Möge das Bloggen beginnen!

Graublau merkte an, dass man die Anfangseuphorie nutzen muss und es zu lang ist bis April zu warten und da stimme ich ihm zu.

Wer will kann also bereits Artikel einstellen, allerdings nach Möglichkeit nur einen Artikel pro Tag, wenn also schon jemand einen Artikel eingestellt hat, dann einfach am nächsten Tag einstellen.

Ab April geht es dann mit den vergebenen Tagen los, bis zu seinem Tag sollte also jeder seinen Artikel spätestens vorbereitet haben

Jetzt aber weiter bei Graublau und den Darlegungen, warum er gerne ein Mann ist

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Warum ich gerne ein Mann bin

Die Psychologin Erzählmirnix hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie empathisch genug ist, um Männerprobleme zu verstehen, und das sogar mit Humor ausdrücken und auf den Punkt bringen kann. Vor fast zwei Wochen wagte sie es dann, in einem Kommentar bei Alles Evolution über Vorteile des Mann-Seins nachzudenken. Die Diskussion wurde aus meiner Sicht schnell unangenehm – sehr schade! Am Ende habe ich es mir gespart, da noch meinen Senf dazuzugeben.

Aber neues Blog, neues Glück: Jetzt kann ich meine Perspektive schildern – nicht mehr und nicht weniger. Ich gestehe: Es gab einige Jahre, in denen ich dachte, dass es Frauen leichter haben. Sicher, das mag für die jungen, gutaussehenden Frauen gelten im Vergleich zu den jungen, nicht besonders angesehenen Männern.

Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch mehr und mehr heraus, dass es doch gar nicht so schlecht ist, ein Mann zu sein. Und spätestens wenn der homosexuelle Adrian geradezu ein Loblied auf Männer anstimmt, da wird mir ganz warm ums Herz.

Also, kein Grund zum Jammern, im Gegenteil: Ich kann es immer wieder genießen, ein Mann zu sein, ohne neidisch auf die Frauen und ihre möglichen Vorteile zu schielen – oder auf andere Männer, denen es scheinbar noch besser geht als mir. Hier sind fünf Gründe dafür:

5. Mein Aussehen ist nicht irrelevant, aber nicht der erste Faktor für meine Attraktivität. Da ich nicht wie Quasimodo aussehe (das ist nur ein unausrottbares Klischee über intensive Internetnutzer 😉 ), kann ich an mehreren Stellschrauben gleichzeitig drehen, um meine Wirkung auf andere zu verbessern. Garderobe, Manieren, Wortwahl… es gibt viele Möglichkeiten, charmant und charismatisch zu wirken.

4. Ich starte zwar später als fürs andere Geschlecht „interessante Person“ ins Leben, bleibe aber auch länger frisch. Daher muss ich mich nicht so beeilen, sondern kann Zeit darauf verwenden, mich meinen Interessen zu widmen. Dazu kommt, dass ich jünger aussehe, als ich bin. In meiner Jugend hat mir das schwer zu schaffen gemacht. Jetzt hat sich das in einen Vorteil umgekehrt, den ich zudem länger auskosten kann.

3. Es fällt mir leichter, für verschiedene Anlässe passend angezogen zu sein. Ich kann eine gute Hose, ein Hemd mit Kragen und eine Krawatte zur Arbeit anziehen, damit einkaufen gehen und am Abend in Restaurant oder Kneipe. Im Zweifelsfall kann ich den Schlips später am Tag weglassen, aber ansonsten benötige ich weniger Ausrüstung, um eine für den Rest der Welt akzeptable Außenwirkung zu erzielen.

2. Es ist immer wieder schön zu erleben, was ich mit meiner Stimme alles machen kann. Ich bin Tenor und kann daher die Höhen und Tiefen beim Singen richtig auskosten. Es ist einfach ein steter Quell von Lebensfreude. Aber auch im normalen Alltag kann ich mit ruhiger, fester und tiefer Stimme meinen Standpunkt klarmachen, vertrauensvoll und beruhigend wirken – oder mit klarer, heller und fröhlicher Stimme offen, freundlich und begeisterungsfähig sein. Selbst wenn mich eine Erkältung erwischt, muss das noch nicht das Ende sein: Dann geht die Stimme nicht unbedingt weg, sondern rutscht nach unten, so dass ich auch einmal etwas ausprobieren kann, was ich sonst nicht habe.

1. Ich werde an meinen Taten gemessen und das wird ermutigt. Das ist natürlich ein Ideal, welches immer wieder gepredigt, aber nur selten erreicht wird. Auch ich habe einige Ungerechtigkeiten im Leben erfahren. Die Grundstimmung ist jedoch so, dass ich positive Rückmeldung bekomme für das, was ich tue, und nicht das, was ich bin. Oder noch anders ausgedrückt: Das, was ich bin, definiert sich durch das, was ich tue. Und inzwischen kann ich auf Fähigkeiten zurückgreifen, die ich vor fast 20, ja manchmal sogar 30 Jahren erworben habe. Aber am allerschönsten ist, dass ich nicht stehenbleiben muss, sondern immer weitermachen und etwas Neues ausprobieren kann. Das wird sogar erwartet, so dass man mich darin bestärkt. Es ist wohl deswegen so, dass ich dann „ganz bei mir“ bin, wenn ich mich in eine Tätigkeit vertiefen kann.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Niemand kann meine Bemerkungen zur Schönheit und Ausdruckskraft der männlichen Stimme besser illustrieren als Roy Orbison.

Roy Orbison: I Drove All Night