheine ich mir selbst allerdings größer als viele andere auf dieser Welt – stehe ich doch zu meinen Ansichten und muss mich niemandem anbiedern. Das hat nur einen Preis: Ich bin nicht „evr’ybody’s darling“ eher „ev’ry mother’s nightmare“. 😀

      Wollte gar nie wieder irgendwo kommentieren… Aber das mit der Größe hat mich jetzt gereizt, ohne dass ich jetzt große Dinge gesagt habe. 😉

  11. aranxo schreibt:

    Da es hier noch an der entsprechenden Popkultur fehlt, liefere ich das mal nach, passend zum Thema:

  12. philgeland schreibt:

    „Macht Euch mal locker“! Sehe ich auch so und meine damit nicht nur die Mädels. Als ob’s nur fett und hager, dick und dünn, Waschbrett- und Bierbauch, Schwarz und Weiss geben würde. Grober Unfug.

  13. 13inches schreibt:

    Ähm, du bist 1,64 und wiegst um die 60 und hält’s dich für nen Knochen?? Grundgütiger…

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