Wozu man Männer noch gebrauchen kann

Neulich hat mich eine Bekannte gefragt, wofür man Männer denn heutzutage überhaupt noch gebrauchen könne.

Meine Fresse, schoss es mir durch den Kopf: Keine Ahnung! Zum Grillieren vielleicht? Oder für die Müllabfuhr..? Männer tragen ja  den Müllsack nicht nur bis vor die Haustüre, sondern fahren ihn von dort aus auch noch gleich bis zur nächsten Kehrichtdeponie! Oder haben sie schon einmal eine Müllfrau gesehen? Für die Kanalreinigung dürfte man sie wahrscheinlich ebenfalls noch ganz gut gebrauchen können, denke ich. Oder für das Verlegen von Strom-, Gas-, Telefon- und Wasserleitungen: Schliesslich brauchen wir ja Licht in der Küche, wenn wir spätabends noch schnell den Abwasch erledigen wollen, nicht? Oder mit einem Latte Macchiato in der Hand in einem Versandhauskatalog blättern. 80 Prozent aller Kaufentscheide werden übrigens von Frauen gefällt, wussten Sie das?

Item, zurück zum Thema: Männer planen ganze Städte, ziehen sie hoch, bauen Strassen, Wege, Autobahnen und Schienennetze, unterhalten Kraftwerke, bauen Staudämme, karren Rohstoffe, Nahrungsmittel und sonstige Güter 24 Stunden lang zu Wasser, zur See, zu Land oder auf dem Luftweg um die Welt, entwickeln und programmieren hochkomplexe Computernetzwerke, Schreibprogramme, Webbrowser und Apps für die ebenfalls von ihnen ersonnenen Smartphones, Laptops, Desktops und Tablets, gründen Firmen, schaffen weltweit Millionen von Arbeitsplätzen und gehen für sie mitunter halsbrecherische, unternehmerische Risiken ein. Sie retten Leben als Feuerwehrmänner, Polizisten oder Sicherheitsangestellte, ziehen Dämme um Städte bei Hochwasserkatastrophen, füllen zehntausende von Sandsäcken von Hand ab, evakuieren Menschen mit Helikoptern aus gefährdeten Gebieten, löschen Waldbrände, schneiden Schwerverletzte nach Verkehrsunfällen mit Blechschneidern aus ihren Autos, suchen nach Verschütteten in Erdbebengebieten, stecken auf Ölbohrplattformen knietief im giftigem Bohrschlamm, entwickeln alternative Energiegewinnungsformen sowie Medikamente gegen alle möglichen Gebrechen und Krankheiten, erfinden ununterbrochen neue Dinge, die unser Leben angenehmer gestalten sollen, bauen Raketen, planen Missionen zum Mars, sind auf den Mond geflogen, springen mit dem Fallschirm aus genau 38’969,4 Metern Höhe auf die Erde, haben die Quantenmechanik ergründet, den tiefsten Punkt im Meer erkundet und den Mount Everest bestiegen, LSD entdeckt, den Reissverschluss erfunden sowie die Evolutionstheorie verfasst, zünden das Feuerwerk an Grossanlässen mit Netzwerkcomputern, organisieren Open-Air-Konzerte, Loverides, Filmfestivals und Freilichtspiele, veranstalten Sportanlässe, sind als Mäzene tätig, eröffnen gemeinnützige Stiftungen, gründen Hilfswerke wie die Médicines Sans Frontières- und sind im Notfall erst noch zuverlässig und pünktlich zur Stelle, wenn der Abfluss verstopft ist, das Türschloss kaputt- oder das Auto plötzlich nicht mehr anspringt!

Männer sind sozusagen die Heinzelmännchen unserer Zivilisation: Sie erledigen all diese Jobs ohne Murren, Jahr für Jahr, bei gutem und bei schlechtem Wetter, ob es regnet oder schneit, kalt ist oder warm, Tag und Nacht. Das ist für sie ganz selbstverständlich, dafür sind sie da, das ist ihre Aufgabe, das ist ihre Bestimmung! Und glauben Sie mir: Viele von ihnen würden noch so gerne einen Teil davon abgeben, denn das alles ist manchmal verdammt anstrengend..!

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42 Kommentare zu „Wozu man Männer noch gebrauchen kann“

  1. Na! Sowas!

    Heute ist doch Weltfrauentag! 😀

    Gelungener Artikel. Verrat mir aber, warum gerade heute meine Webseiten für Stunden nicht erreichbar sind… Das muss ein Allie oder wie die heißen gewesen sein… 😉

  2. Genau, gelungener Artikel. Ich hätte die Frage so beantwortet: „Um blöde Fragen stellen zu können, die über eine Frau zu stellen, du dich in den Boden schämen würdest. Damit du was hast, um dein jämmerliches Ego ein wenig zu heben.“ Und dann wäre ich aufgestanden und gegangen.

  3. Die Frage deiner Bekannten war selten dumm. Und wenn sie, wovon ich ausgehe, nicht ernst gemeint war, war es ein schlechter Witz.

    Deine Ode auf die Männer wirkt allerdings auch etwas merkwürdig. Da zählst du alles mögliche auf, blendest dabei völlig aus, dass auch Frauen mittlerweile Städte planen und durchaus auch im Polizeidienst (häufiger) und bei der Feuerwehr (noch seltener) zu finden sind. Da du aber Frauen offenbar selbst akademische und wissenschaftliche Berufe nicht zutraust (Männer erfinden Medikamente etc…) mutet im 21.Jahrhundert doch sehr merkwürdig an. Marie Curie würde im Grabe rotieren.

    Und so mancher große, starke Mann würde wahrscheinlich bei der Arbeit in einer Kita mit lauter Schreihälsen innerhalb kürzester Zeit in die Knie gehen. Es gibt also auch durchaus sehr anstrengende Berufe, die überwiegend von Frauen gemacht werden. Im Unterschied zu den „männlichen“ Berufen sind sie allerdings deutlich schlechter bezahlt. Ein Müllwerker kassiert meines Wissens nach weit mehr als eine Erzieherin. Wobei ich damit dem Müllwerker keinen Cent neiden möchte – viel eher müsste das Gehalt der Erzieherin, wie überhaupt die Gehälter im gesamten sozialen Bereich – angehoben werden. Das ist dann aber wieder ein anderes Thema.

    1. Jetzt wirkt dein Kommentar allerdings auch ein bisschen merkwürdig. Wozu diese Gegenrede? Ich habe mir den Artikel noch einmal genau durchgelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Autor nicht einmal mit dem kleinsten Buchstaben behauptet, Frauen könnten das alles nicht auch. Du konstruierst hier also einen Strohmann, an dem du dich dann auslässt.
      Natürlich können Frauen das auch. Und ja, es gibt in den verschiedenen Gebieten auch unterschiedlich viele Frauen, die das tun. Aber das ist hier gar nicht das Thema. Hier geht es um Männer. Und Männer tun das, dazu und zu vielen anderen Dingen sind sie zu gebrauchen. Wer wollte das bestreiten?

      Und da du das Beispiel Kitas beschreibst: Nun, es gibt inzwischen auch Männer in Kitas. Ob die groß und stark sind, weiß ich nicht. Sag mir, was tun diese Äußerlichkeiten zur Sache? Mit dem gleichen Chauvinismus, den du hier an den Tag legst, könntest du behaupten: So manche schlanke, vollbusige Frau würde bei der Arbeit auf dem Bau innerhalb kürzester Zeit in die Knie gehen. Sag mal, geht’s noch? Ruder erstmal ein Stück zurück, bevor du so einen sexistischen Mist hier verbreitest.
      Abgesehen davon: Diese Männer sind tatsächlich ganz anderen Problemen ausgesetzt, nämlich dem pauschalen Pädophilieverdacht, der an Männer gerichtet wird. Hatte dazu mal ein Feature im Deutschlandradio gehört, finde das jetzt auf die Schnelle leider nicht wieder.

      1. Sieh mal – ich bin weder deine Untergebene noch deine Angestellte. Also vergreif dich gefälligst nicht im Ton, oder habe ich deinen Hamster gefrühstückt?
        Ansonsten empfehle ich dir, das Wort „Chauvinismus“ nochmals im Wörterbuch nach zu schlagen – dann kapierst du auch den eigentlichen Sinn und verwendest es nicht mehr falsch.
        Ansonsten macht der Ton die Musik – lass deine schlechte Laune gefälligst an jemand anderem aus oder lauf drei Mal um den Block, bevor du tippst ;).

    2. Natürlich gibt es auch Frauen, die sehr vieles bewegen, daran besteht kein Zweifel. Ich wüsste nicht, wo ich auch nur schon ansatzweise angetönt haben sollte, dass ich Frauen keinen akademischen Bildungsabschluss zutraue, das ist eine reine Projektion von Dir. Allerdings ist es eine Tatsache, dass Frauen in MINT-Berufen wesentlich weniger vertreten sind, als Männer. Auch wenn es erfreulicherweise immer mehr Frauen bei der Feuerwehr und der Polizei gibt: Bis dato sind es überwiegend (<80%) Männer, die mit dem Blechschneider Verletzte aus ihren Autos schneiden, eine besetzte Botschaft erstürmen oder den Müllsack zur Kehrichtdeponie (100%) karren. Was die Innovationskraft, bzw. den Unternehmergeist von Frauen anbelangt, darauf komme ich dann noch in einem meiner künftigen Beiträge hier zu sprechen.

      Mein Beitrag hier sollte einen Kontrapunkt zur gegenwärtigen Marginalisierung der Männer darstellen. Die von meiner Kollegin eingangs erwähnte Frage ist übrigens ziemlich oft zu hören, zmindest in den Medien. Da fragt Mann sich manchmal schon, auf was ein solcher Realitätsverlust zurück zu führen ist. Hanna Rosin jedenfalls ist felsenfest vom Ende der Männer überzeugt:

      http://time.com/179/men-are-obsolete/

      1. @Marcel: Du schreibst „Auch wenn es erfreulicherweise immer mehr Frauen bei der Feuerwehr und der Polizei gibt“

        Warum ist das erfreulich?

        Ich meine, mir ist das egal, wer mich nach einem Unfall aus dem Auto schneidet und wer die Unfallstelle sichert, aber vor dem Hintergrund, dass da Frauen eingestellt werden, die für einen „harten“ Job wie Polizist geringere Anforderungen als Männer erfüllen müssen (http://www.polizei.bayern.de/wir/beruf/info/index.html/1833) finde ich das überhaupt nicht erfreulich. Erfreulich ist, dass die Feuerwehr (http://www.schweinfurt.de/m_6980) den Quatsch nicht mitmacht.

        @Honey: Ich würde mir lieber die Kugel geben als in einem Kindergarten arbeiten. Oder bei der Müllabfuhr. Warum denkst du, daraus ableiten zu können, dass die (einer oder beide) mehr Geld verdient haben? Weiter: wer soll das bezahlen? Drittens: Was hat die Kindergärtnerin davon abgehalten, Müllwerker zu werden; das mit dem Geld wusste sie vorher?

      2. Erst mal vielen Dank für Deine beiden wirklich aufschlussreichen Links, jck: Die habe ich bereits gespeichert. Zur Frage selbst: Als leidenschaftlicher Mountainbiker war ich letztes Jahr an einem Bergrennen ebenfalls ziemlich überrascht, als ich bemerkte, dass für Frauen andere Leistungskriterien für dieselbe Strecke galten, als für Männer. In der Gesamtwertung waren dann aber alle auf derselben Rangliste zu finden!

        Ich bin geteilter Meinung, was die von Dir kritisierten Punkte anbelangt. Sowohl der Polizei- als auch der Feuerwehrdienst kennen verschiedene Funktionen und Abteilungen. Ich befürworte die Einstellung von Frauen im Justiz-, Polizei-, Sicherheits- und Militärbereich. Alleine die Präsenz von Frauen kann (in Interventionsfällen) deeskalierend wirken. Wenn es dann aber wirklich zur Sache geht, müssen meistens die Männer alleine ran, was ich ausgesprochen ungerecht finde. Nicht alle Funktionen und Bereiche sind gleichermassen für beide Geschlechter geeignet- vor allem wenn die körperliche Leistungsfähigkeit für gewisse Aufgaben im Vordergrund steht.

      3. Okay, dann habe ich es falsch aufgefasst. Nachdem du zuerst den dummen Kommentar deiner Bekannten geschildert hast, ging ich davon aus, dass dein Text eben auch darauf abzielte, zu zeigen, welch „tolle“, schwierige und gefährliche Jobs Männer haben und Frauen nicht. Es war anders gemeint, und somit ist das ja auch geklärt.
        Dass die Medien feministisch sind, ist mir allerdings neu ^^. Oder kannst du mir aus dem Stehgreif auch nur eine feministische Tageszeitung mit hoher Auflage nennen oder einen feministischen TV-Sender?
        Aber das gehört ja auch gar nicht hierher. Du hast geklärt, wie du es gemeint hast ;).

      4. Richtig, honeyinheaven: Mir ging es nicht um den männlichen Heroen in unserer Gesellschaft. Aber um die gerne unter den Teppich gewischten Leistungen von Männern. In diesem Beitrag stehen Männer im Zentrum, unabhängig von Frauen und deren Leistungsausweis. Auf welchem Fundament Hanna Rosin’s end of men als Buch und Artikel steht, weiss wahrscheinlich niemand genau, nicht einmal sie selbst. Es ist dieser von den Medien gerne und oft kolportierte, männerfeindliche Sexismus, den ich in aller Schärfe verurteile. Dieser mediale Vulgärfeminismus, wie er von weissen, mehrheitlich geisteswissenschaftlich gebildeten, Ü45-Mittelschichtsfrauen verbreitet wird, ist langsam sowas von *gähn*. In dieselbe Kategorie gehören auch Publizistinnen wie Silke Burmester (SPON) oder Ulrike Baureithel vom Freitag. Ich weiss wirklich nicht, was die für Probleme haben.

      5. @Marcel: Wenn Du schreibst, „Nicht alle Funktionen und Bereiche sind gleichermassen für beide Geschlechter geeignet“, ist das sicher ein hervorragender Punkt, den Feministen dazu verwenden können, Dich als sexistisch hinzustellen – wenngleich Du natürlich Recht hast, „vor allem, wenn die körperliche Leistungsfähigkeit für gewisse Aufgaben im Vordergrund steht“.

        Ich bin selbst lieber „sexistisch“ nach Definition von ein paar Gleichmacher-Spinnern als mich für Gleichstellung von Ungleichem einzusetzen. Nachdem Du mit Sport angefangen hast: Vor zehn, fünfzehn Jahren den Skiabfahrts-Weltmeister, der die Frauenabfahrt mit eine Fernsehkamera auf der Schulter runterfuhr und dabei den Frauenrekord gebrochen hat. Aber beim Sport kommt es nicht nur auf Körperkraft an; beim Regattasegeln wurde versucht, dass man die Team nicht nach Mannzahl, sondern nach Gesamtgewicht begrenzt hat, sodass Frauen bis zu 3 mehr Personen hatten. Das sollte vornehmlich dazu dienen, dass der Vorteil, den die Männer insbesondere beim Grinder hatten (dem Typen, der sich einen Wolf kurbelt; dazu braucht man Oberarme wie andere Leute Oberschenkel, sonst nichts), auszugleichen. Effekt: marginal, die Frauen kamen immer noch nicht mit.

        Was ich damit sagen will ist, dass Gleichberechtigung ganz sicher nicht Gleichstellung und auch nicht gleiche Partizipation bedeuten DARF, wenn diese nur mit abweichenden Regeln umgesetzt werden kann. Dass man faire Regeln machen sollte, ist für eine Gleichberechtigung sinnvoll (wie die Gewichtsregelung beim Segeln), aber nur, solange sie nicht in beliebigen (und eigentlich relevanten) Punkten eine Gruppe bevorzugen, vor allem nicht aufgrund irgendeines Ideals. Um beim Segelbeispiel zu bleiben: Das Gewicht der Mannschaft ist relevant. Da Frauen bei vergleichbarer Fitness idR weniger wiegen als Männer, ist es effektiv unfair, die Mannschaftsstärke an der Personenzahl festzumachen. Die Gewichtslösung ist insofern fair, als dass hierdurch das Frauenteam ausgleichen könnte (ganz zu schweigen von zwei Grinderinnen vs. einem Grinder). Mein Problem ist, dass das nur sehr selten passiert; so wie in Deinem Mountainbiking-Beispiel: Stattdessen wird einfach unterschiedlich gewertet. Und jeder direkte Vergleich ist „furchtbar“ – die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewinnt zwar, aber es interessiert niemanden, weil die Damen halt schlechter spielen als die B-Jugend des VfB Stuttgart. Das wird dann ernsthaft als „Problem“ verkauft, obwohl die Damen sicherlich mehr Aufmerksamkeit (und Geld) bekommen als besagte B-Jugend. Und das sind dann die Situationen, in denen ich mich frage, was die Gleichsteller eigentlich für psychische Probleme haben.

        Und weil diese Leute in Politik wie Medien durchaus Potenz haben, würde ich niemals sagen: „Ich befürworte die Einstellung von Frauen im Justiz-, Polizei-, Sicherheits- und Militärbereich.“ Mir ist das Geschlecht egal, solange die Leute ihre Aufgabe erfüllen, und nach sinnvollen Kriterien gewählt werden. Ich würde sagen: Ich habe nichts gegen die Einstellung von Frauen in…“.

        @Honey: „Dass die Medien feministisch sind, ist mir allerdings neu ^^. Oder kannst du mir aus dem Stehgreif auch nur eine feministische Tageszeitung mit hoher Auflage nennen oder einen feministischen TV-Sender?“

        Wenn du eine „feministische Tageszeitung“ oder einen „feministischen TV-Sender“ dadurch definierst, dass sie feministische Lügen wie den Gender-Pay-Gap verbreiten, würde ich sagen: Alle.

        Btw. ist es eine gesellschaftliche Tatsache, dass in der Regel Männer „“tolle”, schwierige und gefährliche Jobs [.] haben und Frauen nicht“. Nachdem du noch jung bist, und es dir offensichtlich wichtig ist, das zu ändern: Eine Freundin von mir arbeitet bei einem Reverse Transkriptase-Projekt mit (das hilft evtl. gegen HIV). Wenn du weniger Zeit mit dummen „Feminism 101“-Plattitüden verbringst und stattdessen auf einen Doktortitel in molekularer Medizin hinarbeitest, könntest du da auch dabeisein. Hält dich niemand davon ab, und meine Bekannte klingt nicht so, als würden die sehr schnell fertig, auch wenn ich nicht ganz verstehe, was sie macht.

    3. „Der nachdenkliche Mann“ hat vollkommen Recht. Hier geht es überhaupt gar nicht um ein Bild der Frauen. Hier geht es ausschließlich um den Mann.

      …und Deine ODE von wegen Kita usw.:
      Männer dürfen dort weder alleine Kinder wickeln, Kinder alleine auf das Klo begleiten, noch sonst irgendetwas alleine mit Kindern tun. Warum wohl? Wahrscheinlich wegen ganz vieler Oden GEGEN den Mann.

      In Kitas ist es auch so, dass Männer von ihren Kolleginnen oftmals auf das übelste gemobbt werden. Das wäre wohl der Grund warum Männer „innerhalb kürzester Zeit“ in die Knie gehen.

      Die einzige, die hier ein „Lied der Geschlechter“ angestimmt hat, warst Du. Also wundere Dich bitte nicht über das Echo.

      Du verbreitest hier übelsten Sexismus. Männer kommen also in der Kita nicht mit vielen Kindern klar? In meinem Fall könnte das hinkommen. Aber ich bin ja auch eine HSP. Dennoch mache ich aber z. B. meinen „alleinerziehenden Job“ um einiges besser als die meisten Frauen.

    4. Gerade vor wenigen Minuten habe ich meine Bewunderung über Feministinnen und ihren Bezug zur Logik bewundert, weil sie damit doch immer wieder zu einer Überraschung gut sind. Es stimmt. Auch hier: Ein Mann schreibt, wozu Männer so alles zu gebrauchen sind, und eine Feministin antwortet, als hätte dieser Mann den Frauen abgesprochen zu etwas zu gebrauchen zu sein. FASZINIEREND!!!! Männerehrenwort: Mir fehlt die Kreativität zu solchen Ideensalti 😀

      1. „Ein Mann schreibt, wozu Männer so alles zu gebrauchen sind, und eine Feministin antwortet, als hätte dieser Mann den Frauen abgesprochen zu etwas zu gebrauchen zu sein.“

        Diese Feststellung hat etwas wahres, finde ich. Gerade einen Artikel über die Aufteilung der Hausarbeit auf dieser Welt in der ZEIT gelesen, hier:

        http://www.zeit.de/karriere/2014-03/hausarbeit-frauen-international-vergleich

        Auf der ersten Kommentarseite zwei Kommentare, hintereinander folgend:

        KarlBe schreibt:

        „Putzen, kochen, bügeln, soso.

        Wer kümmert sich um die Autos? Wer schlägt sich mit Versicherungen, Banken und Rechtsanwälten rum? Wer überwacht die Geldanlage (…) ?“

        Daraufhin antwortet ihm escritor etwas weiter unten:

        „Wer überwacht die Geldanlage 😉

        Erzählen Sie gerade aus Ihrem Leben oder wollen Sie behaupten, sich um Banken, die Versicherung oder die „Geldanlage“ zu kümmern sind absolut keine Beschäftigungen für Frauen, weil sie dafür zu doof sind? Welche Frauen kennen Sie?“

        Solche Reaktionen habe ich auch schon beobachtet, selbst im ganz alltaglichen Leben! Obwohl die Männer jeweils explizit von sich oder von Männern ganz allgemein gesprochen haben- und nicht von Frauen!

      2. Falsch. Dir fehlt vor allem – siehe auch weiter unten – die Intelligenz, Texte zu lesen UND zu verstehen. Im Übrigen wäre ich dir sehr verbunden, wenn du mich mit meinem Nick ansprechen würdest. Selbiges tue ich bei dir ja auch, obwohl mir gewiss andere Bezeichnungen einfallen würden :-).

  4. Ja, toll.
    War wohl eine gute Freundin, die da gefragt hat.
    Die Frage ist völlig falsch gestellt. Und ich finde es außerordentlich bezeichnend, daß jemand sie beantwortet. Die Frage, wofür man Frauen denn heutzutage überhaupt noch gebrauchen könne, würde niemand ernsthaft beantworten.

    Unabhängig davon ist die Antwort inhaltlich nochmal bezeichnend: Das sind alles wichtige Sachen, von denen Du schreibst, daß man dafür Männer gebrauchen kann. Und es sind natürlich keine Sachen, die Frauen nicht auch können würden. Also könnte man auch auf die zwischenmenschlichen Sachen hinweisen, die Männer auch gut können (so wie Frauen). Sich miteiander wohlfühlen, miteinander essen, reden, streiten, sich aufeinander verlassen können, sich beieinander geborgen fühlen, sich mögen, … .

    1. „Und es sind natürlich keine Sachen, die Frauen nicht auch können würden. “
      Es hat auch niemand behauptet, daß Frauen sie nicht auch könnten. Es ging keine Minute lang um die Frage, was nur Männer könnten.

      Interessanter fände ich eher diese Frage: Warum muß man Männer zu etwas gebrauchen können? Welch eine frauenfeindliche Unverschämtheit wäre es eigentlich, die Frage aufzuwerfen, Frauen müßten zu irgendwas zu gebrauchen sein? Nein, das ginge gar nicht: Frauen haben von sich aus ein Existenzrecht, nur Männer müssen mit Nützlichkeit ihre Existenz erst mal verdienen.
      Und wie man hier sieht: Wir gehen sogar drauf ein, nehmen das Ganze ernst, statt es mit einem: „Aber sonst haste noch alle Latten am Zaum“ abzuhaken.

      1. Hä?
        “Und es sind natürlich keine Sachen, die Frauen nicht auch können würden. ”
        Es hat auch niemand behauptet, daß Frauen sie nicht auch könnten. Es ging keine Minute lang um die Frage, was nur Männer könnten.

        Genau das habe ich doch gesagt.

        Interessanter fände ich eher diese Frage: Warum muß man Männer zu etwas gebrauchen können? Welch eine frauenfeindliche Unverschämtheit wäre es eigentlich, die Frage aufzuwerfen, Frauen müßten zu irgendwas zu gebrauchen sein?
        Und auch da habe ich genau das gesagt.

        Und wie man hier sieht: Wir gehen sogar drauf ein, nehmen das Ganze ernst,
        Um Himmels Willen, um was ernst nehmen zu können, muß man schon den Text des anderen lesen. Und, damit du mich nicht wieder falsch verstehst – daß Du das nicht getan hast, liegt wahrscheinlich nicht an Deiner Geschlechtszugehörigkeit.

      2. „Warum muß man Männer zu etwas gebrauchen können?“

        Weil Männer in unserer Gesellschaft nicht gewollt sind. Sie werden gebraucht. Das ist alles.

  5. Mal ein kleiner Einwurf: Die Frage, wozu Männer – oder auch Frauen – zu gebrauchen sind, ist doch an sich falsch gestellt. Sie sind Menschen. Sie sind da. Sie haben ein Recht zu leben. Ihre Existenz muss nicht durch irgendwelche Leistungen erst gerechtfertigt werden.

    Ich verstehe die Stoßrichtung des Artikels natürlich schon. Es ist Mode geworden, Männer für eine Art gesellschaftlichen Blinddarm zu halten, während jene eben eine Menge Drecksarbeit leisten. Das ist eine ganz besondere Form von Blindheit in der Geschlechterdebatte.

    Aber doof ist die Frage nach dem Gebrauchen schon vom Prinzip her. Es geht nicht darum, ob ich zu gebrauchen bin für jemanden. Männer sind einfach da, sie sind Teil der Menschheit. Sie haben Menschenwürde, weil sie existieren.

    1. Ja, eigentlich ist die Frage nach dem Nutzen eines Geschlechts wirklich völlig überflüssig LoMi. Aber sie wird fleissig und offenbar ernsthaft (oder zumindest publikumswirksam) gestellt, wie z. B. eine Hanna Rosin beweist. Da muss man sich schon langsam grundsätzlich fragen, in welchem Zustand sich die westliche Denk- und Geisteskultur befindet. Zumindest muss Mann sich Sorgen um die geistige Verfassung einzelner Exponentinnen machen, die so Elaborate wie das Ende der Männer publizieren. Ein so schwerer Realitätsverlust ist eigentlich kaum mehr zu toppen!

      1. man muss man sich schon langsam grundsätzlich fragen,
        Mann muß sich Sorgen um die geistige Verfassung einzelner Exponentinnen machen
        man muß sich fragen, sich Sorgen machen.
        Muß man nicht. Ich meine, man _muß_ nicht. Man kann und darf wenn man möchte. Doch was könnte Dir das bringen?
        „Viele Männer überlassen eben Frauen zu einfach die Zügel ihres Lebens“
        aus: Pick-up als moderne Männerbewegung

        Auch bei einer obsessiven Beschäftigung hat man nicht selbst die Zügel seines Lebens in der Hand.

      2. Nun, monieka: Mann muss… ist eine gebräuchliche Redewendung, kein Imperativ. Pick-up kenne ich jetzt tatsachlich zuwenig / gar nicht, als dass ich mich darüber äussern könnte.

  6. @Monieka
    Du hast geschrieben:
    „Unabhängig davon ist die Antwort inhaltlich nochmal
    bezeichnend: Das sind alles wichtige Sachen, von denen Du schreibst, daß man dafür Männer
    gebrauchen kann. Und es sind natürlich keine Sachen, die Frauen nicht auch können würden.“
    Also für mich klingt das nach einer Korrektur, die sagen soll:
    „Du führst hier allerhand Sachen an, die du Männern zuschreibst, dabei können das Frauen
    genauso“, worauf ich logischerweise sagen möchte: Keiner hier spricht den Frauen diese Fähigkeiten ab, es ging nicht mal darum. Wenn ich dich falsch verstanden habe, schlage ich vor, dich deutlicher auszudrücken. Männer verstehen nur, was auch tatsächlich gesagt wird.

  7. @Honigimhimmel:
    „Falsch. Dir fehlt vor allem – siehe auch weiter unten – die Intelligenz, Texte zu lesen UND zu verstehen. “
    Falsch. Manchen Leuten fehlt die Fähigkeit, sich klar auszudrücken. Du scheinst wohl
    dazuzugehören. Marcel Zufferey hat ja ganz ähnliche Erfahrungen gemacht.

    „Im Übrigen wäre ich dir sehr verbunden, wenn du mich mit meinem Nick ansprechen würdest.“
    Das werde ich machen, wenn ich dich persönlich meine. Da ich aber von Feministinnen im
    Allgemeinen sprach, mußte ich dir diese Ehre vorläufig verweigern.

    „Selbiges tue ich bei dir ja auch, obwohl mir gewiss andere Bezeichnungen einfallen würden :-).“
    Tu dir keinen Zwang an. Ich bin von den Lilalatzhosenbrigaden ganz Anderes gewöhnt :-p

  8. Nun, Ich vermute, derjenige, der den Artikel geschrieben hat, redet an der, die diese Frage gestellt hat, vorbei. Anders kann ich mir das nicht vorstellen. Als Gesellschaft brauchen wir die Männer selbstverständlich, ebenso wie die Frauen. Das ist wohl keine weitere Überlegung wert, und bedarf eigentlich auch überhaupt keines Rechtfertigungsversuchs. Davon mal abgesehen stimme ich LoMi zu: seit wann muss man überhaupt einen „Nutzen“ haben? Man existiert eben – und mehr muss man auch erst mal nicht.
    Aber als Individuum ist eine Frau heute nicht mehr auf einen Mann in ihrem Leben angewiesen. Einen Mann als Partner. Umgekehrt das gleiche. Als Individuen können sowohl Frauen, als auch Männer ohneeinander auskommen. Wenn sie denn wollen. Ich bin froh, dass es so ist, denn ich finde eine Partnerschaft, die nicht aus irgendwelchen Notwendigkeiten (=brauchen) heraus entstanden ist, sondern aus Liebe, wesentlich erfüllender.

    Aber es ist von vorneherein eine dämliche Bemerkung. „Wozu braucht man Männer/Frauen noch?“ Wer stellt so eine Frage überhaupt ernsthaft? Ich persönlich habe dergleichen bisher eigentlich nur von kürzlich getrennten Individuen beiden Geschlechtes gehört.

    1. Nur von kürzlich getrennten Menschen? Oder von Hanna Rosin. Oder Silke Burmester. Oder wie soll man The End of Men (Buch und Artikel) sonst verstehen? Als publizistischen Witz? Oder eine verkaufs- und absatzfördernde Polemik, die der / den Autorin(nen) höhere Tantiemen bescheren soll? Dann wäre es ja nicht viel mehr, als ein Schrei nach (medialer) Aufmerksamkeit.

      1. Ist es auch. Ähnlich wie andere reißerische Titel wie etwa „Lob des Sexismus“ oder Ähnliches 😉

    2. Rexi, eben drum. „Als Gesellschaft brauchen wir Männer selbstverständlich, ebenso wie die Frauen“ klingt nun wirklich seltsam. Homo sapiens ist beides. Der wiederum braucht, egal ob weiblich oder männlich, so einiges. Sei er oder sie auch ein Heinzelmännchen – welcher Art auch immer – oder nicht.

  9. Hm, mal anders herum gefragt, wozu braucht Mann heute noch Frauen?
    Da diese kaum noch Kinder bekommen, hat sich dieser Aspekt schon einmal erledigt. Für den Sex gibt es Youporn und Realdoll. Kann auch nicht schlechter sein, als das, was man nach drei Jahren Beziehung noch hat.
    Und vor allem: da Frauen ja 80% aller Kaufentscheidungen treffen, sind sie auch für 80% der Umweltverschmutzung durch all diese „Produkte“ verantwortlich.
    Fazit: den Männern und dem Planeten ginge es ohne Frauen viel besser.

      1. Wow. Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich mit sowas konfrontiert werde.
        Soll ich jetzt schreiben „Ey, Du Blödsinn, Mann!“ um mich auf das Niveau zu begeben??
        Tss, tss.

    1. @Peppermind, das verstehe ich jetzt nicht: Wie kommst Du darauf, dass Frauen 80% aller Kaufentscheidungen treffen? Und das mit „den Männern und dem Planeten“ muss man wohl nicht ernsthaft kommentieren, oder?

      1. Das mit den 80% steht im Eingangsthread.
        Und ja, falls man – im Einklang mit dem
        Buddhismus – Nichtexistenz als erstrebenswert ansieht, ginge es den Männern besser. Frei nach Stalin: keine Mutter, kein Mann, kein Problem.

      2. Na, wenn’s im Eingangsthread steht, dann wird’s wohl stimmen. Wie könnte ich das bezweifeln, bin ja nicht der Dalai Lama. Und Stalin schon gar nicht. Welcher wiederum übrigens nicht nur eine Mutter, sondern auch einen Vater hatte.

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