Fundstück: LoMi und die Pauschalisten

LoMi schreibt schon interessante Sachen. Dass er sein eigenes Blog Offene Flanke wieder reaktiviert hat, rechne ich der Diskussion zu, aus der das Geschlechterallerlei entstanden ist. Dabei äußerte LoMi sowohl ernsthafte Überlegungen als auch weniger ernsthafte:

„Einen Blog würde ich auch gerne aufmachen, um dann mal ordentlich rumranten zu können. Am Ende würde ich es aber vermutlich doch nicht tun und wieder ganz artig und lieb vor mich hindifferenzieren ^^

Natürlich, weil ich so ein netter, lieber Mann bin, Ihr verdammten Weiber, Ihr seid ja alle miteinander, Ihr *kreisch* ^^“

Ich finde, LoMis Blogeinträge haben noch ein wenig mehr Beachtung verdient. Mir kommen sie angenehm ruhig formuliert vor und sie beleuchten Aspekte, die ich anderswo nicht oder nicht so gut ausgedrückt finde:

In Fordern und Fördern schreibt er über fordernde Frauen in seiner Welt – aber auch über die eigene Schwäche (offene Flanke!), mit diesen Situation angemessen umzugehen. Wenn er in Und ewig währt das Schuldgefühl beschreibt, wie er durch ein negativ vermitteltes Männerbild Schuldgefühle hat, bleibt auch nicht der Verweis auf seine mangelnde Durchsetzungsfähigkeit aus.

Die Artikel Kommunikationsneurosen des Lillifee-Feminismus sowie Wenn Worte schuldig sind und Interpreten nur Automaten haben sperrige Titel, behandeln aber ein äußerst fragwürdiges Verständnis von Kommunikation, das im Grunde echte Kommunikation verhindert.

Als eine wichtige Frage empfinde ich „Wo bleibt die Lockerheit?„. Die bietet natürlich mehr als genug Streit- und Diskussionspotential.

Zuletzt ist mir LoMi jedoch als Anführer einer neuen Bewegung aufgefallen:

„Ich gründe die Pauschalisten-Acceptance-Bewegung. Wir Pauschalisten finden es diskriminierend, wenn andere sagen, wir könnten ja anders urteilen, wenn wir uns nur anstrengen würden. Damit geben sie uns die Schuld an unseren Pauschalurteilen und werten uns ab. Sie geben uns zu verstehen, dass wir anders sind als die Mehrheit. Wir stellen uns dagegen. Jedes Urteil ist schön und nicht nur das Idealurteil, den diese differenzierungsnormativen People propagieren. ^^
(…)
Differenzierung ist ein gesellschaftliches Konstrukt, das uns nun als naturgegeben verkauft werden soll. Dieses Konstrukt ist aber doch nur das Mittel, um die Pauschalisten auszubeuten und zu unterdrücken. Dabei wird niemand als Differenzierer geboren!“

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal mit J.B.O. und einem Lied, das neulich von muttersheera in den Kommentaren erwähnt wurde. Der Text ist ganz bestimmt 100% Ernst gemeint.

Meine beiden Lieblingsstellen:
“Frauen sind einfach nicht objektiv” – Selbstironie!
“Werden als Kind schon auf dumm geeicht” – das wäre ein eigenes Thema wert

J.B.O.: Frauen

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1 Kommentar zu „Fundstück: LoMi und die Pauschalisten“

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