Welche Probleme machen für euch die Geschlechterthemen aus?

Als Einstimmung auf die Artikel würde mich interessieren, welche Probleme oder Themen mit Geschlechterbezug für euch jeweils die wichtigsten sind und warum.

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11 Kommentare zu „Welche Probleme machen für euch die Geschlechterthemen aus?“

  1. 1. „Ein Mann sein in der Welt von heute“ – was macht das aus, was kann man selbst tun? Für mich klar, da ich selbst ein Mann bin.
    2. Unterschiedliche Perspektiven – wir haben eine Mutter, die modern aufgewachsen ist; eine Schülerin, die gerade Abitur macht; diverse Männer mit unterschiedlichen Vergangenheiten… ich habe festgestellt, dass es sehr viel bringt, wenn jeder erzählt, wie er die Welt erlebt hat. Das erklärt oft eine Grundeinstellung. (Und es erklärt viele „Kollisionen der Weltbilder“ – zum Teil sind die Leute ganz unterschiedlich erzogen worden und sind völlig anders als Erwachsene ins Leben gestartet.)

  2. Ich denke auch, dass die unterschiedlichen Sichtweisen hier interessant sein werden, auch wenn ich mal gespannt bin wie sachlich es dann bleibt. Vermutlich werde ich hier die feministische Seite sein, obwohl mich vermutlich in meinem Alltag niemand als Feministin bezeichnen würde.

    Für mich persönlich geht es vor allem um Ungleichbehandlung in verschiedenen Lebens-Bereichen, die überwiegend von der Gesellschaft bzw den Medien ausgehen.

    1. @honeyinheaven
      „Vermutlich werde ich hier die feministische Seite sein, obwohl mich vermutlich in meinem Alltag niemand als Feministin bezeichnen würde.“

      Finde ich ja spannend. Mein erster Gedanke war: Warum sollte ich in einem Blog eine Position vertreten, die nicht meine ist? Was wäre der Treiber dafür?

      1. Das ist kein Widerspruch. Sie kann im Alltag eine ganz normale Person sein, und trotzdem kann es passieren, dass sie in dieser Runde wie eine Feministin wirkt. Dazu muss sie nicht eine Position vertreten, die nicht die ihre ist.

      2. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mich beispielsweise in EMN’s Blog so ziemlich alle Männer als böse Emanze brandmarken. Meiner Meinung nach liegt das daran, dass gewisse Kommentatoren dort, die leider nicht in der Minderheit sind, so extrem gegen Frauen sind, dass sie bereits jede andere Meinung als feministisch und böse betrachten ;).

      3. „so extrem gegen Frauen sind, dass sie bereits jede andere Meinung als feministisch und böse betrachten ;).“

        Dieser Feindbildaufbau, bei dem man in Nichtzustimmung bereits eine feste Zuordnung zur Gegenseite sieht, finde ich sehr nervig.
        Ich werde ja auch gelegentlich als „feministisches U-Boot“ bezeichnet, obwohl man als „Biologist“ ja eigentlich kaum weiter vom Genderfeminismus weg sein kann (gut, ich könnte ein differenzfeministisches U-Boot sein)

      4. Das Etikett „Feministin“ hast du dir dort eher durch deine Meinungen erworben. Für böse dürften dich dort aber die wenigsten Kommentatoren halten. Ich tue es nicht und freue mich auf einen Beitrag von dir.

      5. @honeyinheaven:
        Ich habe irgendwann einmal einen Kommentar von Dir bei Erzählmirnix gelesen, bei dem ich fast zurückgeschrieben hätte: Komm in meine Welt, die sieht ganz anders (viel besser) aus. Für mich war es eine Erkenntnis, dass auch junge Frauen noch auf bestimmte Probleme / Missstände stoßen. (Leider weiß ich nicht mehr, um was es genau ging.)

  3. Eine häufig geübte Kritik ist die, daß man sich am Feminismus reibt, anstatt selbst was hinzustellen. Ich kann das gut nachvollziehen, aber ich denke, daß der Feminismus eine Hassreligion ist, die entscheidend in Staat und Medien ist. Und dafür möchte ich Belege sammeln und vorzeigen. Ich denke, es ist nichts schlechtes gegen Hass einzutreten.

    Was mir aus der feministischen Sicht fehlt ist dieses Gewalt-gegen-Frauen-Ding. Kommt ja jetzt am 8.3. wieder hoch. Auch der Valentinstag wurde dafür genutzt. Ich glaube aber nicht, daß Gewalt gegen Frauen so eine Sonderstellung in der Diskussion haben sollte. Vielleicht kann mir das jemand erklären.

  4. Welche Themen/Probleme sehe ich in der Geschlechterdebatte?

    Keine ganz einfache Frage. Mich persönlich treibt grob gesagt die Frage um:

    Warum ist das Klima zwischen den Geschlechtern so vergiftet und zumindest im öffentlichen Diskurs so ideologisch aufgeladen? Für welche gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche ist dies ein Symptom? Was sind die psychischen Hintergründe für den Geschlechterk(r)ampf? Mit welchen Folgekosten werden die symptomatische Lösungen erkauft? Welche Folgen zeitigt die Ideologisierung der Geschlechterverhältnisse bezüglich der Liberalität, der Rechtssicherheit aber auch der Wissenschaftsfreiheit in unserer Kultur?
    Welche archaischen Affekt brechen sich Bahn in diesen Diskursen? Wie weit sind wir schon im sumpfigen Gelände emotioanlisierter Irrationalität? Wie weit sind wir schon hinter den „Rotz der Aufklärung“ zurückgefallen?

    Oder anders gesagt: Wie lebt es sich „im Land der [Gender-]Bekloppten und [Gender-]Bescheuerten“? (D. Wischmeyer)

    Oder noch anders gefragt: Ist es wirklich so schrecklich absurd? Oder nur die normale Paranoia durch zu starke Beschäftigung mit dem Thema?

    Na ja, so in die Richtung, halt. Mehr dazu in diesem Theater.

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